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  Die ganze Bibel ist voller Widersprüche. Hat Hieronymus diese bewußt im Text belassen, um wachen Menschen zu ermöglichen, die kirchlichen Manipulationen zu erkennen?

Das ganze Alte Testament gibt Zeugnis von einem mörderischen, grausamen „Gott“. Warum ist der Gott, den Jesus, der Christus, lehrte und lehrt, nicht der „Gott“ des Alten Testamentes? Da Gott unwandelbar ist, so muß die Priesterkaste – die wie üblich ihre Hand im Spiel gehabt hat – ihr grausames Götzentum dem einen Gott der Gottes- und Nächstenliebe untergeschoben haben, der die Einheit und Freiheit ist, und ebenso dem Propheten Mose. Bis in die heutige Zeit ist die Priesterkaste am Werk, wenn es darum geht, die Gebote Gottes und die Lehren des Jesus, des Christus, zu verändern, zu entkräften oder sie zu ignorieren. Die Götter, die Götzen der vergangenen Zeit waren Götter des Totschlags und zugleich Mörder. Die kirchlichen Götter der heutigen Zeit befürworten den Tod.
Denken Sie mit, und überlegen Sie: Die gesamte Bibel ist voller Widersprüche. Zum einen lehrt der sogenannte „Gott“ des Alten Testamentes: Tod über unzählige Menschen, Tod über die Tierwelt. Einige Seiten weiter spricht der Gott des Alten Testamentes durch den Propheten Hosea: „Ihr Opferschlachten und Fleischfressen ist mir ein Greuel, und der Herr hat keinen Gefallen daran, sondern wird ihrer Missetaten gedenken und sie für ihre Missetaten heimsuchen.“
Bei Jesaja steht: „Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als einer, der einen Menschen erschlüge; wer ein Schaf opfert, ist als der einem Hund den Hals bräche; wer Speiseopfer bringt, ist als der Saublut opfert; wer Weihrauch anzündet, ist als der das Unrecht lobt. Solches erwählen sie in ihren Wegen, und ihre Seele hat Gefallen an ihren Greueln.“
Wem glauben Sie mehr? Gott durch Seine Propheten oder der Priesterkaste? Für die Widersprüche in der Bibel haben die Institutionen Kirche eben den vielzitierten Ausspruch „Credo quia absurdum“, den nach Belieben einsetzbaren „Joker“ der „Geheimnisse Gottes“ u.a.m. Somit wurden die Widersprüche in der Bibel zum Glauben erhoben.
Machen wir uns bewußt: Die Bibel ist eine Auswahl aus unzähligen apokryphen Schriften, in die, das ist wissenschaftlich hinlänglich bekannt, an zahllosen Stellen viele Überarbeiter ihr Bewußtsein hineininterpretiert haben.
Hieronymus erhielt um das Jahr 370 vom damaligen Papst Damasus den Auftrag, das entsprechende Schrifttum zu bearbeiten und die ganzen Bibeltexte in lateinischer Sprache zu vereinheitlichen. In einem Brief an Damasus weist Hieronymus darauf hin, welch ein schier unmögliches Unterfangen es sei, eine Bibel niederschreiben zu wollen, die den richtigen Text widergäbe, da die über die ganze Welt verstreuten verschiedenen Abschriften des Urtextes alle voneinander abwichen. Hieronymus beklagt sich, über die unterschiedlichen Versionen entscheiden zu müssen. Wenn er nun eine neue Bibel herausgäbe, so würde sie von den bisherigen Textfassungen abweichen. Infolgedessen werde man ihn einen gotteslästerlichen Fälscher nennen, weil er Worte und Sätze geändert, hier etwas ausgelassen, dort etwas hinzugesetzt oder sonstige Verbesserungen vorgenommen habe. Wörtlich schrieb Hieronymus an den Papst:
„Du zwingst mich, ein neues Werk aus einem alten zu schaffen ... Wird sich auch nur einer finden ..., der mich nicht ... lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges ... zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern?“ Und weiter: „Selbst diejenigen, die mich als gotteslästerlichen Fälscher schmähen, müssen zugeben, daß dort nicht mehr von ‚Wahrheit’ die Rede sein kann, wo das, was die Wahrheit sein soll, voneinander abweicht.“
Lesen wir, was Hieronymus an den damaligen Papst schrieb, so liegt die Vermutung nahe, daß er bei den Zusammenstellungen von Aussagen, den Abänderungen und „Verbesserungen“, die er vornehmen mußte, ein schlechtes Gewissen bekam. Vielleicht waren ihm die vielen Widersprüche, die er in den Bibeltexten vorfand, gerade recht; und auch die für den Papst und für die Kirche unangenehmen Wahrheiten, die dort noch zu lesen waren, so daß er diese bewußt nicht antastete. Und warum? Damit eventuell jene, die künftig mit Verstand und Herz lesen würden, die noch vorhandenen Wahrheiten und auch die Widersprüche finden, was ihnen ermöglicht, die kirchlichen Manipulationen zu erkennen?
Liebe Freunde, haben nicht auch Sie sich schon gewundert, daß ausgerechnet jene Passagen der Bibel, die ein besonderes Geschenk der Himmel für uns Menschen sind, die auch sehr viele als zentral, wesentlich und notwendig zur positiven Bewältigung des Erdenlebens erkennen und schätzen, die Zehn Gebote Gottes und die Bergpredigt Jesu, durch die Jahrtausende weitgehend unverfälscht erhalten blieben?
Dies haben wir vermutlich Hieronymus zu verdanken. Es ist anzunehmen, daß dieser große Kenner von Gottes Wort den hohen Wert dieser fundamentalen Lehraussagen erkannt und darum in seiner Bibelfassung belassen hat. – Daß kirchlicherseits vor etlichen Jahren auch der Wortlaut eines Gottesgebotes sinnentstellend abgeändert wurde, hat schließlich nicht Hieronymus zu verantworten.
Die vielen Widersprüche in der Bibel zeigen, daß in die Wahrheit, die Gott ist, verfälschend eingegriffen wurde; sie lassen den wachen Menschen erkennen, daß die Institutionen Kirche nicht von Gott sind, denn sie lehren und handeln gegen die Gebote Gottes und gegen die Lehren des Jesus, des Christus.
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