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Demobericht Frankfurt



Am 22.10.2005 fand die erste Demonstration unter dem Motto „Menschen, esst kein Fleisch! Weg mit den Tierghetto-Wärtern! Nieder mit den Schlachthöfen!“ in Frankfurt statt.
Pünktlich um 11.00 Uhr startete nicht nur der Demonstrationszug an der Alten Oper, sondern auch der leichte Regen hörte auf, sodass die 400 bis 500 Tierschützer (Angabe der Polizei), die aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar aus Italien extra dazu angereist waren, bei trockenem Wetter die vielen Plakate, Banderolen und Großflächenplakate auf ihrem Demozug mitführen konnten.
Während sich der einstündige Demonstrationszug über die Fressgasse, Hauptwache, Zeil, Konstablerwache, Kurt-Schuhmacher-Str., Berliner Str., und Neue Kräme den Weg zur Abschlusskundgebung am

Römer bahnte, wurde mit sonorer Stimme über zwei Lautsprecherwagen das Motto der Demonstration verkündet. Einmal hieß es z.B. „Menschen, esst kein Fleisch! Denn: Fleischessen ist grausam! Fleischessen macht krank! Fleischessen führt zu Umweltschäden! Fleischessen verursacht globales Leid!“
Dann folgte der entsetzliche Schmerzensschrei einer Kuh und danach die grauenhaften Geräusche einer Schlachtung. Im Anschluss ertönte aus dem Lautsprecher, wofür wir

eintreten: „Verbot des mutwilligen Tier-Tötens; Verbot der Nutztierhaltung und Tierausbeutung; Verbot der Fleischwerbung und Einstufung von Fleisch als Genussmittel, wie Alkohol und Nikotin; Anpassung der Krankenkassenbeiträge für Fleischesser; Verbot von Gülle auf den Feldern; Tierschutzunterricht in Schulen.“ Darauf erging die Einladung an die Passanten: „Demonstrieren Sie mit, und schließen Sie sich unserem Demonstrationszug an!“ Dieser Aufforderung folgten spontan einige der Passanten, andere waren wie erstarrt von dem, was durch die Lautsprecher zu hören war.

Ein anderes Mal erklang aus dem Lautsprecher die Aufforderung: „Weg mit den Tierghetto-Wärtern! In Deutschland leben 82,5 Millionen Menschen, demgegenüber wurden über 166 Millionen Nutztiere, also mehr als doppelt so viele, vom Statistischen Bundesamt erfasst, von denen fast alle ein qualvolles Dasein in den Tierghetto-Betrieben fristen.“ Wieder folgten die Schlachtgeräusche, unsere Forderungen und der Aufruf, mitzudemonstrieren.

Auch einen dritten Spot gab es, der mit den Worten begann: „Nieder mit den Schlachthöfen! Knapp 500 Millionen Tiere werden in Deutschland pro Jahr von den Gesellen des Todes, den Metzgern, und den Lusttötern, den Jägern, mutwillig getötet, um als Kadaver auf den Tellern der Menschen zu landen. Das sind ca. 6 Tiere, die ein Fleischesser pro Jahr auf dem Gewissen hat. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 75 Jahren sterben für einen einzigen Kadaveresser 450 Tiere.“

Angekommen am Römer, trafen die Demonstranten auf dort bereits aufgestellte und rege besuchte Informationsstände, an denen man sich mit Infomaterialien wie der Broschüre „Esst kein Fleisch! Warum?“ eindecken und auch durch seine Unterschrift den deutschen Bundestag dazu auffordern konnte, entsprechende Gesetze zu erlassen. Für alle Teilnehmer und Passanten stand am Römer auch die „Suppenküche“ bereit, die kostenlos vegane Hokkaidosuppe ausgab.

Doch das, was in der Abschlusskundgebung von den Sprechern verkündet wurde, verschlug so manchem den Appetit. Eine knappe Darstellung der Umweltschäden und des globalen Leides, das durch das Fleischessen verursacht wird, war der Auftakt zu Schilderungen über die grausame Tierhaltung in den Tierghettobetrieben. Auch die von den Gesellen des Todes durchgeführte Schlachtung wurde nicht verschwiegen; die Zuschauer wurden über Plakate mit der grauenhaften Realität konfrontiert.

 

Als Experte für die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen des Fleischkonsums berichtete ein Arzt, was viele Passanten zum Stehenbleiben bewog. Doch auch von der Alternative erfuhren die Zuhörer: Wie vor dem Schlächter bewahrte Tiere auf dem friedvollen Land der Gabriele-Stiftung angstfrei und in Würde leben können.

Gegen 13.00 Uhr – bevor der Regen wieder einsetzte – wurde, wie geplant, die Abschlusskundgebung beendet mit dem Ruf: „Menschen, esst kein Fleisch!“ Und nicht ohne den nächsten Termin bekannt zu geben: Am 19.11. 2005 in Stuttgart.

Unterschriftenaktion:

Menschen, esst kein Fleisch! Weg mit den Tierghetto-Wärtern! Nieder mit den Schlachthöfen! - Den Tieren helfen, durch Ihre Unterschrift können Sie hier...

Berichte und Bilder über unsere Demonstrationen:

 

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