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»Der Prophet«
 > »Der Prophet« Nr. 10

Der Jugendliche und der Prophet



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A U S Z Ü G E:

 

Der Jugendliche:
Grüß Gott ...
Hallo ...
Entschuldige, aber wenn ich daran denke, daß unser Gespräch aufgezeichnet werden soll als Grundlage für eine kleine Schrift, dann fällt mir absolut keine passende Anrede für dich ein. Wenn wir Jugendlichen von dir oder mit dir sprechen, dann nennen wir dich halt einfach "Gabriele" oder "Gabi".

Du sagst uns immer wieder, daß du unsere Schwester bist, und so redest du auch mit uns. Aber schließlich könntest du an Jahren unsere Mutter sein. Von Christus und von dir wissen wir, daß wir alle - vom Geist her gesehen - Brüder und Schwestern sind. Das haben wir schon begriffen. In unseren Familien oder bei irgendwelchen Treffen oder in den urchristlichen Betrieben duzen wir ja auch alle. Und wenn wir gemeinsam an etwas arbeiten oder einen am Telefon haben, dann ist es eigentlich mehr oder weniger egal, wie alt er ist. Er ist eben der René oder der Walter oder sie ist die Uli oder die Gabi - einer oder eine, der oder die ebenso selbstverständlich für uns da ist, wie wir für ihn oder für sie da sind. Aber in der Öffentlichkeit? Wie soll ich dich jetzt ansprechen - als "werte Prophetin" oder "liebe Prophetin" oder als "Gabriele" oder als "Gabi"?

 

Der Prophet:
Warum so kompliziert? Aufgrund unserer vielen Gespräche weißt du, daß Prophet kein Titel ist, sondern die Bezeichnung für einen Mahner unter den Menschen. Der Prophet, der Gottesinstrument ist, muß das aussprechen, was Gott sagen will, und das ist den Menschen nicht immer angenehm.

Bisher habe ich nie den Eindruck gehabt, daß ihr Jugendlichen mich als Mahner erlebt, und von mir aus gesehen sind wir uns immer als Geschwister begegnet, auch wenn, wie du schon angedeutet hast, der Altersunterschied gravierend ist, z.B. vom 18. bis zum 64. Lebensjahr. Bleibt das Herz jung, weil die Seele licht geworden ist, also vom Licht Gottes durchdrungen wird, dann spielt das Alter kaum eine Rolle. Das geistige Bewußtsein bleibt aktiv und übermittelt uns immer wieder, daß der geistige Leib, die lichte Seele, nicht altern kann, weil der Geist Gottes das ewige Leben und somit die ewige Jugend ist. Weil Gott, der himmlische Vater, der Vater aller Menschen ist, sind wir in Seinem Geiste alle Brüder und Schwestern. Also halten wir es unkompliziert, so, wie der Geist Gottes nun einmal ist: Du und ihr Jugendlichen alle sagt zu mir schlicht "Gabriele" oder "Gabi" ...

 

Der Jugendliche:
... Wenn du dich mit der in dir erschlossenen göttlichen Weisheit in deine Jugend hineinfühlst: Was würdest du nach der Arbeit tun? Was hättest du für Interessen? Wie würdest du als junger Mensch versuchen, die Welt zu verändern?

 

Der Prophet:
Zu eurer ersten Frage:
Was würde ich also als junger Mensch nach der Arbeit tun?

Zu meiner Zeit gab es im Berufsleben nicht so viel Freizeit wie heute. Es wurde eigentlich immer bis 18.00 oder 18.30 Uhr gearbeitet, samstags normalerweise bis 14.00 oder 15.00 Uhr. Du fragst mich jedoch, wie ich es halten würde, wenn ich heute so jung wie du wäre und das geistige Wissen hätte.

Wichtig für mich wäre, daß ich nach meinem Arbeitstag die Bilanz meines Tages ziehe und mich selbst auf der Gefühlswaage wäge: Was war heute einigermaßen gut, was weniger gut, was vielleicht sogar miserabel? Alle drei Aspekte - das Gute, Weniger-Gute und das Miserable - würde ich vor mir Revue passieren lassen. Über das Gute würde ich mich freuen und dieses durch Bejahung in meinem Oberbewußtsein festigen. Das Ungute würde ich näher betrachten mit der Frage: Was liegt in meinem Unterbewußtsein, das meinem Oberbewußtsein - also mir - immer wieder Streiche spielt? Denn du mußt wissen, das Unterbewußtsein ist mit einem Killer zu vergleichen, der auf der Lauer liegt, die guten Vorsätze im Oberbewußtsein immer wieder zu "killen", also zunichte zu machen und uns diesbezüglich ins Ungute zu ziehen. Dem Miserablen würde ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften, vor allem mit der Christus-Gottes-Kraft, zu Leibe rücken, also die Spur zur Wurzel verfolgen, um sie mit der Hilfe des Geistes Christi auszumerzen. Gerade das Miserable kann uns zu Taten veranlassen, die wir im Oberbewußtsein gar nicht wollen. Das Miserable ist also ein Riesenkiller, der ständig auf der Lauer liegt, unsere guten Vorsätze zu töten und unsere Entwicklung ins Negative zu lenken.

Mit der Hilfe des Christus Gottes würde ich also meinen Tagesabschluß machen und den Weg gehen, den uns Jesus von Nazareth aufgezeigt hat: Erkenne deine Sünden, bereue und bereinige sie, und tue sie nicht mehr. Das Nicht-mehr-Tun ist entscheidend. Dazu brauchen wir eine Portion Kraft, um göttliche Gesetzmäßigkeiten im Oberbewußtsein zu halten, denn der Killer Unterbewußtsein, in dem das Ungute und Miserable noch angesiedelt und lebendig sind, versucht immer, das Oberbewußtsein einzufangen, uns also zu der Wiederholung der alten Laster, des Unguten, das auf unserer Seele, auf unserem wahren Wesen lastet, zu veranlassen. So wie ich es aus meiner heutigen Sicht in meiner Jugend gehalten hätte, so halte ich es jetzt im Alter: Täglich mache ich meinen Tagesabschluß ...

Was würde ich heute, als junger Mensch, noch tun?

Ich würde all das verwirklichen, was mir am Herzen liegt, z.B. malen, schwimmen, Sport treiben, z.B. Tennis spielen oder andere Sportarten, die es heute gibt, und zwar solche, bei denen ich von anderen nicht abhängig bin, z.B. keinen Leistungssport, um damit Geld zu verdienen. Zum einen würde der Leistungssport mein Gefühlsleben überfordern, zum anderen wäre ich von einem Trainer abhängig, auch von Menschen, die mir meine Trainingsstunden bezahlen und nicht zuletzt vom Publikum, das mich anfeuern soll, damit ich noch mehr Leistung bringe.

Ich würde auch meinen Freundeskreis pflegen ...

Du fragst mich, ob ich als junger Mensch mit dem heutigen geistigen Wissen den Versuch machen würde, die Welt zu verändern.


 

[...]

Der Jugendliche:
Auf meinem Notizzettel stehen noch eine ganze Reihe von Fragen. Ich lese mal die nächste vor: Für uns Jugendliche gibt es ganz starke Mode-Trends: Bunte Haare, Piercing, Siebziger-Jahre-Klamotten und Marken, die jeder haben "muß". Was würdest du machen? Würdest du auch mit grünen Haaren, Schlaghose und Plateauschuhen herumlaufen, oder würdest du ein weißes, wallendes Gewand tragen?

 

Der Prophet:
In mein Gefühlsleben als junger Mensch kann ich mich gut hineinspüren. Auch eure Empfindungswelt ist mir nicht fremd. Da in jeder Situation der freie Wille gewahrt werden soll, will ich das, was in der heutigen Jugend vorherrschend ist, nur global ansprechen, will euch also nicht verändern. Das muß aus jedem selbst kommen.

Wie hätte ich mich als Jugendliche verhalten, wenn damals die heutigen Möglichkeiten und Modetrends aktuell gewesen und mir das Wissen um Gesetzmäßigkeiten Gottes gefehlt hätte? Sicher wäre ich auch ein Nachahmer gewesen, der sich ähnlich gegeben hätte, wie sich viele der heutigen Jugendlichen verhalten, um letztlich nicht abseits zu stehen, ohne Freunde. Dem "Piercing" hätte ich mich sicherlich nicht unterzogen, denn Stechen und Schlagen, und seien es nur die verschiedensten Stiche in Nase und Wangen, waren mir schon immer zuwider. So meinen Körper auf Dauer zu prägen, stand mir nie im Sinn. Ein weißes, "wallendes" Gewand hätte ich nicht getragen und trage es auch heute nicht, denn wer sich aus der Masse durch Verkleidung herausheben will, hat einiges zu verbergen. Er will sich anders geben, als er ist, und das, wie er ist, will er mit allen Möglichkeiten und Tricks verbergen. Deshalb kleidet er sich von der Masse abstechend.

Keinesfalls möchte ich euch Jugendliche belehren, denn jeder Mensch soll selbst auf die Wurzel seiner Gefühle, Gedanken und Wünsche kommen, die ihn bestimmen, sich im Äußeren zu verändern. Was also will er damit bezwecken? Hätte ich in meiner Jugend das Wissen um göttliche Gesetzmäßigkeiten gehabt, dann wäre ich sicherlich kein Nachahmer geworden - denn das geistig-göttliche Wissen gibt dem jungen wie dem älteren Menschen die Möglichkeit, die Hintergründe seines Verhaltens zu analysieren, diese zu verarbeiten, zu überwinden und somit unabhängig und frei zu werden. Erforschen wir nun gemeinsam die Hintergründe der bunten Haare, des Piercing, der Siebziger Jahre Klamotten und der Marken, die jeder haben "muß". Beginnen wir bei der Natur.

Der Mensch ist ein Naturkörper, der aus Wasser und Erde besteht. Betrachten wir den Naturkörper Erde, so erkennen wir, daß er sich nur gemäß den Jahreszeiten verändert. Im Frühling erwacht die Natur; es blüht. Im Sommer erleben wir die Reifegrade der Früchte und im Herbst das Zurückgehen des Lebenssaftes. Der Winter bringt die Ruhephase und da und dort das weiße Kleid, den Schnee. Die Veränderungen in der Natur vollziehen sich ohne das Dazutun des Menschen also in Zyklen. Greift der Mensch durch Kreuzungen, Genmanipulationen und, wie derzeit ans Tageslicht kommt, auch durch Klonen in die Abläufe der Natur ein, so kann er wohl die äußeren Formen der Natur verändern, die Grundwesenszüge, die geistig-göttlichen Strukturen, bleiben.

Was ist das Motiv eines Menschen, der sein Naturell verändert? Was liegt dem zugrunde? Warum also verleugnet der einzelne sein Wesen, paßt sich an, verbiegt sich, übernimmt fremde Programme, Ansichten anderer und setzt viel Energie ein, so zu scheinen, wie er nicht ist? Weil selten ein Mensch seine Verhaltensmuster und Verhaltensweisen analysiert, um sich selbst zu erkennen, wird er zum Nachahmer oder Opponierenden gegen einzelne oder gegen die Gesellschaft.

