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Der Mensch wird von seinen Belastungen nur
frei,wenn er seinen eigenen Anteil an
dem Mißverhältnis zu seinen Mitmenschen
erkennt und mit
der Hilfe des Christus Gottes bereinigt



Die Verhaltensweisen des Menschen – wie er gelebt, was er gedacht, wie er sich in seinem Erdendasein seinen Mitmenschen gegenüber verhalten hat – sind entscheidend, wie leicht oder wie schwer sich eines Tages seine Seele von seinem Erdenkörper löst. Wer über diese Ausführungen nachdenkt, der wird auch die Worte Jesu verstehen: Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

Der Gegner ist immer der, gegen den wir Menschen sind. Der Richter ist die Gerechtigkeit, und der Gerichtsdiener ist die Waage der Gerechtigkeit, die alles auf das genaueste auslotet, das Für und Gegen. Wer nicht um Vergebung bittet und auch nicht vergibt, bleibt in seinem eigenen Gefängnis, in seiner dunklen Hülle, in der alles gespeichert ist. So lange wird er in dieser Verhüllung, in seinen negativen Denk- und Verhaltensweisen, gleichsam eingekerkert, leben, bis er seinen eigenen sündhaften Anteil an den Widrigkeiten seines Daseins erkennt, bereut und mit der Hilfe des Christus Gottes bereinigt.
 
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