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Vom Tiermord zum Menschenmord
ist nur ein Schritt (Tolstoi)



(Ein Textauszug aus der wöchentlich stattfindenden Kosmischen Lebensschule, vom 16.07.2006)

"Kuh und Bärin freunden sich an..." - aber nicht in Bayern

Sicher hat jeder schon einmal vom Friedensreich gehört, genauer gesagt vom „Friedensreich Jesu Christi“. Schon beim Propheten Jesaja im alten Testament ist es angekündigt. Dort heißt es im 11. Kapitel, Vers 6 – 9:
„Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panter liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe isst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter. Das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg.“

Bei den Worten „Kuh und Bärin freunden sich an“ kommt in diesen Tagen so manchem der Fall des Bären Bruno in Erinnerung. Warum? Was hier durch Jesaja vorhergesagt wurde und wovon Christus in unseren Tagen wieder in dem großen Offenbarungswerk »Das ist Mein Wort« (Verlag DAS WORT) spricht, ist ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier in einer friedvollen Natur. Kuh und Bärin – die Kuh, das Symbol des friedlichen Haustiers, die Bärin, das Symbol des freilebenden wilden Tieres – freunden sich an. Ihre Jungen liegen beieinander. Und was haben wir in den vergangenen Monaten hier in Bayern erlebt? – Das krasse Gegenteil!

Die Geschehnisse in knappem Abriss:

In Norditalien läuft seit einiger Zeit ein Programm zur Wiederansiedlung von Bären, die vor ungefähr 150 Jahren in Mitteleuropa ausgerottet wurden. Aus diesem Bestand machte sich nun ein Bärenbaby, ein zwei Jahre alter Bär, von Italien auf den Weg nach Norden. Über Österreich kam er schließlich bis nach Bayern. Dieser Bär wurde von den Bayern als „Problembär“ betrachtet. Problembär deswegen, weil er sich schon ein wenig so verhielt, wie es für das Friedensreich angekündigt ist. Er hatte auf jeden Fall vor den Menschen keine Angst mehr. Das erschien den Bayern gefährlich, und die Bayerische Regierung ordnete an, Bruno zu erschießen.

Das Echo auf die Ermordung des Bären Bruno war weltweit. Man sprach, wie die Zeitung WELT am Sonntag, 02.07.2006, berichtete, von „Barbaren“. Manche, wie die TAZ vom 29.06. 2006, nennen den Abschuss des Tieres „Mord“. Der Präsident des WWF Italien, Fulco Tratesi, sprach von einem „Akt der Barbarei“. Und der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, meinte: „In anderen Ländern leben Bär und Mensch friedlich zusammen, ,nur in Deutschland wird er liquidiert’.“ (TZ, 27.06.2006) Der Chef des Münchner Tierparks betonte: „Dieser Bär war nie aggressiv, er hat nie Menschen angegriffen. Dieser Abschuss ist eine unglaubliche Tat. Eine Blamage für Bayern. Ein Schlag ins Gesicht für den bayerischen Tierschutz.“ (TZ, 27.06.2006) Die Frankenpost stellte fest: Den Bären „zu töten ist ein Verbrechen wider den Natur- und Tierschutz; offenbar wusste eine Handvoll schießwütiger Jäger, die vom Landratsamt beauftragt wurden, sehr genau, wo sie den Bären finden würden“ (27.06.2006). Und der italienische Umweltminister Pecorario Scanio sprach davon, der Bär sei in Bayern „hingerichtet“ worden. Etliche Gäste der bayerischen Ferienorte, in deren Gegend man den Bären Bruno „hingerichtet“ hatte, schrieben sinngemäß ins Gästebuch: „Bei Mördern wollen wir keinen Urlaub machen. Wir reisen ab und kommen nie wieder.“

Brunos Opfer darf nicht in Vergessenheit geraten

Mit solchen und ähnlichen Berichten könnte man noch eine ganze Zeitlang fortfahren. Viele Menschen weltweit haben sich über das, was sich im Fall Bruno vollzogen hat, empört. Wir Urchristen treten dafür ein, dass Bruno nicht nach einem kurzen Aufruhr in Vergessenheit geraten soll, denn die näheren Umstände seiner Tötung zeigen, dass Bruno sich als Tier für seine Mittiere geopfert hat. Das wird aus der folgenden Schilderung deutlich: Der neuesten Ausgabe der Zeitschrift FOCUS ist zu entnehmen, dass ein Polizist mit anderen Beamten auszog, Bruno zu erschießen. Der FOCUS berichtet, wie es dann zur Ermordung von Bruno kam:

„Der Oberkommissar öffnet am vergangenen Montag um vier Uhr früh die Tür der Almhütte, um ins Freie zu treten. Er traut seinen Augen nicht. Nur einen Steinwurf entfernt steht Bruno, der Bär, den er erschießen soll. Vor Schreck knallt er die Holztür wieder zu... Der Polizist schreit durch die Hütte: ‚Der Bär ist draußen. Der Bär ist da.’ Seine Begleiter fahren in ihren Schlafkojen hoch.

Bär Bruno ... prescht den Hang Richtung Auerspitze hoch" – das ist eine nahe gelegene Anhöhe. "Es dauert fast 40 Minuten, bis die Jäger in ihrer Aufregung die Gewehre geladen und am offenen Hüttenfenster Position bezogen haben. Der Bär steht etwa 150 Meter oberhalb der Hütte auf einer Wiese. Er richtet sich auf den Hinterbeinen auf, wendet dem Schützen seine breite Brust zu. Um 4.50 Uhr krachen die tödlichen Schüsse.“

Jedem dürfte klar sein: Bär Bruno wusste, was ihm von diesen Menschen bevorstand. Er hat sich gemeldet, und er hat sich offen geopfert. Dieses Opfer darf nicht umsonst sein! Denn was Bär Bruno der ganzen Welt gezeigt hat, ist die unglaubliche Barbarei, mit der in Deutschland, besonders in Bayern, die verantwortlichen Behörden Tieren gegenüber vorgehen. Welches Verbrechen hat dieses Tier begangen? Nur dieses: Menschen zu vertrauen. Deshalb war er gefährlich! Das friedvolle Miteinander, das dieses Tier gegenüber den Menschen anzeigte, wäre ein Schritt in jene Richtung gewesen, die Jesus, der Christus, und auch schon Jesaja angekündigt haben. Das durfte offenbar nicht sein! Tiere, die den Menschen vertrauen, müssen umgebracht werden.

Die Hinrichtung des Bären war eine strafbare Handlung

Zwei Aspekte dieser Vorgehensweise möchten wir hier näher betrachten. Gleich ganz vordergründig einmal die Rechtslage: Ist es wirklich so, dass ein Tier, das in einem anderen Land aufgrund eines Tierschutz-Programmes herangezogen und quasi aufgezogen wird, in Deutschland einfach durch die Willkür der Behörden erschossen werden darf? Ein Rechtsanwalt gibt Auskunft:

Betrachtet man den Fall in rechtlicher Hinsicht, dann muss man sich zunächst klar machen: Der Abschuss dieses Bären ist nicht etwa vergleichbar mit dem Abschuss eines Wildschweins, eines Rehs oder eines anderen Wildtieres, also nicht vergleichbar mit jener Art von Tiertötung, die nach dem Gesetz erlaubt ist und mit der die Jägerschaft ihre Freizeit zubringt. Es handelt sich um ein Tier, das gar nicht auf der Liste der ‚jagdbaren Tiere steht. Für Bruno galten also nicht die Jagdgesetze, sondern das Tierschutzgesetz. In dessen Paragraph 1 heißt es, dass das Tier als Mitgeschöpf des Menschen zu achten und dass dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen ist. Und weiter heißt es: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Natürlich stellt sich in solchen Fällen die Frage: Was wäre ein „vernünftiger Grund“ im Sinne dieses Gesetzes gewesen, der es gerechtfertigt hätte, diesen Bären, der das Rotwandgebiet in Oberbayern durchwanderte, umzubringen? Dass er sich von Hühnern und Schafen ernährte, unterschied ihn kaum von den Menschen, die ihn seit Wochen beäugten. Die Mehrzahl von ihnen verspeist dieselben Tiere. Sie reißt sie zwar nicht selbst wie der Bär, sondern lässt reißen, nämlich schlachten. Was der Braunbär für seine Mahlzeiten nicht bezahlte, wurde durch Schadensversicherungen abgedeckt. Insofern bestand also keinerlei „vernünftiger Grund“ zum Töten. Es hätte schon akuter Lebensgefahren im Sinne der Polizeigesetze bedurft, um einen solchen Todesschuss anzubringen.