Viele Jugendliche lassen sich in diese Kategorien einreihen. So manchem Jugendlichen gefällt nicht, wie sich z.B. seine Eltern verhalten, was diese denken und reden. Auch die Gesellschaft, in der er lebt, geht ihm in mancherlei Hinsicht "gegen den Strich". Weil der junge Mensch mit seinen Vorstellungen, Ansichten und Meinungen bei den Eltern, bei weiteren Bezugspersonen und in der Gesellschaft nicht ankommt, weil er die Erfahrung macht, als inkompetent, unerfahren und unverständig abgewiesen zu werden, opponiert er zuerst mit Worten, Gesten und Verhaltensweisen. Später dann, wenn er erkennen muß, daß er seine Vorstellungen und Meinungen dennoch nicht durchzusetzen vermag, beginnt er zu rebellieren und kleidet sich vielfach als Rebell der Gesellschaft. So mancher denkt: Wenn ich schon nicht angehört werde und mich nicht durchsetzen kann, wenn ich also nicht "geachtet" werde als der, der ich bin, dann müssen sie mich eben anschauen, "wie ich bin", und mir auf diese Weise Beachtung zollen. Deshalb legt man sich oftmals die bunten Haare zu und schaltet sich - durch Nachahmung, in Anlehnung an das Prinzip, daß Einheit stark macht - gleich mit vielen anderen etwa Gleichaltrigen - durch die erwähnten Klamotten der 70er Jahre, das Plateau-Schuhwerk, durch vom Üblichen abweichende Verhaltensweisen und, und, und.

 

Der Jugendliche:
Darf ich dazu mal was sagen? Wir, das heißt die Jugendlichen, die ich näher kenne, haben alle durchaus das Gefühl, daß das so nicht gut ist, Gabi. Aber was soll man machen? Wie sollte und wie kann es überhaupt anders laufen? Das ist die Frage, wo wir nicht weiterwissen.

 

Der Prophet:
Die Natur zeigt uns den ungekünstelten und geradlinigen Lauf unseres Lebens. Wir Menschen wollen oftmals unseren irdischen Lebenslauf bestimmen und verhalten uns in mancherlei Hinsicht wie Clowns, die sich bunt schillernd dem Publikum darbieten. Damit sind nicht nur die Jugendlichen angesprochen, sondern vor allem jene, die Erwachsene sein wollen und die vorgeben, gesellschaftsfähig zu sein.

Betrachten wir die Jahreszeiten. Der Frühling möchte nicht der Sommer sein und der Sommer nicht der Frühling. Der Herbst will nicht der Sommer sein, der Winter nicht der Herbst. Viele Menschen jedoch glauben, wenn sie in der Mitte ihres Lebens stehen, also im Sommer oder Spätsommer, der Frühling sein zu müssen. Dementsprechend putzen sie sich heraus. Sie wählen für sich eine Haartracht oder eine Kleidung, die der Jugend, dem Frühling, entspricht und nicht dem Menschen, der in der Mitte seines Lebens steht, im Sommer. Wer im Herbst des Lebens steht, der will oftmals das Leben der Mitte, den Sommer, herbeiholen; darum färbt er seine Haare und legt genau die Kleidung an, die für junge Menschen geschaffen ist, in der Absicht, daß ihn dies jugendlich machen soll. Für einen solchen Menschen spielt es keine Rolle, ob er damit eventuell seine Unreife zeigt. Wichtig ist für ihn, daß er so scheint, wie er nicht ist. Wer im Winter des Lebens steht, dessen Haar schon weiß ist wie der Schnee, will es häufig auch nicht wahrhaben. Er hofft, die Merkmale seiner Lebensphase übertünchen zu können, um wenigstens noch den Herbst herbeizuholen. Die Tünche ist dann das braun- oder rotgefärbte Haar, Makeup in mehreren Schichten, und Kleider, die noch ein wenig das zeigen wollen, was letztlich nicht mehr ist: ein schlankes Bein im schicken Schuh. Was herausschaut, ist das alte Bein, vielfach mit Krampfadern durchwirkt, das in Schuhen steckt, die nur noch das Bein eines Menschen im Sommer schmücken würden.

Liebe Jugendliche, ihr seid also nicht allein mit eurer unüblichen gesellschaftlichen Tracht. Es gibt ein geflügeltes Wort, das heißt: "Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen." Wollt ihr euch dieser Aussage zuordnen, oder wollt ihr sie verändern, indem ihr euch aufmacht und euch eine andere Parole zulegt, z.B.: "Wie die Alten sungen, so zwitschern wir nicht, die Jungen".

Für euch Jugendliche könnte z.B. folgendes bedenkenswert sein:

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[..]

Warum eigentlich verkleidet sich jedes Alter? Weil selten ein Mensch in der Gegenwart lebt und seine Tage und seine Stunden nützt. Wer im Frühling seines Lebens nicht die Tage des Frühlings nutzt, indem er innere Werte schafft, also eine höhere Ethik und Moral anstrebt und sich der Sittenlehre unterzieht, der verliert sich selbst und gerät in die Selbstentäußerung.

So vergeudet ein solcher Mensch seine in diese Welt mitgebrachten Lebensinhalte im ständigen Nachdenken, was er will, das er eben nicht hat und vielleicht auch nie bekommen wird. Dann klammert er sich eventuell an den Fernsehapparat, um mit so manchem Schauspieler gedanklich die Rolle zu tauschen, weil er sein will, wie dieser auch nur spielt. Oder er sucht sein "Heil" im Computer, indem er das Internet durchforstet nach dem, was die Welt alles zu bieten hat und wo er sich einklinken könnte, um das nachzuahmen, was in der Welt seiner Bedürfnisse und Wünsche liegt. Zusätzlich verändert er sein Äußeres, eventuell durch Verkleidung und übertriebenes Verhalten.

Weil also die wenigsten Menschen ihre irdischen Lebensabschnitte bewußt leben, weil die wenigsten das bewältigen und erfüllen, was für sie in der Energie des Tages liegt, sind sie beständig bestrebt, etwas nachholen zu wollen, was schon längst Vergangenheit ist. Weil sie das nicht einsehen wollen, sind sie der Ansicht, dann, wenn sie sich verkleiden, könnte noch einiges nachgeholt werden.

Liebe Jugendlichen, wollt ihr auch so zwitschern, wie die Alten über Generationen sangen und singen? Oder wollt ihr euer Leben in die Hand nehmen, indem ihr euch der Sittenlehre unterzieht und euch höhere ethisch-moralische Werte aneignet? Dann zwitschert ihr nicht, wie die Alten sungen. Durch euch und letztlich mit der Hilfe des Geistes Gottes entsteht dann eine wertvolle christliche Gesellschaft, die für das Leben ist, das sich jeden Tag aufs neue zeigt und auch für das Leben der Naturreiche. Daraus ergibt sich die Einheit mit allen positiven Kräften der Unendlichkeit und das Gleichmaß unter den Menschen. Dann schwinden übermäßiger Reichtum und erbärmliche Armut.


Betrachten wir unsere heutige Gesellschaft, in die sich auch die Eltern einbinden, im Hinblick auf die göttlichen Gesetzmäßigkeiten und den gesetzmäßigen Ablauf der Natur, so finden wir eine abgekapselte Gesellschaft von Meinungsmachern und Gleichschaltern vor, von sogenannten Erwachsenen, die aber niemals erwachsen werden, denn auch sie sind Nachahmer und Clowns, um so recht und schlecht "gesellschaftsfähig" zu bleiben. Schlägt der Jugendliche "über die Stränge", bricht er aus diesem starren Gefüge aus, dann schüttelt die Gesellschaft nur den Kopf, und so mancher blickt abwertend auf den herab, der z.B. einen besonderen Haarschnitt hat oder bunte Haare trägt, Siebziger-Jahre-Klamotten, Schlaghosen, Plateauschuhe und anderes mehr. Was jedoch dahintersteckt, danach fragt kaum einer der Gesellschaftssüchtigen, denn sie stehen, wie im Naturbild dargelegt, nicht in ihrem zyklischen Lebensablauf, in ihrer Realität, sondern in der Verkleidung.

Hand aufs Herz, liebe Jugendliche: Noch seid ihr nicht ausgegoren, ebensowenig wie die gesellschaftssüchtigen Erwachsenen. Deshalb reiben sich vielfach Jugend und Alter an den unterschiedlichen Meinungen und Vorstellungen. So mancher junge Mensch, der als Jugendlicher ein Rebell gegen die Gesellschaft und gegen die Gesellschaftssüchtigen war, wurde mit etwa 30 Jahren ein Konformist und Opportunist, ließ sich in die Gesellschaft, in ihre Spielregeln und ihre Scheinmoral einbinden und wurde einer der ihren, der dann auch dem Ansehen, dem Erfolg, der Macht und dem Geld nachjagte und nachjagt. Warum eigentlich?

Analysieren wir die Anliegen der Jugend, die, meist aufgrund mangelnder Erfahrung, nicht ausgewogen, sondern eher Phantastereien sind, dann erkennen wir, daß die Jugend wohl so manches verändern möchte, aber keine Erfahrung hat, wie dieses vor sich gehen könnte. Auch viele Eltern und viele der Gesellschaftsanwärter mit ihrem Trend nach oben können heute die jungen Menschen nicht anleiten, weil sie bei sich selbst die Lebensqualitäten, die eine Gesellschaft stabil machen und diese qualitativ prägen, die das Gemeinwohl in allen Lebensbereichen benötigt, nicht kennen. Jeder der Gesellschaftssüchtigen will nur für sich, entsprechend dem Prinzip: "Alles nur für mich - der andere ist mir letztlich egal."

Obwohl in unserer Gesellschaft viel über Jugendarbeit und Hilfe für die Jugend gesprochen und diesbezüglich vielleicht auch so manches getan wird, so fehlt doch die Basis, auf der ein Jugendlicher aufbauen könnte. Es gälte z.B., den jungen Menschen und seine Wesenszüge verstehen zu lernen. Es gälte zu erarbeiten, warum er aufbegehrt, weshalb er durch äußeres Verhalten opponiert. Es gälte zu erfassen, warum er sich als Jugendlicher unter Jugendlichen gleichschaltet und warum er sich später, mit etwa 30 Jahren, in die scheinbar allwaltende Ego-Gesellschaft einreihen läßt, seine zumindest im Ansatz oft vorhandenen Ideale und Werte wie Gleichheit und Freiheit aufgibt und den jahrtausendelangen "Mode-Trend" mitmacht: "Ich! Ich! Ich! Alles nur für mich!"

Viele junge Menschen glauben an die Reinkarnation und sind sich bewußt, daß die verschiedenen Wesenszüge des Menschen vererbte oder aus Vorinkarnationen mitgebrachte Anlagen sind. Jeder bringt andere allzumenschliche Attribute mit in dieses Erdenleben. Was im Menschen an allzumenschlichen Wesenszügen aktiv ist, das prägt sowohl den Erwachsenen als auch den Jugendlichen.

Die Jugendlichen wie auch die Erwachsenen unterziehen sich - der eine mehr, der andere weniger - der äußeren Gleichschaltung. Jeder ist der Ansicht, daß sein Gesellschaftswertmaß dem Gesellschaftszweck dienen würde. Blicken wir hinter den Gleichschaltungsmechanismus, dann spüren wir, wo es hingeht. Entweder man möchte, wenn möglich, ein großes Stück vom Kuchen der Gesellschaft, oder man will etwas werden oder seine Stellung behalten und diese gegebenenfalls noch ausbauen. Selten stellt sich der Gesellschaftssüchtige die Frage, ob das, wonach er strebt, moralisch oder unmoralisch ist. So mancher denkt: Egal, wie es ist, ob Gleichschaltung oder nicht, "wichtig ist, daß das Stück vom Gesellschaftskuchen für mich möglichst groß ist".

Wäre ich heute jung und hätte diesen Durchblick und hätte zugleich das Wissen um die geistigen, höheren ethisch-moralischen Werte, dann wäre ich sicher bestrebt, den Nächsten verstehen zu lernen, ihn anzunehmen, statt ihn abzuwerten, mich nicht über ihn zu stellen, sondern mich an seiner Seite zu sehen, das heißt, ihm gegenüber wohlwollend und tolerant zu sein, also das anzuwenden, was schon in der Bergpredigt steht: Was du willst, daß andere dir tun, das tue du ihnen zuerst. Von dem Nachahmungstrend würde ich dann sicherlich ablassen und mich so verhalten und kleiden, wie es mir edlere moralische und ethische Werte sagen. Entsprechend meinem heutigen geistigen Wissen - "Gleiches zieht immer wieder Gleiches an" - wäre mir auch bewußt, daß ich Freunde finden würde, die Gleichem und Ähnlichem zustreben.


