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Demonstration in Darmstadt



Am 28. Juli 2007 kamen ca. 270 Tierfreunde aus Italien, Spanien, USA, Frankreich, Schweiz, Österreich und natürlich aus Deutschland nach Darmstadt, um den Tieren eine Stimme zu geben.
Um 12.30 Uhr war Treffpunkt auf dem Luisenplatz–Südwestecke. Von dort ging der Demozug durch die Innenstadt über die Wilhelminenstr., Adelungstr., Grafenstr., Elisabethenstr., Ludwigstr., Marktplatz, Obere Rheinstr., Luisenstr., Elisabethenstr., und Wilhelminenstr. Die Abschlusskundgebung fand ebenfalls auf dem Luisenplatz-Südwestecke statt.

Mit 3 Lautsprecherwägen zogen die Tierfreunde durch die Innenstadt: „Menschen, esst kein Fleisch! Weg mit den Tierghetto-Wärtern! Nieder mit den Schlachthöfen!“. Da die Innenstadt in Darmstadt recht eng ist, haben Passanten und Café-Besucher den Demonstrationszug hautnah miterlebt. Ladenbesitzer kamen aus ihren Geschäften und hörten sich die Spots aus dem Lautsprecherwagen an. Die Spots wurden jeweils mit Live-Beiträgen von Tierfreunden abgewechselt, z.B., daß man sich doch die Bilder auf den Plakaten einmal ansehen soll! Die Tierfreunde appellierten an die Darmstädter Bevölkerung: „Menschen, die ein Herz für die Tiere haben, essen kein Fleisch!“ Sie klärten auch darüber auf, daß kein Mensch hungern müsste, kein Mensch verdursten müsste, wenn die Menschen aufhören würden, Fleisch zu essen. Die zahlreichen Menschen in der Fußgängerzone erfuhren auch, daß Fleisch krank macht, z.B. Diabetes begünstigt, Herzinfarkte, Arteriosklersose ...

Tierfreunde, die die Demonstration unterstützen, schrieben uns: Wir Demonstranten aus Freiburg und Offenburg zogen im Zug auf der Rückfahrt Bilanz und kamen überein: Es war ein guter Tag. Der Regen hat uns nicht viel ausgemacht. Wir hatten entsprechende Kleidung dabei. Am meisten beeindruckt hat uns der „zufällige“ Stopp vor der „Nordsee“ mit dem richtigen Text über den Todeskampf der Fische: „Auch wir Fische sind fühlende Lebewesen. Mittlerweile haben sogar britische Wissenschaftler nachgewiesen, daß wir Fische ähnlich wie ihr Menschen Schmerz und Stress fühlen und eine enorme soziale Kompetenz haben. Trotzdem seht ihr Menschen in uns Fischen nur die Eiweißquelle und erfasst deshalb nur unser Gewicht ...“ Es gab ganz schön betretene Gesichter in der Schlange vor der Heringsbrötchen-Ausgabe. Wir sind auch in Zukunft immer wieder dabei.

Bei der Abschlusskundgebung sprach die Tierärztin Ina Lautenschläger über die grausamen Verhältnisse in den Schlachthöfen, und die Qualen der Tiere, welche oft noch bei Bewusstsein sind, wenn sie aufgeschnitten werden...

Der Arzt Dr. Arno Schneider sprach über die Folgen des Klimawandels durch den Fleischkonsum: Die Massentierhaltung gehört zu den Hauptverursachern der Treibhausgase, des Artensterbens, der Rodung der Regenwälder im Amazonasgebiet, um nur einige Aspekte zu nennen, welche in der Abschlusskundgebung zur Sprache kamen.

Zum Abschluss der Abschlusskundgebung hörten wir noch einen ergreifenden Appell aus der demokratischen Republik Kongo, aus dem Osten des Landes, wo noch Krieg herrscht:
Wie soll eine Welt des Friedens entstehen, wenn wir es nicht mal verstehen, das das Stück Fleisch auf unserem Teller uns nicht nur am Tiermord mitschuldig werden läßt, sondern aus uns sogar ein Monster macht, gegenüber anderen und vor allem gegenüber den Tieren, den Fischen, den Vögeln und andern Tierarten? Es soll uns bewusst werden: In einem Land, wo die Tiere weiter vor Angst schreien vor einem grausamen Tod in den Schlachthäusern durch das Messer oder durch einen Schuss, den der Mensch abgibt – in einem solchen Land wird der Krieg nie aufhören.

Daniel Zopfi von der Gabriele-Stiftung berichtete, wie die Tiere auf dem Friedensland leben, wie jedes Tier seinen eigenen Charakter hat – und somit auch seinen eigenen Namen.

Natürlich gab es für alle wieder vegan-vegetarische Hamburger! Reges Interesse fand auch der Info-Tisch, wo man gratis Informationen zum Thema Tiere mitnehmen konnte, z.B. Plakate, Postkarten, Broschüren, Buttons ...

 

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