Die Sorge der Verantwortlichen, dass eines Tages möglicherweise etwas passiert, ist zum Teil durchaus nachvollziehbar. Nicht zu verstehen hingegen ist, dass der verantwortliche Minister und seine Berater plötzlich außer acht ließen, dass auch einem Bären gegenüber der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren ist. Es war keineswegs ein Entgegenkommen, wie man zunächst glauben machen wollte, ihn vielleicht zu betäuben, sondern es war ein Gebot, sein Leben nach Möglichkeit zu schonen. Das wurde ja auch im Laufe der Wochen immer leichter, als der Bär immer ungenierter über Landstraßen und durch Ortschaften spazierte. Diesem Tier einerseits vorzuwerfen, dass es nicht menschenscheu genug sei, und es andererseits abzuknallen, weil man es nicht betäuben konnte, passt schlecht zusammen. Und wir haben ja gehört, wie Brunos Ende war. Er war den Menschen so nahe und so friedfertig, dass es ohne weiteres möglich gewesen wäre, ihn zu betäuben, einzufangen und in sein Heimatgebiet in Italien zurückzubringen. Deshalb kommen viele Juristen in diesem Lande zu dem Ergebnis: Die Hinrichtung dieses Tieres im Morgengrauen war eine strafbare Handlung, eine strafbare Tiertötung im Sinne des Tierschutzgesetzes.

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt

Es ist erschreckend zu sehen, wie über normale Verhaltensweisen, normale Vorschriften, die in allen Ländern gelten, in Deutschland hinweggegangen wird. Wenn man so etwas hört, kommt einem unter anderem der Satz von Leo Tolstoi in den Sinn, der sagte: „Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.“ Und wer weiß, wann diese Leichtfertigkeit auch gegenüber anderen Gesetzen Platz greift... Achtsamkeit ist diesbezüglich auf jeden Fall geboten.

Vom Ausland her werden die Gegebenheiten in Deutschland schon mit denen im Mittelalter verglichen. Z.B. sagte der leitende WWF Veterinär Alessandro de Goelme: „Deutschland und Österreich scheinen zurück ins Mittelalter zu wollen und künftig Kopfgelder auf alle Bären aussetzen.“ Diese Ansicht ist gar nicht so weit hergeholt, wenn man jetzt in den neuesten Zeitungen liest, dass man sich auch schon Gedanken macht, die Mutter von Bruno ebenfalls umzubringen – sie heißt Jurka. Und warum? Weil sie eben auch nicht die genügende Scheu vor den Menschen hat. Und man befürchtet, dass wieder eines ihrer Jungen einmal nach Deutschland kommt.

Bruno ist kein Einzelfall...

Diese Art und Weise, ein Tier hinzurichten, hat viel Staub aufgewirbelt, aber Bruno ist durchaus kein Einzelfall. Hier war es ein Bär, der die besondere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit hervorgerufen hat. Aber man darf darüber nicht vergessen: Allein in Deutschland fallen jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere, 4 bis 6 Tausend Hunde und ca. 40 Tausend Katzen (sowie über 40 Menschen) den Mordinstrumenten der Jäger zum Opfer. (Jährlich werden bis zu 80 Menschen durch Jagdwaffen der Jäger schwer verletzt.) Der Opfertod Brunos erinnert uns vor allem an das Leiden und die Qual dieser vielen Tiere.

Und wenn Sie jetzt sagen: „Die Jagd ist notwendig, um das Gleichgewicht in der Natur aufrechtzuerhalten – das im übrigen, und das wird niemand bestreiten, von niemand anderem als von dem Menschen gestört wurde –, dann nehmen Sie bitte die Aussage eines bekannten Jägers zur Kenntnis, eines Neurologen und mehrfach ausgezeichneten Psychoanalytikers, einer führenden Persönlichkeit der Jägerschaft, nach dem sogar ein Verlag benannt ist, der die Literatur für die Jäger herausgibt, nämlich Paul Parey. Er schreibt in seinem Buch „Die Leidenschaft des Jägers“:
„Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt. Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt, um ein Fieber eben, geht es um Sex und Crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.“ – So also beschreibt ein leidenschaftlicher Jäger selbst die Art der Tätigkeit von Jägern.

