Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Tierversuche oftmals nicht vor den klinischen Studien am Menschen, sondern parallel dazu durchgeführt werden. Dadurch wird der vorgegebene Sinn der Tierversuche - nämlich als vorausgehender Test zur Sicherheit für die spätere Erprobung am Menschen zu dienen - von den Forschern selbst widerlegt und ad absurdum geführt. Prof. Roberts und Team kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen zu ungenau sind und deswegen Patienten gefährden können. Aufgrund schwerwiegender Mängel sind Tierversuche nach Auffassung von Prof. Roberts eine Verschwendung von Steuergeldern. Entsprechend kritisierte er auch, dass trotz der offenkundigen Schwachpunkte immer noch mehr Geld in die sogenannte experimentelle Grundlagenforschung mit Tierversuchen investiert wird als in klinische Studien, die den Patienten in den Mittelpunkt der Forschung stellen. Abschließend fordern Prof. Roberts und seine Mitarbeiter, dass alle bestehenden Forschungsergebnisse aus Tierversuchen systematisch überprüft werden sollten, bevor neue Experimente durchgeführt werden. In Fachkreisen wurden diese warnenden Hinweise bislang nicht ernst genug genommen.