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Weltfriedenstag 2010:

"Wortgeklingel überdeckt Versagen der Kirche"


Pressemitteilung

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt in allen Kulturen weltweit
Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld 
                                                                                            30.12.2009 

Weltfriedenstag 2010:
"Wortgeklingel überdeckt Versagen der Kirche"

"Ich bin der größte Schaf-Schützer aller Zeiten", sprach der Wolf, nachdem er sich einen Schafspelz übergezogen hatte. Ungefähr so glaubwürdig sei auch die sinngemäße Aussage von Papst Joseph Ratzinger, die Kirche sei schon immer für Klimaschutz eingetreten.

Zu diesem Resümee kommen die Freien Christen für den Christus der Bergpredigt in allen Kulturen weltweit, nachdem sie die Botschaft von Papst Joseph Ratzinger zum Weltfriedenstag 2010 studiert haben. Diese Botschaft trägt zwar den Titel: "Willst du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung". Doch, so Matthias Holzbauer, umweltpolitischer Sprecher der Freien Christen: "Mit viel Wortgeklingel versucht der Papst, das Versagen seiner eigenen Kirche in Klima- und Umweltfragen zu überdecken."

"Besonders verräterisch", so Holzbauer weiter, "ist der Umstand, dass dem Papst in der gesamten Botschaft kein einziges Mal das Wort ‚Tiere’ über die Lippen kommt. Wer von ‚Verantwortung gegenüber der Schöpfung’ spricht und kein Wort über Massentierhaltung und Tierversuche verliert; wer eine ‚Änderung des Lebensstils’ einfordert, aber die Notwendigkeit verschweigt, angesichts der drohenden Klimakatastrophe den äußerst klimaschädlichen Fleischkonsum einzuschränken, der hat allein damit offenbart, wie wenig glaubwürdig seine Aussagen sind."

Da helfe es auch nichts, dass der amtierende Papst am laufenden Band sich selbst und seine Vorgänger zitiert, um den Anschein zu erwecken, die Kirche sei schon immer für Umweltschutz gewesen. Das Gegenteil sei der Fall: "Die Priestermänner der Kirche haben von Anfang an die Lehre Jesu, der Natur und Tiere liebte, verraten und in ihr Gegenteil verkehrt. Die Naturverachtung der heutigen Zivilisation ist nicht zuletzt Erbe einer Theologie, die den Menschen über alles stellte, die Natur zu einer bloßen Sache degradierte und den Tieren bis heute die Seele abspricht." Dies sei einer der Gründe, weshalb die Freien Christen in Deutschland beide Großkirchen verklagt haben: Sie sollen sich nicht länger als "christlich" bezeichnen dürfen.

Noch bis in die Gegenwart hinein habe die Kirche Menschen lächerlich zu machen versucht, die vor einer drohenden Klimakatastrophe warnten. Und auch in seiner jetzigen Botschaft könne sich der ehemalige Chef der vatikanischen Inquisitionsbehörde Seitenhiebe auf ein tieferes Verständnis der Natur nicht verkneifen, indem er kirchliches "Befremden" gegenüber einem "Biozentrismus" äußert, weil dadurch die "höhere Identität und Rolle des Menschen verneint" und einer "egalitären Sicht der ‚Würde’ aller Lebewesen Vorschub geleistet" werde, die "einem neuen Pantheismus mit neuheidnischen Akzenten" die Türen öffne. Gerade die Verneinung der Würde aller Lebewesen habe schließlich zu der verhängnisvollen Naturverachtung der Kirche und der brutalen Verfolgung geführt. "Noch vor wenigen Jahrhunderten hat die Kirche Männer und Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, die die Natur als vom Geist Gottes belebt ansahen", so Holzbauer. "Ein Joseph Ratzinger kommt eben aus seiner Haut nicht heraus – egal, welchen Pelz er sich umlegt."

Nähere Informationen: www.christus-oder-kirche.de,
Telefon 09391-50 42 13

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