 

[...]

Werfen wir noch kurz einen weiteren Blick auf die Natur. Der Frühling ist die Jugend. Kein Blatt und auch keine Blume wird sich aus eigenem Antrieb einfärben. Sie sind schön, so, wie sie sind. Kein Tier läßt sich das Haarkleid färben oder anderweitig in seiner Art verändern. Es ist, wie es ist, und so ist es schön. Kleidet sich der Jugendliche so, wie es seinem Typ entspricht und auch entsprechend seinen sich aufbauenden inneren Werten, dann bringt er seine jugendlichen Tugenden und Charakterwerte zum Ausdruck. Der Sommer, die Reife und auch die schon beginnende Erntezeit symbolisieren dann den Menschen, der über Qualitäten und Fähigkeiten verfügt, also über ausgeprägte berufliche Werte, die er sich durch Fleiß und Ausdauer, aber auch durch Gemeinschaftssinn sowie durch die Anerkennung und die Beachtung ethischer und moralischer Kategorien angeeignet hat. Solche Menschen stehen aktiv im Berufsleben und werden Früchte bringen - und nicht nur an sich denken, sondern auch an das Wohl für alle. Sie sind reich an inneren Erfahrungen und haben gute Charaktereigenschaften. Sie bevorzugen das echte Gemeinwohl vor übersatter Wohlhabenheit. Solche Menschen reden nicht nur vom Gemeinwohl, sondern setzen sich dafür ein, daß es allen Menschen so weit gut geht, wie diese danach streben, dem Gemeinwohl zu dienen und diesem qualitativ förderlich zu sein.

Jeder von uns weiß: Wer dem Gemeinwohl schadet, der schadet sich selbst; er schließt sich allmählich aus der Entwicklung des Gemeinwohls aus und baut nur auf sein Eigenwohl. So agiert die heutige Gesellschaft. Wie man nun sieht, hat diese keinen Bestand. Wollen wir eine ethisch-moralisch hochstehende Gesellschaft, dann sollte sich diese aus einer Jugend entwickeln, die nicht nur rebelliert, sich mit bunten Haaren, Piercing, Siebziger-Jahre-Klamotten und Marken, die jeder haben "muß", mit Schlaghosen und Plateauschuhen zur Schau stellt, sondern innere, also hochstehende Werte entfaltet, die für eine sittlich geprägte Gesellschaft bürgen.

Diese fördert den Gemeinwohlsinn für alle Menschen, die im echten Gemeinwohl denken und handeln wollen und die qualitative Fähigkeiten in Familie und Beruf entwickeln.

 

Der Jugendliche:
Jetzt wird mir manches klar! Daß man durch die Demonstration "Wir wollen es anders" und durch Rebellieren keine bessere Welt schaffen kann und daß es letzten Endes an jedem einzelnen liegt, was er aus seinem Leben macht. Keiner kann sich anstelle des anderen verändern, keiner kann eine gute Gesinnung seinen Mitmenschen aufzwingen oder höhere ethische und moralische Werte.

Gabi, du sprichst von der Konfrontation rebellierender Jugendlicher mit der Gesellschaft. Aber es sind auch oft unsere Eltern, mit denen wir - im ganz persönlichen Be-reich - zusammenstoßen. Wir finden, sie reagieren häufig einfach "spießig" und stellen sich quer.

 

Der Prophet:
Hier möchte ich doch mal an euch Jugendliche appellieren, für eure Eltern, eventuell auch eure Großeltern, Verständnis aufzubringen. Wie oft hört man von Jugendlichen sinngemäß: "Meine Eltern stellen sich quer. Sie sind schrullig. Sie sind imkompetent, was die heutige Jugend betrifft." Ich habe im Lexikon nachgeschlagen, was "schrullig" bedeutet. Da steht, "schrullig" heißt: "befremdende lächerlich wirkende Angewohnheiten oder Prinzipien habend und eigensinnig daran festhaltend; seltsam, närrisch, etwas eigen, verrückt."

Wenn ihr die heutige Wohlstandsgeneration mit den früheren Generationen vergleichen könntet, dann würdet ihr für eure Eltern und eventuell Großeltern mehr Verständnis haben. Nicht alle Eltern oder Großeltern könnt ihr in den einen Topf "schrullig" werfen, denn in den zurückliegenden Generationen, in welchen eure Großeltern und Eltern in der Pubertät waren, gab es ganz andere Lebensgewohnheiten. Gerade in der Zeit der Großeltern gab es eine verpflichtende, strenge Etikette; dies hatte man zu lassen, und jenes hatte man zu tun. Da gab es für die Jugendlichen kein Wenn und Aber. Es gab das "Man tut das" und "Man tut das nicht", auch bezüglich oftmals zu hoch gesteckter Tischsitten oder des Benimm in einer Gesellschaft, die sich eine besondere Ausdrucksweise angewöhnt bzw. aufgesetzt hat. Für Kinder war vieles vorgeschrieben. Der Junge mußte bei der Begrüßung von Erwachsenen, in manchen Fällen auch von Gleichaltrigen, einen Diener machen, das Mädchen einen Knicks. Es gab für den Sonntag bestimmte Kleider und Schuhe, die am Werktag nicht getragen werden durften. Die damaligen Eltern wachten streng über ihre Kinder, mit wem diese Umgang hatten und daß sie keine voreheliche Beziehung pflegten.

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[...]

Bei euren Eltern ging es meist nicht mehr so förmlich und steif zu, wie es bei den Großeltern gewesen war. Doch auch sie bekamen - wie ihr sagen würdet - den muffigen Hauch vergangener Generationen mit. Das Verhalten eurer Großeltern oder auch Eltern könnt ihr also nicht global als "schrullig" bezeichnen. Es zeigt die Prägung durch die damalige Erziehung, der sich bestimmt so mancher ehemalige Jugendliche auch entzog - zum Entsetzen der Angehörigen, denen das "schwarze Schaf" in ihrer Familie peinlich war. Sicher können die Großeltern und die Eltern auch davon berichten, wie sie hin und wieder aus Mutwillen das taten, was sie nicht sollten, wie sie Streiche ausheckten und anderes mehr. Das blieb aber die Ausnahme in der bürgerlichen Gesellschaft von damals.

Ihr Jugendlichen seid in die Hochblüte eines sogenannten Wirtschaftswunders hineingeboren, in eine Gesellschaft, die die wesentlichen ethisch-moralischen Grundsätze - von Etikette und besonderem Verhalten will ich gar nicht sprechen - weitgehend verloren hat. Eure Eltern sind zwar in dieses Wirtschaftswunder hineingewachsen, haben aber ihre Erziehung noch durch ihre Eltern erhalten, deren Normen sie entscheidend geprägt haben. Verhaltensprogramme, die sich in der Kindheit und Jugend ausprägen, sind oft noch das ganze irdische Leben lang mehr oder weniger wirksam. Viele der älteren Generation können das heutige Verhalten der Jugend, das durch das Wirtschaftswunder einen riesigen Generationssprung gemacht hat, nicht verstehen, da in ihnen immer noch das Erziehungsbild ihrer Kindheit und Jugend lebendig ist. Aus dieser Prägung heraus erziehen sie nun vielfach ihre Kinder und wirken mit den Maßstäben und Normen von damals auf euch Jugendliche ein.

Halten viele von euch die Eltern für inkompetent bezüglich der heutigen Jugend, so möchte ich ihnen zu bedenken geben, es könnte sich schlichtweg um einen Mangel an Erfahrung handeln. Eure Eltern kennen sich mit eurem Lebensstil nicht aus, weil "früher alles anders" war. Sie können euch in mancherlei Hinsicht nicht verstehen, weil sie keine Erfahrung haben in vielem, was für euch in dieser blühenden Generation selbstverständlich ist. Da sie durch diesen Generationensprung in der Erziehung ihrer Kinder unsicher sind, reagieren sie zuweilen zu heftig oder gar zu altertümlich, eben aus dem Erinnerungs- und Erfahrungspotential ihrer Kindheits- und Jugendzeit heraus.

Wie wäre es, wenn ihr Jugendlichen euch darüber unterhalten und euch vergegenwärtigen würdet, daß eure Eltern nun mal nicht wie ihr in der Wohlstandsgesellschaft groß geworden sind? Sprecht, so ihr mögt, auch darüber, daß eure Großeltern und Eltern in ihren Kinder- und Jugendjahren eine überzogen strenge und reglementierende Erziehung erfahren mußten, daß sie aus dieser allerdings auch hin und wieder heimlich ausbrachen. Dann taten sie Dinge, die durchaus nicht immer harmlos und ungefährlich waren, was den Eltern bestimmt zu schaffen gemacht hätte, sofern sie davon erfahren hätten. Auch diese Erinnerungen und Erfahrungen vom Ausbrechen aus der Enge einer autoritären Erziehung in ihrer Jugend wirken mit in eure Erziehung hinein, in der heimlichen Sorge, ihr könntet es ebenso halten wie sie damals. Die Angst und Besorgnis der Eltern resultiert häufig auch aus dem Bestreben, euch vor Schaden zu bewahren. Auch euer Auto- und Motorradfahren, das hin und wieder mehr ein Rasen ist, gibt euren Eltern Anlaß zu Beunruhigung. Sie sorgen sich um euer Wohl und um euer Leben.

Manche Eltern bedauern rückblickend, daß ihre Jugend von Bevormundung, Zwang zu Gehorsam, von Einschränkungen, Verboten, also von autoritärem Druck überschattet gewesen ist. Sie freuen sich, daß sie Derartiges ihren heranwachsenden Söhnen und Töchtern nicht mehr zumuten müssen. Andere wieder neiden der Jugend ihre Freiheit und Freiheiten.

Mit diesen meinen Worten möchte ich bei euch Verständnis für eure Eltern wecken. Vielleicht lernt ihr in Gesprächen unter Jugendlichen und mit euren Eltern auch eure Eltern zu verstehen. Dann könntet ihr eventuell erfassen und erleben, warum sie so sind, wie sie nun mal reagieren. Ein ehrliches Bemühen beiderseits, vor allem auch von euch Jugendlichen mit eurer Vorstellungswelt, würde so manches Urteil wie z.B. "schrullig" und "inkompetent" aufheben und euch helfen, euch und eure Eltern als die zu sehen, die ihr seid: jüngere und ältere Geschwister, die zusammen durch dieses Erdenleben gehen und durch manches Positive miteinander verbunden sind.

Stehen dann eure Eltern im Herbst des Lebens und ihr seid erwachsen, berufstätig und habt evtentuell schon selbst eine Familie, dann wird so mancher eurer Eltern sagen: Hätte ich in jener Zeit, als meine Söhne oder meine Töchter in der Pubertät waren, nur nicht so heftig reagiert; hätte ich dies oder jenes nur nicht gesagt oder gar erzwungen. Im Rückblick erkennt aber auch so mancher Erwachsene: Es konnte kaum anders laufen, als es gelaufen ist. Ich war damals nun mal so, und die Kinder waren nun mal so. Vielleicht denkt so mancher Elternteil still bei sich: Sie waren letztlich ähnlich, wie ich gewesen bin ...

 

Der Jugendliche:
Wir werden uns das mal durch den Kopf gehen lassen und darüber sprechen.
Eine weitere Frage: Wenn man nach den Medien geht, dreht sich im Alltag von uns Jugendlichen alles um "Sex, Drugs und Rock'n Roll". Wir machen zwar vieles mehr oder weniger mit, ohne groß nachzudenken, gelegentlich haben wir auch von uns aus so richtig Spaß daran, mal einen "draufzumachen". Wie merken wir, was für uns richtig ist?