Als Christ oder als Mensch, der sich als Christ versteht, könnten und sollten wir uns die Frage stellen: Was würde Jesus von Nazareth dazu sagen? In dem großen Offenbarungswerk des Jesus, des Christus, „Das ist Mein Wort“, sagt Er unmissverständlich, sinngemäß: Jedes Tier, jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, und jeder Mensch und jedes Tier hat ein Recht zu leben. Und niemand hat das Recht, sie zu töten. – Wie kann es nur sein, dass solch eine bestialische Umgangsform gegenüber den Gottesgeschöpfen - nicht nur gegenüber Bär Bruno, sondern auch gegenüber den vielen anderen Tieren, hier in Deutschland, und vor allem in Bayern – gepflegt werden kann?

So manches Vorgehen bayerischer Behörden ging schon in eine ganz ähnliche Richtung. Der eine oder andere von Ihnen erinnert sich vielleicht noch an das versuchte Wildschweinmassaker, welches im Raum Würzburg von den gleichen staatlichen Behörden vor ungefähr zwei Jahren angeordnet wurde und dann erst durch die Gerichte verhindert werden konnte...

 

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Mehr über das versuchte Wildschweinmassaker im Raum Würzburg lesen Sie in nachfolgendem Artikel der Zeitung "Denk Mit" (http://www.denk-mit.info/)

Ein bestellter Psycho-Terror:

Hubschrauber gegen Menschen oder Tiere?
Wo verbergen sich die Drahtzieher? Wo ist die Kommandozentrale?

 

In Würzburg und Umgebung ist die Polizei offenbar auch dazu da, großangelegte Tier-Massaker vorzubereiten und gegen die Menschen vorzugehen, die das Leben der Tiere retten wollen.

Der Skandal: Am Donnerstag, den 12. Januar zwischen 14 und 15 Uhr, bedrohte die „Tier-Massaker-Bruderschaft“, die sich aus Hobby-Lusttötern, der Jägerlobby in Behörden sowie Kirchenkämpfern zusammensetzt, friedfertige Bürger und Tierschützer mit einem Polizeihubschrauber. Offenbar ist dieser Bruderschaft gerade das Friedfertige ein Dorn im Auge – und so gehen sie gegen Menschen vor, die das Leben schützen und erhalten.

Ein weiterer Skandal: Mehrere Tausend Euro kostet ein einziger solcher Hubschrauberflug die Steuerzahler – und dies bei leeren Kassen der Kommunen! An Kindergärten und Schulen wird gespart, im Kampf gegen Tier- und Naturschützer wird das Geld zum Fenster rausgeworfen. Und im Erdbebengebiet von Pakistan erfrieren Menschen, weil es zu wenig Hubschrauber gibt.

Sie kamen ohne Vorwarnung, ohne vorherige Ankündigung. Aus Richtung Hettstadt schlich sich der Hubschrauber im Nebel an und kreiste dann über eine Stunde lang über dem Grundeigentum der Landwirte von Gut Greußenheim – gespenstisch, bedrohlich, Angst erzeugend mit einem infernalischen Lärm von über 90 db(A). Als der Hubschrauber im Tiefflug über eine Waldweide mit Rindern flog, brach eine ganze Herde von Tieren in Panik durch den Zaun. Beobachter bezeugen: Der Hubschrauber hat mehrfach die vorgeschriebene Mindesthöhe von 100m unterschritten!

An einen demokratischen Rechtsstaat erinnert diese Vorgehensweise nicht...

Angeblich wollte man auf dem Eigentum der Landwirte von Gut Greußenheim Wildschweine zählen. Dies hatte die Jäger-Lobby in ihrem Sprachrohr, dem Provinzblatt Main Post, am 29. Dezember 2005 angekündigt (siehe Hauptartikel in DENK MIT Nr. 13 Jäger contra Tierschützer ).

Obwohl der Rechtsanwalt der Landwirte von Gut Greußenheim bereits am 2. Januar das zuständige Landratsamt Würzburg angeschrieben hatte und aus guten Gründen einen Befangenheitsantrag gegen den Auftraggeber des Hubschraubereinsatzes, den Jäger Oswald Rumpel, seines Zeichens Leiter der Unteren Jagdbehörde, einreichte, fand am Nachmittag des 12. Januar 2006 die Überfliegung des Grundeigentums der Landwirte von Gut Greußenheim statt.

