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Ein Weihnachts- und Neujahrs-LOGO!




A U S Z Ü G E:

Liebe Freunde in der ganzen Welt, Ihr habt einen Gabriele-Brief in Eurer Hand und fragt Euch sicherlich: Wo sind die anderen? - Nach und nach werden sie Euch erreichen.

Die Gabriele-Briefe sollen dem wachen Menschen bewusst machen, wie charakterschwach und schizophren unsere Gesellschaft geworden ist und dass die Masse der Menschen gedankenlos und stumpfsinnig alles hinnimmt, was die oberen Ränge der Gesellschaft vorgeben. Leider üben wenige Menschen Selbstkritik; deshalb können sie auch ihre Umwelt nicht kritisch sehen und jene nicht durchschauen, die sie buchstäblich an der Nase herumführen.

Die Gabriele-Briefe wollen keinen Menschen beeinflussen – sie regen zur Selbstfindung und Selbsteinschätzung an, so dass der, der das Treiben in dieser Welt wachsamer in Augenschein nimmt, seinem Leben eine Orientierung geben kann.

Hebt bitte nicht schon im voraus die Schultern, stimmt nicht resigniert und schicksalsergeben in das trübsinnige Klagelied der gefügigen Untertanen ein mit dem Argument: „Man kann ja doch nichts ändern.“

Es ist wahr, dass keiner den anderen ändern kann. Aber der Einzelne muss nicht blauäugig bleiben. Jeder kann bei sich selbst beginnen, die eingefahrenen Denkmuster zu hinterfragen, die traditionellen alten, heidnischen Zöpfe abzuschneiden und auf diese Weise dazu beizutragen, dass immer mehr Menschen erwachen, damit es letzten Endes auch der von Menschen geschundenen Mutter Erde mit ihren Pflanzen und Tieren besser geht.
 

  Es ist Advent. Wieder einmal steht Weihnachten vor der Tür, jenes kirchliche Fest, das mit dem größten Aufwand und Gehabe „drum herum“ von jedermann, ob kirchlich gesonnen oder nicht, gefeiert wird. Lasst uns daher gemeinsam das traditionelle Weihnachtsfest und die Adventszeit etwas eingehender betrachten.

Die Institutionen Kirche halten sehr viel auf Tradition. Im Bertelsmann Handlexikon steht über Tradition: „Religion: Für viele Religionen die mündlich oder schriftlich bewahrte Grundlage ihrer Lehren. Im Katholizismus wertet man mündliche Tradition und Bibel als gemeinsame Quelle der göttlichen Offenbarung. Die evangelischen Kirchen lassen die Tradition neben der Bibel nur als Quellensammlung gelten.
Die Grundlehren der katholischen Kirche sind vorwiegend die Dogmen und Bräuche.“

Im Bertelsmann Handlexikon lesen wir also: „Im Katholizismus wertet man mündliche Tradition und Bibel als gemeinsame Quelle der göttlichen Offenbarung.“ Darüber im Einzelnen nachzudenken wäre Zeitverschwendung. Wissen wir doch, dass für die Kirchen die Bibel nur ein Vorzeigebuch ist, aus dem wohl gelesen wird, nach dessen Inhalten und Aussagen die meisten kirchlichen „Würdenträger“ jedoch nicht leben. Warum sollten sich dann die Gläubigen daran halten?

Die Kirchen bestehen aus Tradition und Brauchtum. Das Mäntelchen, das sie darüberhängen, heißt „christlich“ und „Bibel“.

Advent und Weihnachten sind zum traditionellen heidnischen Brauchtum geworden. Das im Weihnachtstaumel, im Rausch der Geschenke, des Glitzers und Flitters versunkene christliche Abendland hat das einmalige Geschehen vergessen, das, was vor 2000 Jahren geschah: die Eingeburt des Sohnes Gottes in einen Menschenkörper. Gottes Sohn kam zu uns Menschen. Advent und Weihnachten haben allerdings heute mit dem Kommen des Herrn und Seiner Lehre nichts mehr zu tun. Die dumpf und stumpf gewordene kirchliche „Christenschar“ feiert ein traditionelles kirchliches Heidenfest, dessen Wurzeln im Götterglauben vergangener Zeiten zu finden sind.
Daran wollen die wenigsten erinnert werden. Es ist doch alles so schön feierlich und sentimental. Es ist doch das Fest der Familie!

