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  Pressespiegel: Fleischessen ist grausam

Stern.de, 06.02.2008
Hühnerfleisch ist beliebt. Deshalb zielt die Züchtung von Masthähnchen darauf, dass die Tiere möglichst schnell Gewicht zulegen. Die Gesundheit der Vögel bleibt dabei auf der Strecke. Nach einer aktuellen britischen Untersuchung hat jeder vierte Hahn Probleme beim Laufen.
Viele Masthähnchen leiden unter Bewegungsproblemen. Schuld daran sind die Zuchtmethoden, die sich mehr am größtmöglichen Profit als an der Tiergesundheit orientierten, schreiben Toby Knowles von der Universität Bristol und seine Kollegen im Fachjournal "Plos One" (online veröffentlicht). Sie hatten im Auftrag des britischen Landwirtschaftsministeriums den Gesundheitszustand von 51.000 Tieren begutachtet...
Die Wissenschaftler teilten die Bewegungsfähigkeit der begutachteten Masthähnchen in sechs Kategorien ein. Nur jedes 45. Tier lief demnach völlig normal. 3,3 Prozent waren nahezu unfähig zu laufen. Insgesamt zeigten im Alter von 40 Tagen 27,6 Prozent der Tiere klare Bewegungsstörungen. Es gibt Hinweise aus Studien mit Schmerzmittel, dass Vögel mit solchen Störungen Schmerzen haben, schreiben die Autoren.
Ursache für die Bewegungsprobleme ist häufig die extreme Gewichtszunahme der Tiere. Masthähnchen nehmen heute in ihrem rund 40 Tage kurzen Leben im Schnitt 100 Gramm täglich zu, erläutert die Gruppe um Knowles. Vor 50 Jahren lag dieser Wert bei 25 Gramm pro Tag. Bei der an den Kosten der Fleischproduktion ausgerichteten Züchtung sei die Tiergesundheit vielfach auf der Strecke geblieben...
Kurier.at, 27.09.2006 ...Dunkelheit, Dreck, Gestank, Platznot, kaum Frischluft, Elektroschocks, Stress, Angst, Schmerzen - Mastschweine fristen in Österreichs Zuchtbetrieben ein unwürdiges Dasein. Zu diesem Schluss ist die bisher größte Studie des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) gekommen - 125 Unternehmen und mehr als 120.000 Schweine wurden dokumentiert. Größtes Problem: Diese Art der Haltung ist größtenteils gesetzeskonform. "Die Schweinehaltung in Österreich könnte nicht schlimmer sein" "Die Schweinehaltung in Österreich könnte nicht schlimmer sein", zeigten die am Mittwoch vom VgT im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien präsentierten Bilder auch bei der Grünen Nationalratsabgeordneten Brigid Weinzinger Wirkung. Artgerechte Haltung sei kaum noch zu finden, es sei "traurig, dass das Tierschutzgesetz nicht mehr vorschreibt", die Zustände seien "horrend", so Weinzinger, die den sofortigen Stopp aller tierquälerischen Praktiken forderte. Doch die Landwirte haben meist gar keine andere Möglichkeit, als ihre Ställe mit Vollspaltenböden oder Kastenständen einzurichten, in die die Schweine oft ihr ganzes Leben eingepfercht werden. "Ich habe es auf den Landwirtschaftsmessen selbst gesehen: Es wird nichts anderes angeboten", so Martin Balluch vom VgT. Als absurd bezeichnete er etwa auch die Bestimmung, dass für ein 110 Kilo schweres Schwein 0,7 Quadratmeter Platz vorgeschrieben sind: "Das kann sich nicht einmal mehr hinlegen.".. 0,05 Prozent Freilandschweine Seit 1960 ist die Anzahl der Schweinezuchtbetriebe in Österreich von 400.000 auf 50.000 gesunken - die Anzahl der Schweine blieb jedoch annähernd gleich. Das "glückliche Schwein" ist hier zu Lande in der Minderzahl. Während laut VgT-Untersuchung 98,7 Prozent der insgesamt rund 3,1 Mio. Mastschweine nicht einmal Stroh in ihren Boxen haben, dürfen lediglich 0,05 Prozent als Freilandschweine ihren angeborenen großen Bewegungsdrang ausleben.
