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  Im Tag entscheidet der Mensch, wie sein „Nachher“ sein wird

Liebe Freunde, wer nun denkt, jetzt sei es für ihn an der Zeit, sich mit dem Tod zu befassen, dem rate ich, sich zuerst mit den Inhalten seines Erdendaseins, seines Fühlens, Empfindens, Denkens, Redens und Handelns auseinanderzusetzen, denn aus den untergründigen, oft uneingestandenen negativen Inhalten unserer Lebensäußerungen bilden sich die Hüllen unserer Seele. Das wird „drüben“ bewertet, denn so, wie der Baum fällt, so bleibt er liegen. Erst wenn wir unser Erdenleben erforschen und unsere Charakterzüge gründlich analysieren, wissen wir ungefähr, wie wir sterben und wo wir als Seele sein werden.
Unser Erdenleben verläuft immer zwischen zwei Polen: dem Vorher und dem Nachher. Dazwischen liegen unsere Tage, die für uns wesentlich und entscheidend sind, denn jeder unserer Tage wirft sein Licht auf Aspekte unseres niederen Selbst, damit wir aus diesem das höhere Selbst, eine lichtere Seele, erlangen. Unser Vorleben fügt sich in das Heute ein. Jeder Tag bringt ein Quantum des „Vorher“, des Vorlebens, mit. Jeden Tag können wir uns auch entscheiden, wie unser Nachher sein wird, denn der Tag kommt immer als guter Freund, der uns beisteht, unsere Seele lichter zu gestalten. Wer ihn nicht annimmt, macht ihn sich zum Feind. Denn: Was er dem zurückweichenden Tag sowohl an unerledigtem Gegensätzlichen, Ursachen aus unserer Vergangenheit, dem Vorher, wieder mitgibt als auch an weiterem, neuem Negativen, an Haß, Neid, Feindseligkeit, Streit, Gleichgültigkeit und vielem mehr, das bringt ein kommender Tag anderweitig abermals auf den Plan, dann unter Umständen als Wirkung, eventuell als Krankheit, Not, Schicksal oder sogar vorzeitigen Tod.
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