 

Schön wäre es, wenn es das Fest der intakten Familien wäre, wo doch gerade die Familie Joseph und Maria eine wahrhaftig friedfertige Familie symbolisiert. Wie sieht es jedoch in vielen traditionellen Familien aus? Vielleicht - aber nur vielleicht - heuchelt man ein paar Stunden heile Welt, nämlich dann, wenn man gemeinsam den Truthahn, die Gans, die Ente oder ein Stück Reh, Wildschweinbraten, Kabeljau oder anderweitig eine Fleischdelikatesse verzehrt. Beim Auspacken der Geschenke beginnt es schon zu knistern. Nichts gegen Geschenke - sofern sie von Herzen kommen und nicht schon vorab das Hufeisen der „frohen“ Erwartung über dem Geschenkten schwebt.

Auf dem Altar kirchlicher Tradition werden zu den „heiligen“ Festen Millionen von Tieren hingemetzelt, um den allenfalls drei bis vier Stunden lang hervorgekehrten sentimentalen Familiensinn zu wahren. Es ist eben „Weihnachten“.

Weihnachten ist nicht mehr das Fest der Eingeburt des Herrn, des Christus Gottes, in das Zeitliche. Es ist nicht mehr das Familienfest im Gedenken an Maria und Joseph, sondern die Anbetung des kirchlichen Sonnengottes, der sich das Mäntelchen „christlich“ umgehängt hat – derselbe, den die katholische Kirche durch ihren „heiligen Vater“ in Rom verkörpert und die evangelische Kirche im „Schrein“ des Luther anbetet.

Der Sonnengott ist eine männliche Gottheit, die die Menschen früher Zeit ganz natürlich und selbstverständlich in der Sonne verehrt haben. Heute haben die Kirchen eine Symbolfigur statuiert, der man Opfer bringen soll, und zwar nicht nur sich selbst darbringen in gläubiger Hingabe, sondern auch in Form von Kirchensteuern und des weiteren durch das Hinschlachten von unzähligen Tieren.

In den Vorzeiten wurden den Göttern die Tiere geopfert, um sie gütig und freundlich zu stimmen oder „zum lieblichen Geruch vor dem Herrn“, wie es bei Mose steht, oder: „Schlachte den Widder, nimm sein Blut, und gieß es ringsum an den Altar! Zerleg den Widder in seine Teile, wasche seine Eingeweide und seine Beine, und leg sie auf seine übrigen Teile und auf seinen Kopf! Dann lass den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehen! Ein Brandopfer ist es für den Herrn zum beruhigenden Duft, ein Feueropfer für den Herrn ist es.“ (2. Mose, Exodus, 29, 16-18).

Früher durften sich nur die Priester an ausgesuchten Portionen der hingemetzelten Gottesgeschöpfe gütlich tun - heute erlaubt der jeweilige „Sonnengott“, dass seine Gläubigen die tagealten und abgehangenen Leichenteile auch selbst verzehren dürfen. Das ist das Weihnachtsfest der „Christen“.

 

So mancher Gut-Gläubige könnte nun erneut darauf hinweisen, dass es doch das Fest der Familie sei und dass gerade die Familie vom Staat geschützt sei. Das lässt in mir folgendes Bild entstehen:

Es ist richtig, die Familie ist von staatlicher Seite geschützt. Ein Kind soll ja in eine Ehe, in eine Familie hineingeboren werden. Vater und Mutter sollen das Kind oder die Kinder betreuen und in Liebe und Fürsorge aufziehen, ähnlich, wie es in der Familie Maria und Joseph war. Die Familie ist also mit Recht vom Staat geschützt. Denken wir jedoch an die Kriege in der ganzen Welt, so ist diese Tatsache, wie so vieles, paradox. Denn im Krieg werden die Väter eingezogen und für eine Sache geopfert, vielleicht auch für das Öl eines Landes. Durch den Tod des Vaters z.B. wird die Familie zerrüttet. Mutter und Kinder müssen dann allein zurechtkommen. Fällt der Haupternährer der Familie aus, so ist die Mutter gezwungen, vermehrt für den Unterhalt zu arbeiten. Oftmals ist sie sodann überfordert, die Kinder sind weitgehend sich selbst überlassen. Was hat das mit Familiensinn und Familienschutz zu tun? Und wo bleibt im Falle eines drohenden Krieges das Machtwort für den Erhalt der Familie seitens der Institutionen Kirche, die sich andererseits so vehement gegen jegliche Abtreibung des werdenden Lebens stellen, also schon für das noch nicht geborene Leben eintreten?

