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Gottes Werk
oder medialer Zirkel



Wir leben ersichtlich in einer Wendezeit.
Handelt es sich um die Zeitenwende, von der Jesaja, Jesus von Nazareth und Johannes von Patmos sprachen? Die Gottesprophetie der Jetztzeit baut darauf auf und führt in eine neue Dimension der Heilsgeschichte der Menschheit.

Wer Ohren hat, zu hören, kann Zeuge eines Vorgangs sein, der zu den größten Ereignissen der Weltgeschichte gehört - dass Gott erneut durch Prophetenmund zu den Menschen spricht.

So mancher hat sich zunächst gefragt, als er erstmals davon hörte: Wie kann das sein? Ist es wirklich Gott, der dort spricht – durch eine Frau? Ist da wirklich ein göttliches Werk entstanden? Oder handelt es sich nur um einen medialen Zirkel, in dessen Mitte eine begabte Charismatikerin Kundgaben aus dem Jenseits weitergibt - womöglich im Trancezustand oder in exaltierten Ausbrüchen?

Sprechmedien gibt es bekanntlich viele: Sie sind wie Zeitungen, die alles mögliche wiedergeben, das sie teilweise aus dem eigenen Gedächtnis abrufen, seltener als Durchsprachen weitergeben. Mit Prophetie hat das alles nichts zu tun, wenn die Welt unserer Sinne oder tägliche Vorgänge das abrufen, was im Kopf gespeichert ist – insofern sind wir alle mehr oder weniger medial und geben weiter, was im Medium unseres Ichs gespeichert ist, an Erinnerungen und Belastungen, an Wissen, kaum an Weisheit. Das gilt auch für die Kommunikation eines Mediums mit jenseitigen Welten und Verstorbenen. Es handelt sich um den Austausch von seelischen Energiefeldern, der auf der Ebene des Mediums, einer menschlichen, oft allzu menschlichen, Ebene stattfindet, ein Austausch, der zu gefährlichen und belastenden Verstrickungen führen kann.

Die Berufung eines neuen Propheten

Im Gegensatz zum Medium spricht der Prophet, der den Namen verdient, nicht aus dem Nebel menschlichen Gehirns und auch nicht aus Nebelschwaden, die aus Astralbereichen herüberwehen. Das Gehirn des Propheten ist für das Göttliche durchlässig. Die Vergangenheit ist Erinnerung, aber keine Belastung. Das aber ist nur möglich, wenn wir das, was wir gespeichert hatten, mit dem Geist bereinigt haben. Dann richtet sich die atomare Struktur der Zellen auf den göttlichen Wesenskern der Seele aus: Über ihn erfolgt dann die Durchsprache. Nicht irgendein Energiestrom, sondern der göttliche Strom fließt dann; die Hindernisse sind beseitigt – wie das Geröll eines Baches. Das Gehirn empfängt die Weisheit und sendet den Willen Gottes aus.

Was hier wiedergegeben wird, stammt nicht aus Büchern (oder etwa einem medialen Kopf), sondern wurde uns von jemandem berichtet, der den göttlichen Lichtstrom in sich seit 25 Jahren leibhaftig erfahren hat, von unserer Schwester Gabriele. Sie hat diese Erfahrung nicht herbeigezwungen. Im Gegenteil: Sie ist beim ersten Mal erschrocken und wollte den inneren Strom unterbinden, der ihr die Kommunikation mit der geistig-göttlichen Welt ermöglichte. Es ging ihr nicht anders, wie allen echten Propheten. Wie aus manchen Bibelpassagen noch zu entnehmen ist, gerieten die Propheten zum Teil fast in Panik, als ihnen ihr Prophetenschicksal bewusst wurde. Gabriele berichtet, wie ihr die erste Angst genommen wurde, indem der Lichtstrom in ihrem Inneren zu den Worten wurde: »Fürchte dich nicht, Ich begleitete dich während deines ganzen irdischen Lebens. Du standest immer in Meiner Obhut, denn du bist ausgegangen, um Mein Wort aufzunehmen und es der Welt wiederzugeben.«