 

Der Prophet:
Wir sprachen schon von unserer Gesellschaft, die sich, wie ich kurz erwähnt habe, von den ethischen und moralischen Normen entfernt hat. Weshalb ist das so? Wer längere Zeit über unsere heutige Gesellschaft, über das ganze Für und Wider der Menschheit, über die extremen Entwicklungen in Forschung und Technologie, über die diversen Aktivitäten der Massenmedien, über all die Ausschweifungen wie Sex, Drugs und "Rock'n Roll", über Geldmachen, Mord und Sexualverbrechen und, und, und nachdenkt und von der Lehre Jesu, des Christus, her beleuchtet und sieht, wie die Jugendlichen dem allem ausgeliefert sind und mitgezogen werden, der kommt zu der Erkenntnis, daß die Jugend der zurückliegenden Generationen keine Vorbilder hatte. Generation für Generation orientierten sich die einzelnen an der Masse, und die Masse orientierte sich an den Reichen. Viele der Reichen lebten und leben ein ausschweifendes, ein von Geld und Macht geprägtes Leben, ähnlich, wie es sich vor dem Zerfall vieler der sogenannten Hochkulturen zeigte.

Wer die Worte "ich bin ein Christ" oder gar "ich bin eine christliche Obrigkeit, wie Kardinal, Bischof, Pfarrer, Priester" usw. in den Mund nimmt, der müßte auch das Vorbild oder zumindest ein gutes Beispiel für die Erfüllung der christlichen Lehre sein, der Lehre des Jesus von Nazareth. Weil aber die meisten kirchlichen Obrigkeiten die geistig-ethischen Grundwerte, die uns Jesus von Nazareth lehrte, selbst nicht befolgen, sondern aus ihrer sogenannten christlichen Kirche ein Machtgefüge und Brimborium machten, das viele kirchliche Zugeständnisse an Reiche birgt, haben die sogenannten Seelenhirten den Durchblick für die christlichen Normen, die uns Jesus von Nazareth lehrte, verloren, und somit ist auch ihrer Herde - ihren Nachfolgern, die sich wie sie protestantisch und katholisch nennen - die Verbindung dazu verlorengegangen. Unsere derzeitige Gesellschaft ist auf dem niederen Niveau früherer "Hochkulturen" während der Zeit ihres Niedergangs angelangt, um wie einst Rom und Babylon zu zerfallen.

Hat der Mensch keine ethisch-moralischen Werte mehr, sind seine Grundbedürfnisse Macht, Ansehen, Reichtum, Befriedigung des Körpers durch Sex, Völlerei, Trunksucht bis hin zum Drogenkonsum. Dann verliert er vielfach auch das Gefühl, um zu erspüren, was recht und unrecht ist.

A propos Gefühl: Wenn du Gesellschaftshungrige befragst, was das Gefühl ist, dann werden sie dir vielleicht zur Antwort geben: Gefühl ist unmodern. Es muß ausgeschaltet werden, um das Leben ungestört genießen zu können. Gerade das Gefühl - nicht zu verwechseln mit Gefühlsduselei - ist eine wertvolle Gabe; es ist die Waage unseres Gewissens, auf der wir wägen können, was recht und unrecht ist.

Wer das Gefühl ausschaltet, für den ist alles rechtens. Ob er jede Woche zwei oder drei verschiedene Partner hat, ob Ehebruch oder nicht, ob andere seinetwegen darben, leiden müssen oder gar zugrunde gehen - wichtig ist, daß die Droge stimmt, ob sie Sex heißt, Völlerei, Trunksucht, Macht, Gewalt, Geldgier, Lug und Trug oder die rechte Dosis eines Rauschmittels. Beobachtet man Massenmedien, Filme und Fernsehen mit ein wenig Abstand, so erkennt man, daß sich das meiste um Mord, Betrug, Liebe und Sex dreht. Warum ist unsere Gesellschaft ethisch und moralisch derart niveaulos geworden? Weil jeder einzelne in der Gesellschaft nur an sich denkt oder nur an seinen Glaubensverband oder an seine Partei, an sein Kapital, an seinen Genuß und an seine Güter. Also alles nur für das persönliche Wohl.


 

[...]

Jesus, der Christus, lehrte uns - und das müßten auch angebliche Vorbilder wie Kardinäle, Bischöfe, Pfarrer und Priester leben und lehren -: Erkenne dein Fehlverhalten, dein Sündhaftes, bereue und bitte um Vergebung. Vergib auch deinem Nächsten, der sich an dir verfehlt hat. Mache falsches Tun wieder gut, so dies noch möglich ist, und tue dieses Sündhafte nicht mehr. Wer an Jesus glaubt, der wird sich allmählich daran halten und sich als Christ bewußt machen, daß er sein Fehlverhalten zu bereinigen hat, wozu alle Süchte gehören, einschließlich der Sexualsucht.

Ausschweifende Sexualität, Mißbrauch von Kindern, Gewalt, Diebstahl, Drogensucht deuten immer darauf hin, daß der Mensch mit seinen Problemen nicht mehr fertig wird. Jede Seele hat in Vorinkarnationen, also als Mensch in einem anderen Erdengang, solche und ähnliche Ausschweifungen mehr oder weniger gepflegt - in Gedanken, in Wünschen oder in der Tat - und, wenn in den jenseitigen Welten nicht bereinigt, wieder mit in dieses irdische Leben genommen. Anstatt diese Ausgeburten, diese Ego-Süchte, nun gemäß der Lehre Jesu in der Wurzel zu erkennen und zu bereinigen, sie also nicht mehr zu tun, werden diese nicht nur weiter gepflegt, sondern vielfach bis zum Exzeß ausgelebt.

Werden diese Abartigkeiten zum einen in Gedankenbildern, zum anderen auf verschiedene andere Weise gepflegt - auch am Objekt -, dann entstehen Suchtprogramme, die den Menschen zum gefühllosen und somit gewissenlosen Suchtgesteuerten werden lassen, der seine Triebe auf verschiedene Art und Weise ausführt, sei es die Geldgier, der Hunger nach Macht, der Hang zu Pornographie, die extreme Sexuallust, der Zug zur Kindesmißhandlung, also all jene Abartigkeiten, die eine Gesellschaft in den Ruin treiben ...
 
... Du sprachst von "Drugs und Rock'n Roll". Da habe ich an dich mal eine Frage: Warum nicht einmal nur Rock'n Roll - ohne Drugs? Warum nehmen so viele Jugendliche Drogen? Weil viele ihrer Wünsche, ihrer Gedanken, ihrer Leidenschaften nicht mehr Herr werden oder weil sie von unserer Gesellschaft maßlos enttäuscht sind, wenn sie ihre Vorstellungen und Wünsche nicht "an den Mann" bringen können. Die einen betäuben sich durch Drogen, bis sie drogensüchtig sind, andere wieder beschaffen sich Schlaggeräte und schlagen willkürlich um sich. Alles hat aber eine Ursache.

Junge Menschen müßten in unsere Gesellschaft richtig aufgenommen werden. Diese aber ist mit sich selbst so beschäftigt, daß sie jungen Menschen nur gebietet und sich nicht die Zeit nimmt, sie verstehen zu lernen. Die Vorstellungen und Meinungen junger Menschen - und das wirst du sicherlich eingestehen - sind vielfach irreal. Das besagt jedoch nicht, daß die Gesellschaft diese unausgegorenen Anliegen schlichtweg ablehnen sollte. In allem ist ein Körnchen Wahrheit oder ein Körnchen Sinnerfüllung. Man müßte also die Vorstellungen und Meinungen junger Menschen in ihrem Grundwert erkennen, also die Sinnerfüllung herausarbeiten, um die Jugend zu verstehen, sie darin zu unterstützen, ihre positiven Aspekte und Werte zu stärken und darauf aufzubauen. So würde sich aus dem, was das Anliegen der Jugendlichen ist, das Gute, Konstruktive, Gedeihliche entwickeln, und sie würden sich, gemäß dem Sinnwert ihrer Vorstellungen und Meinungen, allmählich in eine gute Gesellschaft mit ethischen und moralischen Werten eingliedern.

Du fragst mich, wie man erkennen kann, was ethisch-moralische Werte fordern.

Ich würde fragen: Was ist wesentlich, um ein wertvolles ethisches, moralisches Leben führen zu können? Zuerst einmal wäre es wichtig, sich selbst zu fragen: Was will ich überhaupt? Will ich anders sein, als die Masse ist? Oder will ich ein Massenabhängiger sein, der sich von der Masse mitschleppen läßt, ohne sich bewußt zu werden, welcher Herde er angehört.

Willst du höheren ethisch-moralischen Werten zustreben, dann solltest du das, was dich augenblicklich bewegt, im Kopf, also mit dem Verstand, durchdenken, es gleichsam für dich selbst gedanklich durchspielen in der Frage: Was bringt es mir? Will ich in der besinnungslos treibenden und getriebenen Masse "Gesellschaft" untertauchen? Will ich also mit dem Strom der Zeit, dem Strom der "Welt" und des Weltlichen schwimmen, um eventuell auch vom Strandgut zu profitieren, das ans Ufer gespült wird? Oder will ich ein unabhängiger, charakterfester Mensch werden oder sein, der durch den Aufbau seiner inneren, uneigennützigen - gleich selbstlosen - Werte zu einem Fels im brandenden Gewoge der Massengesellschaft zu werden vermag? Will ich mir also heute schon höhere Gesellschaftsnormen vorgeben und somit ein Mensch werden oder sein, der vom Bewußtsein her sagen kann: Was in der heutigen Gesellschaft üblich ist, entspricht nicht meinen Wertmaßstäben?

Das heißt nicht, du solltest das, was dich drängt, verdrängen - sei es Sex, Drugs oder Rock'n Roll oder die gleichgeschalteten "Maskeraden", die "Trends", von denen du gesprochen hast. Das wäre falsch. Was wir verdrängen, ist ja nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. In einer schwachen Stunde kommt und überfällt es uns gleichsam wie bei einer Epidemie. Wir sind dann krankhaft leidenschaftlich, und die Zügel für unser irdisches Dasein gleiten uns aus der Hand. Ich kann dir nur raten, das, was dich drängt - die christliche Lehre sagt: das Sündhafte; wir könnten auch sagen: das Allzumenschliche, die Schwächen, Fehler, Fehlhaltungen, das Fehlverhalten - abzubauen, also die Wurzel des Druckes und des Dranges der Wünsche zu finden, um diese Wurzel dann zu beheben.

Es gilt also nicht, einfach nein zu all dem zu sagen, was sich an Leidenschaften auftut, sondern dir ein bestimmendes Ja für höhere ethische Werte, für ein wahres christliches Leben vorzugeben, das der Lehre des Jesus, des Christus, entspricht. Dabei würde dir der Christus-Gottes-Geist, der in jedem Menschen ist, helfen - dann, wenn du das möchtest, denn es steht für ein christliches Leben geschrieben: Bitte, und es wird dir gegeben; suche, und du wirst finden; klopfe an, und es wird dir aufgetan. Dann bekommst du Hilfe, um das Allzumenschliche allmählich abzubauen und ein christliches Leben mit seinen höheren ethisch-moralischen Normen aufzubauen. Dann bist du kein Getriebener mehr, sondern ein Mensch für die christliche Gesellschaft, die bestimmt kommen wird, denn der Fall dieser Egosucht-Kultur ist schon vorgezeichnet.

