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Christus, der Schlüssel zum Tor des Lebens

 

Und abermals Krähte der Hahn...

Die Verleumdung der Lehre des Jesus, des Christus



(Diese Sendung ist auch in Real Audio zu hören unter www.radio-santec.com)

 

Christian:
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer! Sie hören DAS WORT – die Kosmische Welle. Wir begrüßen Sie sehr herzlich zu unserer heutigen Gesprächsrunde zu dem Thema: „Und abermals krähte der Hahn“. Es handelt sich um ein Thema, das besondere Aktualität bekommen hat durch die neuerliche Diskussion über militärische Einsätze. Vierzig Kriegsschiffe und Zehntausende von Soldaten haben sich in Zentralasien versammelt, und die Menschheit hält den Atem an, wann diese Streitmacht losschlägt. Und die Kirchen, die sich als die Vertreter des Christentums ansehen, befürworten militärische Gewalt und betrachten das, was die Amerikaner jetzt planen, sogar als „Kulturleistung der Zivilisation“ – so wörtlich der katholische Weihbischof von Hamburg. Die Bayerische Bischofskonferenz spricht davon, dass militärische Gegenschläge moralisch geboten seien, und der Bischof Krenn aus Österreich verurteilt den gesamten Islam als fanatisch und nationalistisch, und zeiht ihn der Verachtung der Menschenrechte.

Liebe Hörerinnen und Hörer! Wer spricht hier eigentlich so, und wer ist dazu befugt, militärische Gewalt unter Berufung auf den christlichen Namen zu rechtfertigen, ja sogar für notwendig zu halten? Würde sich Jesus von Nazareth mit Raketen oder einer ganzen Armada nach Zentralasien begeben, um demnächst loszuschlagen und vielleicht Tausenden von Menschen das Leben zu nehmen? Oder hat Er etwas anderes gepredigt?

Vielleicht sollten wir uns zunächst einmal mit Bischof Krenn befassen, der den Islam beschuldigt, „er sei eine Religion, die die Menschenrechte verachtet“. Herr Krenn gehört einer Religionsgemeinschaft an, die sich auf die Bibel stützt, auf das Alte und das Neue Testament, und beide Bücher als verbindliche Grundlagen des römisch-katholischen Glaubens ansieht. Was steht zum Beispiel im Alten Testament zur Frage der Gewalt? Wir erinnern uns vielleicht noch: Als Moses vom Sinai zurückkehrte mit den Zehn Geboten auf den steinernen Tafeln, die ihm Gott gegeben hatte, musste er feststellen, dass sein Volk rückfällig geworden war und wieder dem Götzendienst frönte. Und was tat er? Er zerschmetterte die Zehn Gebote, auf denen stand: „Du sollst nicht töten“ und ging durch das Lager und befahl ein Blutbad. Wörtlich soll er gesagt haben: „Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her, von einem Tor zum anderen, und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten. Und die Söhne Levi taten, wie ihnen Moses gesagt hatte. Es fielen an dem Tag vom Volk 3000 Mann.“ - Soweit wörtlich die Bibel, auf die Bischof Krenn schwört, und mit deren Hilfe er dem Islam den Vorwurf machen möchte, es handle sich bei dem Islam um eine menschenverachtende Religion.

Oder schauen wir uns an, was das Alte Testament zum Umgang mit den Nachbarvölkern sagt? Gott soll nach dieser Bibel Joshua, dem Nachfolger Mose, befohlen haben, alle umliegenden Völker zu unterwerfen. Wörtlich soll er gesagt haben zu Joshua: „Denn ich will meine Hand zum Himmel heben und ich will sagen, so wahr ich ewig lebe, wenn ich mein blitzendes Schwert schärfe und meine Hand zur Strafe greift, so will ich mich rächen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen und mein Schwert soll Fleisch fressen mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, von den Köpfen streitbarer Feinde.“ - Soweit das Zitat aus der Bibel, die katholische Bischöfe als Grundlage ihres Glaubens ansehen. Wer mir dies nicht glaubt, den darf ich auf den römisch-katholischen Katechismus verweisen, in dem es wörtlich heißt, ich zitiere: „Das Alte Testament ist ein unaufhebbarer Teil der Heiligen Schrift. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen dauernden Wert. Denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden. Die Christen verehren das Alte Testament als wahres Wort Gottes. Den Gedanken, das Alte Testament aufzugeben, weil das Neue es hinfällig gemacht habe, wies die Kirche stets entschieden zurück.“ – Ende dieses Zitats.

Liebe Hörerinnen, und Hörer! Ich frage mich, ob die Muslime nicht mehr vor einer Religion Angst haben müssten, die dies zu ihrer Glaubensgrundlage macht, als umgekehrt?
Und ich frage Sie, ob die kirchlichen Institutionen, die sich auf diese Bibel berufen, berechtigt sind, nun zu militärischen Gegenschlägen gegen islamistische Terroristen aufzurufen. Das heißt nicht, dass die Verbrechen, die in New York und Washington begangen wurden, durch irgendetwas zu rechtfertigen sind. Es stellt sich aber die Frage, ob erneut im christlichen Namen zur Gewalt aufgerufen werden soll, nachdem solche Aufrufe bereits seit 2000 Jahren eine Blutspur durch die Geschichte des Abendlandes gezogen haben?
Über dieses Thema wollen wir uns in unserer Gesprächsrunde heute eingehender unterhalten, und wir können auch der Frage nachgehen, ob das, was ich jetzt gesagt habe, wirklich zutrifft? Ob die Stellungnahmen der Kirchen wirklich so krass sind, wie ich sie in dieser Einleitung geschildert habe?

Ich darf herzlich begrüßen in unserer Runde Gabriele, Gert, Petra und Stefano. Mein Name ist Christian. Wollen wir uns also zunächst der Frage zuwenden: Ist es wirklich so schlimm um diese kirchlichen Institutionen bestellt? Sind sie wirklich so darauf aus, dass im Namen des Jesus, des Christus, erneut militärische Gewalt angewandt wird? Oder tut man ihnen Unrecht, wenn man ihnen dies nachsagt?
Vielleicht könnte uns Petra eine kleine Presseschau, eine kleine Rundschau über die Stellungnahmen der Kirchen in Form von Zitaten geben.

