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  Hundeschlächter in Sofia anlässlich des Papstbesuches. „Ich schäme mich, eine Katholikin zu sein, und werde aus der verlogenen Kirche austreten.“ “... dann ist es eine Schande, katholisch zu sein.“

Mit den Lehrmeinungen der Kirche scheint es auch in Übereinstimmung zu stehen, daß aus Anlaß des zu erwartenden Papstbesuches in Sofia unzählige frei herumlaufende Hunde umgebracht wurden. „Bild am Sonntag“ vom 5.5.2002 berichtete darüber:
„Hundeschlächter jagen durch Bulgariens Hauptstadt Sofia, fangen die Tiere von der Straße weg, laden sie auf Lkw und transportieren sie in ein Lager in Lozenec. Dort vegetieren die Hunde in verdreckten, engen Zwingern oft eine Woche lang ohne Futter und Wasser vor sich hin, bevor sie jeweils donnerstags mit Knüppeln erschlagen oder per Alkohol oder Luftspritze ins Herz getötet werden. ... Um die Tötungsaktion zu verhindern, hat sich jetzt auch der Deutsche Tierschutzbund an den Papst gewandt. Präsident Wolfgang Apel schrieb einen Bittbrief an ‚Seine Heiligkeit um Unterstützung’ – bisher ohne Resonanz. Eine Antwort aus Rom ist ausgeblieben. ... Alle Proteste von Tierschützern in Sofia waren bisher ebenfalls vergebens. ‚Wir haben in dieser Stadt mit deutschen Spendengeldern viel für die Hunde getan. Wir haben eine Klinik für Straßenhunde gebaut’, berichtet Renate Bergander von der Organisation ‚Tierhilfe Süden’ in München. ‚Mit Hilfe der Spenden wurden die Hunde von Tierärzten medizinisch versorgt und kastriert, um das Streunerproblem einzudämmen. Auch diese Tiere werden jetzt getötet.’
Sofias Bürgermeister Stefan Sofianski hat extra eine Firma mit acht Einsatzfahrzeugen beauftragt, die Hunde zu fangen. ‚Dabei gehen die Fänger mit großer Brutalität gegen die Tiere vor – und oft sogar ohne Rücksicht auf die Besitzer. Sie jagen sogar Kindern ihre Hunde ab! Der Grund: Pro Tier zahlt die Stadtverwaltung den Männern umgerechnet zwei Euro. Das ist in Bulgarien viel Geld’ ...
In den Zwingern des Lagers in Lozenec spielen sich furchtbare Szenen ab: Kranke, alte oder schwer verletzte Hunde kauern ängstlich und dicht gedrängt in den Zwingern. ‚Sie zittern und jaulen vor Todesangst’, berichten Tierschützer.
Draußen vor dem Lagertor stehen oft die Besitzer, um nach ihren verschwundenen Hunden zu suchen. ‚Aber der Zutritt ist für jeden verboten’. ... Bewaffnete Polizisten bewachen die Anlage. ‚Wir sind verzweifelt’, sagt die Tierschützerin. ‘Das Sterben geht weiter – damit die Straßen Sofias hundefrei sind, wenn der Heilige Vater kommt.’“
Hier möchte ich Sie, liebe Leser, an das Bibelwort erinnern: „Was der Mensch sät, wird er ernten“, aus dem sinngemäß abgeleitet werden kann: Wie ihr anderen tut, so wird euch getan werden.
Warum das Töten der Hunde? Weil unter Umständen ihre Exkremente die Straßen verunreinigen, ja beschmutzen, die der Papst benützt, um die Huldigungen seiner Untertanen, der Menschen, in Empfang zu nehmen? Oder weil die Tiere dem selbsternannten „Heiligen Vater“ nicht zujubeln? Ich denke, was ist schlimmer: Die Exkremente der Tiere oder die miserablen Gedanken, die jene Menschen pflegen, die den Tiermord bejahen und dem Selbsternannten Beifall zollen? Ich frage: Wofür? Für was?
Eine Woche später brachte die Zeitung Reaktionen ihrer Leserschaft, z.B.:
„Desinteresse
Wenn man bedenkt, daß dieser ‚Heilige Vater’ überall, wo er hinfliegt, die Besuchsländer einen Batzen Geld kostet, das besser angelegt wäre, wenn man es dort der hungernden Bevölkerung geben würde, und er trotzdem seine Reisen nicht absagt, dann sollte selbst der Dümmste wissen, daß er sich für die armen Kreaturen schon gar nicht interessiert.“
„Eine Schande
Ich finde, es ist eine große Schande, was Ihre Heiligkeit den Hunden in Sofia an Leid zufügt.“
„Kein Recht zu töten
Mit welchem Recht wurden die Hunde getötet? Hat der Mensch vergessen, daß auch die Tiere Lebewesen der Schöpfung sind? Dies ist wirklich ein Grund, aus der Kirche auszutreten.“
„Geschöpfe Gottes
Der Vatikan hat die Pflicht, hier einzuschreiten. Schließlich lehrt die Kirche doch Frieden und Nächstenliebe. Auch die Tiere sind unsere Nächsten. Der Papst ist Gottes Stellvertreter auf Erden, und Gott liebt auch die Tiere, schließlich sind sie seine Geschöpfe.“
„Verlogene Kirche
Ich schäme mich, eine Katholikin zu sein, und werde – wie viele andere auch – aus der verlogenen Kirche austreten.“
„Eine Schande
... Wenn der Papst so etwas toleriert und keine Antwort gibt, dann ist er nicht der ‚Heilige Vater’, sondern ein Mittäter. Ich bin Katholikin, aber wenn so etwas vom Papst geduldet wird, muß ich aus der Kirche austreten. Dann ist es nämlich eine Schande, katholisch zu sein.“
Dem ist nichts hinzuzufügen, außer der erneute Hinweis auf die Johannes-Apokalypse mit der Empfehlung: „Geht hinaus aus ihr, mein Volk, daß ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen.“
Immer mehr „Schafe“ begreifen das, denn die Kirche zeigt mehr und mehr ihr wahres Gesicht. Sie entlarvt sich.
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