Das Ziel der Tierversuche ist die Gesundheit des Menschen zu fördern. Wenn diese Rechnung aufgehen würde, dann müsste angesichts der Unmenge von Tierversuchen der Kampf gegen die Krankheiten der Menschen ja wesentliche Fortschritte erlangt haben. Ist das wirklich so?
Die Kritik am Tierversuch ist so alt wie der Tierversuch selbst. Immer wieder treten nicht nur Tierschützer, sondern auch Wissenschaftler an die Öffentlichkeit, um vor den negativen Auswirkungen der Tierversuche zu warnen.
Baukosten für ein neues Tierversuchszentrum in Würzburg:
31 Millionen Euro
Forschungsgelder bundesweit für tierversuchsfreie Forschungsprojekte: weniger als 4 Millionen Euro
Um erfassen zu können, was ein Tierversuch für eine Maus oder eine Ratte bedeutet, ist es hilfreich, einiges über das Leben dieser Nagetiere zu erfahren.
Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Gänse und andere Tiere werden durch bloßes Anfassen und durch sogenannte Routine-Untersuchungen wesentlich mehr gestresst, als bislang angenommen. Die Stressreaktionen der Tiere verfälschen die Tierversuchsdaten.
Besonders bitter für die Tiere und viele Tierschützer ist das Verhalten der Kirchen gegenüber diesem lebenswichtigen Thema. Im katholischen Katechismus steht: »Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig...«
Menschen sollen das Bild Gottes sein. Ein großer Teil der Menschheit ist zum Bildnis ihres Schicksals geworden, denn die Qualen und das Leiden der Übernächsten, der Tiere, wird zur Qual, zu dem Leid und vielfach zum grausamen Sterben des Menschen.