Petra:
Dass diese Stellen, die du zu Beginn zitiert hast, sicherlich nicht zu krass waren, werden nachfolgende Zitate beweisen. In einer KNA-Meldung lesen wir:
„Begrenzter Militäreinsatz moralisch geboten. Die bayerischen Bischöfe halten einen engbegrenzten Militäreinsatz nach den Terrorangriffen auf die USA für moralisch geboten. Dies sagten sie am Freitag, dem 20.09.. „Es darf auf keinen Fall zu Exzessen kommen, politische und militärische Strafaktionen seien dann erlaubt, wenn es anders nicht gelingen sollte, die Terroristen zu fassen und vor ein internationales Gericht zu stellen.“
Eine weitere Meldung vom Freitag, dem 28. September: „Militärschläge, angemessenes Vorgehen gegen Unrecht. Der katholische Weihbischof von Hamburg, Hans-Joachim Jaschke, hat mögliche militärische Vergeltungsschläge der USA als Antwort auf die Terrorangriffe als angemessenes Vorgehen gerechtfertigt. ‚Die Gegenschläge, die Bush angekündigt habe, seien keine blinde Rache, sondern eine Kulturleistung der Zivilisation, ein angemessenes Vorgehen gegen das Unrecht’, sagte Jaschke dem Hamburger Abendblatt. Im Kampf gegen den Terror bräuchte die Welt vernünftig eingesetzte Gewalt“.

Aus Wien hören wir: „Mit negativen Äußerungen über den Islam hat der österreichische Bischof, Kurt Krenn, am Wochenende Aufsehen erregt und Widerspruch ausgelöst. Der Islam sei von einem gewissen Fanatismus und Nationalismus geprägt, und widerspreche den Menschenrechten“, sagte Krenn, der als führender Vertreter des konservativen Flügels der katholischen Kirche der Alpenrepublik gilt. Krenn, Diözesanbischof von St. Pölten, hat im Zusammenhang mit den Anschlägen in den USA den Islam als „politische Religion“ bezeichnet, „die vom Staat überwacht gehöre. Vor allem müssen wir sagen – und das sage ich sehr überzeugt – dass wir Christen das bessere Maß der Humanität haben. Den Koran als generell unbedenklich zu bezeichnen, sei nicht gut.“

Zum Abschluss noch eine kurze Meldung, die nach den Anschlägen am Sonntag, dem 16. September, verlesen wurde - aus dem Vatikan verlautete: „Die Kirche habe keine rein pazifistische Haltung. Es sei selbstverständlich, dass die USA nun etwas tun müssten. Es dürfe aber kein reiner Racheakt sein.“

Christian:
Soviel aus der deutschen Presse, wenn ich recht sehe. Es ist nur ein Teil von vielen Stellungnahmen, die wir gehört haben. Wir werden dann anschließend noch einiges aus der italienischen Presse hören. Aber vielleicht sollten wir uns zunächst über das, was wir jetzt aus den deutschen Zeitungen entnommen haben, kurz unterhalten:

Gert:
Was wir jetzt an Zitaten gehört haben, überrascht eigentlich nicht, denn die Äußerungen kirchlicher Vertreter stimmen doch mit dem überein, was das Programm dieser kirchlichen Institution ist. Es ist das Programm einer heidnischen Priesterreligion, wie wir sie seit Tausenden von Jahren auf dieser Erde kennen. Sie hat sich zwar einen christlichen Namen gegeben, aber die Zitate aus der Bibel, die diese Institution verwendet, die du uns vorher vorgelesen hast, sind doch die Lehranweisungen für ein Verhalten, was heute in unserer Welt ein normales Verhalten geworden ist. Man darf sich nicht darüber wundern, wenn man selbst Gewalt und Hass als Grundlage seiner Religion hat, dass diese Gewalt und dieser Hass auch gelebt wird. Und selbstverständlich muss ich dann, wenn auch ein anderer Gewalt und Hass sät, wiederum mit Gewalt und Hass reagieren. Es ist eigentlich logisch, und ich finde es auch relativ offen und ehrlich, dass man so reagiert, denn man tut ja nichts anderes als das, was man in seinem Parteiprogramm hat. Das Einzige, was mich an dieser Haltung stört, dass diese Haltung einer heidnischen Priesterreligion, die auf Rache und Vergeltung basiert, mit dem Namen „Christus“ geziert wird, was in meinen Augen ein bösartiger Etikettenschwindel ist und eine böse Verleumdung des Namens „Christus“.

Was mich etwas irritiert an diesen Aussagen ist allerdings, dass man auch aus der Richtung der Spitze dieser Institution andere Meinungen gehört hat, wo dann die Frage auftaucht: Was gilt jetzt? Man hat zum Beispiel gehört, dass der oberste Repräsentant dieser Institution, der sich anmaßt, Stellvertreter Gottes auf Erden sich nennen zu lassen, zum bedingungslosen Frieden aufgerufen hat? Aber offenbar sind die Strömungen in solchen Institutionen, wie bei allen diktatorischen Konglomeraten, wo es um Macht und Gewalt geht, so, dass er das Heft nicht mehr in der Hand hat, sodass man die Frage stellen muss: Ist die interne Schizophrenie nunmehr ebenfalls zum Parteiprogramm erhoben worden, oder was gilt nun? Bleibt es offen bei diesem Aufruf zur Gewalt, zur Vergeltung, zum Hass und zur Friedlosigkeit, oder hat man schlichtweg vergessen, das Deckmäntelchen „christlich“ ordentlich über die eigenen Absichten zu legen?

Gabriele:
Ich habe ich eine Frage: Ist die Bibel ein Buch, das zur Gewalt, zum Terror anregt?
Sind die Religionen dieser Institutionen Kirche eine politische Ideologie oder?


