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Christus, der Schlüssel zum Tor des Lebens

 

Offener Brief


Dr. jur. Christian Sailer
Dr. jur. Gert-Joachim Hetzel
Max-Braun-Str. 2
97828 Marktheidenfeld

 

Presse-Druck- und Verlags-GmbH
Geschäftsleitung
Curt-Frenzel-Straße 2
86167 Augsburg

  
2. Mai 2011
             

 

Main-Post, Ausgabe vom 29.4.2011


Sehr geehrte Frau Holland,
sehr geehrte Herren,

die in Würzburg erscheinende Main-Post wurde inzwischen von Ihnen übernommen.

Zur Redaktion dieser Zeitung gehört auch Herr Tilman Toepfer, der sich seit Jahren dadurch profiliert, dass er gegen die Glaubensgemeinschaft Universelles Leben und deren Anwälte sehr einseitige, um nicht zu sagen: hetzerische Artikel, schreibt. Einmal kam es hierwegen sogar schon zu einer Rüge durch den Deutschen Presserat.

Mit dem anliegenden Artikel „UL-Anwälte zeigen Papst Benedikt XVI. an“ gab Herr Toepfer eine neue Kostprobe seiner Art der „Berichterstattung“.

Es ist ihm nicht zu geschmacklos, über das Ableben eines Menschen öffentlich spekulieren zu lassen, weil man ihn an einem bestimmten Ort nicht sieht, obwohl er seinen Wohnsitz woanders hat, was Herr Toepfer weiß. Persönlichkeitsrechte sind ihm offensichtlich wenig wert.

Das gilt auch für die Äußerung, „ein Mann, der die Anwälte aus Erfahrung kennt“, wolle „schon deswegen anonym bleiben“. Hier wird auf üble Weise Stimmung gemacht und Feindseligkeit suggeriert, um gleichzeitig Ehrabschneidungen zu transportieren: hier die Behauptung, im Universellen Leben würde „durch Psychoterror der Geist vieler Menschen gebrochen“. Herr Toepfer macht sich auch solche Meinungslügen zu eigen und ist dafür verantwortlich.
Halten Sie diese Art von Journalismus, der anonyme Verleumdungen nach Stasi-Manier kolportiert, für vertretbar? Wenn ja, dann dürfen wir Ihnen empfehlen, Herrn Toepfer besonders gut zu bezahlen und oft schreiben zu lassen. Dann wird sich der Main-Post-Journalismus bald von selbst erledigen. Denn dort werden Unwahrheiten von einem juristisch geschulten Journalisten so umformuliert, als wären es Meinungsäußerungen und die Stimme der Leser und der ihnen Gleichgesinnten. Wie soll man einem Schreiber Glauben schenken, der seine „Berichterstattung“ auf Vermutungen und anonymes Gehabe stützt?

Die von dem jüngsten Artikel Betroffenen sahen sich gezwungen, öffentlichkeitswirksam mit anliegendem Handzettel zu reagieren, da juristische Schritte in Fällen der vorliegenden Art zu spät kommen. 

Über die Hintergründe der Strafanzeige, deren Bedeutung der Journalist aus Würzburg offensichtlich nicht einzuschätzen vermag, informieren wir Sie mit anliegender Dokumentation „Der Fall des Papstes“. Ergänzend fügen wir den Bericht über ein Gerichtsurteil aus den USA bei, aus dem ebenfalls zu entnehmen ist, wie ernst in der juristischen Welt die Verantwortlichkeit des Vatikans für die weltweiten Verbrechen katholischer Priester inzwischen genommen wird.

Die Main-Post ist sich dieses Ernstes nicht bewusst, berichtet abfällig, wie es der Kirche gefällt, und macht die Gemeinschaft schlecht, die wir in anderen Fällen vertreten. Der Name Universelles Leben sei kein „Aushängeschild“ mehr, deshalb würden wir auf eigene Faust gegen den Papst zu Felde ziehen. Da gerät einiges durcheinander: Obwohl unsere Strafanzeige nichts mit dem Universellen Leben zu tun hat, stehen wir, wie stets, zu dieser Gemeinschaft. Wir legen im Übrigen auf „Aushängeschilder“ keinerlei Wert. Wir waren nie ein Aushängeschild für die Lehren der Kirchen und schon gar nicht für die „Wahrheiten“ der Main-Post. Uns reicht es, für die Wahrheit Gottes einzustehen.

Angesichts der Öffentlichkeit der vorliegenden Auseinandersetzung erlauben wir uns, diesen Brief zu veröffentlichen.


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Sailer

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