Die Vorgehensweise erinnert dabei eher an ein Unrechtsregime, als an einen demokratischen Rechtsstaat: Weder hielt man es im Landratsamt Würzburg für nötig, über den juristischen Befangenheitsantrag zu entscheiden, noch hielt man es für nötig, die Grundeigentümer vorher über den geplanten Überflug zu informieren. „Dies ist kein ordnungsgemäßes Vorgehen in einem Rechtsstaat. Auch ist es bislang in Bayern immer noch üblich gewesen, auf Anwaltsbriefe rechtzeitig zu antworten und nicht einfach vollendete Tatsachen zu schaffen“, protestierte der Rechtsanwalt der Landwirte. Ist das der neue Stil der bayerischen Regierung?

Auf telefonische Rückfrage erklärte der Leitende Polizeidirektor Gerold Mahlmeister vom Polizeipräsidium Unterfranken, er habe den Flug auf Ersuchen des Landratsamts Würzburg angeordnet. Dass der Rechtsanwalt der Landwirte der Polizei bereits die Rechtswidrigkeit eines solchen Vorgehens schriftlich dargelegt hatte, wurde ignoriert. Der Name des Hubschrauberpiloten, gegen den Anzeige erstattet wird, wurde ebenfalls noch nicht bekannt gegeben. Beim Landratsamt Würzburg wollte man nicht sagen, wer den Psycho-Terror bei der Polizei bestellt hatte. Oswald Rumpel wollte keine Auskunft geben und verwies auf seinen Vorgesetzten, Regierungsdirektor Kraus, der nach seiner Rückkehr vom Urlaub in der kommenden Woche Auskunft geben könne.

Ging das Ganze vielleicht gar nicht vom Landratsamt Würzburg aus? Kam die Anweisung aus dem bayerischen Regierungsbereich? Oder steckt dahinter gar eine konfessionelle Anweisung? Es wäre nicht das erste Mal, ist doch die Kirche darin jahrhundertlang geübt, Andersgläubige auszuschalten. Gestern, im Mittelalter, beschuldigte man anständige Menschen, mit dem Teufel zu verkehren. Heute dienen Tiere als Vorwand, die man verteufelt, um sie ermorden zu lassen. Welche teuflische Machenschaften gestern und heute!

Als der Hubschrauber nach seinem Terror-Flug auf dem Flugplatz Schenkenturm bei Würzburg landete, stieg der Polizist PHM Albert Popp aus. Gegenüber den anwesenden Journalisten wiegelte er ab: „Reine Polizeiaktion, da ist niemand anderes im Hubschrauber“. Was PHM Popp nicht sagte: Er ist Hobbyjäger und jagt ausgerechnet im Revier von Jäger Norbert Gram in Hettstadt, dessen Revier an das Grundeigentum der Landwirte von Gut Greußenheim anschließt.

In der Nacht vor dem Hubschrauberflug war in den Nachbarrevieren, auch in Richtung Hettstadt, erhöhte Schussaktivität beobachtet worden. Offenbar wusste man dort von dem bevorstehenden Flug und sorgte dafür, dass möglichst viele Tiere auf dem Gebiet der Landwirte von Gut Greußenheim vor den Lusttötern Zuflucht suchen, damit sie dort vom Hubschrauber mit der Kamera erfasst werden können.

Gram muss rechtzeitig informiert gewesen sein, denn just zu dem Zeitpunkt, als der Hubschrauber flog, näherte er sich mit seinem Pkw und einem Mitfahrer dem Hof der friedliebenden Landwirte. Leitete er den Einsatz des Hubschraubers vom Boden aus, während sein Jagdkumpan PHM Popp im Hubschrauber agierte?

Hobby-Jäger PHM Albert Popp in der Luft, Jäger Norbert Gram vom Boden aus

Die dubiose Aktion wurde immer seltsamer: Warum führte Gram bei seiner Aktion deutlich sichtbar eine Aufschrift an seinem Pkw, mit der er den urchristlichen Glauben der Bewohner von Gut Greußenheim beleidigt? Warum beobachtete er von Süden her längere Zeit die Wohngebäude der dort lebenden Urchristen, während der Hubschrauber von Norden her auf den Hof zuflog? Ging es in Wahrheit gar nicht um die Tiere, sondern hatte man es auf die Menschen abgesehen?

Was wollte der Hubschrauber?