Christian:
Die Kirchen versuchen ja ihr Parteiprogramm, so wie es Gert vorhin genannt hat, nämlich die beiden Bücher der Bibel, als Gottes Wort auszugeben. Aber wir wissen ja inzwischen, wie diese Bibel zustande kam, z. B. das Alte Testament. Sie ist in Jahrhunderten zusammengestellt worden von Priestern und Hofbeamten, die ihre jeweiligen Vorstellungen in das sogenannte „Heilige Buch“ hineingeschrieben haben. Es handelt sich um eine Priesterideologie - insofern würde ich dir voll zustimmen - und nicht um Gottes Wort, und diese Ideologie wird noch heute als verbindliche Glaubenslehre für die Gläubigen dieser Institutionen verkündet, wobei man hier und da versucht, sich vom sogenannten Alten Testament etwas zu distanzieren, indem man sagt, dies seien ja lediglich geschichtliche Darstellungen. Wenn man genau hinschaut, handelt es sich aber um Anweisungen, um angebliche Anweisungen Gottes an Seinen Propheten oder an Seine Propheten. Insofern kann gar keine Rede davon sein, das Alte Testament sei nur eine Geschichtserzählung.

Ein zweiter Versuch, sich von der Blutrünstigkeit dieses Buches etwas zu distanzieren und sich den Pelz zu waschen, besteht darin, dass man vor allem auf das sogenannte Neue Testament abstellt. Aber hier gerät man bereits wieder in einen Widerspruch, denn andererseits lehrt man auch, dass sich das Alte Testament durch das Neue erfüllt, und dass das Alte Testament durch das Neue nicht aufgehoben wird. Und ganz abgesehen davon: Was finden wir denn im Neuen Testament, z. B. zur Frage der Toleranz gegenüber Andersgläubigen? Wenn wir etwa im 2. Petrusbrief nachlesen ist dort wörtlich geschrieben:
„Sie“ – nämlich die Andersgläubigen – „sind wie die unvernünftigen Tiere, die von der Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden. Sie sind schandbare Schmutzflecken.“ – Ende des Zitats. So im 2. Petrusbrief.
Was würden wir sagen, wenn wir so etwas im Koran finden würden? Der Islam ist sicher keine pazifistische Religion, aber ich glaube, dass diejenigen, die sich auf solche Bibeltexte stützen als Institution, alles andere als berechtigt sind, sich Christen zu nennen, und einen Kreuzzug gegen den Islam zu predigen, der ja bekanntlich schon Zigtausenden von Muslimen das Leben früher gekostet hat.


Gabriele:
Also, ich finde, die Institutionen Kirche, die sich christlich nennen, haben doch das Recht, zu so einem Kreuzzug aufzurufen, denn sie haben es ja im Parteibuch, in der Bibel. Nur frage ich mich, ob hier nicht die Wurzel aller Kriege liegt, die Wurzel des Terrorismus, dass er genau in der Bibel liegt und somit in den Institutionen Kirche, die sich christlich nennen, denn im Katechismus steht doch sinngemäß: „Das Alte Testament soll sich im Neuen erfüllen“. Ich weiß nicht, ob jemand von euch das Zitat hat?

Christian:
Es steht im Katechismus, „dass das Alte Testament nicht aufgegeben werden kann, und nicht durch das Neue Testament hinfällig gemacht wird.“ So steht es wörtlich im Katechismus. Die Kirche hält am Alten Testament als unaufhebbaren Teil der „Heiligen Schrift“ fest.

Gabriele:
Also, dann hat sie doch das Recht, zum Krieg, zu Gewalt aufzurufen. Das Einzige ist nur, dass das Gemeinste und Niederträchtigste ist, Jesus, den Christus, vorne hinzustellen und zu sagen: „Wir sind christlich“. Das ist falsch! Sie sind nicht christlich.

Aber ich habe eine ganz andere Frage: Warum geht unser Staat auf dieser Leimrute dieser Institutionen Kirche, die ein solches Parteibuch haben und es letztlich in ihren Schriften – und wie wir hören – auch in ihren Darlegungen verkörpern?

Christian:
Ich bin dir sehr dankbar für diese Frage, denn ich bin ganz nebenbei auch Jurist. Ein Parteiprogramm, das Gewalttätigkeit gegen Andersgläubige und Kriege gegen Nachbarvölker als Gottesgebot ausgibt, ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte und würde bei jeder anderen Organisation längst dazu geführt haben, dass diese Organisation verboten wird.
Der Staat verbündet sich allerdings mit diesen Amtskirchen. Warum tut er es?

Gabriele:
Warum? Das ist die große Frage. Er kann sich ja mit diesen Amtskirchen - ich möchte fast sagen – verbrüdern. Ist ja alles recht und schön! Warum lassen sie dann nicht das Wort „christlich“ aus ihrem kirchlichen Parteiprogramm?


Gert:
Das „christlich“ braucht man einfach, um die Menschen in die Irre zu führen. Es gibt wahrscheinlich noch zu viele Menschen, die ein Gewissen haben, das anschlägt, wenn man das, was man wirklich im Schilde führt, offen erzählen würde. Es ist doch – wie wir gesehen haben – das Parteiprogramm offen auf Gewalt und Unterdrückung ausgerichtet, das heißt: Die Macht wird missbraucht, um einigen Wenigen die Macht über viele zu geben. Und das kann man eben in einer aufgeklärten Gesellschaft nicht mehr so einfach durch Ausübung der Gewalt, sondern man muss die Leute gehörig in die Irre führen.

