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Was kostet das Schweigen?


In einer gewaltigen PR Aktion hat die katholische Kirche im Februar 2010, scheinbar einsichtig geworden, über 100 Fälle von Kinderschändung in Deutschland durch katholische Priester mit einem gewaltigen Presserummel offen gelegt. Der Zeitpunkt war gut gewählt. Fasching und Olympia zogen das Interesse der Menschen verstärkt in ihren Bann.

Ende Februar tagte die Deutsche Bischofskonferenz auf der ihr Vorsitzender, Robert Zollitsch, eine formelle Entschuldigung gegenüber den geschändeten Kindern für die deutsche katholische Kirche aussprach. Gleichzeitig erklärte er, was sich nun in der Kirche alles ändern und verbessern soll. Einen runden Tisch zur Aufarbeitung der Vergangenheit und Entschädigungszahlungen durch die Deutsche Bischofskonferenz lehnte ihr Vorsitzender ab. Lautgewordene Rücktrittsforderungen gegen die Verantwortlichen wurden ignoriert.

Es kann ja sein, dass weniger informierte Kreise geneigt sind den deutschen Bischöfen zu glauben. Aber ähnliche Erklärungen hatte es in den Jahren zuvor schon in den USA und Irland durch ihre Bischofskollegen gegeben, als tausende Fälle von Kinderschändung durch katholische Priester öffentlich wurden. Darüber sprach Sinead O’Conor in der ARD Sendung TTT. http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3905108

Es gibt einen Umstand in diesem leidigen Geschehen, den man einfach nicht übersehen darf: Alle Katholiken – vom Kardinal bis zum einfachen Gläubigen - sind durch ein Schweigegebot des Papstes, das päpstliche Geheimhaltung in Fällen von Kinderschändung verlangt, zum Schweigen verurteilt. Wer dagegen verstößt wird mit einer ewigen Höllenstrafe bedroht. Deshalb können die Verantwortlichen in der Kirche all das, was sie nun vollmundig versprechen, gar nicht einhalten, außer sie wollten sich gegen den Papst stellen. Kindsmissbrauch darf durch Bischöfe, nach bestehendem Kirchenrecht, nicht einfach beim Staatsanwalt, wie es überall sonst üblich ist, angezeigt werden. Solange aus Rom das Schweigegebot besteht, bleibt die Aufklärung von innerkirchlichen Sexualverbrechen in erster Linie eine innerkirchliche Angelegenheit; nur wenn es gar nicht mehr anders geht, ist eine Anzeige beim Staatsanwalt vorgesehen. 

Jährlich zahlt der Staat 14 Milliarden Euro an Subventionen an die Kirchen - die ihrerseits pädophile Pfarrer und Priester finanzieren. Wenn Kinder missbraucht wurden, werden sie oft krank, brauchen psychiatrische Betreuung und sind häufig lange arbeitsunfähig. Wer zahlt?  Zum großen Teil die Solidargemeinschaft! Wenn Priester pädophil sind brauchen sie eine Therapie.

Die Solidargemeinschaft zahlt also erhebliche Summen für Leistungen, die durch Verbrechen und Verbrecher verursacht werden. Auch pädophile Priester werden vom Staat durch seine Zuwendungen an die Kirchen (mindestens 14 Milliarden Euro im Jahr) indirekt mit subventioniert, dabei sind die Aufwendungen der Solidargemeinschaft für Opfer und Täter noch gar nicht mit berücksichtigt.

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