An Menschen kannst du dich schwer orientieren, auch nicht an den kirchlichen "Würdenträgern", die eigentlich christliche Vorbilder sein sollten. Wenn du möchtest, orientiere dich an dem Leben Jesu, das nicht einfach war. Auch Jesus hatte Seine Kämpfe. Wie Er sie immer wieder bestanden hat, das kannst du sicher in so manchem guten geistigen Buch nachlesen.

 

Der Jugendliche:
Gabriele, das sind Antworten auf unsere Fragen, mit denen wir etwas anfangen können.

Das mit den geistigen Werten interessiert mich, darüber möchte ich gern mehr wissen. Wie sehen diese konkret aus? Wie können wir sie im einzelnen aufbauen und festigen und so weiter?

Und: Wie kann ich mir als junger Mensch eigene bzw. neue Werte erarbeiten, ohne mich an den Erwachsenen zu orientieren?

 

Der Prophet:
Du fragst nach den höheren ethisch-moralischen Werten? Beginnen wir mit der kleinsten Dosis, um diese dann immer höher zu stecken.

Bemühe dich, deinen Mitmenschen zuzuhören, und versuche, ihnen eine ehrliche Antwort zu geben. Nimm dich im Gespräch nicht so wichtig. Sei kein Besserwisser, sondern überlege, ob du den Fragen wirklich gewachsen bist und mit einer Antwort helfen und dienen kannst.

Halte deinen Körper reinlich. Bemühe dich, eine saubere und ordentliche Kleidung zu tragen.

Begrüße deine Mitmenschen mit offenen Gedanken und Worten, und sei dir bewußt, daß auch du so gegrüßt werden möchtest: mit offenem und klarem Gesicht.

Bist du in der Schule oder im Beruf, dann mache keine Witze über deine Lehrer oder Lehrerinnen oder Vorgesetzten, auch nicht über deine Mitschüler und deine Kollegen. Willst du, daß sie sich über dich lustig machen?

Iß und trinke sittsam, und sei dir bewußt, daß das, was du an Nahrung und Getränken zu dir nimmst, eine Gabe des Schöpfers an Seine Menschenkinder über die Mutter Erde ist. Behandle Tiere, Pflanzen, ja die ganze Natur gut, also ähnlich, wie du behandelt werden möchtest. Denn alle Formen der Naturreiche fühlen und empfinden, weil sie in sich das Leben tragen, das Fühlen und Empfinden. Sei dir bewußt, daß die Mutter Erde die Geberin für deinen physischen Körper ist. Wer sich selbst achtet und seinen Körper reinlich hält, der schätzt und achtet auch die Mutter Erde. Er wird weder den Tieren noch den Pflanzen bewußt Leid zufügen. Er wird auch die Mineralien schätzen und sie nicht ausbeuten.

Begegnest du einem Menschen - ob er dir bekannt oder fremd ist -, werte ihn nicht ab, denn so, wie dieser augenblicklich ist, ist sein derzeitiges Bewußtsein beschaffen; es ist seine Individualität. So, wie der einzelne Mensch ist, so denkt und lebt er; so ist sein persönliches Bild, das er mit seinen Gedanken und Wünschen zeichnet. So stellt er sich dir und seinen Mitmenschen vor; so kleidet er sich auch, so gestaltet er seine Wohnung; so lebt und verhält er sich darin. Jeder Mensch ist anders als der andere. Wir nennen das Anderssein den Bewußtseinsstand des einzelnen. Auch du bist anders als der andere, dein Mitmensch. Du hast deinen Bewußtseinsstand, er den seinen. Welcher von beiden ist "richtig"? Nach dem göttlichen Gesetz keiner, weil jeder mehr oder weniger seine sündhaften Anlagen, also was ihm "anliegt" bzw. anhaftet, zur Schau stellt. Deshalb spricht, urteilt und richtet jeder nur aus seinen eigenen Fehlhaltungen und wird dadurch zum eigenen Richter. Jesus sagte dazu: "Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden."

Sende deinen Mitmenschen keine haß- und neiderfüllten Gedanken, denn du selbst willst auch nicht, daß andere dir dies antun.

Laß deinen Mitmenschen die Freiheit. Zwinge sie nicht, das zu tun, was du möchtest oder selbst tun könntest.

Hilf deinem Nächsten, wenn du erkennst, daß er der Hilfe bedarf und er dich um Hilfe bittet. Doch mache diesbezüglich kein Aufsehen. Tue es in aller Bescheidenheit, und verlange von ihm nicht einmal einen Dank.

Dringe nicht in den Tempel, in die Sphäre deines Nächsten ein, indem du ihn ändern möchtest, so wie du glaubst, daß er sein müsse. Ändere du dich, und gewinne Achtung vor deinem eigenen Leben, dann gewinnst du auch Achtung vor deinen Mitmenschen.

Lernst du einen Freund oder eine Freundin kennen, frage dich, zu welchem Zweck? Ist der Zweck die Sexualität, um deine drängenden Wünsche zu befriedigen? Dann frage dich, wie es wäre, wenn du hierfür gebraucht würdest.


Lieber Martin, die neuen Werte, die geistigen Werte - wie du sie nennst - sind immer wieder die uralten Werte, die alle göttlichen Schriften aufzeigen und die uns Jesus, der Christus, umfassend lehrte und vorlebte. Es sind die ewigen göttlichen Gesetzmäßigkeiten für diese Erde. Gerade in der Bergpredigt gab uns Jesus von Nazareth so viel! Befolgen wir Seine schlichten Lehren, so ist uns der Weg zum höheren Leben vorgezeichnet.

Jesus lehrte uns z.B.: "Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet." Richten heißt, einen anderen gedanklich oder mit Worten zu verurteilen oder abzuurteilen, ohne daß der Richtende seinen eigenen Anteil erkennt. Wie oft heißt es: "Ich habe keine Schuld an dieser und jener Situation." Oder: "Ich bin unschuldig." Jesus aber lehrte uns bezüglich des Balkens und des Splitters anderes. Er sagte: "Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen? Und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst." Damit meinte Er, daß bei einem Konflikt nicht nur einer die Schuld trägt. Glaubt man an das Gesetz von Saat und Ernte, von Ursache und Wirkung, dann muß bei einem Streit von zweien oder mehreren eine gemeinsame Ursache zugrunde liegen, an der beide oder mehrere einen Anteil haben. Sucht man nur einem die Schuld zuzuweisen, also einen Schuldigen zu finden, wo ist dann derjenige, der diese Schuld ausgelöst hat?

Es müssen nach Jesu Lehre - siehe Balken und Splitter - also immer zwei oder mehrere an einem Schuldkomplex beteiligt sein; es kann nicht nur einen Schuldigen geben. Wollen wir eine Mitschuld vermeiden oder in einem Schuldprozeß die Gerechtigkeit walten lassen, so zeigt uns Jesus die Lösung, den Weg, für unser Verhalten auf: "Alles nun, was ihr wollt, daß euch andere tun sollen, das tut auch ihnen!" Oder anders herum: Was du nicht willst, daß man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu. Sicherlich willst du nicht, daß andere über dich richten, dich verurteilen, dich beleidigen, dich ausgrenzen, dich ablehnen und, und, und. Willst du das nicht, dann tue dies auch nicht. Daraus ergeben sich edle Werte, also uralte Werte für eine christliche Gesellschaft.

Obwohl das Gesetz von Saat und Ernte - auch "Gesetz von Ursache und Wirkung" - in der Bibel steht, lehnen viele Christen dieses ab. Wer will an einer Schuld schon mitschuldig sein? Man sucht für sich immer das Beste heraus und schiebt das Gesetz von Saat und Ernte kurzerhand beiseite. Auch die Institutionen Kirche machen um diese Gesetzmäßigkeit, "Was der Mensch sät, wird er ernten", einen großen Bogen. Warum wohl? Würden sie diese Wahrheit anerkennen, dann wären die kirchlichen Würdenträger beständig unterwegs, um sich bei ihren Mitmenschen zu entschuldigen für Vergangenes und auch für Gegenwärtiges. Du erkennst daran, in welcher Kulturphase unsere Gesellschaft steht. Sie verschließt die Augen vor dem kosmischen Gesetz von Ursache und Wirkung, insbesondere dann, wenn es um das Persönliche geht. Die Feststellung der Wissenschaft jedoch erkennt sie an, die besagt: Es gibt keine Wirkung ohne Ursache. Man sieht also: Die Erwachsenen des Menschengeschlechtes müßten erst reifen für eine wert-volle Gesellschaft.

Der Mensch sollte sich an keinem Menschen orientieren, sondern immer wieder an der Lehre Jesu. Um die angebliche Ohnmacht gegenüber den eigenen Niedrigkeiten zu begründen, führt man oft an: Jesus war ein vollkommener Mensch, wir jedoch sind unvollkommene Menschen. Diese Aussage ist zwar richtig, doch Jesus gebot uns: Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Das heißt: Wir sollen unsere Seele mit der Hilfe unseres Erlösers Christus zur Vervollkommnung führen. Jesus gebot uns auch, Ihm nachzufolgen, was besagt, daß wir keinem Menschen nachfolgen sollen, sondern die Schritte tun, die Er uns gelehrt hat. Die Schritte zu einem wert-vollen Leben, das auch eine stabile Gesellschaft mit höheren ethischen und moralischen Normen prägen würde, sind die schrittweise Erfüllung der Gebote, die uns Gott durch Mose gab, und der Bergpredigt Jesu. Daraus ergibt sich allmählich das, was uns Jesus lehrte: Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Diese Seine Aussage beziehe ich vorwiegend auf unsere Seele, die auch im Menschen vollkommen werden kann. Der Mensch hat immer seine irdischen Lebensprogramme, die er letztlich braucht, um sich im irdischen Dasein zurechtzufinden, z.B. Programme für das Sich-Bewegen in den drei Dimensionen, für die Entscheidungen im Beruf, für das rechte Wägen und Messen, für Erdkunde und Geschichte, auch die Programme der Zahlen, die Programme für Musik und für die Anwendung weiterer Talente; sogar, wenn du willst, für die heutige Zeit, die Computer-Programme.

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[...]

Diese unsere Lebensprogramme für unser irdisches Dasein könnten auch Wertmaße für eine christliche Gesellschaft sein. Z.B.: Wie gestalte ich damit mein Leben? Stelle ich diese Lebensprogramme in die Gebote Gottes und in die Gesetzmäßigkeiten der Bergpredigt Jesu, dann wird mir allmählich bewußt, was ich aus meinem Leben machen kann, wie ich es mehr und mehr in edlere und feinere Bahnen zu lenken vermag ...

 

Der Jugendliche:
Ein weiterer Freund stellt folgende Frage: Ich stehe vor einer beruflichen Entscheidung. Jeder sagt was anderes, was ich machen soll. Selber bin ich auch noch unsicher. Wie verhalte ich mich richtig?

 

Antwort des Propheten:
Es ist vielfach üblich, daß andere uns raten, welchen Beruf wir wählen sollen. Nicht immer ist der gute Rat selbstlos, was besagt, daß es ausschließlich ein guter Rat, eine Hilfe ist. Oftmals will der Ratgeber seine nicht getroffene Berufswahl, sein Berufsideal im anderen, z.B. im Sohn, in der Tochter, im guten Freund oder in der Freundin, verwirklicht sehen.

Gerade wenn es um die Berufswahl geht, sollten die Jugendlichen ganz allmählich selbst den Spürsinn dafür entwickeln, welche Talente und Fähigkeiten in ihnen liegen. In dem Alter, in welchem der Jugendliche seine Berufswahl treffen soll, sind auch gewisse Talente, Eignungen und Fähigkeiten aktiv. Das bringt der Lebensrhythmus des einzelnen Menschen mit sich. Wir sollten uns von nichts und von niemandem zu etwas zwingen lassen. Die guten Ratschläge können wir wohl annehmen, doch gleichzeitig sollten wir wägen, welche Eignungen oder gar Fähigkeiten und Talente wir haben ...