Gabriele:
Ja, aber in unserer heutigen Gesellschaft, wo man sagt, die heutige Gesellschaft ist eine aufgeklärte Gesellschaft, warum denkt der Mensch nicht? Wenn ich sage, „ich bin ein Christ“, dann muss ich doch einmal nachlesen, was Jesus, der Christus, gelehrt hat? Jesus hat keinerlei Gewalt gelehrt. Jesus hat den Frieden gelehrt. Jesus hat die Vergebung gelehrt. Jesus hat uns doch immer wieder gelehrt: „Was du willst, dass dir die anderen tun, das tue du ihnen zuerst“. Wir wollen doch Frieden – oder wollen wir Krieg? Das ist die Frage.
Wenn die Institutionen Kirche und der Staat Krieg wollen, können sie Krieg machen, aber sie sind dann keine Christen. Doch die Einzelnen, denen es bewusst wird, was Jesus gelehrt hat, die müssten sich zusammenscharen und sich einmal der Lehre des Jesus, des Christus, bewusst werden, was Jesus überhaupt wollte, denn die ganzen 2000 Jahre ist Krieg, Krieg, immer wieder Krieg.
Es gibt immer wieder die Schlachtfelder. Warum denn gibt es immer wieder Schlachtfelder? Weil wir auch unsere Tiere hinmetzeln, für die Jesus, der Christus, war. Es gibt Schlachthöfe, und deshalb gibt es auch Schlachtfelder, und weil es Schlachtfelder gibt, gibt es auch Schlachthöfe. Es ist ein einziges Blutwaten in unserer heutigen Zeit, ähnlich wie vor 1000 Jahren, wo die Kreuzritter - natürlich auch wieder christlich - im Blut der Muslime wateten.


Christian:
Ich glaube, dass einer der Gründe, warum so viele Menschen auf diesen Etikettenschwindel der Kirchen hereinfallen, darin liegt, dass sie diese Bibeln nicht lesen. Sie lesen weder die Bergpredigt des Jesus von Nazareth, noch die Grausamkeiten des Alten Testaments oder die Intoleranz eines Mannes, wie Petrus. Sie lassen sich von den Kirchen dazu verführen, ein Christentum zu leben, das im Unverbindlichen bleibt. Die Bergpredigt – wenn sie überhaupt etwas davon gehört haben - lehren die Kirchen, ist eine Utopie, die man im Alltag nicht leben kann. Und der Staat braucht die Kirchen, weil sie ihm die Gläubigen zuführen, und weil sie für eine gewisse Disziplinierung sorgen. Insofern ergänzen sich beide.

Gabriele:
Ist ja in Ordnung! Aber dann muss das „christlich“ raus – auch bei der sogenannten christlichen Partei, das können sie doch machen, wenn sie wollen, aber das „christlich“ müsste raus, und echte Christen müssten sich zusammentun in dem Bewusstsein: Wenn der Staat dieses kirchliche Parteiprogramm wählt und uns die Kirche, die Institutionen Kirche mit ihren sogenannten Gläubigen, als sogenanntes Wahlvieh braucht, dann müssten die Menschen, die wirklich das Christliche in sich haben, auf den Staat, auf die Kirche zugehen: „Macht, wenn ihr es so wollt, wie die Kirchen es in ihrem kirchlichen Parteiprogramm haben, aber nennt euch nicht christlich!“


Gert:
Das würde natürlich voraussetzen, dass sich einmal die zusammentun, die ihren Kopf noch benutzen können. Wenn jemand sich an eine Organisation bindet, die sagt: „Glaube, was ich sage, denn das, was ich sage ist absurd“...

Gabriele:
Entschuldigung, wer hat das gesagt?


Gert:
Es ist ein Ausspruch eines katholischen Kirchenlehrers „Credo quia absurdum“, also heißt das: Ich glaube, weil es - ich sage es mit meinen Worten – absurd oder unlogisch ist. Wer sich in diesen Unsinn hineinbegibt, dafür noch bereit ist, seine finanziellen Mittel zu opfern und sich davon abhängig zu machen, der kann ja nicht mehr logisch denken, der kann ja die Differenzierung zwischen christlich und Institution gar nicht vollziehen. Und dann ist es auch kein Wunder, dass die Kirchen – wie es in den vergangenen Jahrhunderten immer war – die Kriege angezettelt haben. Wenn wir daran denken, der Erste Weltkrieg war ein sogenannter „christlicher Krieg“, der Zweite Weltkrieg war ein von „christlichen“, in Anführungsstrichen, Nationen angezettelter Krieg. Wenn jemand „quia absurdum“ als Maxime erhebt, dann wird er auch bereit sein, jeden Etikettenschwindel mitzumachen.

Christian:
Ich glaube allerdings, dass die Menschen diesen absurden Dogmenhimmel der Kirchen längst nicht mehr akzeptieren. Ich glaube nicht, dass viele Menschen an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel glauben. Ich glaube auch nicht, dass die Menschen davon ausgehen, dass am Jüngsten Tag alle Gebeine aller je lebenden Menschen wieder zusammengefügt werden, damit sie körperlich in einen unkörperlichen Himmel eingehen können. Ich glaube auch nicht, dass die Menschen diese heidnischen Rituale der Reliquienverehrung noch wirklich ernst nehmen. Es ist eine verschwindende Minderheit, und inzwischen gehen weniger als 8 Prozent am Sonntag zum Gottesdienst.
Was die Menschen schläfrig hält, ist die Tradition. Sie denken gar nicht nach, welchen Unsinn zu glauben von ihnen verlangt wird. Und in dieser Tradition lassen sie sich treiben, bis sie eines Tages aufwachen und sehen, wohin diese Tradition führt.

Gabriele:
Wir hätten doch schon längst aufwachen können. Wenn wir 2000 Jahre zurückblicken, immer wieder Kriege, immer wieder Mord, immer wieder Hunger, immer wieder Siechtum, immer wieder Leid. Ja, irgendwo hätten wir doch einmal unseren Kopf – denn wir haben ja vom Geist Gottes auch einen Verstand mitbekommen - den einsetzen müssen und sagen: „Wenn wir christlich sind, dann sollten wir uns an die Lehre des Jesus, des Christus, halten“. Was hat Er denn gelehrt? „Vergib deinem Nächsten“. Hätten wir das vor 1000 Jahren nach den Kreuzzügen begonnen, dann würde vielleicht heute das Christentum anders dastehen. Vielleicht wäre das Christentum dann ein Vorbild für die Muslime. Dann bräuchten wir heute nicht gegen den Islam sein oder gegen die Terroristen aus dem Islam, sondern wir könnten Vorbilder sein. Und ich glaube, es wäre gar nicht zu dem Terrorismus gekommen.


