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Nur innere Eigenständigkeit führt in das
dynamische Leben der Tat im Geiste Gottes



Liebe Freunde, nehmen Sie sich Zeit, das Woher und Wohin analytisch zu überdenken, und lassen Sie Ihre analytischen Gedanken in Ihrer Gefühlsebene nachschwingen. Dann wird so mancher gewahr werden, daß er die Wurzeln seines ewigen Seins nur ergründen kann, wenn er sich von Bindungen an Menschen und an Sachwerte löst.

Das heißt nicht, wir sollten uns ins Eremitendasein zurückziehen – o nein, ganz im Gegenteil. Wir sollen mitten im Erdenleben stehen, unsere Aufgaben erfüllen, mit Menschen leben, uns aber von nichts und von niemandem abhängig machen.

Denken Sie darüber nach, daß jede Unterwerfung unter einen fremden Willen, den Willen eines anderen, Sie passiv macht und Ihnen auch eine geistige Passivität auferlegt.
Ein wahres Leben der Tat im Geiste Gottes ist nur aus der inneren Eigenständigkeit heraus möglich. Denn wahre Kreativität erwächst aus dem Zustrom göttlicher Kraft im eigenen Inneren. Hält der Mensch die Verbindung zum Ur-Kraftquell, zum Wesenskern seiner Seele, so gibt und wirkt Gott durch den Menschen. Sein Tun wird fruchtbar für viele sein.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken über das Nützlichsein gemacht? Nützlichsein im Sinne des großen Ganzen, im Bewußtsein der Einheit, in dem Wissen, daß alles zusammengehört? So Sie möchten, machen Sie es sich doch zu Ihrer Aufgabe, nützlich zu sein bis ins hohe Alter, was u.a. bedeutet, die Einheit zu erkennen, die Einheit zu wahren, zu der Ihre Mitmenschen, die Natur, die Tiere, die Pflanzen, die Mineralien gehören, ja der gesamte Kosmos. Dann haben Sie bis in das hohe Alter eine große Aufgabe, und Sie sind immer unter Gleichgesinnten, die Ähnliches wollen und tun wie Sie.

Wer das lernt und auch tut, der versteht mehr und mehr, was Leben bedeutet, denn der Mensch, der sich immer weniger mit seinen Belangen, die oftmals nur Belanglosigkeiten sind, beschäftigt, sondern sein Leben für Gott und für seine Mitmenschen einsetzt, der also selbstlos gibt, wird frei. Das Leben erschließt sich ihm tiefer und in feineren Nuancen.

Durch die Augen und Ohren, die frei sind vom Rauschen und dem Rausch des Egos, können wir sehen, was andere nicht wahrnehmen. Durch ein lichtes, feines Gehör können wir hören, was andere nicht verstehen. Durch die geläuterten, freien Sinne beginnen wir, die Einheit zu ergründen. Dann leben wir mit Menschen, Tieren und Pflanzen, mit der Mutter Erde in der Einheit, und wir tun nichts Böses mehr in Gottes Garten, der die Mutter Erde für Menschen, Tiere und Natur sein möchte.

Dann sagt wohl der eine oder andere: „Dieses Dasein ist lebenswert.“ Und ich sage: Das ist Leben. Das ist schrittweise Heimkehr ins Vaterhaus.
 

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