 

Der Jugendliche:
... Ich habe noch weitere Fragen, sogar viele Fragen auf Lager. Darf ich dir die nächste vorlesen? Über Gott zu reden, ist unter Jugendlichen nicht gerade "in". In der Kirche kommt mir Gott antiquiert vor. Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß Er lebt. Ist Gott nur etwas für ältere Menschen?

 

Der Prophet:
Du sagst, über Gott zu reden, ist unter Jugendlichen nicht üblich, und im zweiten Satz: "In der Kirche kommt mir Gott antiquiert vor."

Als das Instrument Gottes habe ich viele, sehr viele Gotteserfahrungen. Somit kann ich dir aus meinen eigenen Erfahrungen her versichern, daß Gott nicht der Kirchengott ist, der institutionalisiert, gleichsam zur Antiquität gemacht wurde. Da aus dieser Antiquität, dem Kirchengott, das Leben, GOTT, längst gewichen ist, ist es nicht verwunderlich, daß du nicht den Eindruck hast, daß ER tatsächlich lebt. Doch Er, der wahre Gott, der Ewige, lebt! Weil Er das Leben ist!

Obwohl über Gott viel geredet wird, hat so mancher doch kaum klare Erfahrungswerte von Ihm.

Im Abendland nennen wir das Leben, das ewige Sein, die allgegenwärtige Kraft, den Ur-Strom, GOTT. Gott ist der Geist, der die Unendlichkeit durchströmt, der Sich aus Sich selbst die Form gab, die Gott-Form; es ist der ewige Vater, den wir auch Gott-Vater nennen. Aus dem ewigen Ur-Strom, Gott, schuf Gott-Vater die unendlichen geistigen Sonnen und Welten, die sieben mal sieben Himmelsebenen und die geistigen Naturreiche. Er schuf die göttlichen Wesen, die Geistwesen, die im ewigen Reich, Gott, leben und wirken. Der Ur-Strom ist der Odem, das Leben, der alles erhält und durchströmt.

Da Gott das Leben in allem ist, ist Er auch das Leben in der Materie. In jedem Menschen, in allen Seelen, in den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft und in allen Kräften der Materie, in jedem Atom, in jedem Molekül ist die Essenz, der komprimierte Ur-Strom, also GOTT, enthalten. Gott ist das Wort durch alle Bewußtseinsgrade, wie z.B. in der Strahlung der Gestirne, in den Naturreichen, in den Seelen und in den Menschen. Gott ist also das Leben in dir, in mir, in jedem von uns.


 

[...]

Die institutionellen Kirchen haben Gott wahrhaftig zu einem Bildnis mit groben und auch grausamen Zügen und zu einer Altertümlichkeit herabgewürdigt. Sie lassen den dynamischen, allgegenwärtigen Gott, der in jedem das Feuer, das Licht des Wortes ist, nicht zu Wort kommen. Die Amtsträger der Amtskirchen haben nicht nur zu bestimmten Festtagen ihr jährlich gleiches Ritual, sondern jeder Tag ist von der Institution Kirche geprägt. Die Predigten sind im Wortlaut oftmals ähnlich oder die gleichen, Jahr für Jahr. Ihr Gottesdienst ist nicht immer der tägliche Dienst am Nächsten, sondern vielfach der Dienst für die Kirche. Die kirchlichen Amtsträger sprechen wohl von Gott, lassen Ihn aber durch sich nicht reden und auch nicht wirken. Er kann sich gar nicht durch sie offenbaren, weil sie eine institutionelle Gottesvorstellung haben, die mit dem ewigen Vater, also mit Gott-Vater, nicht in Übereinstimmung ist.

Gott, unser Vater, neigt sich zu allen Seinen Kindern, zu dir, zu mir, zu jedem. Er möchte uns wieder im ewigen Reich, in den ewigen Himmeln haben. Deshalb sandte Er Seinen Sohn zu uns, den Mitregenten der Himmel, der unser Erlöser wurde. Jesus verkörperte den ewigen Vater, denn Er sprach sinngemäß: Der Vater und Ich sind eins, was besagt: Ich, Jesus von Nazareth, lebe so, wie es der Wille des ewigen Vaters im Himmel ist.

Sieh das Leben Jesu, vergegenwärtige dir den spontanen, dynamischen jungen Mann, der mit Seinen Aposteln auf den staubigen Straßen umherzog und die Frohbotschaft der Liebe Seines Vaters verkündete, der unter dem Sternenzelt zu Hause war, der in jedem Tier, in jeder Pflanze Gottes Walten sah, der Seine Apostel, Jünger und Jüngerinnen in den feinsten Gesetzen des Alls unterwies, der unter dem Baum saß und sie belehrte, der auf dem Felde stand und Tausenden die Frohbotschaft des Lebens verkündete, die Bergpredigt, der mit einigen Aposteln in das Boot stieg und auf den See Genezareth hinausruderte, der den damaligen Pharisäern und Schriftgelehrten, den Heuchlern, ordentlich die Wahrheit sagte. Jesus war also kein Brimborium-Verwalter - Er verkörperte die Spontanität Inneren Lebens.

Betrachtet man heute die kirchlichen Amtsträger mit ihren Titeln und "Würden", mit ihren Talaren, Gewändern und ihren Kirchenbauten, so müßte eigentlich ein jeder sagen: Hier stimmt etwas nicht. Dort der schlichte Jesus von Nazareth, der Gottessohn, und hier die "amtlichen Würdenträger", die mit "Würde" etwas vertreten, das Jesus nicht gelehrt hat. So, wie sie sind, war Jesus nicht. So, wie sie sind, will es Jesus nicht. So, wie sie lehren, reden, handeln und letztlich leben, entspricht es nicht der Lehre des Jesus von Nazareth.

In gewisser Weise darf auch ich, unabhängig vom Alter, diese spontane, ewige Gotteskraft spüren, die innere, ewige Jugend, die Frische des Geistes, das Leben, das einmalig ist. Jeder, der mehr und mehr sein Allzumenschliches ablegt, gleichsam mit der Hilfe Christi opfert, und mehr und mehr tut, was Gott will, erschließt die lebendige Quelle der höchsten Kraft in sich, die ewig frisch und klar und jugendlich ist. Denn Jesus sagte uns: Folget Mir nach! Folgen wir Ihm nach, dann tun wir, was Gott will, und wir erleben in uns, an uns und durch uns ähnliches wie unser Vorbild Jesus, der Christus. Du brauchst also gar nicht viel von Gott zu reden. Tue, was uns Jesus geboten hat, und bejahe den spontanen, jungen Mann, Jesus von Nazareth, dann erlangst du Freude, zu tun, was Gott will. Dann bist du kein Nachahmer mehr, kein Brimborium-Anhänger, sondern der spontane Jugendliche, der in seinen Gedanken und in seinem Verhalten immer wieder Gott die Ehre gibt, indem er fragt: Wie hätte sich Jesus in diesen und jenen Situationen des Tagesgeschehens verhalten, was will Er mir in meinem Verhalten durch meine Gedanken, durch meine Wünsche sagen?

Lieber Bruder, blicke nicht auf den antiquierten Gott, den die kirchlichen Amtsträger lehren, sondern lasse Christus in dir auferstehen! Er, Jesus, der junge Mann, will dein Begleiter sein.

Gott ist also nicht nur für ältere Menschen. Gott ist für die Jugend, Gott ist für die sogenannten Erwachsenen, Gott ist für ältere Menschen. Gott ist immer gegenwärtig und schenkt sich immer ganz. Erfahre und erlebe Ihn, indem du Jesus nachfolgst, und du hast den besten Freund bewußt an deiner Seite.

 

Der Jugendliche:
Wie du das so sagst, das spricht mich an. Da spürt man einfach, daß da was drin ist, irgendwie eine Weite, eine Perspektive!

Wenn ich das alles so höre und in mir nachwirken lasse, kommt mir der Gedanke: Wie kann ich das, was Jesus von mir möchte, in mein Leben integrieren, also mit dem in Einklang bringen, was im Äußeren mein Alltagsleben ist? Sind das nicht zwei Welten? Ist Jesus auch mein Begleiter, wenn ich mich jenen Dingen zuwende, die nun mal im Leben von uns Jugendlichen sind?

Ich spiele Gitarre, und wir machen zu mehreren Musik, haben also eine Band. Gabi, nach dem, was du gesagt hast, können wir dann auch noch Rockmusik machen? Können wir dann auch noch Rock'n Roll tanzen?

 

Der Prophet:
Wie ich vorhin schon sagte: Alles mit Maß und Ziel. Natürlich kannst du Rockmusik machen, natürlich kannst du auch Rock'n Roll tanzen, wenn das Ganze nicht zum Laster wird, also in Ausschweifungen, gleich Exzessen, ausartet. Warum denn nicht?

 

Der Jugendliche:
Ich bin froh, daß du mir die Nachfolge Jesu so erläuterst. Es ist also nicht das total entbehrungsreiche Leben. Ich verstehe es jetzt so, daß man doch so manches erleben darf, wenn es in den rechten Bahnen bleibt und wenn man sich darin nicht verliert.

Auf meinem Zettel steht eine weitere Frage von einem anderen Jugendlichen:

Ich bin ein junger Mensch und erlerne einen Beruf, bin im dritten Gesellenjahr. Wie kann ich mich davor schützen, daß ich kein Fachmann werde, der alles nur aus seinem Wissen löst?

 

Der Prophet:
Ein Fachmann oder eine Fachfrau zu sein, ist doch nichts Schlechtes. Vielmehr ist es gut, Fachqualitäten in seinem Beruf zu haben. Eine gute Gesellschaft braucht berufstüchtige Menschen, die ihre Fachgebiete beherrschen.

In dieser unserer Gesellschaft wird vieles durch "Wissen" gelöst. Ob der Wisser es wahrlich "weiß" oder nur seine persönlichen Vorstellungen und Wünsche durchsetzen möchte, die dem fachlichen Können nicht entsprechen, das ist die Frage.

Wir haben schon oft von dem spontanen, allweisen Geist gesprochen, der uns in jeder Situation, in allen Fragen des Lebens, auch im Fachlichen, eine gesetzmäßige, also gottbewußte Lösung zuzuspiegeln vermag. Ich erinnere an das, was Liobani, unsere Schwester aus dem geistigen Reich, uns allen - und ganz besonders euch Jugendlichen - übermittelt hat, was z.B. in dem Buch "LIOBANI. Ich erkläre - machst Du mit?" wiedergegeben ist. Sie bringt euch nahe, wie ihr den Inneren Helfer und Ratgeber in euch erschließen und mit Seiner Hilfe für so manches Problem die Lösung und auf so manche Frage die Antwort finden könnt, ob in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit.

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[...]

Ist Gott für uns kein antiquierter Gott, also keine Antiquität, die in einer Ecke steht, die uns für unser Leben nichts mehr zu sagen hat, dann wird uns bewußt werden, daß der Intellekt immer seine Grenzen hat, denn er ist angelernt, anerzogen. Die Intelligenz GOTT weiß um alle Dinge, hilft uns in jeder Situation, dann, wenn wir uns dem spontanen, helfenden Geist hingeben, indem wir Schritt für Schritt Seinen Willen erfüllen, den wir in den Zehn Geboten Gottes und in der Bergpredigt Jesu erkennen. Dadurch erweitert sich unser Bewußtsein, und wir erlangen Zugang zu dem Inneren Helfer und Ratgeber, dem Christus-Gottes-Geist in uns. Tust du also diese Schritte, so wirst du ein Fachmann in deinem Beruf, der die Intelligenz GOTT durch sich walten läßt, der also den Intellekt, das Fachwissen, der Intelligenz GOTT zur Verfügung stellt. Allmählich blickt dann der Fachmann über die Grenze, über die Mauer des Intellekts hinaus und erfährt Lösungen über Lösungen, Schritte, die der Intellektuelle, der Nur-Wisser, nicht kennt, weil er eben nur auf sein Wissen, das Angelernte, baut.

