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  Demobericht Karlsruhe

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Samstag, dem 23. September 2006, Tierfreunde zu einer Demonstration in Karlsruhe unter dem Motto:
Menschen, esst kein Fleisch! Weg mit den Tierghetto-Wärtern! Nieder mit den Schlachthöfen! Ab 11.30 Uhr strömten deshalb immer mehr Menschen aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz, Österreich und sogar aus Spanien, auf den Karlsruher Stephanplatz, so dass sich um 12.00 Uhr ein langer Demonstrationszug mit 400 Teilnehmern in Bewegung setzen konnte, dem sich während des Zuges durch die Innenstadt spontan weitere Tierfreunde anschlossen.Während sich der mit zahlreichen Plakaten und Transparenten bestückte Demozug, der von Karlsruhern als der längste seit mindestens 30 Jahren bezeichnet wurde, über die Waldstraße, Kaiserstraße, Ritterstraße, Erbprinzenstraße, Lammstraße, Hebelstraße bis zum Marktplatz bewegte, wurden die Karlsruher Bürger über zwei Lautsprecherwagen immer wieder auf das Anliegen der Demoteilnehmer aufmerksam gemacht.
Dazu ertönten die bereits von den zurückliegenden Demonstrationen in Frankfurt, Stuttgart, München, Heidelberg, Salzburg und Düsseldorf bekannten Spots zu den Themen der Demonstration:
Menschen, esst kein Fleisch! – Weg mit den Tierghetto-Wärtern! – Nieder mit den Schlachthöfen!
Während dieser Spots waren auch das angsterfüllte Brüllen eines Rindes vor dem Geschlachtetwerden und die grauenvollen Geräusche aus dem Schlachthof zu hören. Diese Geräusche hallten durch die Karlsruher Häuserschluchten und ließen die Passanten auf das Anliegen der Demoteilnehmer aufmerksam werden: Menschen, esst kein Fleisch! Dieses Anliegen wird durch folgende Forderungen unterstützt:
· Verbot des mutwilligen Tier-Tötens (Schlachtung, Jagd, Fischfang, Tierversuche) · Verbot der Nutztierhaltung und Tierausbeutung · Verbot der Fleischwerbung und Einstufung von Fleisch als Genussmittel, wie Alkohol und Nikotin · Anpassung der Krankenkassenbeiträge für Fleischesser · Verbot von Gülle auf den Feldern · Tierschutzunterricht in Schulen
Während des Demonstrationszuges erfuhren die Karlsruher und Karlsruherinnen von einem Arzt, welche gesundheitlichen Folgen der Fleischkonsum hat, was sich kurz auf den einen Nenner bringen lässt: Fleisch macht krank! Und immer wieder wurde den Tieren eine Stimme gegeben, indem Sprecher im Namen der Tiere ihr unermessliches Leid in der Massentierhaltung aufzeigten. Zum Beispiel wurde sinngemäß folgendes gesagt:„Ihr Menschen wollt das Leid, das ihr uns Tieren durch euren Fleischverzehr aufbürdet, nicht sehen. Ihr wollt nicht sehen, wie wir leben müssen, und vor allem wollt ihr nicht sehen, wie wir sterben. Ihr vermeidet den Kontakt zu uns Schlachttieren. Allerdings kommen wir ab und zu doch in euer Blickfeld, dann wenn wir in Todestransportern die erste und letzte Fahrt unseres Lebens antreten. Sie führt uns in den Tod, und wir Tiere spüren das genau.Die Menschen prügeln uns oftmals in die LKWs, denn viele von uns schaffen es kaum, diese Strecke zu laufen, denn unsere Beine sind nicht trainiert und können das schwere Gewicht fast nicht tragen. In unseren Todes-Wagons sind wir Hitze und Kälte ausgesetzt. Wir erhalten oft zu wenig zu essen und zu trinken. Einige von uns überleben den Stress nicht und sterben bereits auf der Fahrt.
Wir anderen versuchen, auf unser Leid aufmerksam zu machen. Wir stecken unsere Nasen durch die Gitterstäbe und versuchen den Autofahrern, die an uns vorbeifahren, in die Augen zu blicken. Aber die meisten sehen weg! Sie wollen nicht wahrhaben, dass sie es sind, die für unsere Not die Verantwortung tragen. Doch all dieses Leid müssen wir nur ertragen, weil Menschen unsere Leichenteile essen wollen.Liebe Karlsruher, liebe Karlsruherinnen, denkt daran: In jedem Blick, den wir euch Autofahrern aus unseren Todestransportern zuwerfen, liegt das Flehen von uns Tieren: Lasst uns leben! Bitte, bitte, esst uns nicht!“
Auch das Gammelfleisch war Thema eines Beitrages, der aufzeigte, dass der wahre Skandal nicht das Gammelfleisch selbst ist, sondern der wahre Skandal ist die skandalöse
Haltung der Tiere in der Massentierhaltung und vor allem die Tatsache, dass wir Menschen unseren Mitgeschöpfen das Leben nehmen, die das gleiche Recht haben zu leben wie wir Menschen. Dazu wurde auch Zitat von Konrad Lorenz angeführt, der sagte: „Niemals fand ich Menschenliebe, wo keine Tierliebe war. Wer das Leben wahrhaft respektiert, respektiert auch das Tier, denn das Leben wurde uns beiden von Gott geschenkt.“
Auf dem Karlsruher Markplatz fand anschließend die Abschlusskundgebung statt. Dabei wurde im Detail auf das Leid der Tiere in der Massentierhaltung und bei der Schlachtung eingegangen, und es wurden Bilder gezeigt, die deutlich machen, wie grausam der Mensch mit den Tieren umgeht.
