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Erdnahe Seelen bewegen sich in den Bildern
ihrer Vergangenheit.
Manche Seele „besetzt“ oder „umsetzt“
Menschen um ihre
Wunschwelt auszuleben



Eine erdnahe Seele, die sich mit dem Tod ihres Körpers noch nicht abfinden kann und sich daher noch unter ihren trauernden Angehörigen aufhält, muß irgendwann schmerzlich erkennen, daß diese sie nicht mehr hören.

Die „Lebenden“ sprechen von oder über den sogenannten Toten und merken nicht, daß an ihr Ohr die Wellen, die Worte der des Körpers entwurzelten Seele dringen, z.B.: „Ich lebe!“ Hier wird von ihr als dem „Toten“ gesprochen – wo sie doch lebt! Die Wellen, die von der Seele an das Ohr der Angehörigen dringen, werden von diesen nicht mehr wahrgenommen, weil sie, die „Lebenden“, sich zu sehr mit der Materie, dem Tod und dem Toten, auseinandersetzen, anstatt mit dem Leben, das keinen Stillstand kennt.

Aufgrund ihrer Unwissenheit gilt für viele Menschen nur die Materie; sie denken und verhalten sich z.B. nach dem Motto: „Jetzt lebe ich – nach mir die Sintflut!“ Ähnlich dachte unter Umständen auch der Mensch, dessen Seele nun entkörpert ist und sich in den Zwischenreichen aufhält. Die „Sintflut“ des Verlassenseins und das plötzliche Wissen, daß sie, die Seele, lebt, scheint viele Seelen in äußerste Not, Hilflosigkeit und Verzweiflung zu stürzen; sie wissen nicht aus noch ein.

Viele klammern sich dann an ihre aktive Seelenhülle, in der ein Teil ihrer Vergangenheit gespeichert ist, eben jener Teil, der gerade aktiv ist. In dieser Hülle, die einem Kokon gleicht, leben sie – sie leben in den Bildern ihrer Vergangenheit. In diesem Kokonleben befinden sich ihre Angehörigen, ihre Verwandten. Darin sind Bilder aus der Jugend und aus dem mittleren Alter gespeichert, Bilder, die das Erdenleben in den unterschiedlichen Facetten des Alltags aufzeigen; darin bewegen sich viele erdnahe Seelen, dann, wenn sie sich als Mensch nur mit sich selbst, mit ihren Wünschen und ihrem Wollen beschäftigt haben.

Ist das Bildmaterial im Kokon nicht ausreichend, um die Seele einigermaßen zufriedenzustellen, dann sucht sich so manche Seele einen Kanal, um ihre Wunschwelt auszuleben. Hat sie einen Menschen gefunden, der ähnliche Anlagen hat wie sie, so versucht die Seele, diesen Menschen zu beeinflussen, um durch ihn zu leben. Der Mensch ist dann „besetzt“ oder „umsetzt“.

Gerade in unserer Welt, in der sich immer mehr Menschen dem Materialismus verschreiben, also in der Veräußerlichung ihr Dasein zubringen, sind solche Ankoppelungsversuche von Seelen an Menschen nicht selten. So manche Seele hat Erfolg.

Es gibt Menschen auf dieser Erde, an denen Trauben von niederen, von erdgebundenen Seelen hängen, die nichts anderes im Sinn haben, als über den Menschen jene Energien zu schmecken, die ihnen in ihrem Erdenleben zu Lust, Rausch, zur Befriedigung von Leidenschaften, Trieben und Süchten aller Art gedient hatten.

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