Wie anders sollte man die verwunderliche Tatsache erklären, warum der Hubschrauber ziemlich flott über Wälder, Baumplantagen und Felder hinwegflog, die ja bekanntlich der Lebensraum von Wildtieren sind? Warum stand der Hubschrauber dagegen lange über dem Hofbereich? Hier leben ja bekanntlich keine Wildschweine, die man ja angeblich zählen wollte, sondern Menschen – Urchristen. Wozu hat sich die Tier-Massaker-Bruderschaft mit fanatischen Religionskämpfern verbündet?

Eines scheint klar zu sein: Die Einheit zwischen friedlichen Menschen, Tieren und Natur auf Gut Greußenheim ist beiden ein Dorn im Auge.

Ein Beobachter sagte: „Ein Polizei-Hubschrauber über dem Hofbereich – das ist ein Einschüchterungsversuch, eine deutliche Drohgebärde. Nach dem Motto: Euch kriegen wir noch.“ Ein anderer Beobachter meinte: „Das ist wie bei einer Menschenjagd. Tiere jagen, Menschen hetzen ... Wo wird das noch hinführen?“

Man fühlt sich fast an die Aussage von Leo Tolstoi erinnert: „Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.“ Was hat Tolstoi damit gemeint?

Welche Rolle spielt Landrat Zorn?

Waldemar Zorn machte sich als Bürgermeister von Hettstadt und katholischer Kolpingfunktionär bundesweit einen Namen als Kämpfer gegen Andersgläubige. Auf seiner „Abschussliste“ standen die Urchristen des Universellen Lebens, von denen einige in seiner Gemeinde Grundstücke gekauft hatten, um Häuser zu bauen und dort mit ihren Familien zu leben. Zorn organisierte Hetzveranstaltungen gegen die unbescholtenen Bürger, lud berufsmäßig lügende Inquisitoren ein, die bei Veranstaltungen für faschistoide Stimmung sorgten, so dass gegen anwesende Urchristen Drohungen und Beschimpfungen geäußert wurden wie: „Aufhängen sollte man euch!“ und „Heil Hitler!“

Dorfbürgermeister Zorn machte Karriere und wurde Landrat des Landkreises Würzburg. Und steht damit ausgerechnet der Behörde vor, welche die Hubschrauberflüge angeordnet hat. Ein Zufall?

Dafür, dass hinter den angeblichen jagdlichen Notwendigkeiten ganz andere Drahtzieher stehen, welche die Jägerlobby für ihre Zwecke instrumentalisieren spricht vieles: Zum einen sind die Angriffe des Landrats Waldemar Zorn und des bundesweit bekannten Grenzjägers Gram aus Hettstadt offensichtlich konfessionell motiviert. Zum anderen greift auch der örtliche Jägerfunktionär Dr. Lehmann-Tolkmitt, dem man aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer der in Konkurs gefallenen Firma Noell Verbindungen zu einflussreiche Regierungskreise nachsagt, bei seinen öffentlichen Auftritten und in schriftlichen Äußerungen immer wieder zu üblen Schmähtiraden gegen den Glauben der Urchristen. Hinzu kommt die nur mühsam verheimlichte Zusammenarbeit von Lusttötern, jägerfreundlichen Schreibern der Provinzpresse und kirchlichen Verleumdungsbehörden auch heute. Und es erscheint kaum wahrscheinlich, dass allein der Arm der Jägerlobby weit genug reichen würde, um dem Schießer Gram den Rücken für sein aggressives Vorgehen gegen friedliebende Bürger auf die Dauer freizuhalten. Erst kürzlich wieder verschwand in einem Fall von Wilderei, der aus dem Revier von Norbert Gram gegenüber dem Gebiet der Landwirte von Gut Greußenheim verübt wurde, nicht nur das gestohlene Wildschwein spurlos, obwohl der Fall sofort der Polizei gemeldet wurde, auch sonst hat man in dieser Angelegenheit nichts mehr gehört. Ganz anders in einem ähnlich gelagerten Fall von Wilderei im Spessart. Dort waren keine Urchristen die Geschädigten. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen umfangreiche Ermittlungen auf. Gram mag zwar auch von seinen Jagdgenossen in den Behörden gedeckt werden, aber hier sind andere Kräfte am Werk, die zuschauen, wie es zu Sabotageanschlägen, Morddrohungen, dem Schuss-Terror kommt und der Bespitzelung von Menschen aus der Luft, aus meterhohen riesigen Beobachtungstürmen oder aus dem Auto durch Gram. Dass dabei oft großkalibrige Waffen mit starken Zielfernrohren mitgeführt werden, die bis in die Wohnräume der Bewohner von Gut Greußenheim reichen, scheint diese Kreise nicht zu stören. Auch nicht die zuständigen Behörden beim Landratsamt Würzburg oder die noch aus Zorns Zeiten in Hettstadt bestehenden Seilschaften in der Gemeinde Hettstadt, mit dem Bürgermeister Götz an der Spitze.

