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  Das kirchlich-institutionelle Machtmonopol beruht auf dem vorgetäuschten Bezug zu Jesus, sanktioniert von Menschen, die andere für sich denken und entscheiden lassen.

So mancher Leser könnte nun folgende Einwände bringen: „Ich glaube weder an Gott, noch will ich von einer Religion etwas wissen.“ Oder: „Ich bin für Ethik und Moral; meine Vorbilder sind nicht in der Kirche zu finden, sondern es sind große Denker der Vergangenheit.“
Dazu könnte gesagt werden: Einige wenige Vorbilder, wie z.B. Buddha und Jesus, empfingen aus der unerschöpflichen Quelle, dem Allstrom der Liebe, Einheit und Freiheit. In ihrem Erdenleben waren sie Freiheitslehrer, die keine Menschen an sich banden, obwohl ihnen viele nachfolgten. Von der jeweiligen heidnischen Priesterkaste wurden diese beiden Freiheitsdenker und ihre Botschaft allerdings in das Geschirr von äußeren und veräußerlichten Religionen eingespannt und in die Schablone unfreien Denkens gepreßt. Ihre hohen, reinen Lehren, die gegeben waren, damit der Mensch durch ihre Befolgung schrittweise frei werden kann, wurden von Machtstrebenden gröblich verbogen und diese Fälschungen dazu verwendet, Menschen an sich zu binden, diese also in die ärgste Unfreiheit zu führen.
Sprechen wir hingegen allgemein von „großen Vorbildern“, also von sogenannten „geistigen Größen“ der Weltgeschichte, so sollten wir uns bewußt machen, daß nicht jeder dieser berühmten Freiheitsdenker aus der unmittelbaren Quelle des Seins schöpfte, sondern vielmehr aus seinem Bewußtsein, das zugleich sein Bewußtseinsstand war.
Die Priesterkaste wandte und wendet außerordentlich raffinierte Mittel und Winkelzüge an, um die Schafe, die nach dem Wasser aus der ewigen Quelle göttlicher Liebe, Einheit und Freiheit dürsten, in den eigenen engen Pferch zu ziehen. Getrieben von dem Bestreben „Ansehen um jeden Preis“, war und ist den unverhohlenen Nutznießern der Lehre des Gottessohnes, der ewigen Wahrheit, jedes Mittel recht, um Geld und Gut an sich zu bringen, Ehrungen und Würden zu gewinnen und zu festigen sowie immer mehr Macht und Einfluß zu erlangen. Sie gingen buchstäblich über Leichen. Noch nachhaltiger und verderblicher wirkte und wirkt noch immer die Vergiftung der Seelen derer, die sich ihnen anvertrauten und anvertrauen. Man denke nur an die Falschlehre der ewigen Verdammnis, die das Vertrauen des Kindes zu seinem himmlischen Vater zerstört.
Den Kirchenfunktionären konnte und kann es u.a. deshalb so erfolgreich gelingen, ihre Gläubigkeitsformeln an die ihnen Hörigen zu verkaufen, weil sie ihnen Hoffnung auf eine bessere Welt nach dem Tod versprechen. Mit diesen leichtfertigen Vorspiegelungen umgarnt die Priesterkaste Menschen und bindet sie an ihre Vorstellungen von dem, was Religion sein müßte. Wer sich auch heutzutage noch von ihren Glaubenssätzen und Lehrmeinungen abhängig macht, wird in den Bannkreis derer gezogen, die die himmlische Seligkeit versprechen. Jeder täte gut daran, zu prüfen, ob die „Gläubigmacher“, die Priester, das halten, was sie ihren „Untertanen“ im Sinne der „Weißmalerei“ verkaufen.
Leider lassen immer noch viele Menschen andere für sich denken und Entscheidungen treffen. Wer über sich selbst und über sein Tun nicht nachdenkt, also sein Verhalten nicht hinterfragt und sich selbst über seine Verhaltensweisen keine Rechenschaft gibt, wird auch sein personifiziertes Ich weder messen noch abwägen. Solche Menschen werden von institutionellen Denkern einverleibt, wie z.B. von der Priesterkaste, die sie dann zu ihren Nachfolgern macht und deren Schicksal sie dann zu teilen haben. Siehe Johannes-Offenbarung im letzten Teil der Bibel, wo, aktueller denn je, die eindringliche Mahnung zu lesen ist: „Gehet hinaus aus ihr, mein Volk, daß ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen.“
Weil sich viele Menschen in institutionelle Denkschablonen pressen ließen und lassen, entwickelte sich über Jahrhunderte das kirchlich-institutionelle Machtmonopol, das aufgrund des vorgetäuschten Bezugs zu Jesus von seinen Gläubigen sanktioniert wird, die sodann die entsprechenden kirchlichen Vertreter wählen. Diese nennen sich heute Priester, Pfarrer, Bischöfe, Kardinäle und, um der unglaublichen Anmaßung zusätzlich kosmisches Gewicht zu verleihen, „Heiliger Vater“.
Angeblich stellvertretend für den einen Ewigen, Heiligen, Gott, „vergeben“ diese Selbsternannten seit fast 2000 Jahren die Sünden der Gläubigen, erteilen „Gottes Segen“ mancherlei Art und in vielfältigen Angelegenheiten; ihnen wurde angeblich die Macht verliehen, den Weg zum Himmel entweder zu öffnen oder aber zu verschließen, ebenso andere Menschen in Acht und Bann zu werfen, sie also für „vogelfrei“ erklären zu lassen, so daß es als gottgefällige Tat zu gelten hatte, die Geächteten hinzumorden – und was der üblen Machenschaften, Verdrehungen und Gotteslästerungen mehr sind. Man gründete theologische Fakultäten, wo Menschen die Eingaben Gottes durch erleuchtete Männer und Frauen studieren, ihre eigenen Vorstellungen einfließen lassen und Gottes Wort zweckdienlich so stutzen, zurechtbiegen und verklausulieren, daß die Aussage in die institutionelle Glaubensfassung paßt.
Die Theologen von heute sind immer noch der Ansicht, sie müßten den All-Einen, den Logos, den ewigen Geist, verbessern. Deshalb haben sie bis heute die ewige Wahrheit nach ihrem theologischen Maßstab buchstäblich zugerichtet. Sie haben Gottes Wort theo-log-isiert (theologisiert) und kata-log-isiert (katalogisiert). Das Resultat heißt Bibel, an der sie seit der Zeit Hieronymus immer noch herumschnipseln. Außerdem schufen sie Zeremonien, Riten, Dogmen und Kulte, die Zuchtrute für ihre Gläubigen, für jene also, die sich zu dem theologischen Religionsregime bekennen.
Wie Sie gemerkt haben, bin ich keine Theologin, die Ihnen das Wissen theologischer Fakultäten überstülpen wird. Ich bin für die Freiheit und somit ein Freiheitsdenker. Ich denke und überlege und treffe für mich meine Entscheidung.
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