Allzu beruhigend war das nicht, im Angesicht des übergroßen Auftrags, der da angekündigt wurde, weshalb Gabriele zurückfragte, wie sie weiter berichtet: »Warum gerade ich, wie soll ich das schaffen, ich bin nur ein Sandkorn ...« Doch die Erziehung des Propheten hatte bereits begonnen: Die zunehmende Sensibilisierung des Bewusstseins; die Unterweisung durch Geistwesen für die konkrete Lebensgestaltung und die Aufnahme des Gotteswortes; die ersten öffentlichen Auftritte, bei denen grenzenloses Gottvertrauen erforderlich war, dass der Lichtstrom, den sie in die Worte ihrer Muttersprache übersetzen sollte, nicht versiegen würde; erste Reaktionen der Umwelt – Skepsis, ja sogar Ablehnung. Das Prophetenschicksal nahm seinen Lauf.

Walter Nigg, einer der besten Kenner historischer Prophetenschicksale, stellte hierzu einmal fest: »So verschiedenartig das Leben der einzelnen Propheten war, gemeinsam war ihnen allen ein überaus schweres Schicksal. Nie wurden die Propheten mit offenen Armen aufgenommen, allzeit setzten die Menschen ihren Worten den stärksten Widerstand entgegen. Ausnahmslos bedrückend war ihr Leben, sie haben denn auch oft dem unsagbaren Leid ergreifenden Ausdruck gegeben. Die namenlose Trauer Jeremias steigert sich zu kaum zu ergründender Schwermut. Seine stöhnenden Worte sind keine vereinzelte Klage. Beinahe alle Propheten haben ähnliche, kaum auszuhaltende Qualen erlebt ... Prophet sein ist eine der härtesten Bestimmungen für einen Menschen ...«

Ein großes Offenbarungswerk

Die natürlichen Gegner der Propheten waren seit jeher die jeweiligen Priesterkasten. Warum? Der Prophet bricht erstarrte Dogmen und Traditionen auf. Den Pharisäern aller Zeiten, den Verwaltern kirchlicher Kulte und ihren Hilfstruppen im Staat waren Propheten stets ein Dorn im Auge. Man wollte sich das Theater, das man dem Volk vorführte, nicht verderben lassen, zumal man von den Einspielergebnissen ein sattes Leben führen konnte. Das ist auch heute noch so. Das Publikum im Parkett hat längst gemerkt, dass das Staatsschauspiel aus Politik und Kirche die Zuschauer zum Narren hält. Doch die Meinungsmacher in den Logenplätzen wollen es nicht wahrhaben, dass Gott nicht durch Kardinäle und Päpste spricht, oder sich hinter theologischen Kopfgeburten verbirgt, sondern dass Er erneut ein hohes Geistwesen zu den Menschen gesandt hat, das sich in eine Frau mit dem irdischen Namen Gabriele einverleibte, der die unmittelbare Kommunikation mit der geistig-göttlichen Welt möglich wurde. Und wenn sie darauf hinweist, dass die Lehre des Nazareners durch die Institutionen, die sich christlich nennen, schmählich verraten wurde, fallen Kirchenfunktionäre und deren Handlanger in Zeitungsredaktionen und Amtsstuben über sie her. Ausgerechnet die totalitärsten Institutionen der Menschheitsgeschichte, die römische Kirche und ihr lutherischer Ableger, fühlen sich bemüßigt, den Hinweis auf die konsequente Ethik des Jesus von Nazareth als totalitär zu verunglimpfen – Seinen Pazifismus, der durch die Lehre vom gerechten Krieg verhöhnt wird, Seine Tierliebe, die in der kirchlich redigierten Bibel verschwiegen und durch die kirchlich abgesegnete Tierverachtung verraten wird, Seine Lehre von einem liebenden Vater-Gott, die durch die Kirchenlehre von der ewigen Verdammnis und einem zürnenden Gott, der seinen eigenen Sohn als Schlachtopfer zur Versöhnung benötigt, pervertiert wird.

