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  Opfer von Gewaltanwendung suchen als Seelen nach den Schuldigen, um sich an ihnen zu rächen

Wurde eine Seele aus ihrem Körper geschleudert, z.B. bei einem Autounfall, oder wurde der Körper im Krieg durch Bomben und Granaten zerstört, oder wurde der Mensch aus dem Hinterhalt erschossen, dann weiß die Seele oftmals nicht, wo sie ist und was mit ihr geschah. Viele dieser Seelen fühlen sich weiter als Menschen, bis ihnen allmählich dämmert, daß sie nicht mehr Mensch sind, weil sie auf Fragen an Menschen von diesen keine Antwort mehr erhalten und von ihnen gar nicht mehr wahrgenommen werden. Ein solches Erwachen einer Seele im Jenseits kann sehr problematisch sein, denn sie möchte unter allen Umständen wieder einen Körper. Das Erdenleben wurde ihr gewaltsam genommen, was zu schwerwiegenden Störungen in den Seelenhüllen führen kann, bis hin zu dem dringlichen Wunsch, sich so schnell wie möglich wieder einzuverleiben.
Häufig verläßt eine solche Seele die Erde lange Zeit nicht. Sie bleibt unter jenen Menschen, die – nach ihrer Ansicht – an ihrem physischen Tod mitschuldig oder schuldig sind. Die ihr zur Verfügung stehenden Seelenkräfte setzt diese Seele dann ein, um die Menschen, die sie ins Jenseits befördert haben, zu beeinflussen und sich an ihnen zu rächen. Wenn es der Seele möglich ist, klammert sie sich unmittelbar an ihr Opfer. So kann es sein, daß sich die Täter- und Opferrolle umkehrt: Der Täter hat sein Opfer mißhandelt und getötet – nun wird der Täter das Opfer der Seele, die ihn umklammert, um sich an ihm, ihrem Peiniger und Mörder, zu rächen.
Auch wenn eine solche Seele durch die Detonation einer Bombe aus dem Körper geschleudert wurde, sucht sie den oder die Urheber, um sich an ihm bzw. ihnen zu rächen. Diese Spur verfolgt sie unter Umständen bis hin in die obersten Ränge von Menschen, bis hin zum Befehlshaber und auch zum einzelnen Kriegsbefürworter.
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