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Demonstration in Tübingen



Am Samstag, dem 27. Oktober 2007, fanden sich wieder 250 Teilnehmer in Tübingen ein, um den Tieren eine Stimme zu geben: Menschen, esst kein Fleisch!
Weg mit den Tierghetto-Wärtern!
Nieder mit den Schlachthöfen!

Um 12.30 Uhr war Treffpunkt am Marktplatz, wo auch die Abschlusskundgebung geplant war. Wer die Universitätsstadt Tübingen kennt, der weiß, daß dort die Straßen sehr eng sind. Der Demonstrationszug war deshalb sehr lang, und auch unsere Schweinefreunde ließen es sich nicht nehmen, mit dem „Grunz-Mobil“ mitzufahren!

Wir hoffen, daß wir durch die beeindruckenden Darbietungen so manchen Tübinger zum Nachdenken anregen konnten, denn die Schlachthofgeräusche aus den Lautsprecherwagen konfrontierten doch so manchen Passanten, der sonst gern seelenruhig sein Stück Wurst oder Fleisch genießt, mit der grausamen Realität.

Um 14. 00 Uhr fanden wir uns wieder auf dem Marktplatz zur Abschlusskundgebung ein. 

Wir begannen damit, daß Tierfreunde immer wieder von Passanten zu hören bekommen: Würden Sie sich doch lieber für die Menschen, z.B. für die hungrigen Kinder einsetzen anstatt für die Tiere! - Dazu eine aktuelle Information:
Am 16. Oktober war Welternährungstag. Der Welternährungsvorsitzende sagte in einer Meldung von zdf.de: Warum gehen 854 Millionen Menschen noch hungrig schlafen, wenn unser Planet genügend Nahrung für die Weltbevölkerung produziert? 36 Millionen Menschen sterben jährlich an Hunger, das heißt, täglich 25.000 Männer, Frauen, Kinder. Die Welternährungsorganisation gab im vergangen Jahr dazu eine Studie heraus: „Der lange Schatten der Tierzucht“. Darin wurde aufgeführt, daß 70 Prozent der gesamten Ackerfläche auf unserem Planeten für die Viehzucht verwendet werden. Das beantwortet die Frage, warum so viele Menschen (854 Millionen täglich) hungrig ins Bett gehen! Es liegt daran, daß man für die Viehzucht zu viel Fläche braucht; denn um 1 Kilo Fleisch zu erzeugen, werden 7-27 Kilo Getreide benötigt.
Wenn man also wirklich etwas für den Welthunger, für die Menschen, tun möchte, dann sollte man kein Fleisch mehr essen. Das ist ein Grund, weshalb wir fordern: Menschen, esst kein Fleisch!

Dann wurde anhand von Bildern auf das Tierleid aufmerksam gemacht. Christoph Michels, Dipl. Ing. für Lebensmitteltechnik, beschrieb den Leidensweg eines Schweines aufgrund eines Artikels in der Zeitung Stern. Über die gesundheitlichen Risiken des Fleischkonsums klärte Dr. Arno Schneider aufgrund seiner langjährigen Erfahrung auf. Ina Lautenschläger, Tierärztin, beleuchtete das Thema „Tiertransporte“. Sie legte dar, was es für die Tiere bedeutet, auf engstem Raum zusammengepfercht quer durch Europa gekarrt zu werden.

Ganz besonders haben sich alle über den „Verein der Schweinefreunde“ gefreut, die extra aus der Schweiz mit dem „Grunz-Mobil“ nach Tübingen gefahren sind. 
Grußwort von dem „Verein gegen Tierfabriken, Schweiz“, dem „Verein der Schweinefreunde, Schweiz“ und dem „Tierschutzbund Innerschweiz“:
Es ist schön, daß wir, d.h. der Verein gegen Tierfabriken Schweiz, der Verein der Schweinefreunde Schweiz und der Tierschutzbund Innerschweiz, gemeinsam mit dem Universellen Leben für Gottes wunderbare Geschöpfe auf die Straße gehen dürfen!  Sie, die niemandem etwas antun, sollen endlich zu ihrem Recht kommen. Sie sollen nicht mehr gequält, nicht ausbeutet und nicht mehr gegessen werden, denn sie sind ebenso Leben inmitten von Leben, das leben will!

