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  Die Zeichen der Zeit sind unübersehbar. Jeder muß sich fragen, ob er nicht mitschuldig ist an dem Desaster der heutigen Welt. Jeder kann sich jeden Tag entscheiden: für oder gegen Gott!

Wer die derzeitige Welt mit wachen Sinnen betrachtet, der muß mit Schrecken wahrnehmen, daß der Mensch nicht auf Dauer, nicht unbegrenzt, ein einsichtloser Störer der Harmonie der Schöpfung bleiben wird. Die Zeichen der Zeit sind unübersehbar. Gott hat einen langen Atem, weil Er Seine Kinder liebt. Doch wir sollten nicht vergessen: Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher. Gott läßt Seiner nicht spotten: Was der Mensch sät, das wird er ernten.
In unserer Zeit ist jeder gefragt, bei sich die Zügel anzulegen und sein eigenes Denken, Reden und Tun zum Prüfstein zu machen. Aufgrund des Gesetzes von Ursache und Wirkung kann sich keiner herauswinden und sagen „Der andere ist schuld!“ – jeder muß sich ernsthaft die Frage stellen, ob nicht auch er mitschuldig ist an dem Desaster der heutigen Welt. Die eigene Entscheidung ist gefragt und nicht die Schuldzuweisung. Heute, jeden Tag, sollen wir uns entscheiden: für oder gegen Gott, für das Gesetz des Alls, für die Freiheit – oder aber für das Personengesetz, das die Welt prägt, das Egogesetz des Jochs, das Bindung, Leid, Schicksal, Krankheit, Not und unter Umständen einen schrecklichen Tod beinhaltet.
Leben, um im Angesicht des Lebens zu sterben und dann weiterzuleben, oder Tod, der gleich geistige Blindheit ist, sind grundverschiedene Dinge. Jeder Mensch muß sterben. Seine Seele muß aber nicht geistig tot sein. Sterben heißt Hinübergleiten in das feinerstoffliche Leben. Tot sein heißt, geistig tot sein, unerwacht sein, das Leben als solches nicht kennen. Tot sein heißt auch erdnah sein. Wer im Angesicht des Todes sein Dasein fristet, hat Angst, und die Angst hat immer die Folter im Gefolge.
Leben ist Gott, und wer Gottes Willen erfüllt, der lebt. Er wird den Tod weder fühlen noch schmecken.
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