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  Liebe Freunde

wen bewegen, gerade in dieser Zeit, nicht viele, viele Gedanken? Und so manchen veranlassen die Zeitumstände dazu, gründlicher und tiefer nach dem Wieso und Warum zu forschen, als er es gewohnt war.
Freunde teilen. Freunde teilen sich auch mit. Ein Freund läßt dem Nächsten die Freiheit, wie dieser mit dem Mitgeteilten umgeht. So ist auch dieser Gabriele-Brief gehalten. Er setzt einen Adressaten – sprich: Leser – voraus, der bereit ist, die Aussagen zunächst anzunehmen und diese sodann selbst – das heißt: frei – zu reflektieren, um sich daraus zu eigenen Gedankengängen, Erkenntnissen und Schlußfolgerungen anregen zu lassen.
Dieser Brief wird Ihnen weniger Details bringen als vielmehr Durchblicke knapper und grundsätzlicher Art. Jeder kann und wird sich seinen speziellen Reim darauf machen, entsprechend seinem Erleben, seinen Erfahrungen und seiner Gedankenwelt.
Ein großer Teil der Menschheit fristet ein Dasein fernab von dem Glauben an das Gesetz Gottes, das die Gottes- und Nächstenliebe ist. Viele sind so sehr mit ihrer Ichsucht geeint, als wären sie mit ihr verheiratet. Die Ichsucht kennt nur Härte, Lieblosigkeit und Rücksichtslosigkeit. Sie nützt andere für sich aus.
Menschen, die ihr Allzumenschliches als das Mittel zum Wohlergehen ansehen, sind letztlich schwach. Wenn sie von der Gottes- und Nächstenliebe hören, lächeln sie nur und nennen denjenigen einen Utopisten, der daran glaubt und davon redet. Menschen, die in der Zwangsjacke der Ichbezogenheit stecken, verneinen alles, was mit Gott und höheren Werten in Verbindung gebracht wird. Sie haben ein gehöriges Maß an Selbstüberschätzung. Dem Ganzen liegt eine geheime Angst zugrunde, die sie mit scheinbar schlüssigen Worten überspielen.
Wer sich von der Aussage „Gott ist Liebe und Nächstenliebe“ vielsagend lächelnd abwendet, der müßte sich die Frage stellen: Wem gehört er an?
Die wahre Liebe ist die Gottes- und Nächstenliebe. Ob Menschen diese Tatsache ablehnen, belächeln oder ignorieren – es ist nun mal so. Ich glaube daran. Auf der Wahrheit, die das Gesetz Gottes, die Liebe und Nächstenliebe ist, will ich meinen Brief aufbauen, denn nur die Wahrheit macht den Menschen wertvoll und frei. Der Mensch, in dem die Liebe zur Wahrheit ist, hält sich fern von den Pingpongspielen intellektuellen Schlagabtauschs, in denen Egoisten einander zu übertrumpfen trachten, die ihre Denkschablonen für den Maßstab aller Dinge halten. Der Wahrheitssucher forscht mit Herz und Verstand unter Zuhilfenahme seines Gewissens. Er gewinnt innere Eigenständigkeit und Festigkeit, weil er in sich um die klaren Erkenntnisse ringt, die ihm die Schritte in ein bewußtes Leben aufzeigen. Er wird sich niemals an dogmatische Einstellungen binden.
Die Liebe Gottes ist unantastbar. Kein Mensch kann sie verbiegen oder entstellen. Jeder derartige Versuch ist zum Scheitern verurteilt.
Ist auch das Gesetz Gottes, die Liebe, die unendliche, allmächtige und durch nichts zu übertreffende Kraft, so kann sie doch – infolge des freien Willens des Menschen – von dessen Eigenwillen und Egoismus an ihrem Wirken gehindert werden. Um so mehr durch massive gegensätzliche Bestrebungen wie die ausgeprägte und fortgesetzte Machtgier einer Institution, die sich in ihrem Denken und Handeln nicht an den Maßgaben der Gebote Gottes orientiert. Wo Gottes Gebote nicht geachtet und beachtet werden, kann der Geist Gottes nicht wehen.
Das Kirchenchristentum prägte das sogenannte christliche Abendland, dessen Sitte, Moral, Gesellschaftsordnung, ja seine gesamte Kultur. Auf allen Ebenen des öffentlichen wie des privaten Lebens fanden und finden Kampf und Krieg statt. Auch Natur und Tiere haben unter den mörderischen Ambitionen und dem kriegerischen, aggressiven Treiben unendlich zu leiden – zumeist durch „Christen“.
Wer hat dem Menschen die Waffen zum Töten von Mensch und Tier in die Hand gegeben? Christus oder die Institutionen Kirche? In diesem meinem Brief will ich es herausarbeiten. Die Grundlage für meine Analyse sind die Gebote Gottes und die Lehren des Jesus, des Christus.
Wer sich nicht angesprochen fühlt, der kann als Christ sein Denken und Verhalten den Zehn Geboten Gottes und den Lehren Jesu gegenüberstellen. Wird dabei deutlich, daß seine Lebensweise dem Christsein entspricht, dann habe ich ihn nicht gemeint.
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