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Die Fehlentscheidung in Konstantinopel
und ihre verheerenden Auswirkungen.
Ein leider eminent und
nachhaltig wirksamer Schachzug der Finsternis



Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang einige Fakten wiederholen, die schon im vierten Gabriele-Brief zu lesen waren und sind: „Im Jahre 553 wurde in Konstantinopel durch Mehrheitsbeschluß verurteilt, was der frühchristliche Lehrer Origenes lehrte: daß die Seelen der Menschen vor ihrer leiblichen Geburt als Geistwesen existierten und daß das Fallgeschehen sie in die Körperlichkeit führte; gleichzeitig wurde der Glaube verurteilt, daß eines Tages alle Seelen und Menschen zu Gott zurückkehren würden; an seine Stelle setzte das Konzil die Lehre von der ewigen Verdammnis.
Menschen also haben auf jenem Konzil die Lehre des Jesus von Nazareth verworfen: die Botschaft von einem liebenden Vater-Gott, der niemanden verdammt, geschweige denn ewig, sondern alle Seelen und Menschen zurückführt – mit Hilfe der Erlöserkraft des Christus Gottes, die wirksam wird durch die Befolgung Seiner Lehre. Verworfen wurde das Wissen um die Vorexistenz der Seele, eine der Grundlagen der Lehre von der Reinkarnation, die auch Jesus von Nazareth lehrte, wie aus mehreren frühchristlichen Schriften hervorgeht. Es ist die Lehre, die in engem Zusammenhang steht mit dem Gesetz von Saat und Ernte. Die Wiederverkörperungslehre läßt uns Menschen verstehen, warum die Menschen im Abendland so geworden sind, wie sie sich heute darstellen. Menschen, die die Botschaft Gottes nicht begreifen konnten oder nicht begreifen wollten – weil ihre Interessen nicht darauf gerichtet waren, Gottes Willen zu erfüllen –, haben die Lehren aus dem Reich Gottes entstellt und verändert. Die großen Weisheiten der Überbringer der Botschaft aus den Himmeln wurden von Selbstbeweihräucherern in das enge Rohr der Unbegreiflichkeit gezwängt.
 
Die Gottesbotschaft wurde im Laufe der Jahrhunderte immer mehr und mehr vermenschlicht und letztlich den Wünschen und Ambitionen der veräußerlichten Religionsführer angepaßt. Diese haben das Gottesbild und die Gesetze Gottes, auch das Reinkarnationsgesetz, ‚Was du heute säst, wirst du morgen oder in einer weiteren Inkarnation ernten’, so gestutzt und zugerichtet, wie es eben die Religionsführer wollten. Weil die verwässerte Lehre der Amtskirchen immer unstimmiger, in sich widersprüchlicher wurde, legten die kirchlich ‚Würdigen’ das Mäntelchen ‚Gottes Geheimnisse’ darüber.
Hätten sich im Jahr 553 beim Konzil in Konstantinopel nur einige wenige der geistig Bewußtlosen anders entschieden, so wäre das ‚Geheimnis’ gelüftet, und im Abendland wüßten die Menschen von der Existenz der menschlichen Seele vor ihrer körperlichen Einverleibung und damit über die Grundlagen der Lehre von der Reinkarnation Bescheid.
Dieser unselige Beschluß raubte vielen Menschen das Wissen um den Sinn und Zweck ihres Erdenlebens. Sie kannten die Zusammenhänge ihres Schicksals nicht mehr, wußten nicht, daß die Bedingungen für die Eingeburt der Seele in andere Welten, also in das Jenseits, von dem Verhalten des Menschen in seinem Erdenleben abhängen, je nachdem, was der Mensch gedacht, gesprochen und getan hat, und sie wußten nicht, daß die Wiederkunft der Seele als Mensch dazu genutzt werden sollte, um wiedergutzumachen, was der Mensch in Vorinkarnationen verursacht hat.“
Im Gabriele-Brief Nr. 4 ist auf den Seiten 16-18 auch über die verheerenden Auswirkungen jener Fehlentscheidung nachzulesen, die in ihren Dimensionen kaum noch zu überblicken sind.
 
