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  In seiner Sterbestunde kann der Mensch den Zustand seiner Seele nicht mehr ändern. Es gilt: Leichtigkeit oder Schwere?

Immer wieder stellt sich so mancher Mensch die Frage: „Warum muß ich dieses oder jenes erdulden oder erleiden?“ oder „Warum ist für manchen Menschen der Sterbevorgang eine Qual?“
Wir können das Schicksal des Menschen unter dem Gesichtspunkt der Schwere oder der Leichtigkeit seiner Seele besser einordnen. Wie die Trennung der Seele vom sterbenden Körper des Menschen vonstatten geht, hängt von ihrer Leichtigkeit oder Schwere ab. Eine leichte oder aber schwere Seele schafft sich der Mensch selbst durch die Zielsetzung, die sich der einzelne gibt. Je bewußter der Mensch eine geistige Richtung anstrebt, ein höheres Ziel gemäß den geistigen ethischen, moralischen Werten, und diese auch Schritt für Schritt erfüllt, um so leichter wird der Seelenkörper, die Seele. Je niedriger unser Verhalten und Streben ist, desto schwerer ist unsere Seele.
Wir brauchen keine Fachkraft, keinen Theologen, keinen Psychologen, der uns hilft, den Grad der Leichtigkeit oder der Schwere unseres feinerstofflichen Leibes zu ergründen. Beobachten wir uns selbst: Trübe, negative, ängstliche Gedanken, Gedanken, die von Habgier, von extremen oder ichbezogenen Wünschen, Neid und Mißgunst beseelt sind, bedrücken uns. Auch Sorgen und Ängste um unser Wohlbefinden und unsere Zukunft beschweren nicht nur unser Herz, sondern auch unsere Seele.
Das Gegenteil von Schwere ist Leichtigkeit. Z.B. machen uns Harmonie mit dem Nächsten, Einsichtigkeit, verbindende, positive Gedanken, Zuversicht und Hoffnung beschwingt und leicht. Vor allem auch dadurch, daß wir auf Gott bauen, uns im Schmerz und Leid Ihm anvertrauen, werden unser Herz und unser Seelenkörper leichter.
Beachten wir die Sprache unseres Gewissens, das über unseren Körper die entsprechenden Signale sendet, dann spüren wir selbst, wo wir stehen, wes Geistes Kind wir also sind. Beobachten wir uns selbst, so sind wir uns selbst der beste Psychologe.
Unseren Seelenzustand können wir auch mit einem Wassertropfen vergleichen. Wenn dieser in Dampf übergeht, wird er leichter; er nimmt eine feinere Konsistenz an. Auch Gase verschiedener Art können uns Hilfe sein, um uns den Unterschied zwischen einer feinen, leichten und einer schweren Substanz bewußt zu machen. Jede Dichte, die sich durch unser negatives Verhalten, durch unsere Abkehr von Gott, verstärkt, wirkt sich letztlich auf unsere Seele aus.
Jeder Mensch, der gegen die Natur und Tierreiche ist, der mit dazu beiträgt, die Erde zu belasten, z.B. durch Bombardement in Kriegen, durch Waldbrände, Staudämme, durch den Landraub – was hier besagt, den Tieren ihr Land wegzunehmen – oder durch Erderschütterungen verschiedener Art, macht sich schuldig gegenüber dem Schöpfer, gegenüber der Mutter Erde und gegenüber allem, was auf ihr, über ihr und in ihr ist. Dadurch wird die Seele eines solchen Menschen schwer belastet, sie wird also schwer; die Seelenhüllen werden dunkel und dicht – die Seele ist erdbezogen. Eine solche Seele ist nach dem Hinscheiden ihres physischen Körpers erdnah, erdgebunden. Der weitere Verbleib einer Seele auf der Erde und in Erdnähe nach ihrer Entkörperung ist nicht nur für jene Menschen von Nachteil, die mit ihr nun in Berührung kommen und durch sie zu weiteren Gegensätzlichkeiten angestachelt werden, sondern auch für diese Seele selbst. Inwiefern?
Da sie sich nicht zu dem ihr entsprechenden Ort in den Seelenreichen begibt, wo sie in Reinigungsprozessen ihr Strahlungsbild verbessern könnte und sollte, ist es der Seele auch nicht möglich, einen geistigen Fortschritt zu erzielen. Bei ihrem erdbezogenen Treiben entwickelt sich die Seele also nicht weiter, gleich höher; sie kommt auf ihrem Weg zurück in die ewige Heimat keinen Schritt voran.
Nach dem Tod gilt unausweichlich das Kriterium: Leichtigkeit oder Schwere? Wir können den Zustand unserer Seele in unserer Sterbestunde nicht mehr ändern. Wir sind als Mensch und als Seele die, die wir durch unser Fühlen, Empfinden, Denken, Reden und Handeln im Verlauf der Jahre unserer Inkarnation geworden sind.
Liebe Freunde, noch sind wir als Mensch auf dieser Erde; noch können wir die Zeit nützen. Wir können ohne Zeitaufwand gleich jetzt beginnen. Während des Lesens dieses Gabriele-Briefes könnte ja in dem einen oder anderen etwas angeklungen sein, eine Regung könnte sich bemerkbar gemacht haben. Wer weiß – vielleicht liegt darin für so manchen die Chance, jetzt das Strahlungsbild seiner Seele zu verbessern, ihr zu ein wenig mehr Leichtigkeit zu verhelfen?
Eines ist gewiß: Christus ist immer gegenwärtig. Er ist nah und streckt auch Ihnen Seine Hand entgegen, um Ihnen zu helfen. Und auch Gott, unser ewiger Vater, strahlt jedem Menschen Mut und Seine allmächtige Kraft zu. Nützen wir die Zeit, liebe Freunde! Nützen wir den Tag, nützen wir diese Stunde!
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