Trotz aller Anfeindungen und Verleumdungen durch die Inquisitoren von heute, der Nachfolger am Stammbaum schwerster Verbrechen, geht das Prophetische Wort für die Jetztzeit inzwischen rund um die Welt. Viele Menschen hatten den Glauben an Gott verloren, weil Ihn viele Passagen des Alten Testaments zum Teil als grausames Monstrum darstellten. Viele Menschen hatten den Glauben an Christus verloren, weil sie mit dem süßlichen Jesusbild ihres Religionsunterrichts nichts anfangen konnten und nicht zuletzt: Weil die sich christlich nennenden Kirchen ein abstoßendes Vorbild sind. Nun hören sie wieder, dass Christus lebt, dass Er sich durch Prophetenmund als unser Erlöser erneut offenbart, Seine geistige Wiederkehr ankündigt, den Inneren Weg zu Gott lehrt, Sein Reich des Friedens ankündigt, aber auch große Umwälzungen, von denen Er bereits als Jesus von Nazareth sprach.

Der Lichtstrom Gottes, der sich durch Gabriele in menschlichen Worten offenbart, schuf ein großes Offenbarungswerk, das schon allein durch seine Klarheit überzeugt: Gott ist kein Rachegott, der Seinen Sohn als Opferlamm benötigt, sondern der liebende Vater, der alle Seine Kinder liebt, der zugleich der Allgeist ist, der alles durchdringt, jede Pflanze, jedes Tier und jedes Atom und der in der Seele eines jeden Menschen wohnt. Durch Prophetenmund erklärt der Gottesgeist das Fallgeschehen der Geistwesen und die Entstehung der Materie. Die Erlösertat des Gottessohnes wird von der heidnischen Blutmystik eines Paulus befreit. Auf Golgatha, so erfahren wir, floss aus dem Wort des Gekreuzigten »Es ist Vollbracht« allen Seelen und Menschen der Erlöserfunke zu, der uns zur Umkehr befähigt. Die Zusammenhänge von Makrokosmos und Mikrokosmos werden erklärt, das Zusammenwirken von Innen und Außen und die Struktur der Materie, die letztlich aus geistigen Atomen besteht. Noch nie wurde durch die Innenschau eines Menschen so viel über die himmlischen Welten berichtet und durch eine Gottesprophetie so plausibel erklärt, was die Welt im Innersten zusammenhält. Und das Wichtigste von allem: Die Offenbarung des Schulungswegs des Inneren für alle Menschen, des Inneren Wegs, der zur Erschließung des vollen Bewusstseins des Menschen führt, wodurch schließlich jeder einzelne die ganze Wahrheit der Schöpfung und ihrer Gesetze im eigenen Inneren schauen und erfahren kann.

Konkrete Vorhersagen

Wie ernst wir diese Offenbarungen nehmen müssen und wie stichhaltig sie sind, wenn dieses Wort hier erlaubt ist, zeigt auch jener Teil, der prophetische Vorhersagen enthält. Beispielsweise das, was 1992 über einen bevorstehenden Polsprung gesagt wurde. Ich darf aus dieser Christusoffenbarung kurz zitieren:

