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"Satan austreiben"


Über 20 Jahre lang, von 1975 bis 1996, war es dem Stadtpfarrer von Schrobenhausen, Walter Mixa, möglich - in regelmäßigen Abständen auf die Kinder eines katholischen Waisenhauses einzuprügeln - mit Fäusten, Stockschlägen und notfalls sogar mit dem Hosengürtel. Die Brutalitäten, bei denen es sich strafrechtlich um Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener handelt, waren von Parolen aus dem kirchlichen Drohpotential begleitet: "Du landest im Fegefeuer ... in dir ist der Satan". Den wollte der Pfarrer und spätere Bischof Mixa mit seinen Prügeln "austreiben", wie es in dem Bericht des Sonderermittlers des Waisenhauses heißt.

Mixa fühlte sich offenbar als kleiner Exorzist und lag damit durchaus auf der Linie der römisch-katholischen Zwangsanstalt. Teufelsaustreibungen gehören seit Jahrhunderten zu deren festen Bestandteil und werden durch Papst Benedikt mehr denn je gefördert – durch Exorzismuskurse und internationale Exorzismuskonferenzen. Der oberste Exorzist namens Amorth sitzt im Vatikan und vermutet, dass auch dort Teufel am Werk sind.

Bei den offiziellen Teufelsaustreibungen geht es nicht wie in Schrobenhausen mit Stock und Hosengürtel zur Sache, sondern mit Knochensplittern aus dem Reliquienarsenal der katholischen Heilsanstalt, ähnlich wie bei afrikanischen Voodoo-Kulten. 

"Immer mehr Menschen quer durch alle Schichten verfallen dem Teufel", mutmaßt ein Sprecher des Erzbistums München-Freising. Und wie erkennt man, ob es wirklich der Teufel der Exorzisten ist? Unter anderem durch Geschrei gegenüber Kreuz und Gebet, meinen die Experten aus Rom. Das Kreuz, das man den Opfern der Inquisition auf dem Scheiterhaufen entgegenhielt, muss also erneut herhalten. Diesmal zur Rechtfertigung rituellen Psychoterrors, der mitunter auch Todesopfer fordert. Der Fall der Anneliese Michel aus Klingenberg am Main ist der bekannteste Fall.

Psychische Störungen, schwere Aggressionen, epileptische Anfälle und ähnliches sollten in die Behandlung guter Therapeuten und Psychiater führen und nicht zu kirchlichen Exorzisten mit heidnischen Ritualen. Wenn man schon "Teufel austreiben" will, müsste man zuerst die eigenen Teufel bekämpfen. Solange dies nicht geschieht, ist die Besessenheit der anderen die Projektion der eigenen Finsternis.

Mit Jesus von Nazareth hat all dies nichts zu tun. Wenn Er Blinde und Stumme heilte, sprach Er natürlich auch das Dunkle in der Seele der Kranken an. Aber von "Teufelsaustreibung" sprachen nur die Pharisäer. Worum es wirklich ging, ist in der Christus-Offenbarung Das ist Mein Wort – Alpha und Omega, Das Evangelium Jesu nachzulesen. Sie wurde uns durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes für unsere Zeit, übermittelt. Christus schildert darin Details Seines Lebens als Jesus von Nazareth und sagt unter anderem: "Nicht jeden Menschen, der zu Mir kam, konnte Ich helfen und dienen. Vielen legte Ich die Hand auf, und sie wurden nicht gesund. Auch nicht jede dunkle Kraft, die Ich im Menschen ansprach, wich aus ihm. Denn das Gesetz des Lebens lautet: Nach deinem Glauben wird dir gegeben! Und: Sündige fortan nicht mehr ... Im und am Leibe wird nur das wirksam werden, was der Mensch an Fehlern und Sünden erkennt, bereut, wofür er um Vergebung bittet und vergibt – und was er nicht mehr begeht."

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