Christian:
Du hast vollkommen Recht. Die radikalen Islamisten, die sich jetzt zu diesem Terror bekennen, erklären ausdrücklich, dass sich ihr Kampf unter anderem gegen die Kreuzritter wendet. Und wenn ich an das Gesetz von Ursache und Wirkung denke und davon ausgehe, dass wir Menschen wiederholte Male auf dieser Erde leben, dann habe ich den Eindruck, dass manche wieder auferstanden, bzw. wieder inkarniert sind, die früher schon großes Unheil angerichtet haben, Christen, die sich heute so nennen, die früher gegen Andersgläubige gekämpft haben. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber dass sogenannte Christen so sehr die Gewalt befürworten und dass manche Christen die Gemeinschaft des Islams so verurteilen, lässt mich vermuten, dass es dieselben sind, die früher schon Unheil angerichtet haben.

Gabriele:
Vielleicht könnten wir noch in so manche Pressemeldungen hineinblicken, was die Presse zu dem Ganzen sagt:


Christian:
Wir haben ja einige italienische Pressestimmen, vielleicht könnte Stefano einige davon einführen in die Diskussion.

Stefano:
Wir haben hier einige Zitate aus der Corriere della sera vom 16. 09.:
„’Reiche nicht die andere Wange’, sagte der Bischof von Como, Alessandro Maggiolini. Wenn der gepeinigten Bevölkerung New Yorks die im Evangelium verkündete Gewaltlosigkeit auferlegt würde, hieße das sogar, sie zu missbrauchen. Ich fordere kein unverhältnismäßiges Einschreiten und auch keine schrecklichen Vergeltungsschläge, aber es ist gewiss undenkbar, dass ein Volk, welches einen so verheerenden Angriff erlitten hat, die andere Wange hinhält. - Amerika hat das Recht auf Verteidigung, und der heilige Franziskus kann, obwohl er als Heiliger ein Vorbild ist, nicht an die Stelle eines Verteidigungsministers treten...“

Gabriele:
Stehen wir nicht mitten in der Apokalypse? Könnten wir heute nicht sagen: Es ist zu spät nach 2000 Jahren? Was wir in diesen 2000 Jahren Jesus und Seiner Lehre angetan haben, das kommt jetzt auf uns hernieder. Ist es nicht zu spät?
Jetzt sagen wir keine Gewaltlosigkeit. Gewalt fordert wieder Gewalt, das lehrten die Institutionen Kirche 2000 Jahre. Doch jetzt könnte es zu spät sein, mitten in der Apokalypse, dass auf der ganzen Welt ein Scheiterhaufen lodert, der symbolisiert: Jeder ist schuldig. Jeder muss sich an seine Brust klopfen, und jeder müsste fragen: Wo ist meine Schuld? Und vielleicht müssen die Kirchen sagen, „unsere übergroße Schuld“.

Gert:
Ich glaube, diese Zeit der Apokalypse ist wirklich da. Ich möchte zwei Aspekte davon beleuchten, einmal: Die Gewalt, von der wir sprachen, die die Kirchen unmittelbar veranlasst haben, ist ja nicht Vergangenheit, sie ist ja Gegenwart. Mit welcher Leichtigkeit geht über unsere Lippen das Wort „katholische Terrororganisation in Nordirland, protestantische Terrororganisation in Nordirland“. Es ist uns eine Selbstverständlichkeit, dass Protestantisch und Katholisch sich mit Terror verbinden. Ich möchte hier gar nicht von den Verbindungen der katholischen Kirche zur Mafia sprechen. Unrecht und Gewalt sind Synonyme für die institutionellen Kirchen.
Und auf der anderen Seite möchte ich unseren Blick einmal auf die Natur lenken: Früher hat der Mensch möglicherweise sich selbst umgebracht und seine Nächsten, und vielleicht auch in der Umgebung, wo der Nächste gewohnt hat, einen Teil der Natur. Heute bringt er die gesamte Natur um. Er geht mit der Natur so um, wie mit Seinesgleichen, nämlich ohne jeglichen Respekt mit der Schöpfung Gottes. Und ist das nicht ein typisch apokalyptisches Zeichen, was wir der Natur antun, unseren Übernächsten, die mit Sicherheit, im Gegensatz vielleicht zum Menschen, überhaupt nicht schuld sind an dem, was sie trifft? Wir missbrauchen, quälen und töten Unschuldige: Tiere Pflanzen; und wir machen die Erde platt – ohne Rücksicht auf Verluste.

Gabriele:
Es leiden nicht nur die Menschen, sondern es leiden auch die Tiere.
Jeder leidet an dem, was wir gegenüber der Lehre des Friedens verursacht haben. Hätte das furchtbare Geschehen in USA geschehen müssen, wenn die Christen nach den Kreuzzügen umgekehrt wären und das „Mea culpa“ gesprochen hätten? Wenn sie sich der Lehre des Jesus, des Christus, bewusst geworden wären, wenn sie also die Friedfertigkeit gelebt hätten, wenn sie ein Miteinander angestrebt hätten, wenn sie so, wie es Jesaja sagte, die Waffen zu Pflugscharen hätten werden lassen, wäre dann das Schreckliche, das Furchtbare in USA, passiert?


Christian:
Es ist immer schwierig, geschichtliche Hypothesen aufzustellen, aber ich glaube, dass sehr vieles dafür spricht, dass es zu diesen furchtbaren Ereignissen von New York und Washington nicht gekommen wäre, wenn die Christen sich so verhalten hätten, wie Jesus von Nazareth es gelehrt hat - ich gehe sogar noch einen Schritt weiter - ich bezweifle, ob der Islam überhaupt entstanden wäre? Jedenfalls in dieser Größenordnung in ganz Zentralasien entstanden wäre, innerhalb eines Jahrhunderts auf der ganzen arabischen Halbinsel. All dies war doch eine Reaktion auf das Verhalten des Christentums, das bereits nach wenigen Jahrhunderten zur Staatsreligion geworden war, unduldsam geworden war, militant geworden war. Die Kriegsdienstverweigerer wurden aus der Kirche ausgeschlossen, das Christentum war bereits eine Machtreligion geworden, und deshalb dürfen wir uns nicht wundern, dass in Arabien eine Religion entstanden ist, die dem etwas entgegensetzen wollte. Es fängt also schon vor dreizehnhundert Jahren an, und du hast mit Recht die Frage aufgeworfen: Befinden wir uns nicht längst in einer apokalyptischen Situation?
Zweitausend Jahre seit Rom, hat die Menschheit nach der Devise gehandelt: „Wenn du den Frieden willst, dann bereite die Gewalt vor“. Und zweitausend Jahre hat sie Gewalt geerntet mit dieser Devise, und immer wieder erfahren müssen, dass Gewalt neue Gewalt schafft.
Schon aus rein weltlichen Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit ist es eigentlich unsinnig, auf jede Gewalt wieder mit neuer Gewalt zu antworten. Umso mehr ist es verwerflich, dies im Namen des Jesus, des Christus, zu tun, denn Er hat die absolute Friedfertigkeit gefordert.