 

Wer wachen Sinnes in diese Welt blickt, der weiß: Die Perversion ist nicht grenzenlos, ist aber weltweit. An dieser pervertierten Gesellschaft leidet auch die Mutter Erde und leiden insbesondere die Tiere. Warum müssen die Tiere für jegliche Feste herhalten? Ganz klar: Sie ließen und lassen sich nicht indoktrinieren, wie dies die Masse der Menschen mit sich geschehen ließ und lässt. Die Tiere wurden nicht katholisch oder lutherisch, sie gehören keiner kirchlichen Institution an –, sie bleiben dem wahren Gott treu.

Den sogenannten Sonnengöttern ist das ein Greuel. Entweder man opfert sich dem heidnischen Brauchtum, oder man wird und bleibt rechtlos, wie z.B. die Tiere. Sie sind rechtlose Geschöpfe, die in den Wäldern gejagt und in den Mastbetrieben als Fleischware gehalten werden. Die heidnischen Götter verlangen also ihren Tribut, und das Volk opfert sich, indem es „gläubig“ bleibt – sprich: weiterhin dazu beiträgt, die Machtposition der scheinchristlichen Institutionen zu stützen, indem man fortfährt, fleißig Abgaben = Steuern in deren mehr als prallvollen Säckel zu zahlen -, und opfert die rechtlose Tierwelt, die sie abknallen und hinschlachten lässt, zum Wohle des Brauchtums, der Tradition, und zum Wohle derer, die davon profitieren.

Mit Jesus, dem Christus, hat das nichts zu tun.

Weihnachten ist somit Heidentum pur.

Aus dem Jägerlatein möchte ich Euch ein Beispiel berichten. In einem Getreidehof, der außerhalb von Ortschaften liegt, eingebettet in Wälder und Felder, wird einmal jede Woche, wenn nicht öfter, mit großen Getreidewagen Getreide abgeholt. Es wird vom Getreidesilo in die Wagen geladen. Dabei fallen Körner auf die Erde, die liegenbleiben. Die Wildschweine, die vielfach schlauer sind als so manch ein Mensch, haben das mitbekommen. Ihr Hunger – denn es ist Herbst- und Winterzeit - treibt sie in den Hof zu den Landwirten. Sie holen sich das Getreide, das auf der Erde liegt. Die Landwirte, die diesen Hof bewirtschaften, sehen die hungrigen Tiere. Für sie ist es selbstverständlich, dass sie die Körner, die der Getreidewagen nicht mitgenommen hat, den Tieren überlassen. Neben den Wildschweinen sind auch die Hühner daran interessiert. Sie picken und nehmen das, was sie benötigen. Das Getreide am Boden findet also Abnehmer. Die Wildschweine merken, dass diese Landwirte sie nicht davonjagen. Die Tiere haben eben Hunger.

In der Adventszeit, der sogenannten Zeit der Liebe, trug sich folgendes zu: Diese Wildschweine fühlten keinen „Jagddruck“ mehr. Sie wurden zugänglich. Im Geiste gesprochen, heißt das: Sie fühlen die Einheit zwischen Mensch und Tier. Weil Tiere Gottesgeschöpfe sind und den Frieden und die Einheit als göttliches Innenleben spüren, liefen sie auch vor den Spaziergängern nicht weg. Für die Jäger der Umgebung, die, so nehme ich an, katholisch und lutherisch sind, ist das eine gefährliche Angelegenheit. Wildtiere – so heißt es – sind dann normale Wildtiere, wenn sie vor den Menschen fliehen. Es ist pervers: Wenn man ihnen schon nicht die Schweinepest zuschreiben kann, die, wohlgemerkt, ausschließlich aus den Mastställen der Bauern kommt, dann die Gefährlichkeit, weil sie angeblich zahm seien. Nun lautet die Parole: Man muss sie jagen, sie müssen vor den Menschen Angst haben und fliehen. Was ist einer der vielen Hintergründe? Die Jäger wollen, dass die Tiere in Jagdstress kommen, denn nur dann macht das Abknallen der Tiere Spaß. Sie müssen also halb zu Tode gehetzt werden, damit der katholische oder lutherische Jäger seinen Nervenkitzel hat. „Erlegt“ heißt dann triumphierend „Waidmannsheil“. Und die die Leichenteile eines solchen gehetzten Tieres verzehren, übermitteln, genüsslich kauend, den „Waidmannsdank“. Das gleiche Schicksal erleben Hasen, Rehe und so ziemlich alles, was sich im Wald und auf der Flur bewegt. Das ist Advents- und Weihnachtszeit.

