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Tierversuche ist
mehr als absurd.

Die Rechtfertigung für
Tierversuche ist
mehr als absurd.



Die Fakten:

Um das aufgerüttelte Gewissen manches Mitmenschen wieder zu beruhigen, wird gern betont, dass die Genehmigung von Tierversuchen in Deutschland ein besonders aufwendiges und schwieriges Verfahren sei. In Wirklichkeit ist die Tierversuchskomission als das zuständige Genehmigungsorgan überwiegend mit Fachleuten besetzt, die in der Regel selbst von der Durchführung von Tierversuchen profitieren. Diese überstimmen in der Regel konsequent die in der Minderheit bestellten Vertreter von Tierschutzorganisationen. Bei der Begründung, warum gerade eine bestimmte Tierart für einen Versuch hergenommen werden soll, werden meistens Standardformulierungen verwendet. So reicht zum Beispiel oft die Behauptung aus, dass die gesamte bisherige wissenschaftliche Literatur zu einer bestimmten Fragestellung auf dieser Tierart - z.B. Mäusen - beruhe und deswegen die Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit der neu zu erwartenden Ergebnisse am besten sei, wenn wieder an Mäusen geforscht wird. Das bedeutet also: wenn Allergien, Infektionen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die beim Menschen auftreten, erforscht werden sollen, dann am besten erst einmal an der Maus oder Ratte, weil das immer so gemacht wird - nicht etwa weil die Maus dem Menschen besonders ähnlich sei oder an den gleichen Krankheiten wie der Mensch erkranken würde. Diese Begründung ist nicht nur schwer nachzuvollziehen, sondern sie birgt auch den Keim für Fehlschläge und falsche Ergebnisse in sich.

Fadenscheinige Argumentation:

Neben der Begründung für die zu verwendende Tierart ist die Unerlässlichkeit des geplanten Versuches eine weitere Voraussetzung für die Genehmigung von Tierversuchen. Dazu bedarf es der Behauptung, dass die jeweilige Fragestellung nur durch einen Tierversuch geklärt werden kann. Ob dieser Versuch dann auch wirklich unerlässlich war, wird nicht mehr geprüft. Es muss also keine Rechenschaft darüber abgelegt werden, was aus dem Versuch und den Tieren geworden ist. Somit gibt es auch keine veröffentlichten Statistiken von den Tierversuchkommissionen, anhand deren man eine Kontrolle über die genehmigten Tierversuche hätte.

Kritische Bestandsaufnahme:

Es ist der Initiative einiger Privatleute zu verdanken, sich dieses Themas einmal angenommen zu haben. In dem wissenschaftlich orientierten  Journal »ALTEX« veröffentlichten sie in der Ausgabe 3/2005  unter dem Titel »Tierversuche in der biomedizinischen Forschung« ihre Ergebnisse. Der Untertitel der Veröffentlichung macht das Wesentliche deutlich: »Eine Bestandsaufnahme der klinischen Relevanz von genehmigten Tierversuchsvorhaben: Nach 10 Jahren keine Umsetzung in der Humanmedizin nachweisbar.«  Die Arbeitsgruppe hatte sich die Mühe gemacht, die innerhalb von 1991 bis 1993 von einer bayerischen Tierversuchskomission genehmigten Tierversuche 10 Jahre lang auf ihre Bedeutung für die Humanmedizin hin zu überprüfen. Das Ergebnis war mehr als enttäuschend: Selbst 10 Jahre nach der Antragstellung und Genehmigung konnte kein einziger Tierversuch zu einer klinischen Umsetzung am Menschen führen.
Reicht also der Hinweis auf das besondere Genehmigungsverfahren für Tierversuche in Deutschland aus, um das Gewissen zu beruhigen? Wohl kaum. Hilfreicher wäre die Einsicht, dass Mäuse, Ratten, Hunde, Katzen, Affen und andere Tiere nicht die Antworten und Lösungen auf die Frage nach der Gesundheit des Menschen liefern können.

 

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