Vielleicht fragt sich so mancher Leser, weshalb ich immer wieder von „Saat und Ernte“ = „Ursache und Wirkung“ und von der Reinkarnation spreche und das dazu im Gabriele-Brief Nr. 4 Gesagte jetzt hier wiederhole. Tatsächlich ist es mir ein besonderes Herzensanliegen, daß meine Brüder und Schwestern in aller Welt von dieser kausalen Gesetzmäßigkeit erfahren, denn diese ist der Schlüssel, um vieles zu verstehen und richtig einzuordnen, was in dieser Welt geschieht, aber auch, um dem eigenen Schicksal wirkungsvoll zu begegnen.
Wie viele Menschen stehen oftmals fassungslos da, wenn ein Unglück sie trifft; verzweifelt versuchen sie alles, um das Übel abzuwenden, zu fliehen, sich ihm zu entziehen. (Lassen wir hier einmal außer Betracht, daß es bei vielen Menschen meist zu der naheliegenden Reaktion kommt, den Schuldigen für die fatale Lage im „anderen“ zu suchen. Wer das Kausalgesetz nicht kennt – wie kann er es besser wissen!) Merkt der Mensch dann, daß er vor seinem Schicksal nicht davonlaufen kann, ja daß ihm die Wirkung praktisch „nachläuft“, so fühlt er sich noch hilfloser, gleichsam einer unbekannten bösen Macht ausgeliefert – und schließlich resigniert er. Fatalistisch sagt er dann: „Ich werde vom Unglück verfolgt.“ Und er ringt die Hände: „Ach, wenn ich doch nur etwas tun könnte!“
 
Liebe Mitmenschen, es wäre wünschenswert, daß die Kenntnis des Kausalgesetzes sich mehr verbreiten würde, das allein Aufschluß geben kann, warum es so ist, wie es derzeit für den Einzelnen ist. Nur das Wissen um die Gesetzmäßigkeit von „Saat und Ernte“ verschafft dem Menschen die Möglichkeit, den Kreislauf des Negativen zu durchbrechen, der ihn wie ein Strudel mitreißen und unter Umständen tiefer in den Abgrund ziehen kann. Das Wissen um das Warum und Wieso ist die Basis, ja die notwendige Voraussetzung für jedwede Selbsterkenntnis. Und nur über die Selbsterkenntnis kann der Einzelne – durch die Kraft und mit der Hilfe des Christus – frei werden.
Was und wer hat uns Menschen in diese desolate Lage, in diese scheinbare Hilflosigkeit und Ohnmacht gebracht?
Liebe Mitmenschen, liebe Freunde, lassen Sie sich nichts weismachen! Sie sind nicht hilflos, nicht ohnmächtig einer dunklen Macht des Unglücks ausgeliefert! Sie können etwas tun, und zwar sofort, um in Ihrem Leben eine Wende zum Positiven einzuleiten und die Weichen für Ihr Schicksal neu zu stellen. Sie allein haben es in der Hand.
Es war ein ganz bewußter, hinterhältiger und leider eminent und nachhaltig wirksamer Schachzug der Gegenspieler Gottes, der Finsternis, das Wissen um das Kausalgesetz, das auch die Reinkarnation beinhaltet – ein Fallgesetz, das dennoch in Gottes große Gerechtigkeit eingebettet ist –, im Bewußtsein der abendländischen Menschen auszumerzen. Mit einem Schlage entzog sie auf diese Weise sehr vielen Menschen quasi die Kompetenz über ihr eigenes Leben. Gleichsam blind und taub, wie entmündigt, waren fortan die gefügigen Kirchenschafe angewiesen auf „Führer“, die ihnen sagten, wo es längs ginge und wie sie es zu halten hätten. Was sich daraus entwickelte, zeigt sich jetzt in seinem vollen, schrecklichen Ausmaß.

 

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