Um erfassen zu können, was ein Tierversuch für eine Maus oder eine Ratte bedeutet, ist es hilfreich, einiges über das Leben dieser Nagetiere zu erfahren.
Maus und Ratte sind empfindende und kommunizierende Lebewesen. Mit der Mäusesprache verfügen die Mäuse über eine gut ausgebildete Kommunikationsmöglichkeit untereinander. Für das menschliche Ohr sind davon nur einige Lautäußerungen wie Angst-, Schmerz- und Drohschreie vernehmbar. Die eigentliche Mäusesprache ist für unsere Ohren nicht hörbar, da ihr Hauptvokabular im Ultraschallbereich liegt. Neben der Mäusesprache besitzen Mäuse eine, auch für uns Menschen wahrnehmbare, gut ausgeprägte Körpersprache. Vom Menschen wissen wir, dass seine Körpersprache, also seine Haltung und Bewegung, von seinen Gedanken und Gefühlen gesteuert wird. Ähnlich ist es bei Mäusen, Ratten und Meerschweinchen. Man kann ihren Bewegungen entnehmen, was in ihnen vorgeht: Angst, Vorsicht, Aufmerksamkeit und Neugier, Entspannung und Geborgenheit lassen sich bei Mäusen zum Beispiel an ihrer Körperhaltung, an der Haltung ihres Kopfes und an der Stellung ihrer Ohren sehr gut erkennen.