Zum Abschluß zeigten zwei Vertreter der Gabriele-Stiftung auf, daß es eine Alternative gibt: Dass auf dem Land der Gabriele-Stiftung Tiere in Frieden leben können. Sie erzählten, aus welch verwahrlosten Haltungen sie schon Tiere freigekauft haben und wie glücklich die Tiere jetzt auf dem Friedensland sind. Es wurden auch alle Demonstrationsteilnehmer eingeladen, einmal die Gabriele-Stiftung zu besuchen.

Die Suppe für die Demonstrationsteilnehmer hat, wie immer, allen sehr gut geschmeckt. Der Informationsstand bot wieder eine gute Gelegenheit, sich mit weiteren Plakaten und Broschüren einzudecken. Auch so mancher Tübinger, der gerade zufällig vorbeilief, blieb stehen, nahm Informationen mit und hörte bei der Abschlusskundgebung zu.

Wir sind sicher, dass wir dadurch den einen oder anderen zum Nachdenken anregen konnten, weniger oder gar kein Fleisch mehr zu essen!

Grußwort vom „Arbeitskreis für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V.“:
In China werden Hunde zum Verzehr gemästet und geschlachtet. Die Zeitungen hier berichten dann empört über diese (und andere) ekelerregende Schandtaten der Chinesen. So ruft die „Bernhardiner-Schutz-Vereinigung“ jetzt im Internet sehr zu Recht zum Protest gegen diese Tierquälerei auf. Es ist richtig und wichtig, hier schärfstens zu intervenieren, will sich doch China scheinheilig - trotz viel “Dreck am Stecken”, unter anderem auch wegen Missachtung von Menschenrechten - als liebenswerter Ausrichter der Olympischen Spiele 2008 präsentieren.
Doch auch in Deutschland geschehen ähnlich furchtbare Gräueltaten! Unzählige Tiere werden bei uns in winzigen Käfigen ebenfalls grausam gemästet und geschlachtet - und ihre Leichenteile gegessen !
Die Ungeheuerlichkeit ihres Tuns ist den meisten Menschen auch hier offenbar gar nicht bewusst. “Das wurde früher so gemacht und ist heute halt immer noch so”, argumentiert man entschuldigend.
Die einen, "Haustiere", streicheln, die andern, sogenannte "Nutztiere", fressen? Meint man etwa, Schweine, Rinder, Kaninchen, Gänse, Hühner leben weniger gerne als Hunde ?
Früher hat man teils auch bei uns Hunde gegessen - heute nicht mehr. Früher hielt man sich ganz selbstverständlich Sklaven oder Leibeigene. Es gab das „Recht der ersten Nacht” für den Herrn seiner Magd; man hackte Dieben die Finger ab oder ließ sie im Kerker verhungern. Heute tut man das alles nicht mehr - wie es auch viele frühere andere Schrecklichkeiten heute glücklicherweise nicht mehr gibt.
Weshalb (fr)isst Mensch dann noch Fleisch? Es ist absolut unverständlich, warum Ewiggestrige heute noch auf das Konsumieren von Tierkadaverteilen bestehen. Man “jettet” mit modernen “Düsenfliegern” mal kurz auf einen Einkauftrip nach Paris, flaniert modebewusst, in jeweils aktuellste Klamotten gewandet, das Handy am Ohr, durch die Straßen - um sich dann nach Steinzeitmanier fettige, ungesunde Fleischstücke oder zermanschte Tierteile in Form von Würsten in den Mund zu schieben !? Zitat eines süddeutschen Fleischkontrolleurs : “Wenn die Leute wüssten, was sich so alles in ihrer Wurst befindet! So mancher würde sofort auf vegetarische Kost umsteigen!”
So erging abschließend die Ermunterung an jene Zuhörer, die sich noch nicht vegetarisch ernähren: (Anmerkung: In Deutschland werden wöchentlich rund 4000 Menschen zu Vegetariern!) Hören Sie auf den eigenen Körper, der leicht und leistungsbewusst vegetarisch ernährt werden möchte - gönnen Sie sich eine moderne, vegane oder vegetarische Ernährung. Das ist gesund für Sie und lebensrettend für viele Tiere!
Fleisch ist für den Menschen so überflüssig und schädlich wie ein Kropf - Tiere gehören einfach nicht in den Bratentopf !!!
In diesem Sinne herzlichen Dank an die Organisatoren der Anti-Fleisch Demo in Tübingen und beste Grüße an alle Teilnehmer von Roland Dunkel, Frankenbrunn, Peter Beck aus der Schweiz und Ulrich Dittmann, Kirchheimbolanden -
vom „Arbeitskreis für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V. “!

 

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