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  Die Unfreiheit des Menschen entwickelt sich auch durch das trennende Denken „Der andere ist schuld!“ Mit unseren Aktionen gegen den Nächsten befinden wir uns im Lager des Gegenspielers Gottes, im „Trenne, binde und herrsc

Immer wieder wird die Frage gestellt: Warum gab uns Gott die Freiheit, die doch vielen Menschen zum Verhängnis wird?
Liebe Leser, denken Sie mit! Was würden Sie sagen, wenn Ihnen Ihre Eltern ihr ganzes Vermögen überschrieben, also bei Lebzeiten übergeben haben und notariell festgelegt ist, daß Ihre Eltern keinerlei Mitspracherecht mehr haben, daß Sie der Alleinbefugte sind. Trotz dieser Festlegung setzen Ihre Eltern alles daran, Ihre Entscheidungen zu torpedieren. Sie verlangen sogar, daß Sie alle wichtigen Entscheidungen mit ihnen besprechen. Am Ende solcher Gespräche bestimmen dann Ihre Eltern, wie es gehandhabt wird. Was sagen Sie dazu, und wie würden Sie sich verhalten?
Gott ist nicht wankelmütig, nicht inkonsequent. Sein Gesetz, das Er selbst ist, ist absolut. Gott gab den Kindern Gottes, Seinen Söhnen und Töchtern, zu denen auch unser ewiger geistiger Leib gehört – der, solange wir Menschen sind, im Urgrund unserer Seele angesiedelt ist –, die reine Schöpfung, die Unendlichkeit, als uneingeschränktes Erbe. Auch die feine Struktur in der Materie gehört zum großen Ganzen, denn Gott ist Einheit. Die göttlichen Wesen im ewigen Sein, im Reich Gottes, erfüllen das Gesetz der Liebe und Einheit, das Freiheit ist.
Jedes göttliche Wesen hat das himmlische Erbe frei angenommen. Wie gesagt, tragen auch wir Menschen das göttliche Erbe in uns. Wenn wir jetzt auch Menschen sind, wird uns Gott nicht gängeln. Er wird den Menschen auch dann nicht die Freiheit nehmen, wenn sie gegen das göttliche Gesetz, ihr ewiges Erbe, verstoßen und der kirchlichen Institution, der sie angehören, ihre Freiheit geopfert haben. Gott gab der Menschheit durch Mose die Zehn Gebote und durch Jesus die Lehren der Bergpredigt. Diese Gesetzmäßigkeiten sind richtungsweisend, um Gottes Willen zu erkennen. Auf diesem Weg sollten wir unser göttliches Erbe als geistige Talente entfalten, auf daß wir sie im Zeitlichen als Menschen anwenden zum Wohle aller.
Immer wieder hören wir von Menschen, daß sie sich gleichsam an einem Gängelband fühlen, welches sie in ihren Sorgen, Nöten, Krankheiten, ihrem Streit mit dem Partner und weiterem mehr sehen und als Unfreiheit bezeichnen. Die eigentliche Unfreiheit beginnt durch das Opfer der Freiheit an die Religion, der der Einzelne angehört. Weitere Unfreiheit entwickelt sich auch in unserer Gedankenwelt, die besagt: „Der andere ist schuld.“ Man blickt scheel auf den Nachbarn, weil dieser eine größere Wohnung hat oder ein größeres Auto, oder man pflegt buchstäblich die Feindschaft mit dem Arbeitskollegen, der Arbeitskollegin oder dem „Freund“ oder der „Freundin“. Das alles sind Bindungen. Daraus entwickelt sich mehr und mehr die Unfreiheit, die zur Trennung, zur Abgrenzung, also zur Uneinheit führt, gemäß dem luziferischen Fallgedanken „Trenne, binde und herrsche“.
Was sagte Jesus?: „Was du willst, daß dir andere tun, das tue du ihnen zuerst.“ Oder: „Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu.“ – Und was sagen hierzu die Gebote Gottes? So wir anderen die Schuld an unserem Leid geben, sagt uns das achte Gebot Gottes: „Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ Und in der Bergpredigt sagte Jesus: „Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch, die ihr hört: Liebet eure Feinde. Tut Gutes denen, die euch hassen.“ Wenn wir nun beharrlich darauf pochen, daß andere an unserem Leid, an unserem schweren Schicksal schuld sind, so sollten wir die Worte Jesu in der Bergpredigt achten. Er sagte zu uns Menschen: „Denn so ihr Menschen ihre Schuld vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. So ihr aber den Menschen ihre Schuld nicht vergebt, so wird euch euer Vater im Himmel eure Schuld auch nicht vergeben.“ – Er kann sie nicht vergeben, denn wir haben den freien Willen. Außer wir haben uns einzig gegen Gott versündigt.
Jesus sagte auch zu den Menschen, die anderen die Schuld an ihrem Leid geben: „Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch wieder gemessen werden. Und wie ihr anderen tut, so wird euch getan werden.“ Alle diese Aussagen des Jesus, des Christus, in Seiner Bergpredigt sprechen klar und unmißverständlich das Fallgesetz an, das Gesetz von Ursache und Wirkung, von Saat und Ernte.
Aktionen gegen unseren Nächsten, Sünden also, signalisieren Trennung aus der Einheit:
Lügen verbreiten über andere z.B. ist Betreiben von Trennung. Unversöhnlichkeit ist Aufrechterhalten von Trennung. Die Anklage, der Vorwurf „du bist schuld“ ist trennendes Denken. Richten ist Trennen, Abspalten aus der Einheit. Damit befinden wir uns im Lager des Gegenspielers Gottes, im „Trenne, binde und herrsche“. Jede Sünde ist Trennung; Sünde ist zugleich Bindung. Erkennen und erfassen wir das nicht, und kehren wir nicht um, dann werden wir auch beherrscht werden von jenen Kräften, die gegen Gottes Gesetz, gegen die Freiheit, gegen Liebe und Einheit, sind.
Haben wir schon einmal darüber nachgedacht, daß das, was wir anderen antun, auf uns zurückkommen könnte? Wie oft benachteiligen wir andere, weil wir sie nicht mögen? Oder wir verbreiten Lügen über andere und geben somit falsches Zeugnis wider unseren Nächsten. Oder wir manipulieren und beeinflussen andere – beschneiden somit ihre Freiheit – und bringen sie unter Umständen dadurch von ihrem Lebensweg ab.
Wir sollten uns auch bewußt machen, daß unsere Gedanken ebenfalls reale Kräfte sind, die möglicherweise in unseren Nächsten manches auslösen, für das dann wir verantwortlich sind. Vor allem werden unsere gedanklich geschaffenen Negativenergien eines Tages auf uns selbst Einfluß nehmen, eventuell über ähnlich geartete Mitmenschen oder über das, was wir Schicksal nennen.
Vergegenwärtigen wir uns, wie wichtig und wertvoll für das klare Erkennen unseres Unguten ein intaktes Gewissen ist, das uns rechtzeitig mahnt und die positive Kurskorrektur möglich macht. Wir halten unser Gewissen lebendig durch konsequentes Hinterfragen unserer Lebensäußerungen, unserer Gedanken, Worte und Handlungen. Spüren und fühlen wir in die Situation unserer Nächsten und Übernächsten, der Tiere, hinein, so werden die Reaktionen unseres Gewissens feiner und differenzierter. Wir werden sensitiver und werden auch empfänglicher für die Hinweise unseres Schutzgeistes.
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