UNIVERSELLES LEBEN e.V. – 2. March 2010, 02:18
URL: http://www.universelles-leben.org/cms/?id=397


Wie eine kleine Schafherde gerettet wurde
und ein neues Zuhause findet

Vieles ist möglich, wenn Tierfreunde wachen Auges durch den Tag gehen. Sie können z.B. auf dem Weg zur Arbeit auf eine Gruppe Schafe aufmerksam werden, die in Eiseskälte und ohne jeglichen Schutz im Freien stehen – und ihre Jungen im Schnee zur Welt bringen müssen. Hätte hier eine beherzte Tierfreundin nicht eingegriffen, hätten die kleinen Schäfchen die nächste Nacht nicht überlebt.
 


Die Mütter mit ihren Kindern und auch alle anderen Schafe konnten auf den Gnadenhof »Heimat für Tiere« gerettet werden und haben sich gut erholt. Sie werden auf dem friedvollen Land ihre endgültige Heimat finden. Ein geräumiger Schafstall wird bereits gebaut, und viele Weideplätze stehen bereit.

Das Ganze begann folgendermaßen...

 

Anfang Januar 2003 war es richtig Winter geworden. Seit einigen Tagen herrschte eisige Kälte, und Schnee war auch gefallen. Es war an einem solchen kalten Tag, als eine Tierfreundin bei uns am Johannishof anrief: Sie habe auf ihrem Arbeitsweg mitten auf einer freiliegenden, ungeschützten Fläche fünf Schafe und um diese herum mehrere kleine Lämmer entdeckt. Diese konnten, der Größe nach zu urteilen, erst wenige Tage alt sein.

 


Weit und breit sei kein Unterstand auszumachen, auch weder Stroh noch Heu oder Wasser. Die Tierfreundin hatte in der kleinen Herde zwischen den Muttertieren zwei kleine schwarze Knäuel entdeckt, die im Schnee lagen: Zwei eben erst geborene Schäfchen mit schwarzem, dünnem Fell. Die Schafmütter leckten ihre Jungen ab und versuchten sie dazu zu bewegen, aus dem Schnee aufzustehen. Das eine Mutterschaf war sichtlich geschwächt von der Anstrengung der letzten Wintertage und wahrscheinlich auch von der Geburt, denn es knickte selbst immer wieder mit den Vorderbeinen ein, so dass es kopfüber in den Schnee strauchelte. Tapfer versuchten die beiden Lämmchen ihre verhältnismäßig langen Steckenbeine zu sortieren und aufzustehen.

zum nächsten Kapitel