Der Sinn des Lebens ist also, unseren Verstand zu schulen, unsere Fähigkeiten und Qualitäten zu entwickeln, sie aber mit der Intelligenz GOTT zu vereinen, so daß der spontane, ewige, allwissende Geist unser Fachwissen als Instrument für eine gute, ethisch hochstehende Gesellschaft gebrauchen kann.

 

Der Jugendliche:
Hier habe ich nun eine Frage an dich, die für so manchen von uns akut ist:

Was denkst du über eine Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen?

 

Der Prophet:
Gute Freunde zu haben, ist wahrhaftig ein Geschenk, das man nicht nur bewahren, sondern auch pflegen sollte, indem man für sie und mit ihnen ist. Gute Freunde teilen Freud und Leid miteinander. Sie helfen sich gegenseitig. Gute Freunde sind eine offene Freund-Gemeinschaft, in die jeder eintreten kann, der es ehrlich meint und bereit ist, eine freundschaftliche Verbindung zu pflegen. In einer guten Freundschaft bauen sich positive Kräfte auf. Aus Freundschaften können Freunde hervorgehen, die sich gegenseitig helfen. Daraus kann sich ein rascheres inneres Wachstum ergeben.


 

[...]

Immer mehr Menschen begreifen langsam, daß es die Reinkarnation gibt, die zu Unrecht viele Jahrhunderte lang von den Amtskirchen geleugnet wurde; sie glauben also an die Wiederverkörperung der Seele, was natürlich bedeutet, daß wir sündhafte Programme aus Vorexistenzen mit in dieses irdische Dasein bringen, z.B. auch den Wunsch nach der Körperlichkeit, also nach der Sexualität. Bei dem einen ist dieser Wunsch stärker ausgeprägt, beim anderen weniger. Der eine hat in seinem Gedankenbild sexuelle Wunschexzesse, der andere hat den Wunsch, sich durch die Sexualität zu entspannen oder gerade über das Geschlechtsleben den anderen an sich zu binden. Bindende Bande gibt es viele und verschiedenartige. Doch jedes bindende Band, auch die Sexualität, will etwas für sich, für das Ego oder den eigenen Körper. Der eine will die Sexualität nur immer wieder erleben, um seine Nerven zu entspannen oder die Nervenreize als Lust zu genießen, der andere kann sich nur in den körperlichen Exzessen, also in extremen Formen der Körperlichkeit befriedigen. Manch einer hat nach der geschlechtlichen Vereinigung ein schlechtes Gewissen, dann, wenn er den Partner hierfür nur benutzt hat. Gleich, welche Grade des geschlechtlichen Verkehrs vorliegen, wir müssen uns immer fragen: Wo ist die Wurzel dieses Drängens? Will ich mich durch Übung und Einübung der sexuellen Praktiken zu einem Sexprotz entwickeln, oder will ich moralisch-ethische Werte entfalten, indem ich die Ursache meines Drängens zu erkennen trachte, um diese allmählich aufzuarbeiten?

Man kann in unserer heutigen Zeit nicht sagen: Du darfst mit einem Jungen oder einem Mädchen nur sexuell zusammenkommen, wenn ihr heiratet und euch ein Kind wünscht. Wenn das so ohne weiteres ginge, wenn dies also von den Voraussetzungen bei uns Menschen her leicht erfüllbar wäre, dann wäre es schön, denn dann würde beide die gebende und empfangende Liebe verbinden, und ihr Eheglück bliebe ungetrübt. Da der einzelne mehr oder weniger die Sexualwünsche mit in diese Inkarnation bringt, ist es für die meisten Menschen eine große Überwindung, dem Anspruch, von dem die Rede war, gerecht zu werden. Manchen gelingt es. Es kommt auf die mitgebrachte Veranlagung an sowie auf das Ziel, das sich der einzelne für sein Leben vorgegeben hat. Anderen gelingt es nicht, weil sie entsprechend wirksame Programme mitgebracht haben. Das soll jedoch nicht zur Ausrede führen, die sinngemäß besagt: "Ich habe eben stärkere Sexualprogramme mitgebracht, also muß ich die Sexualität praktizieren. Ich kann sie schließlich nicht einfach verdrängen." Sie sollten auch nicht verdrängt werden, denn was verdrängt wird, ist nicht behoben. Immer wieder ist dazu zu sagen: Es gilt, die Wurzel der übertriebenen Sexualität zu finden, um diese Grund-Ursache, aus der die entsprechende Energie empordrängt, zu beheben.

Über keinen Menschen und sein Denken und Tun sollen wir den Stab brechen. Aber jeder hat die Möglichkeit, sich allmählich zu verfeinern, indem er seine mitgebrachte Programmwelt analysiert und aufarbeitet und nicht ausarbeitet, indem er so lange übt, bis er das Gefühl des Wägens und Messens, das Gewissen, verloren hat - und im Sexualleben aufgeht, ohne Rücksicht darauf, wie es dem Benutzten ergeht, der unter Umständen beiseitegestellt wird, sei es in der Ehe oder in der Sexualfreundschaft. Wer ein Gewissen hat, der wird sich immer überlegen, was er durch eine übertriebene Sexualität anrichtet - bei sich selbst und bei seinem Nächsten - und ob das, was er tut, mit seiner Selbstachtung und der Achtung des Nächsten in Einklang steht.

Bindende Bande werden vielfach durch Sexualität geknüpft. Ob diese "Liebe" ausreicht, um eine Familie zu gründen, und ob diese "Liebe" bei der Erziehung der Kinder standhält, ob diese "Liebe" tragfähig ist bis ins hohe Alter, das können wir heute an der Zahl der Ehescheidungen ablesen.

Wer eine Familie gründen möchte, der sollte sich fragen: Was ist mein Motiv? Um eine gute Ehe und Familie pflegen zu können, bedarf es der inneren Zuneigung; die Anziehung, die nur auf zwanghafter Sexualität gründet - nennen wir sie kurz den Sex -, ist sicher keine gute Basis. Eine gute Ehe bedarf eines hohen Maßes an Toleranz, des gegenseitigen Verstehens, des Wohlwollens, das letztlich das Geben und Empfangen ist, das dann auch in der Körperverbindung zum Ausdruck kommt.

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Wer eine partnerschaftliche Beziehung oder Ehe eingeht und eine Familie gründet, sollte sich der Verantwortung bewußt sein, die darin liegt. Wie viel Herzeleid, innere und auch äußere Not geht auf das Konto leichtfertig eingegangener Ehen!

Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland stehen Ehen und Familien unter dem besonderen Schutz des Staates. Wie sieht es jedoch in Wirklichkeit aus? Wird die Ehe und die Familie vom Staat geschützt - und welche Ehe? Heute ist es so, daß fast jede dritte Ehe geschieden wird und daß zweite, dritte oder vierte Ehen geschlossen werden. Kurzzeitig bauen sich Familien auf, aus denen Kinder hervorgehen. Bald darauf zerfällt diese Ehe, diese Familie.

Ich kenne folgenden Fall: Ein junges Ehepaar wünschte sich lange ein Kind. Das gemeinsam langersehnte Kind kam zur Welt und ist nun eineinhalb Jahre alt. Da trennt sich unverhofft der Mann von der Familie und nimmt sich eine Freundin, zu der er auch zieht. Die Mutter mit dem eineinhalbjährigen Kind ist nun allein und fällt der Sozialhilfe anheim, weil der Mann seine Familie und sich als Getrenntlebender nicht voll ernähren kann.

Im konkreten Fall stellt sich die Frage: Welche Ehe oder Familie schützt der Staat - die erste, die zweite oder die dritte? Wie schützt der Staat z.B. die nun alleinstehende Mutter mit ihrem eineinhalbjährigen Kind? Ist der Ausweg für diese beiden Menschen die Sozialhilfe? Wenn ja, dann heißt das für mich, links liegengelassen zu werden. Der Mann jedoch lebt mit dem rechtlichen Anteil seines Gehaltes mit einer Freundin zusammen, die unter Umständen mit ihm ihren Verdienst teilt. Wer teilt mit den alleinstehenden Müttern und Kindern?

Was sagt der Staat dazu? Kann er überhaupt etwas sagen? Kann er Rechte für die verlassene Frau und alleinstehende Mutter mit Kindern einführen? Die Staatsmänner, die Politiker, können dazu kaum etwas sagen, denn sie, die den Staat bzw. das Volk vertreten - sind sie um vieles besser? Werfen wir einen Blick in das Privatleben so manchen Politikers, so sehen wir: Viele von ihnen sind ein oder einige Male geschieden und zwei oder drei Mal wiederverheiratet oder leben mit einer Freundin zusammen. Bei manchen besteht die Ehe oder die Familie zum Schein, nebenbei halten sie sich eine Freundin.

Die Staatsmänner, die Politiker brauchen sich um ihre erste, zweite oder dritte geschiedene Ehe keine Sorgen zu machen; ihre Gehälter sind zum Teil so hoch, daß sie sich davon noch eine vierte oder fünfte Ehescheidung leisten und eventuell weitere Ehen eingehen können.

Sind also die Politiker Vorbilder für die Einhaltung unserer Verfassung, die sie letztlich vertreten? Wie kann ein Volk besser sein, wenn die Staatsmänner, die Politiker, mitunter um vieles schlechter sind als das Volk? Sicherlich haben auch die Institutionen Kirchen diese Ehen gesegnet, und hat nicht die katholische Kirche wie auch die evangelische so manchen dieser Eheleute das Gelöbnis der Treue abgenommen? Anstatt daß die kirchlichen Amtsträger, die diese Ehen segneten und mit dem Gelöbnis der Treue belegten, solche Staatsmänner zur Ethik und Moral aufrufen, indem sie ihnen erklären, daß nach ihren christlichen Grundsätzen das Sakrament bzw. das Versprechen Gültigkeit hat, sitzen sie mit diesen Poltikern in den obersten Reihen, machen "ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern groß" und lassen letztlich zu, daß die, die "obenan bei Tisch und in den Synagogen" sitzen, einschließlich der kirchlichen Obrigkeiten, ähnlich sind wie vor 2000 Jahren, als Jesus die Schriftgelehrten und Pharisäer "Heuchler" nannte, "die ihr seid gleich wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat."

Wie heißt es in der kirchlich abgegebenen Verpflichtung bezüglich der Ehe: Man soll einander die Treue halten, "bis daß der Tod euch scheidet". Wenn das schon nicht die Politiker befolgen, die dem Volk und der Verfassung vorstehen, wer soll sich dann daran halten? Es ist besser, man nimmt sich keinen von ihnen zum Vorbild, weder die kirchlichen Obrigkeiten noch die Staatsmänner, die sogar in einer ihrer Parteien das C, das "Christlich", tragen. Wird hier die kirchlich geschlossene Ehe zum Etikettenschwindel? Gilt die kirchliche Lehre bezüglich der Ehe nur für das Volk und nicht für die Politiker? Denn die kirchlichen Obrigkeiten sitzen mit allen, die Ehebruch begangen haben, in den obersten Reihen. Wie oft wird von der Ethik gesprochen, die das moralische Verhalten des Menschen zum Gegenstand hat, also von der Sittenlehre. Wo ist sie denn geblieben, wenn sich nicht einmal die Politiker und die kirchlichen Amtsträger daran halten?

