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fühlende Lebewesen!

Tiere sind
fühlende Lebewesen!



Die Fakten:

Um erfassen zu können, was ein Tierversuch für eine Maus oder eine Ratte bedeutet, ist es hilfreich, einiges über das Leben dieser Nagetiere zu erfahren.
Maus und Ratte sind empfindende und kommunizierende Lebewesen.  Mit der Mäusesprache verfügen die Mäuse über eine gut ausgebildete Kommunikationsmöglichkeit untereinander. Für das menschliche Ohr sind davon nur einige Lautäußerungen wie Angst-, Schmerz-  und Drohschreie vernehmbar. Die eigentliche Mäusesprache ist für unsere Ohren nicht hörbar, da ihr Hauptvokabular im Ultraschallbereich liegt. Neben der Mäusesprache besitzen Mäuse eine, auch für uns Menschen wahrnehmbare, gut ausgeprägte Körpersprache. Vom Menschen wissen wir, dass seine Körpersprache, also seine Haltung und Bewegung, von seinen Gedanken und Gefühlen gesteuert wird. Ähnlich ist es bei Mäusen, Ratten und Meerschweinchen. Man kann ihren Bewegungen entnehmen, was in ihnen vorgeht: Angst, Vorsicht, Aufmerksamkeit und  Neugier, Entspannung und Geborgenheit lassen sich bei Mäusen zum Beispiel an ihrer Körperhaltung, an der Haltung ihres Kopfes und an der Stellung ihrer Ohren sehr gut erkennen.

Tiere haben eine feinere Wahrnehmung als der Mensch:

Menschen und Tiere nehmen ihre Umgebung mit ihren Sinnen wahr. Je sensibler der Geruchs-, Seh-, Gehör-, Geschmacks- und Tastsinn ist, desto intensiver wird die Umwelt erlebt. Die Sinne der Tiere reagieren zum Teil feiner als die des Menschen. Am besten ausgeprägt bei der Maus ist ihr Geruchssinn. Das Riechvermögen der Maus ist vergleichbar mit einer Hundenase, und der Hund gilt als das Säugetier mit der »besten« Nase. Mäuse erriechen ihre Nahrung, ihre einzelnen Rudelmitglieder, ihr Revier, ihre Partner und fremde Artgenossen. Das Leben der Mäuse ist deutlich dadurch geprägt. Ein weiteres sehr gut entwickeltes und wichtiges Sinnesorgan der Maus sind ihre Tasthaare, die um die Schnauze angeordnet sind. Sie reagieren hochempfindlich auf jede Berührung und helfen der Maus, sich auch in der Nacht oder im Dunkeln gut zurechtzufinden. Mit Hilfe der Tasthaare kann eine Maus auch sehr schnell abschätzen, ob ein Loch, ein Gang oder eine Spalte, durch die sie hindurch will, groß genug für sie ist. Mit ihren gut ausgeprägten Sinnen erlebt die Maus ihre Umwelt sehr intensiv, vielleicht sogar intensiver, als der Mensch die seine erlebt. Wie mag sie da wohl ihre Gefangenschaft im Laborkäfig und die an ihr durchgeführten Experimente empfinden?

Ausgeprägter Gehörsinn:

Auch das Gehör ist ein sehr gut ausgeprägtes Sinnesorgan der Maus. Mäuse können im Vergleich zu uns Menschen deutlich höhere Töne wahrnehmen. Dies hängt auch mit ihrer Lautsprache zusammen, die hauptsächlich im Ultraschallbereich liegt.
Im Gegensatz zu Gehör-, Geruchs- und Tastsinn ist die Sehkraft der Maus eher schlecht entwickelt. Die Maus sieht  nur im ganz nahen Bereich gut. Jedoch hat sie, durch die seitliche Anordnung der Augen am Kopf, eine fast vollkommene Rundumsicht und kann Bewegungen - herannahende Feinde oder Hände, die in den Käfig greifen - sehr schnell wahrnehmen.

Von den Fähigkeiten einer Ratte kann der Mensch nur träumen:

Eine weitere lebenswichtige  Fähigkeit, die bei Ratten bekannt ist, haben die meisten Menschen verkümmern lassen: Ratten merken, wenn sie einen Wasser-, Salz- und Kalorienmangel haben und wählen ihre Nahrung entsprechend aus. Unbekannte Nahrungsmittel werden nur gesondert und in kleinen Mengen verzehrt. Auf diese Weise können die Ratten feststellen, welches Nahrungsmittel ihnen nicht bekommt oder sie krank machen kann.

 

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