AHO Aktuell, 08.09.2006 Fast die Hälfte der globalen Versorgung mit Fisch wird über Aquakulturen gesichert. Dies ist einem Report zu entnehmen, den Wissenschaftler der Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen auf einer Konferenz in Neu Delhi jetzt vorstellten. Während im Jahr 1980 nur neun Prozent der Versorgung mit Konsumfisch aus Aquakulturen stammten, sind es heute laut FAO 43 Prozent...
profil 28/06
Das romantische Bild vom Fischer, der mit seinem Kutter bei Sonnenuntergang in den Hafen einläuft, um seinen frischen Fang zu verkaufen, ist möglicherweise bald nur noch Nostalgie. Die jahrzehntelange Ausbeutung der Ozeane hat die Fischbestände dramatisch dezimiert. Nach Einschätzung der Welternährungsorganisation FAO sind 75 Prozent der kommerziell genutzten Bestände überfischt oder von Überfischung bedroht. Das Züchten und Mästen von Speisefischen, die so genannte Aquakultur, erscheint da als probate Alternative. „Der weltweit steigende Bedarf an Fischprodukten ist zunehmend nur durch eine Steigerung der Aquakultur zu decken“, heißt es denn auch in den Grundsätzen zur Fischereipolitik des deutschen Bundesministeriums für Verbraucherschutz. Unterwasserfarmen boomen: Ende der achtziger Jahre wurden weltweit 2,4 Millionen Tonnen Fisch, Krebstiere und Muscheln in Aquafarmen gehalten, im Jahr 2002 erreichte die Produktion dieses Wirtschaftszweigs bereits 51 Millionen Tonnen. Heute wird nahezu jeder dritte Fisch, der in der Bratpfanne landet, in einer Aquafarm „geerntet“, wie es die Fischzüchter nennen. Zur Erntezeit saugen sie die schlachtreifen Tiere mithilfe von Spezialschläuchen aus den Netzkäfigen...
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Yahoo! Nachrichten, 23.05.2006
Die vorsorgliche Keulung von Schweinen im Kreis Borken ist am Dienstag abgeschlossen worden. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, wurden rund 4500 Schweine in sieben Beständen der Sperrbezirke Borken-Marbeck/Raesfeld und Borken-Gemenwirthe getötet. Damit mussten seit dem ersten Auftreten der Schweinepest am 1. April insgesamt 92 000 Tiere in 185 Beständen gekeult werden... Landesweit gab es seit Anfang März acht Fälle von Schweinepest - davon drei im Kreis Borken und fünf im Kreis Recklinghausen. Das Virus ist nach Expertenangaben für den Menschen ungefährlich. _______________________________________________________
natur+kosmos, 19.03.2006
Kaninchenmast ist ein gesetzloses Revier. Es gibt keine Verordnung, wie man zum Verzehr bestimmte Kaninchen bei der Zucht halten muss. Wie die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer April-Ausgabe berichtet, bestimmen daher im Prinzip allein die Züchter, ob sie ihre Ställe artgerecht ausstatten. In vielen Fällen tun sie es nicht. Die World Rabbit Science Association (WRSA), ein internationaler Zusammenschluss von Kaninchenexperten, rät zum Beispiel zu einer Mindestfläche von 800 Quadratzentimetern pro Tier (entspricht etwas mehr als einem Din-A4 Blatt). Doch in der Praxis fällt der Raum oft noch kleiner aus. "Bei manchen Käfigen in der Intensivhaltung können sich die Tiere am Ende der Mast nicht einmal mehr umdrehen", sagt Werner Bessei von der WRSA, Nutztierethologe an der Universität Hohenheim. Und das, obwohl die Tiere von Natur aus einen hohen Bewegungsdrang haben. Dabei haben es die Nager in Deutschland noch relativ gut. In Ländern wie Italien, Frankreich oder auch China sind die Verhältnisse in den Kaninchenställen noch beengter. Indes kommen mehr als drei Viertel der in Deutschland verzehrten Kaninchen aus dem Ausland - ohne dass die Verbraucher es weiß. "Die Importware gelangt mit deutschen Stempel als 'Hauskaninchen' in den Handel", erklärt Hans Lammers vom Bundesverband deutscher Kaninchenfleischerzeuger...
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Der Standard.at, 20.01.2006
64 Prozent der Teilnehmer gaben negatives Urteil ab Die Europäische Kommission hat die Bürger via Internet zum Thema Tierschutz und Nutztierhaltung befragt. 44.514 Personen haben sich daran beteiligt... Das Ergebnis wurde nun präsentiert: Fast zwei Drittel der Teilnehmer beurteilen den derzeitigen Zustand der Nutztierhaltung in Europa als schlecht bis sehr schlecht. Am schlimmsten wurde die Haltung von Masthühnern (78 Prozent der Befragten), gefolgt von Legehennen (77 Prozent), Schweinen (72 Prozent) und Pelztieren (72 Prozent) beurteilt. 89 Prozent fühlen sich generell zu wenig über das Thema informiert...
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