Jäger töten Wildtiere, Haustiere und Menschen – und bekommen den Segen der Kirchen

Dass die Lusttöter in Deutschland jedes Jahr nicht nur über 5 Millionen Wildtiere und 300.000 Hauskatzen und 30.000 bis 40.000 Hunde umbringen, sondern allein im Jahr 2004 mindestens 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen zu Tode kamen, passt auch ins konfessionelle Konzept, das die Jagd befürwortet und seit jeher auch Menschen bedroht. Es orientiert sich an den dogmatischen Aussagen der katholischen Kirche: „Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, aufs gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen. Deshalb muss sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte.“ Nachzulesen bei Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, S. 256. Laut Duden Rechtschreibung bedeutet „ausmerzen“: radikal beseitigen. Und Martin Luther befahl allen Andersgläubigen zu schweigen: „Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister, der Meister Hans heißt.“ (gemeint ist der Henker)

Unsaubere Politik des Landratsamts Würzburg: Landwirte stellen Antrag, einem anderen Landratsamt zugeordnet zu werden

Wenn die Aussagen der Beamten zutreffen, ist Ausgangspunkt des letzten Angriffs das Landratsamt Würzburg unter Waldemar Zorn. Zorn verstand sich immer als Garant für die Wahrung der Interessen der katholischen Institution und damit auch für deren verbindliche Ausmerzungsanweisungen. Auch wenn der einzelne Beamte möglicherweise anders denkt, wird sich im Landratsamt Würzburg immer diese unsaubere Politik mit der faschistoiden Tendenz des Kirchenmannes Zorn durchsetzen, die er früher so ungeniert unter Beweis gestellt hat. Die Landwirte von Gut Greußenheim werden deshalb jetzt offiziell den Antrag stellen, dass sie der Zuständigkeit eines anderen Landratsamtes unterstellt werden, solange beim Landratsamt Würzburg solche Verhältnisse herrschen. Das Gleiche gilt auch für die Würzburger Polizeidienststelle, solange der Jäger PHM Popp dort den Ton angibt.

Unter dem Krieg gegen Kirchenaussteiger müssen auch Tiere leiden

Besonders bedauerlich ist, dass unter dem Krieg gegen Kirchenaussteiger wieder einmal die Schwächsten unserer Gesellschaft, die Tiere, leiden müssen, weil sie als Vorwand für andere unlautere Ziele herhalten müssen. Für die Tiere haben sich bisher nicht nur die Bewohner von Gut Greußenheim und viele Tausende ihrer Freunde in aller Welt eingesetzt, sondern Unterstützung kam von Hunderten von Tierschutzorganisationen weltweit. Auch die Medien im Ausland berichten laufend über die Vorgänge um das Landratsamt Würzburg. Wir werden alle unsere Freunde über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten und danken allen auch für die weitere Unterstützung.

Wenn Sie uns helfen wollen, protestieren Sie bei:

 

Regierung von Unterfranken
Peterplatz 9
97070 Würzburg
Fax: 0931/380-2222
e-mail: poststelle@no spam pleasereg-ufr.bayern.de

 

Landratsamt Würzburg
Herrn Landrat Waldemar Zorn
Postfach
97067 Würzburg
e-mail: poststelle@no spam pleaselra-wue.bayern.de

 

Landratsamt Würzburg
Untere Jagdbehörde
Herrn Oswald Rumpel
Postfach
97067 Würzburg
e-mail: O.Rumpel@no spam pleaselra-wue.bayern.de

Unterschriftenaktion:

Vorsicht! Auch dies geschieht in der Behördenjagd von Edmund Stoiber!

Leo Tolstoi: »Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.«
Deshalb: Schluss mit der Jagd auf Tiere! Wann auf Menschen?

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