»Ihr Menschen vermeidet den Kontakt zu uns Schlachttieren. Allerdings kommen wir ab und zu doch in euer Blickfeld - dann, wenn wir in Todestransportern die letzte Fahrt unseres Lebens antreten. Jährlich werden etwa 360 Millionen ‘Schlachttiere’, Geflügel nicht eingeschlossen, auf mörderischen Viehtransporten quer durch Europa gekarrt. Auch Tierbabys werden auf die mörderische Reise geschickt: Kälber ab 10 Tagen, Ferkel ab drei Wochen und Lämmer ab einer Woche.
Auf dem Weg zum Schlachthof sind viele von uns so schwach, dass sie kaum gehen können. Damit wir uns schneller bewegen, werden uns Metallhaken in Mund, Augen oder After gestoßen. Tagelang sind wir auf engstem Raum auf bis zu drei Etagen zusammengepfercht, oft ohne Wasser, ohne Nahrung, in größter Hitze oder in eisiger Kälte, mit gebrochenen Knochen und offenen Wunden. Dieser Transport führt uns in den Tod, und wir Tiere spüren das genau. Einige von uns verdursten, werden erdrückt, sterben an ihren schweren Verletzungen oder aus Panik und Stress. Von den besonders stressanfälligen Schweinen stirbt jedes zehnte.
Wir anderen versuchen auf unser Leid aufmerksam zu machen. Indem wir versuchen, den Autofahrern, die an uns vorbeifahren, in die Augen zu blicken. Aber die meisten wollen nicht wahrhaben, dass sie es sind, die für unsere Not die Verantwortung tragen.«