Gabriele:
Wäre der Islam so groß geworden, wenn die Christenheit das befolgt hätte, was Jesus ihnen gelehrt hat? „Gehet hinaus, lehret alle Völker und taufet sie in Meinem Namen“. Nicht hinausgehen und die Säuglinge taufen. Dem Menschen den Frieden zu bringen, die Frohbotschaft der Liebe, der Verbrüderung, der Einheit zu lehren. Wer dann diese Lehre annimmt, der ist getauft.
Wäre der Islam so groß geworden, wenn die Christen das getan hätten, was Jesus, der Christus, ihnen geboten hat? „Gehet hinaus, lehret alle Völker und taufet sie in Meinem Namen“. Und was war Seine Lehre und was ist Seine Lehre? Friede, Liebe, Einheit, Versöhnung, Gerechtigkeit, Freiheit, Brüderlichkeit.


Christian:
Ich glaube, die Frage stellen heißt, sie beantworten. Es wäre nie zu dieser Entwicklung gekommen.

Petra:
Diese Erkenntnis hatte sogar ein Theologe, Norbert Fink, wie in einer Pressemeldung aus dem Bistum Mainz zu lesen ist, der sagt: „Der Islam ist entstanden aus der Schwäche und Zerrissenheit der Christen. Mohammed kannte nur eine Entartungsform. Er hatte kein authentisches Christentum erlebt.“

Gert:
Das heißt: Der Islam hätte sich nicht ausgebreitet. Aber noch jemand hätte sich nicht ausgebreitet, nämlich die Institutionen. Es gäbe keine Institution Katholisch, es gäbe keine Institution Evangelisch, es gäbe Christen in der unmittelbaren Nachfolge des Jesus, des Nazareners. Und dass dies nicht geschehen durfte, das war auch Politik der Kirchen. Denn immer, wenn es Ansätze gab, zu lehren und dann zu taufen, dann wurden die, die das getan haben, was Jesus gelehrt hat, von den Institutionen Katholisch und Evangelisch – nicht vom Islam, nicht vom Buddhismus, nicht vom Hinduismus, sondern von den Institutionen – gequält, gefoltert und bestialisch umgebracht.
Also kann man sagen: Die Lehre des Jesus, des Christus, wurde torpediert, pervertiert und auch desavouiert bei allen Völkern durch die Institution Katholisch und später durch ihre Ableger Protestantisch oder Evangelisch.

Christian:
Wir haben jetzt noch eine Stimme aus Italien, sehe ich gerade.

Stefano:
„Pazifismus ist Ketzerei“, sagt ein katholischer Theologe in La Stampa, vom Freitag, 21.09.. „Auf eine Aggression wird im Verhältnis zur erlittenen Aggression reagiert. Das ist schon immer die Sozialdoktrin der Kirche zu gerechtem Krieg gewesen, eine Theorie, die schon seit 1700 Jahren gilt und vom heiligen Augustinus von Hippo stammt“, sagte Baget Bozzo.
„Priester, Bischofe und Kardinäle, die Vorbehalte gegenüber dem gerechten Krieg haben“ – fügte er hinzu – „setzen sich offensichtlich ganz bewusst über Jahrhunderte kirchlicher Lehre hinweg.“


Christian:
Also, das Dogma: „Man muss für die Gewalt sein“. Und dieses Dogma wird auch bestätigt durch ein sehr wichtiges Dokument der deutschen Bischofskonferenz, es umfasst 100 Seiten und befasst sich mit der Konfliktlage der Welt, und in diesem Papier ist sogar zu lesen, „dass die Androhung von Massenvernichtung durch Atomwaffen gegenwärtig immer noch zu rechtfertigen ist“.
Wir sehen also, es gibt keine Einschränkungen bei der Befürwortung kriegerischer Gewalt durch die Kirchen, wenn der alternde Papst, dem offenbar manche bereits das Ruder aus der Hand genommen haben, versucht, der Weltöffentlichkeit gegenüber den gegenteiligen Eindruck zu erwecken. So ist auch dies ein Etikettenschwindel.
Im übrigen hat er ja während des Balkankrieges selbst einmal gesagt: „Wir sind schließlich keine Pazifisten“. -
Ich würde vorschlagen, die römischen Kirchengelehrten sollen sich eben katholisch oder römisch nennen, aber sie sollen bitte sehr sich nicht mehr Christen nennen, denn dies ist eine Verhöhnung des Jesus von Nazareth, des Christus Gottes, Der absolute Friedfertigkeit gelehrt hat.

Gabriele:
So kann man doch eigentlich sagen: Die Institutionen Kirche, die sich christlich nennen, sind seit 2000 Jahren die Urheber aller Kriege und die Wurzel des Terrors. – Jesus ist die Wurzel des Friedens.
In dieser Zeit muss sich eigentlich jeder entscheiden: Entweder für Jesus, den Christus, oder gegen Ihn.


Christian:
Liebe Hörerinnen und Hörer! Dies war sozusagen der erste Teil des Verrats an der Lehre des Jesus von Nazareth, der dazu führte, dass wir unsere heutige Gesprächsrunde mit der Überschrift versehen haben: „Und abermals krähte der Hahn“.

