»Niemals fand ich Menschenliebe, wo keine Tierliebe war.
Wer das Leben wahrhaft respektiert, respektiert auch das Tier,
denn das Leben wurde uns beiden von Gott geschenkt.«
Prof. Konrad Lorenz, Nobelpreis für Medizin 1973 (1903-1989)
»Es gibt keinen objektiven Grund für die Annahme, dass menschliche Interessen wichtiger seien als tierliche.«
Bertrand Russell, Mathematiker und Philosoph, 1950 Nobelpreis für Literatur (1872-1970)
»Wer gegen arme, hilflose Mitgeschöpfe, die unter ihm stehen, erbarmungslos gewesen ist, hat kein Recht, wenn er in hilflose Lage kommt, zu einem höher stehenden Wesen zu beten: Herr, erbarme dich meiner!«
Bertha von Suttner, österr. Pazifistin; Friedensnobelpreis 1905 (1843-1914)
»Die unschuldigen Pflanzen und Tiere sind von Gott in des Menschen Hand gegeben, dass er sie liebe und mit ihnen wie mit schwächeren Geschwistern lebe.«
Hermann Hesse, 1964 Literaturnobelpreis (1877-1962)
»Die religiöse Ehrfurcht vor dem, was unter uns ist, umfaßt natürlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf, die unter ihm entstehenden Geschöpfe zu ehren und zu schonen.«
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter (1749-1832)
»Niemals sollen die Menschen so weit sich vergessen und die lebende Kreatur behandeln wie alte Schuhe und abgenützte tote Geräte, die sie fortwerfen mögen, wenn sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Wir sollen es nicht tun und uns niemals bei alten lebendigen Wesen nach dem Nutzen fragen, den sie nur schwach oder gar nicht mehr haben.«
Plutarch, griech. Philosoph und Schriftsteller (45-125)
»Es ist der untrüglichste Maßstab für die Redlichkeit des Geistes einer Gesellschaft, wie weit sie die Rechte der Tiere anerkennt. Denn während die Menschen sich nötigenfalls, wo sie als einzelne zu schwach sind, um ihre Rechte wahrzunehmen, durch Koalition, vermittelst der Sprache, zu allmählicher Erzwingung ihrer Rechte zusammenschließen können, ist die Möglichkeit solcher Selbsthilfe den Tieren versagt, und es bleibt daher allein der Gerechtigkeit der Menschen überlassen, wie weit diese von sich aus die Rechte der Tiere achten wollen.«
Leonard Nelson, dt. Philosoph (*1927)
»Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.«
Immanuel Kant, dt. Philosoph (1724 - 1804)
»Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur dem Bauern, der darauf wartet, dass der Fluss versiegt, ehe er ihn überquert.«
Horaz, klassischer röm. Dichter (65 - 8 v. Chr.)
»Heute, da Tierschutz zusehends "in" ist, heute springen sie nach altbewährter Manier auf den fahrenden Zug, die kirchlichen Propagandisten. Mit dem nunmehr hochgespielten St. Franziskus will die Kirche die Tierliebe sozusagen erfunden haben - und hat doch die armen Tiere zweitausend Jahre lang verraten, ihre Ausbeutung gerechtfertigt, ihre Leiden für null und nichtig erachtet.«
»Noch heute haben Tiere keinerlei Rechte, die Menschen keinerlei Pflichten ihnen gegenüber laut der offiziellen Lehre der katholischen Kirche. Moral und Sünde, das alles spielt sich exklusiv zwischen Gott und Mensch, Mensch und Mensch ab; was mit den Tieren passiert, ist belanglos.«
Nelly Moia, luxemburgische Englisch-Professorin, Tierschützerin und Buchautorin
»Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.«
»Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis aufs äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: Die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen.«
»Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.«
Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788-1869)
»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«
»Wenn du keinen Menschen töten kannst - gut ; kannst du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser ; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht - Tu, was du mit deinen Kräften zustande bringst - darauf kommt alles an.«
Leo Tolstoi, russ. Humanist und Dichter (1828-1910)
»Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selber leidet?«
Romain Rolland, franz. Dichter, Nobelpreisträger (1866-1944)
»Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.«
Charles Darwin brit. Naturforscher und Begründer des Darwinismus (1809-1882)
»Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.«
Mahatma Gandhi, Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Nobelpreis 1913 (1869-1948)
»Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.«
Helmut Kaplan, dt. Philosoph (*1952)
»Ich habe es nie über mich bringen können, ein Lebenslicht auszulöschen, das aufs neue anzuzünden mir die Macht fehlt.«
Sven Hedin, schwedischer Asienforscher (1865-1952)
»Je früher unsere Jugend von sich aus jede Roheit gegen Tiere als verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, dass aus Spiel und Umgang mit Tieren nicht Quälerei wird, desto klarer wird auch später ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der Großen Recht und Unrecht ist.«
Theodor Heuss, 1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1884-1963)
»Seid gut zu den Menschen, zu den Pflanzen und zu den Tieren! Hetzt weder Menschen noch Tiere, noch fügt ihnen Leid zu.«
Laotse, (ca. 3. - 4. Jh. v. Chr.) chinesischer Philosoph
»Eine Welt muss umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden könnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.«
Rosa Luxemburg, Politikerin, Revolutionärin und Mitbegründerin des Spartakusbundes (1870 - 1919)
»Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du.
