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  Die spezifische Aufgabe einer Seele für ihr Erdendasein. „Wer nicht hören will, muß fühlen.“

Jeder Mensch hat seine spezifische Lernaufgabe, die seine Seele ins Erdendasein mitgebracht hat. Wer sagt uns, welche? Unser Tag verrät es uns auf mannigfache Weise.
Es ist unser Gewissen, das zu uns spricht. Es ist das ungute Gefühl, das sich über das zentrale Nervensystem im Sonnengeflecht bemerkbar macht. Es ist unsere Erregung, dann, wenn uns etwas mißfällt. Dies und vieles mehr sind Anzeichen, daß uns die Seele eine Botschaft übermitteln möchte. Vor allem aber helfen uns die Gebote Gottes und die Lehren Jesu. Stellen wir unser Verhalten Gottes Willen gegenüber, dann wissen wir, wie wir denken, reden und handeln sollen. Wie wahr ist folgendes Sprichwort, wenn man bedenkt, daß wir selbst unser Wohl oder unser Weh schaffen: Wer nicht hören will, muß fühlen. Wer dieses Sprichwort wortgetreu nimmt oder die Aussage Jesu in der Bergpredigt, „Was du willst, daß dir andere tun, das tue du ihnen zuerst“ oder, anders gesprochen, „Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu“, der wird sich nicht mit allen Fasern an das Diesseits heften wie so manche, die alle Hinweise in den Wind schlagen mit der Ausrede, sie lebten nur im Zeitlichen, und das nur einmal. Eine solche Ansicht macht die Seele schwer, die sich dann auch nach dem Hinscheiden ihres Erdenkörpers erdwärts orientiert und nach der letzten Stunde auch nach Erdnähe verlangt und lange Zeit erdnah bleibt.
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