»Die Erde bäumt sich auf aufgrund der vielen Ursachen, die nun mehr und mehr zur Wirkung kommen. Doch die Großen dieser Welt erfassen dies noch lange nicht. Sie steuern die Völker auf das größte Unheil zu, nämlich auf einen Polsprung... O sehet: Noch halte Ich, Christus, das Erdmagnetfeld in Meinen Händen, den mächtigen Dynamo für diese Erde, der hinausstrahlt in das All zu den Gestirnen und die Verbindung zum All herstellt. Noch halte Ich also diesen Dynamo in Meinen Händen - doch die Ursachen drängen mehr und mehr zur Wirkung... Das bedeutet, dass in einem Augenblick alles vorbei ist; dann wird der Mensch das erleben, was auch in den Gestirnen steht. Was er in das Weltall gesandt hat, das kommt auf die Erde hernieder. All der Unrat der Technik fällt auf die Erde und somit auf die Menschen hernieder, ähnlich, als wenn die Sterne vom Himmel fallen würden.« Und dann schließt der Christus-Gottes-Geist mit folgenden Worten diese Passage der Offenbarung: »Wahrlich, Ich sage euch, dann werden die Wasser kommen und den Unrat überdecken, und die große Umwandlung wird sich mehr und mehr vollziehen, vom Negativen zum Positiven. Die geliehene Gottesenergie, die vom menschlichen Ich heruntertransformiert wurde, wandelt sich in positive Kraft. Diese positive Kraft setze Ich auf der sich reinigenden Erde ein. Damit baue Ich jetzt schon am Friedensreich Jesu Christi, an Meinem Reich, dessen Herrscher Ich sein werde.«

Bestätigung durch die Wissenschaft

Das war vor 10 Jahren; und viele dachten, so schlimm wird es schon nicht werden; und die Gegner des Propheten scholten die Prophetie als Weltuntergangspanik. Doch heute stellt sich in atemberaubender Weise heraus, wie zutreffend diese Vorhersage war bzw. ist. So kann man beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung vom 15. April 2002 lesen: »Der Geodynamo, verantwortlich für das Magnetfeld dieses Planeten, kreiselt nicht mehr wie sonst. Eine Entwicklung deutet sich an, die bedeutende Auswirkungen auf das Leben der Menschheit haben könnte. Forscher haben Anomalien im Magnetfeld unseres Planeten entdeckt, die darauf hindeuten, dass sich die Pole womöglich umkehren. Gleichzeitig bewegt sich der magnetische Nordpol mit hohem Tempo in Richtung Russland. Seine Wandergeschwindigkeit hat in den vergangenen Jahren von 10 auf 50 km pro Jahr zugenommen...« Und dann heißt es weiter: »Was der Natur offenbar nicht viel ausmacht, könnte für die hochtechnisierte Menschheit aber ein riesiges Problem werden.... Wenn nämlich das schützende Magnetfeld während der Umkehrung auch nur kurzzeitig verschwindet, liegt die Erde ungeschützt im Sonnenwind und ist so dem interstellaren Strom hochenergetischer Teilchen ausgesetzt.... Besonders gefährdet sind Flugzeuge und Satelliten... Wir kommen mit unserer Technologie zunehmend in Bereiche, die von extraterrestrischen Phänomenen beeinflusst werden.«

Die Prophetie der Zeitenwende bedarf sicherlich keiner Bestätigung durch einen wissenschaftlichen Bericht; aber die ewigen Zweifler werden vielleicht etwas nachdenklicher. Jeder muss selbst entscheiden, ob er an das Prophetische Wort glaubt; aber er sollte sich auch bewusst sein, was er aufs Spiel setzt, wenn er sich ausschließlich auf sein beschränktes Bewusstsein verlassen will und damit ausschlägt, was der Gottesgeist der heutigen Menschheit an Hilfen bietet. Eine Seiner praktischen Lebenshilfen im Rahmen des Schulungswegs des Inneren lautet: »Wir sind in dieser Erdenschule, um unseren Nächsten, mit denen wir z. B. in Streit leben, zu vergeben, sie um Vergebung zu bitten und das nicht mehr zu tun, was zu Streitigkeiten geführt hat, ... und um das wieder gutzumachen, was wir in Vorinkarnationen versäumt und was wir uns in diesem Erdendasein auferlegt haben.«

 

(Dieser Text erschien in der Zeitschrift »Das Friedensreich« 6/2002.)

 

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