Auf der Internetseite der FINANCIAL TIMES Deutschland findet sich am 28. November 2005 ein Bericht über den ökumenischen Eröffnungsgottesdienst zur Einweihung des neuen tierexperimentellen Zentrums der Friedrich Alexander Universität Erlangen. Dort wurde von der evangelischen Pfarrerin und dem katholischen Pastoralreferenten, die den Gottesdienst gestalteten, den Zuhörern vorgespielt, dass sich die Tiere den Versuchen selbst zur Verfügung stellen würden. Zitat: »Ich bin ein Geschöpf Gottes. Ich habe Gefühle. Manchmal habe ich keine Lust, zu arbeiten. Manchmal liege ich auch nur so herum, weil ich große Schmerzen habe. Manchmal bin ich traurig, weil Mitglieder meiner Familie gestorben sind. Doch es geht mir gut, wenn ich so mein Zuhause anschaue, für das die Menschen so viel Geld ausgegeben haben. Nur für uns, die Versuchstiere. Wir stellen uns selber zur Verfügung. Tun unser Bestes für gute Ergebnisse. Das ist unser Beruf, unsere Aufgabe; dafür sind wir da. Es ist kein leichter Beruf, weil wir zum Schluss sterben müssen, für die Menschheit. Wir erwarten dafür Achtung, Behutsamkeit, Sorgfalt und Dank an Gott.«
Solange die Kirchen den Menschen, die mit den Tierversuchen ihr Geld und Ansehen verdienen, die moralischen Argumente für ihr Tun liefern, so lange sind sie für die Leiden der Tiere mitverantwortlich. Das hat jedoch nichts mit dem Leben und der Lehre des Jesus von Nazareth zu tun: Er kam, um Mensch und Tier und alles Leben von Not und Qual zu erlösen. Er lehrte sinngemäß: »Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu!«