Liebe Freunde, eventuell macht Euch die Logik dieses Vorgangs Schwierigkeiten? Das ist nicht verwunderlich. Vieles von dem, was wir Menschen denken und an Verhaltensweisen so an uns haben, entpuppt sich als widersinnig, wenn wir erst einmal anfangen, das allzu Gewohnte in Frage zu stellen. Auch ein Jäger könnte dies, sofern sein Gewissen noch anschlägt. Es fragt sich nur, ob er das möchte.

Die „Tradition“ dient mannigfach zur Rechtfertigung für so manches, das sich, bei Licht besehen, also kritisch hinterfragt, als Ungeheuerlichkeit erweist. Jagd hat eine lange Tradition ...

Infolgedessen ist Jagd eine staatlich sanktionierte „Notwendigkeit“. Es muss also gejagt werden, so sagt man. Man nennt das „Hege“. Die „Pflege“ erfüllt der Mensch, der das Aas wegräumt, ähnlich wie der Fuchs. Der Mensch bezeichnet es dann als köstlichen Gourmetbraten.

Ähnliches geschieht mit jeglichem Geflügel, mit allen Tieren, die in Mastställen gemästet werden. Das Wort „Maststall“ sagt alles. Die Tiere werden auf engstem Raum gehalten, damit sich nicht etwa durch unzweckmäßig viel Bewegung ihr Schlachtgewicht reduziert. Man füttert sie mit Nahrung, die unnatürlich kalorienreich und konzentriert ist – eben „Mastfutter“. Bestimmte Zusätze, ausgeklügelte chemische Substanzen, sorgen des weiteren dafür, dass der Körper der Tiere die Nahrung nicht vorrangig in Fettgewebe umsetzt, sondern in Muskelmasse, die später, wenn die Tiere tot sind, das Fleisch, das Schnitzel, den Braten, die Wurst ergibt. Da helles Fleisch besonders beliebt ist, hält man die Ställe möglichst dunkel.

Um Tierleichenteile schmackhaft zu machen, werden sie gebraten, geschmort oder gekocht und im Äußeren mit Gewürzen aller Art verfeinert. Was ebenfalls vom Tierleichen-Genießer mitgegessen wird, sind natürlich die besagten chemischen Ingredienzien, die Medikamente – Hormone, Anabolika, Antibiotika und andere mehr –, die das noch lebende Tier in seine Fleischmasse einlagerte, außerdem noch die chemisch nicht nachweisbaren, doch energetisch konkret vorhandenen Niederschläge von Angst, Panik, Aggression, Grauen, Traurigkeit, Schmerz und Leid. Dies alles sind Negativenergie-Potentiale, die in dem, der sie sich fleischessenderweise einverleibt, wirken und sich auswirken.

Die Mast-Tiere werden also gemästet, bevor man sie schließlich mit dem hinterhältigen Handwerkszeug, das man Gewehr, Pistole, Bolzenschussgerät, Schlachtmesser oder sonstwie nennt, niedermacht, also in Tierleichen verwandelt; denn nur als solche bringen sie den gewünschten Profit und die gewohnte Gaumenfreude.

Und das alles zum Wohle des „friedfertigen Menschen“, zur Weihnachtszeit.

Fröhlich die „Glocken“ klingen, die Kassen, in die der berauschte Fleischesser sei Geld einbringt, um zum Fest einen Leichenteilbraten zu genießen. Wohl bekomm’s zur stillen, heiligen Nacht! ...