Ein zweiter Verrat wird immer wieder dadurch begangen, dass der Mensch die Tiere als Mittel zu seinen Zwecken missbraucht. In jüngster Zeit wird wieder diskutiert, ob der Mensch befugt ist, sogenannte Xenotransplantationen durchzuführen. Was ist das eigentlich? „Xenon“ kommt aus dem Griechischen und heißt, der Fremde. Es geht also um Organtransplantationen über die Schranke der Arten hinweg. Dem Menschen soll Tierisches implantiert werden, gleich, ob es sich um Nieren handelt, um Herzen, oder um andere Organe. Und wir haben in den letzten Tagen registrieren müssen, dass auch hierzu vonseiten der Kirchen grünes Licht gegeben wird. Man ist fast dazu geneigt, zu sagen, eine Gewalttätigkeit reicht der anderen die Hand. Denn es ist ja eine Gewalttätigkeit, wenn wir Tiere töten, um ihnen lebend Organe zu entnehmen, die wir dann Menschen einpflanzen. „Es dürfe allerdings nicht dazu kommen“, meinen die Kirchen, „dass eine Vermischung zwischen Mensch und Tier stattfindet.“
Vielleicht sollte uns Petra einmal kurz zitieren, was wirklich gesagt wurde?

Petra:
In der von Christian zitierten Meldung war zu lesen, die Hintergründe, warum sich der Mensch ein solches Verhalten herausnimmt: Der Vatikan sagt dazu: „Der Mensch bilde den Höhepunkt der Schöpfung und habe eine einzigartige und überlegene Würde’ – stellt der Vatikan heraus. ‚Ihm sei von Gott die Herrschaft über die Natur und die übrigen Lebewesen übertragen. Daher sei die Verwendung von Tieren zum Wohl des Menschen zulässig. Eine Xenotransplantation stehe daher grundsätzlich nicht im Gegensatz zur Schöpfungsordnung. Allerdings sei diese Nutzung und die entsprechende Erforschung nur im unbedingt notwendigen Rahmen zum Wohl und Überleben des Menschen gestattet’“ – wird in dem Dokument unterstrichen. „Den Tieren müssten unnötige Schmerzen erspart bleiben. Unkontrollierbare genetische Veränderungen müssten vermieden werden.“ Wie Christian bereits sagte: „Eine ethische Grenze wäre nach Ansicht des Vatikan allerdings dann erreicht, wenn etwa eine tierische Transplantation Einflüsse auf die Identität des Empfängers haben könnte. Moralisch annehmbar seien allerdings auch genetische Veränderungen an den Tieren.“

Gabriele:
Könnte mir jemand noch sagen, wo die Würde des Menschen liegt? Nach all dem, was wir lesen und hören: Wo ist die Würde des Menschen? Welche Schublade sollen wir aufmachen, um sie zu finden?


Christian:
Ich glaube, dass auch hier das Parteiprogramm der kirchlichen Organisation sich wieder auswirkt. In der Bibel ist zunächst zwar davon zu lesen, dass die Menschen ihre Mitgeschöpfe achten sollen und sich von Pflanzen und Früchten ernähren sollen. Dann aber soll Gott – nach Meinung dieser Bibelverfasser – gesagt haben, wörtlich: „Furcht und Schrecken komme über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel. In die Hände des Menschen sei alles gegeben, alles was sich regt und lebt, sei seine Speise.“ – Ende des Zitats.

Ich glaube, die Annahme, der Mensch sei der absolute Herr über alles, was auf dieser Erde lebt, ist wiederum auf dieses Buch zurückzuführen, das die Kirchen zur verbindlichen Glaubensgrundlage erklären. Und in diesem Buch ist die Würde des Menschen nicht enthalten. In diesem Buch handelt es sich um ein Monstrum, das alles tun kann, was es für richtig hält. In diesem Buch handelt es sich nicht um das Kind Gottes, das fürsorgend für seine Mitgeschöpfe tätig werden soll, sondern in diesem Buch werden Schlachtopfer dargebracht zum Wohlgeruch eines zornigen Gottes, zum Wohlgefallen der Priester, die Tempel waren wie Schlachthöfe. All das ist diesen furchtbaren Passagen dieses sogenannten „Heiligen Buches“ zu entnehmen. Von der Würde des Menschen im Umgang mit den Tieren ist darin leider wenig zu finden.

Gert:
Manchmal hat man den Eindruck, dass der, der sich gegen die Schöpfung Gottes wendet, die Bibel ganz geschickt zusammengestellt hat. Wir Urchristen wissen, dass die göttliche Schöpfung als Einheit von Menschen, Tieren und Natur oder von geistigen Wesen, von geistigen Tieren und der geistigen Natur geschaffen wurde. Was uns hier präsentiert wird, ist ein Konglomerat von Fälschungen, von Verdrehungen und Perversionen, die sich dann eben auch im Katechismus fortsetzen mit dem Tenor: „Zerstöre die göttliche Schöpfung, wo du kannst“. Nur ganz so perfekt ist diese Fälschung doch nicht gelungen, denn immer wieder sind den Fälschern göttliche Zitate durchgegangen. Wohl haben sie, angesichts der Fülle der Schriften, den Überblick verloren, nur so lässt sich zum Beispiel erklären, dass auch in diesem großen Fälschungswerk, der Bibel, z. B. bei Jeremia steht über die Schlachtopfer, die an anderer Stelle in höchsten Tönen gelobt werden: „Denn ich habe euren Vätern, als ich sie aus Ägypten herausführte, nichts gesagt und nichts befohlen, was Brandopfer und Schlachtopfer betrifft.“ Oder es heißt bei Jesaja: „Das Land wird euch seine Früchte geben, dass ihr euch satt essen könnt. Wer einen Ochsen schlachtet ist eben, als der einen Mann erschlüge“. – Also Widersprüche zu dem sonstigen grausamen menschen- und tierfeindlichen Text.