Doch auch die Alternative wurde aufgezeigt, denn die Tierfreunde der Gabriele-Stiftung
haben einige hundert Tiere vor dem Schlächter gerettet – eine Anzahl, die nur symbolisch gesehen werden kann. Sie geben diesen Tieren eine Heimat, in der sie keine Angst vor dem Getötetwerden haben müssen, wo sie in Frieden miteinander leben können und so auch ihre eigene Persönlichkeit entwickeln, denn wie die Demoteilnehmer und Passanten erfuhren, hat jedes Tier sein eigenes Wesen und seinen eigenen Charakter.
In einem weiteren Beitrag wurde der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Fleischverzehr aufgezeigt, der nur wenigen Menschen bekannt ist. Doch seit wir auch in Deutschland zwischen Eiswinter und Sahara-Sommer schwanken, die Stürme und das Hochwasser zunehmen, lässt sich das Thema Klimawandel nicht mehr verschweigen.
Die wenigsten Menschen wissen aber, dass die 2002 weltweit registrierten 1,36 Milliarden Rinder – und sicherlich sind es in den letzten Jahren noch mehr geworden - jährlich 100 Millionen Tonnen Methangas, das für den sog. Treibhauseffekt verantwortlich ist, produzieren. Statt diesen Zusammenhang in die Köpfe der Menschen zu bekommen und sie dadurch aufzufordern, ihre eigene Lebensgrundlage zu schonen, indem man aufhört, Fleisch zu essen, haben australische und neuseeländische Wissenschaftler ein millionenteures Projekt gestartet, durch das die Blähungen der Kühe und damit den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen verringert werden soll. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel muss auch das Abbrennen der Regenwälder erwähnt werden, das unglaubliche Mengen von CO2 freisetzt. 90% der Zerstörung des tropischen Regenwaldes werden durch die Massentierhaltung hervorgerufen. Warum? Weil für die „Erzeugung“ von 1 kg Rindfleisch 9 kg Getreide benötigt wird. Ein Zusammenhang, der uns auch klarmacht, warum jedes 4 Kind unter 5 Jahren in den Entwicklungsländern hungern muss.
Es gibt Wissenschaftler, die den Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Klimawandel erkannt haben und diesen auch veröffentlichen, doch leider schenkt man ihnen nur wenig Aufmerksamkeit. Einer dieser Wissenschaftler ist der britische Physiker Alan Calverd, der in Physics World schreibt:»Um das Treibhausgas Kohlendioxid in der Atmosphäre zu verringern, sollen nicht weniger Öl und Gas verbrannt werden, sondern die Menschheit ihre Essgewohnheiten ändern: Wenn alle Menschen Vegetarier wären, könnte die globale Erwärmung kontrolliert werden.«
Und die Enquete-Kommission, eine Untersuchungs-Kommission des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre, stellte fest: »Durch die Senkung des Fleischkonsums auf ein auch der Gesundheit förderliches Maß könnten ein Viertel oder mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden. Der Übergang zu einer stärker pflanzlich orientierten Ernährung eröffnet somit das mit Abstand größte Einsparpotential (bis zu 100 Mio. t CO2-Äquivalente) im Ernährungssystem. Darüber hinaus würden die volkswirtschaftlichen Folgekosten der ernährungsbedingten Krankheiten (25 Mrd. EUR/Jahr) erheblich reduziert. Bezogen auf die Klimabelastung ergibt sich bei der fleischhaltigen Komponente (z.B. Frikadelle) die 13fache Menge an CO2-Äquivalenten gegenüber der fleischlosen Komponente (z.B. Getreidebratling).«
Das Fazit: Das Beste, was Sie für die Umwelt tun können, ist, Vegetarier zu werden!


Heuer wurde zu diesem Thema die umfangreichste Studie mit 700 Wissenschaftlern durchgeführt; sie kommen zu dem Ergebnis:
»Die effektivste Methode, Wasser zu sparen, ist der Verzicht auf Fleisch! Für den Anbau von einem Kilo Getreide werden rund 2000 Liter Wasser verbraucht; um ein Kilo Fleisch zu produzieren, bedarf es der fünffachen Menge.«Der Verzicht auf Fleisch ist nicht nur das Beste, was der Mensch für die Umwelt und damit für sich selbst tun kann, sondern es ist vor allem das Beste, was er für die Tiere tun kann. Deshalb forderten die Demonstranten erneut: Menschen, esst kein Fleisch!
Dieses Motto verbreitet das Universelle Leben in Deutschland durch Demonstrationen und landesweite Plakataktionen. Doch das Universelle Leben setzt sich nicht nur in Deutschland für die Tiere ein, sondern weltweit, wie Teilnehmern und Passanten von den spanisch- und englischsprechenden Demoteilnehmern berichtet wurde.
An einem Infostand konnte weiteres Informationsmaterial mitgenommen werden, und es bestand die Möglichkeit, die während der Demonstration verkündeten Forderungen durch seine Unterschrift zu unterstützen. Doch auch für die Verpflegung der Demoteilnehmer wurde gesorgt: mit veganen Hamburgern, die eine geschmack-volle und dabei tierleichenfreie Alternative zum Fleischverzehr sind.So endete gegen 14.00 Uhr die machtvolle Demonstration für die Tiere in Karlsruhe, die eine vorbeikommende Passantin mit dem Ruf kommentierte: Das solltet ihr öfter machen!
Deshalb wurde auch bereits die nächste Demonstration angekündigt, die am 28. Oktober in Wiesbaden stattfinden wird.
Die Badische Neueste Nachrichten berichteten am 25. September 2006:
Unterschriftenaktion:
Menschen, esst kein Fleisch! Weg mit den Tierghetto-Wärtern! Nieder mit den Schlachthöfen! - Den Tieren helfen, durch Ihre Unterschrift können Sie hier...
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