Am Weihnachtstag werden dann die alljährlichen Sprüche laut. Man nennt sie „Weihnachtsansprachen“. In der vorweihnachtlichen Zeit ist davon nichts zu merken. Wer sich näher mit der Politik und den Politikern befasst, der merkt sehr bald, wie sie sich gegenseitig „lieben“. Die „christlichen“ Parteien und alle, die dem Clan Katholisch und Evangelisch angehören, haben ihre besondere Liebessprache. Sie sprechen sich all das zu, was zu ihrer speziellen „christlichen Ethik und Moral“ gehört. Wer genau hinhört, der vernimmt, dass beide Parteien kein „christliches“ Konzept haben.

 

An der Gültigkeit dessen, was F.M. Dostojewski in seiner berühmten Erzählung „Der Großinquisitor“ schreibt, haben die vergangenen fetten Jahre nichts geändert. Viele Menschen sind immer noch der guten Hoffnung, die mächtigen Institutionen Kirche und die Politiker würden schon einen Ausweg finden, so dass das Schlemmerparadies „Abendland“ weiterhin „geistig“ und physisch satt macht. Doch die Sättigung ist zur Übersäuerung und Übersättigung geworden - jetzt schleichen sich die mageren Jahre an. Obwohl der Zeitgeist schon an ihren Geldbörsen nagt, ist die Masse der Menschen noch nicht erwacht. Sie ist weiterhin unterwürfig, autoritätsgläubig, bequem und einfältig. Das nützen die Habichte aus. Sie haben das Macht- und Herrschaftssystem, das Dostojewski skizzierte, konsequent durchgezogen. Ich zitiere den „Großinquisitor“:
„... So werden wir, wir ihnen den Turm zu Ende bauen; denn der baut ihn auf, der die Menschen satt macht, und wir werden sie satt machen in Deinem Namen, denn so wollen wir es dann sagen und lügen, dass es in Deinem Namen geschehe. Niemals, zu keiner Zeit werden sie ohne uns den Hunger stillen. Nie wird ihnen eine Wissenschaft das Brot geben, solange sie frei bleiben, und das Ende wird sein, dass sie uns ihre Freiheit zu Füßen legen und zu uns reden werden: Macht uns, wenn es nicht anders geht, zu euren Knechten, aber macht uns satt! Sie werden endlich selber einsehen, dass die Freiheit und das Brot, beide zusammen, nicht denkbar sind, denn niemals werden die Menschen das Brot untereinander zu teilen verstehen. Zudem werden sie sich davon überzeugen, dass sie auch darum nicht frei sein können, weil sie kleinmütig, lasterhaft und nichtig sind und voll von Empörung stecken. Du hast ihnen das Himmelsbrot versprochen, aber ich wiederhole: kann dieses Himmelsbrot sich in den Augen eben dieses schwachen, ewig lasterhaften und ewig undankbaren Geschlechtes mit dem irdischen vergleichen? Und wenn Dir auch im Namen des Himmelsbrotes Tausende und Zehntausende folgen, was geschieht dann mit den Millionen und zehntausend Millionen von Schwachen, die nicht die Kraft haben, das irdische Brot von sich zu weisen und dafür das himmlische zu nehmen? Sprich, sind Dir vielleicht nur die zehntausend Starken und Großen lieb, und sollen die Millionen, die zahllos wie der Sand am Meere und schwach sind, aber Dich lieben, sollen diese nur Stoff sein in der Hand der Großen und Starken? Nein, uns sind auch die Schwachen lieb. Freilich sind sie Sünder und Empörer, aber schließlich werden sie doch den Gehorsam lernen. Und sie werden uns anstaunen und darum für Götter halten, weil wir, nunmehr die Herren, darin eingewilligt haben, die Freiheit, vor der sie zurückgeschreckt sind, auf uns zu nehmen und also die Herrschaft zu führen – so entsetzlich wird es für sie geworden sein, frei zu sein. Wir aber werden zu ihnen reden, dass wir Dir gehorchen und in Deinem Namen herrschen. Wir werden sie abermals betrügen, denn Dich werden wir nun nicht mehr zu uns einlassen.“

Liebe Freunde, geht nicht gleich in die Opposition, wenn Ihr die Aussage von Dostojewski gelesen habt. Opposition erinnert mich so sehr an die Opposition einer „christlichen“ Partei, die alles ablehnt, aber selbst kein Konzept hat, keinen Ausweg aus dem Wirtschaftsdilemma, geschweige denn aus dem Zerfall aller ethisch-moralischen Werte, der sich allerorten abzeichnet.

