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»Der Prophet«
 > »Der Prophet« Nr. 15

Vorwort



Wer in der Überschrift dieser neuen Ausgabe von „Der Prophet" das zweiteilige Thema liest, wird sich eventuell fragen: Was hat die Frage „Zwei Götter oder ein wandelbarer Gott?" mit dem zu tun, was Tiere in unserer Zeit erdulden müssen? Liegen die beiden Aspekte des Themas nicht auf gänzlich unterschiedlichen Ebenen?
    Doch wer den Ursachen für das Leiden der mißachteten, geknechteten, zum Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstand herabgewürdigten Tiere nachgeht, wird unweigerlich auf Wurzeln stoßen, die in der Religionsausübung alter Zeiten begründet sind, im Alten Testament. Der Begriff „Religionsausübung" gibt hier schon zu denken. Denn Religion ist der Bereich der Verbindung zu Gott und dem Göttlichen. Daß diese von den verantwortlich „Ausübenden" jener Zeit angestrebt und erreicht wurde, muß jedoch bezweifelt werden.

    In dem, was Sie nachfolgend lesen, spricht, obwohl es dieses Mal kein Dialog mit einem Zeitgenossen ist, letztlich nicht nur der Prophet, sondern es sprechen viele Fakten, viele Zeugnisse im Wort und auch im Bild. Sie sprechen zu uns - und wer Ohren hat zu hören, der höre. Sie geben zu denken - und wer seinen Verstand gebraucht, dem kann ein Licht aufgehen. Sie stellen Fragen an uns - und wer ein Herz hat, das noch empfindet, der fühlt die Botschaft. Was er dann mit dieser Botschaft anfängt und ob er dieser eine Entscheidung samt Tat folgen läßt, bleibt jedem einzelnen überlassen.

 

 

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