Ethik bedeutet laut Duden die "Gesamtheit sittlicher Normen und Maximen, die einer verantwortungsbewußten Einstellung zugrunde liegen". Die Ethik eines Volkes wie auch eines Berufsstandes, die Ethik des Handelns einzelner - alles sollte von der christlichen Ethik geleitet sein. Nehmen wir das dem Sinn nach oder gar wortwörtlich, dann sehen wir, daß die Sitten nicht nur zerfallen, sondern schon zerfallen s i n d .

Liebe Jugendliche, jeder hat den freien Willen, die höhere Ethik und Moral anzunehmen, also die Grundsätze moralisch-sittlichen Verhaltens. Wer von christlicher Ethik spricht und sie nicht hält, der ist das schlechteste Vorbild für die Jugend. Wollt ihr zu einer besseren ethisch-moralischen Gesellschaft beitragen, einer Gesellschaft mit höheren Werten, dann blickt weder auf die Staatsmänner, die Politiker, auf ihr Verhalten, noch auf irgendeinen anderen Menschen, sondern, wie schon gesagt, auf Jesus von Nazareth ...

 

Der Jugendliche:
Gabi, was du über Freundschaft, über partnerschaftliche Beziehungen, Ehen, Familien und Sex gesagt hast, ist enorm wichtig, finde ich, damit man sich nicht etwas vormacht. Ein Glück, daß einer da ist, der uns Jugendlichen sagen kann, was abläuft und worauf es eigentlich ankommt!

Hierhin paßt gut die Frage eines jungen Urchristen, der mich bat, sie dir zu stellen. Sie lautet:

Lebenslänglich Vater, Mutter, Kind - soll ich mir das antun?

 

Der Prophet:
Eine gute, intakte Familie ist wahrlich kein lebenslängliches Gefängnis, wie du offenbar denkst. Die Art des heute in unserer Gesellschaft üblich gewordenen Familienlebens ist nicht jene Familie, die ich meine. Die Familienbande sollten verbindend sein, indem die Eltern sich die Treue halten. Wie schon gesagt, wo die Verbindung der Treue ist, ist auch die Freiheit. Hat jeder seine Freiheit, weil einer des anderen sicher sein kann, dann können auch gute, offene und verbindende Gespräche geführt werden, woraus sich die gegenseitige Hilfe ergibt. Dann wird auch der eine Partner vom anderen nicht nur immer erwarten und verlangen, auch nicht die übertriebene Sexualität, um sich am Körper des Partners entspannen und befriedigen zu können. Kinder, die aus einer solchen Ehe hervorgehen, werden dann auch sicher so erzogen, wie die Partner sind. Ob die Kinder den Maßstäben der Eltern gerecht werden oder nicht, soll den Kindern überlassen werden, denn wer weiß, welche Anlagen sie in sich tragen.

Frei sein heißt nicht, den anderen für andere, weitere partnerschaftliche Beziehungen freizugeben oder sich selbst sogenannte "Seitensprünge" und dergleichen zu leisten. Freiheit heißt Achtung und Selbstachtung.


 

[...]

Es kommt also ganz darauf an, worauf zwei Menschen ihre Ehe gründen - auf die echte Treue oder auf die sogenannte "Liebe", die vielfach in Sexualsucht ihren Ausdruck findet. Gründen zwei Menschen ihre Ehe auf Treue, Verständnis und Freiheit, dann ist das sogenannte "Lebenslänglich" nicht auf Gefangenschaft aufgebaut, sondern auf das Miteinander - aber auch für ihre Mitmenschen, für eine ethisch-moralische Gesellschaft und für einen großen Freundeskreis oder gar für einen großen Familienverbund, in dem mehrere Familien für die Gemeinschaft und für eine gute Gesellschaft wirken.

 

Der Jugendliche:
Eine weitere Frage: Welche Ziele kann ich mir in der Freundschaft nehmen, ohne mich von außen - Filme, Werbung, Meinung - beeinflussen zu lassen?

 

Der Prophet:
Die Inhalte und Ziele für eine gute Freundschaft können nur aus unserer Gefühls- und Gedankenwelt kommen in der Frage: Was verbinde ich mit dem Wort "Freundschaft"? Filme, Werbung, Meinungen können uns anregen, oftmals nicht im positiven Sinne, denn wo Freundschaft in Sexuallust abgleitet, dort ist nicht mehr die Verbindung, die eine Freundschaft wertvoll macht, sondern die Bindung an das Lustobjekt. Jeder hat die Freiheit, sein Leben selbst zu "schneidern", die Nadel und der Zwirn sind das, was wir aus unseren Gefühlen und Gedanken machen. Das sind dann wir.

Der Jugendliche:
Sex vor der Ehe - was denkst du darüber?

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[...]

Ist in der Planetenkonstellation, welche die Seele zur Menschwerdung geleitet, das Lustprogramm Sexualität verstärkt aktiv, dann kann der junge Mensch, in dem alles brodelt und gärt, sehr schwer den aktiven und drängenden Hormonen Einhalt gebieten. Wieder kommt es darauf an, wie wir uns diesem Drängen gegenüber verhalten - ob wir es über unser Nervensystem in die Sexualhormone einströmen lassen, um dann den Sexualakt auszuführen, gleich mit wem, oder ob der junge Mensch die Sexualität verarbeitet. Dieses Verarbeiten findet, wie schon gesagt, im Kopf, im Verstand, statt, indem er abwägt, was er davon hat, wenn er sich ein Sexualobjekt sucht, indem er sich fragt, ob das seine ethisch-moralische Lebenslinie ist, oder ob er sich nicht von diesen drängenden Sexualwünschen allmählich lösen möchte. Oftmals ist es auch so, daß in einer eingegangenen Freundschaft der eine vom anderen sexuelle Befriedigung verlangt, der junge Mann von der jungen Frau und die junge Frau vom jungen Mann. Dann müßte sich jeder die Frage stellen: Was haben wir davon? Was bezwecken wir damit? Wollen wir uns gegenseitig nur befriedigen, oder wollen wir eine Partnerschaft oder eine Ehe gründen? Weiter: Kann diese aufgrund der Sexualsucht von Dauer sein, oder sollten wir uns gemeinsam nicht doch bewußt machen, daß eine andere Art, wie z.B. eine gute, offene Freundschaft, uns von dieser Sexualsucht befreien könnte, woraus sich eine konstante Verbindung entwickeln kann, in der jeder vor sich und vor dem anderen Achtung gewinnt.

Generell kann man sagen: bei allem, was wir tun, kommt es auf das Wie an. Das gilt für alle Lebensbereiche, auch im Hinblick auf die Körperlichkeit.

Ich glaube, wer diese Ausgabe "Der Jugendliche und der Prophet" aufmerksam liest, wird sicherlich weitere Gesichtspunkte herauslesen können, an denen er sich orientieren kann, wenn er möchte.

Die Dynamik der Jugend drückt sich in mancherlei Aktivitäten aus, auch in Sport und Hobbies verschiedener Art. Gerade junge Menschen, die sich in der Sturm- und Drangzeit befinden, könnten sich durch Sport eine offene, ehrliche und vertrauensvolle Freundschaft aufbauen, auch mit dem anderen Geschlecht, denn Sport oder Hobbies lenken vielfach das Interesse auf anderes, und das geschlechtliche "Vergnügen" tritt in den Hintergrund.

Der junge Mensch sollte jedoch mit Sport oder Hobbies die Gedanken und Wünsche an Sexualität keinesfalls verdrängen, sondern er sollte analysieren, was die Wurzel seines sexuellen Drängens sein könnte. Wichtig ist auch, daß sich der junge Mensch Gedanken um sein weiteres Leben macht, sei es um den Beruf, um Familie, um echte Freundschaft und unsere Gesellschaft. Hat er einen guten Gesprächskreis, um sich in diesem zu artikulieren, dann kann er sicherlich auch dadurch so manchen Sex-Kraft-Wunsch abbauen.

 

Der Jugendliche:
Ein Blick auf meinen Zettel sagt mir: Die nächste Frage geht in eine ganz andere Richtung.

Nach dem Höhenflug in die Wohlstandsgesellschaft leben wir nun in einer recht schwierigen Zeit: Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, Kriege, Krankheiten, Aids, Genmanipulation, Korruption in der Politik usw. Man fühlt sich so machtlos. Was kann ein Ausweg sein?

 

Der Prophet:
Stets fragen wir Menschen nach dem Ausweg aus schwerwiegenden Situationen. Wir haben uns allgemein daran gewöhnt, andere als die Schuldigen anzusehen, sie der Unfähigkeit, des Versagens und dergleichen zu bezichtigen. Solange wir jedoch auf andere mit Fingern zeigen, wird alles so bleiben, wie es ist. Im Wellengang, im Auf und Ab, wird es mit der Arbeitslosigkeit, der Umweltverschmutzung, den Kriegen, den Krankheiten, der Genmanipulation, dem Klonen und der Korruption weitergehen. Einmal spürt man einen Aufwind, dann geht es wieder bergab. Wer oder was soll sich ändern, damit ein kontinuierlicher positiver Aufwind bleibt? Sollen sich nur die ändern, denen wir die Verantwortung für die Misere zusprechen? Oder müßte sich nicht der einzelne zur Aufgabe machen, anders zu werden, als der andere derzeit ist, indem er sich höhere ethisch-moralische Normen aneignet?

Die Jugend könnte nach einer guten Ausbildung und Berufsausübung trachten, die der einzelne mit Qualität und somit auch mit Bewußtsein zu durchdringen vermag, die er in die Gesellschaft einbringt - nicht um mit den Ellbogen auf der Leiter des Erfolges höherzuklettern, sondern mit echtem Können für den Nächsten und auch für das echte Gemeinwohl, das Wohl für alle. Ein ethisch-moralisch hochstehender Mensch wird sich niemals in den Klüngel der Korruption begeben, sondern sein Geld mit seiner guten Berufsausübung verdienen. Er wird auch für die Natur sein und das Leben der Tiere, der Pflanzen und Mineralien achten, in der Erkenntnis, daß gerade Tiere feinste Empfindungen haben und oftmals mehr wahrnehmen als der grobschlächtige Mensch. Ein ethisch Hochstehender weiß, daß Kriege nicht Zufall sind, sondern daß sie unter Umständen ein Generationenproblem darstellen, denn wer an die Reinkarnation glaubt, der weiß, daß Schlachten auf Schlachtfeldern ausgetragen werden, die wieder Magneten für jene bilden, die ihre kriegerische Ader nicht in den Frieden umgewandelt haben. Krieg mit Krieg zu bekämpfen, heißt, irgendwann wieder in einen neuen Krieg ziehen. Das bezieht sich nicht nur auf ein Land, sondern gilt auch für den einzelnen.

Krankheiten kommen nicht zufällig. Sie kommen aus der "Retorte" des in dieses Leben mitgebrachten Fehlverhaltens, der Schwächen, Fehler, also aus Sündhaftem, das der Mensch in Vorinkarnationen und in diesem Dasein nicht abbaut, sondern durch Gedanken, Wünsche und Handlungen nährt und auf diese Weise seine Schicksale - Krankheit, Not, Leid und vieles mehr - gleichsam heraufbeschwört.


 

[...]

Aus diesem Konglomerat Ego pur kann nur der einzelne herausfinden, der sich wieder mit Gleichgesinnten zusammenschließt - nicht um mit gleicher Waffe zurückzuschlagen oder mit gleicher Münze heimzuzahlen, sondern um sich einmal der Bergpredigt zu bedienen, indem er den Sinn dieser Lehren erfaßt. Gerade im Sinn der Bergpredigt liegt auch ein dauerhaftes Wirtschaftssystem - das allerdings nur von einer höheren ethisch-moralischen Gesellschaft praktiziert werden kann.

Daher sollten Menschen beginnen, sich um den Aufbau höherer sittlicher Werte zu bemühen. Gerade die Jugend ist hier angesprochen ...

 

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