Im folgenden zitiere ich ein Lied von Reinhard Mey, in dem er die Mitmenschen aufruft, wachsam zu sein, sich über ihre eigenen Maßstäbe und Werte klar zu werden, genau hinzusehen und hinzuhören, um die Phrasen selbst zu beurteilen, die uns heute von Politikern, Wirtschaftlern und nicht zuletzt von den kirchlichen Institutionen aufgetischt, gleich gepredigt werden, insbesondere zu den Festtagen wie Weihnachten und Ostern.

„Sei wachsam.
Ein Wahlplakat, zerrissen auf dem nassen Rasen –
Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen,
die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,
die dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen ...
Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen!
Sie nennen es ‚das Volk’, aber sie meinen Untertanen.
All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen.
Wenn du lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt’ du sie dumm – ich halt’ sie arm!

Sei wachsam,
präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
und fall nicht auf sie rein!
Pass auf, dass du deine Freiheit nutzt;
die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam,
und sei auf der Hut!

Du machst das Fernsehen an – sie jammern nach guten, alten Werten.
Ihre guten, alten Werte sind fast immer die verkehrten.
Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln,
sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln:
der Medienmogul und der Zeitungszar –
die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!
Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und nach guten Sitten ...

Verrohung, Verdummung, Gewalt sind die Gebote,
ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote.
Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht –
So viele gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht ...

Es ist ´ne Riesenkonjunktur für Rattenfänger,
für Trittbrettfahrer und Schmiergeldempfänger,
´ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher,
Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher.
Und die sind alle hochgeachtet und sehr anerkannt,
und nach den schlimmsten werden Straßen und Flugplätze benannt.
Man packt den Hühnerdieb – den Waffenschieber lässt man laufen,
kein Pfeifchen Gras, aber ´ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen ...

Wir ha’m ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat garantieren.
Was hilft’s, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren ...

Ich hab’ Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen,
die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen.
Und verschon’ mich mit den falschen Ehrlichen,
die falschen Ehrlichen – die wahren Gefährlichen!
Ich hab’ Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit,
nach ´nem bisschen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit.
Doch sag’ die Wahrheit, und du hast bald nichts mehr zu lachen ...
Wenn du die Wahrheit sagst, lass draußen den Motor laufen,
dann sag’ sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.

Sei wachsam,
präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
fall’ nicht auf sie rein!

Pass auf,
dass du deine Freiheit nutzt,
die Freiheit nutzt sich ab,
wenn du sie nicht nutzt!

Sei wachsam,
merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam, bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam,
und sei auf der Hut!“

 

Liebe Freunde, seid wachsam, und fragt Euch gerade in der Zeit, in der die heidnischen Kulte die Wahrheit über Jesus, den Christus, überlagern: Wollt ihr wahre Christen sein, ein Weihnachten im Sinne der Familie Maria und Joseph feiern – oder den trügerischen Kultrausch mitmachen, dessen Fortbestand in Anbetracht der heutigen wirtschaftlichen Situation wohl keine allzulange Dauer mehr beschieden sein dürfte? Die Erde mit ihren Katastrophen und Kriegen wird so manchen wachrütteln, der heute noch glaubt, im Schoße der Politik und Kirche schlafen zu können.

 

Liebe Freunde, jedem von Euch wünsche ich Weihnachten im Sinne der Familie Joseph und Maria - die Innere Weihnacht, die Einkehr in die Stille des Herzens, die uns spüren und erfahren lässt: Wir sind nicht allein. Die Kraft Gottes, das Licht unseres Erlösers Christus, ist gegenwärtig in uns in jedem Augenblick. Innere Hingabe an Christus heißt bewusstes Leben in der Wachsamkeit über uns selbst. So gewinnen wir Zuversicht, Stabilität und Tatkraft und auch den Durchblick für die Erfordernisse des Alltags.

Weihnachten ist auch das Fest des Friedens. Wünschen wir uns allen den Frieden des Herzens, der Einheit bedeutet – den Frieden mit allen Menschen, Wesen und Lebensformen.

 

In diesem Bewusstsein
grüße ich alle meine Brüder und Schwestern
von ganzem Herzen

Gabriele

 

 

 

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