Christian:
Ich würde noch ein Stück weitergehen: Die Leute, die diese Bibel geschrieben haben, haben Gott fast wie ein Monstrum dargestellt. Manche Passagen lesen sich so, als wollte man den Menschen Gott gewissermaßen austreiben. Er wird geschildert als ein zorniger Gott, als ein Willkürgott, als ein Gott, der Opfer verlangt an Tieren, als ein Gott, der Seinen Propheten gebietet, die Nachbarvölker zu unterwerfen und zu ermorden. All das ist in dieser Bibel zu finden.
Aber es blieb eben immer noch der eine oder andere Lichtstrahl, der von diesen satanischen Einschüben nicht zugedeckt wurde. Etwa die Botschaft des Propheten Jesaja vom Friedensreich oder die Botschaft des Propheten Jeremia, und des Propheten Hosea, Botschaften, in denen zum Frieden aufgerufen wurde, Botschaften, in denen ein Gott vermittelt wurde, Der ein liebender Gott ist.
Mitunter versuchen die Kirchen, ihre barbarische Lehre zu dem Verhältnis von Mensch und Tier damit zu rechtfertigen, dass sie darauf hinweisen, dass Jesus von Nazareth zum Umgang mit den Tieren ja nichts gesagt habe. Wer so argumentiert, der sollte sich fragen: Wie kam denn die Bibel, das sogenannte Neue Testament, wie kamen denn die vier Evangelien zustande? Es war doch niemand da, der die Reden des Jesus von Nazareth protokolliert hat, sondern 80 bis 100 Jahre, nachdem Jesus von Nazareth über diese Erde gegangen war, wurde aufgeschrieben, was man vom Hören-Sagen wusste und was der damaligen Tradition entsprach. Einer der wichtigsten Bibelübersetzer, Hieronymus, der im fünften Jahrhundert die erste lateinische Bibel schuf, schrieb, dass ihn die Nachwelt wohl für einen Bibelfälscher halten werde, weil er jeweils auswählen und nach eigenem Gutdünken entscheiden musste, was er für richtig oder falsch halte, für unvollständig oder ergänzungsbedürftig halte. Er habe manches hinzugefügt und manches abgeändert.

Gabriele:
Die Bibel ist also nicht die Eingebung von Gott, sondern die Bibel des Hieronymus.


Christian:
Und so ist eine Bibel entstanden, die im Grunde genommen keine wirkliche Grundlage dafür hergibt, was Jesus von Nazareth wirklich gelehrt hat. Sicherlich, die Bergpredigt ist darin noch enthalten, die Abschiedsreden des Jesus von Nazareth sind darin noch enthalten, aber kann es wirklich sein, dass der Lehrer der Friedfertigkeit nichts zum friedfertigen Umgang mit den Tieren gesagt hat? Ist es nicht bemerkenswert, dass in den sogenannten apokryphen Schriften - die also nicht Aufnahme fanden in den Kanon der sogenannten „Heiligen Schriften“ - durchaus Worte des Nazareners enthalten sind, mit denen Er davor warnt, Tiere zu schlachten und zu essen. Er fügt hinzu: „Esst keine Tiere, auf dass ihr nicht selbst als Kadaver verspeist werdet.“

Und insofern ist es für mich sehr beeindruckend, dass durch das Prophetische Wort für die Jetztzeit, durch das sich der Christus Gottes erneut den Menschen offenbart, ergänzt und vertieft wird, was in dieser Bibel nicht enthalten ist, nämlich auch Lehren des Jesus von Nazareth zum Umgang mit den Tieren. In einer der Göttlichen Offenbarungen, die Gott der Menschheit durch die Prophetin für die Jetztzeit, Gabriele, schenkt, heißt es wörtlich:
Jesus von Nazareth hat gelehrt: „Seid rücksichtsvoll, gütig, mitfühlend und friedlich, nicht allein mit euresgleichen, sondern auch mit aller Kreatur, die ja in eure Obhut gegeben ist. Denn ihr seid wie Götter für sie, zu denen sie aufblicken in ihrer Not. Schlachtet nie ein Tier“ – so heißt es wörtlich – „für euren persönlichen Gebrauch. Sehet, die Natur, das Leben der Schöpfung, sorgt für euch. Die Früchte des Feldes, der Gärten und der Wälder sollen euch genügen.“ – Soweit dieses Zitat aus einer der Christusoffenbarungen aus dem Buch „Das ist Mein Wort“, in dem viel über das Leben des Jesus von Nazareth enthalten ist. Und wenn man sich das vergegenwärtigt, dann sieht man erneut, wie krass der Verrat an den Lehren des Nazareners ist, der durch die kirchlichen Institutionen erfolgt – auch was den Umgang des Menschen mit den Tieren anbelangt. Hätte Jesus von Nazareth im Ernst geraten: Weidet die Tiere aus, reißt ihnen das Herz, die Nieren und die Leber heraus und pflanzt sie euch selbst ein, damit ihr noch ein paar Jahre länger leben könnt? Unvorstellbar, dass Er so etwas geraten hätte. Die Kirchen tun es. „Und abermals krähte der Hahn!“

Damit wir uns nicht missverstehen, liebe Hörerinnen und Hörer! Diese Diskussion geißelt nicht bestimmte Anschauungen über Krieg und Frieden. Sie geißelt nicht die Überzeugungen bestimmter Menschen über die Behandlung von Tieren - für so schlimm wir diese Verhaltensweisen auch halten. Worum es uns in dieser Gesprächsrunde in erster Linie ging, ist der Etikettenschwindel. Die Bischöfe mögen die Gewalt für notwendig halten, und katholische Gläubige mögen das Schlachten von Tieren für richtig ansehen. Nur eines sollten sie nicht tun, sich dabei auf Jesus, den Christus, berufen und sich christlich nennen.
Mögen sie sich katholisch nennen oder von mir aus auch römisch-katholisch, oder evangelisch-lutherisch. Nur sollten sie damit aufhören, mit dem Namen des Erlösers die Menschen zu verführen und ihnen vorzumachen, sie würden den Willen Gottes verkünden!
 

 

 

Wohin führt der kriegerische Welt-Terror?
Eine weitere Sondersendung der kleinen Gesprächsrunde im Universellen Leben

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