 |
|
 |

  Gott brachte die Innere Religion, die Religion des Herzens. Sie macht eine äußere Religion überflüssig.

Viele Menschen binden sich an „Religionen“, in dem Glauben, die Lehre ihrer Religion sei göttlicher Maßstab, ihre Religion sei der Weg zu Gott.
Doch wozu brauchen wir eine äußere Religion mit ihren Riten, Kulten, Zeremonien und dergleichen? Würden wir uns an die Lehren des Gottesgeistes halten, dann wäre eine äußere Religion überflüssig.
In den vergangenen Zeiten sandte Gott immer wieder erleuchtete Männer, Frauen und Propheten zu uns Menschen. Sie brachten nie eine äußere Religion, bauten auch nie äußere Institutionen mit Domen und Kirchengebäuden auf, sondern sie lehrten die Innere Religion, die Religion des Herzens. Sie klärten die Menschheit über die zwei Pole im Lebensablauf auf, das Vorher und das Nachher. Doch die äußeren Religionen, die in sich keinen Halt haben und deshalb den Gläubigen auch keinen Halt bieten können, den Halt in Gott im eigenen Inneren, verlangten und verlangen aufgrund ihrer Veräußerlichung nach äußeren, gleichsam „handfesten“, konkret im Materiell-Physischen auftretenden Mittlern, also nach Priestern, die dann die fehlende geistige Substanz, die mangelnde geistige Kompetenz, durch die Winkelzüge leerer Riten und Kulthandlungen und die Rede von den angeblichen „Geheimnissen Gottes“ ersetzen.
Die Priester haben im Laufe der Jahrhunderte die Wahrheit Gottes nach ihrem Verständnis und ihrem Gutdünken verändert, das umfassende Wissen um das Hier und Drüben verengt, haben es in ihrer Lehre den menschlichen Wünschen und dem menschlichen Bedarf angepaßt und das Ganze so zugerichtet und zugeschnitten, wie es der Priesterkaste angenehm war und heute noch ist, um jene Menschen unter der Knute zu halten, die sich der äußeren Religion – teilweise aus Unkenntnis und „Gutgläubigkeit“, vielfach jedoch unter Preisgabe und Opfer ihrer Vernunft – unterwarfen, die sich also anpaßten und, gefangen im Zwangsjackett langer, sehr langer Indoktrination, eigenständigen, selbstverantwortlichen Denkens und Lebens entwöhnt, heute noch anpassen.
Theologe, Geistlicher ist Beruf und nicht Berufung. Die Bezeichnung „Geistlicher“ hat wenig mit dem Geist Gottes zu tun. Der Priester, der Geistliche, ist in seiner Kirche ein Amtsträger.
Die Macht der Priester über ihre Gläubigen beruht auf der Tatsache, daß letzteren durch die vereinnahmende Lehre und die angeblich heilbringenden und heilsnotwendigen Kulthandlungen der Kirche keine Möglichkeit mehr zur Verfügung zu stehen scheint, ihr irdisches Dasein aus sich heraus zu verstehen und zu bestehen. Sie wissen nicht, woher sie kommen und wohin sie gehen, und sie kennen das Gesetz von Saat und Ernte, von Ursache und Wirkung, nicht. zum nächsten Kapitel
|
 |