Das Tier hat Freude und Schmerz wie du.
Das Tier hat einen Hang zum Streben wie du.
Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.«
Peter Rosegger, österr. Schriftsteller (1843-1918)
»Es wird lange dauern, bis die Menschheit begriffen hat, dass nicht nur die Völker der Erde ein Volk sind, sondern dass Menschen, Pflanzen und Tiere zusammen "Reich Gottes" sind und dass das Schicksal des einen Bereichs auch das Schicksal des andern ist.«
Luise Rinser, dt. Schriftstellerin (*1911)
»Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten.«
»Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.«
Albert Schweitzer, Arzt, Musiker und Theologe; Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965)
»Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.«
Sigmund Freud, österr. Nervenarzt, Begründer der Psychoanalyse (1856-1939)
»Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge! Wenn du alles liebst, so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren, und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen!«
Feodor Dostojewski, russ. Dichter (1821-1881)
»Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln. Die Art und der Grad, wie der Mensch die Pflicht gegen die Tiere erkennt und übt, bildet einen Maßstab seiner sittlichen Erkenntnis, ja man darf sagen: seines religiösen Gefühls.«
Berthold Auerbach, Schriftsteller (1812-82)
»Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden konnten. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass die Schwärze der Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Vielleicht wird eines Tages erkannt werden, dass die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder die Endung des Kreuzbeins ebensowenig Gründe dafür sind, ein empfindendes Wesen diesem Schicksal zu überlassen. Was sonst sollte die unüberschreitbare Linie ausmachen? Ist es die Fähigkeit des Verstandes oder vielleicht die Fähigkeit der Rede? Ein voll ausgewachsenes Pferd aber oder ein Hund ist unvergleichlich verständiger und mitteilsamer als ein einen Tag oder eine Woche alter Säugling oder sogar als ein Säugling von einem Monat. Doch selbst wenn es anders wäre, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht: können sie verständig denken? oder: Können sie sprechen? sondern: Können sie leiden?«
Jeremy Bentham, englischer Jurist und Philosoph (1748 - 1832)
»Welche Rechte haben wir Menschen eigentlich, jene Geschöpfe zu quälen, die so viel ältere Rechte an der Erde haben als wir selbst? ... Es ist höchste Zeit – oder ist es gar zu spät? -, dass wir den Tieren ihre Rechte wiedergeben. Und dass wir alle, die wir so gerne von Menschrechten reden, für die Rechte der Tiere genauso engagiert eintreten.«
Dagmar Berghoff, Tagesschau-Sprecherin (1943-)
»Tierquälerei! Ein Frevel ist´s am Geist der Liebe, der das Tier geschaffen hat.«
Dante Alighieri, ital. Dichter (1265-1321)
»Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen.«
Sigmund Freud, Psychoanalytiker (1856-1939)
»Ethik gegenüber dem Menschen und Rohheit gegenüber den Tieren sind zwei Verhaltensweisen, die sich nicht vereinbaren lassen, denn Grausamkeit gegen Tiere geht nahtlos in Grausamkeit gegen Menschen über.«
Robert Jungk, Schriftsteller, Zukunftsforscher (1913-1994)
»Wir leben im Frieden und sind dennoch der Gewalt ausgeliefert, einer privilegierten, von den Ämtern gesegneten Gewalt, die unsere Welt immer unbewohnbarer macht. Gegen unseren Willen nimmt man uns Seen und Meere, lässt unsere Flüsse sterben, skelettiert die Wälder. Wer sich dagegen auflehnt, sagt ein Gericht, handelt moralisch glaubwürdig, ist jedoch juristisch im Unrecht. So weit haben wir es gebracht. Wer sich noch eine gewisse Loyalität zur Schöpfung bewahrt hat, kann juristisch im Unrecht sein. Da muss man sich doch nach der Beschaffenheit der Gesetze fragen, die es der Gewalt erlauben, gegen alle die zu handeln, die an der Zerstörung der Umwelt nicht verdienen.«
Siegfried Lenz, Schriftsteller, Friedenspreis des Dt. Buchhandels 1988 (1926-)
»Ich bin für Tierrechte ebenso wie für Menschenrechte. Das ist es, was einen vollkommenen Menschen ausmacht.«
Abraham Lincoln, US-Präsident (1809-65)
»Das Leid der Kreatur und das Leid der Menschheit gehören zusammen, und der Blick des geängstigten Tieres mahnt uns, Mensch zu werden in der Menschheit; er mahnt die Menschheit, eins zu sein in ehrfürchtiger Verwaltung der Schöpfung.«
»Wie Kain nach Abel gefragt wurde, so werden auch wir nach unseren Brüdern, den Tieren gefragt werden. Wo wir das begreifen, könnte ein Christentum aufbrechen, das von wenigen gelebte, noch immer unentdeckte.«
Reinhold Schneider, Schriftsteller (1903-58)
»Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück. Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat - wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?«
»Reichtum spendet die Erde verschwenderisch, friedsame Nahrung. Und sie gewährt euch Gerichte, die frei sind vom Mord und vom Blute.«
Pythagoras, griech. Philosoph, Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)
»Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!«
Jean Paul, Dichter (1763-1825)
»Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere sind, wird es Krieg geben auf dieser Erde.«
»Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht!«
»Solange die Menschen Tiere quälen, foltern und erschlagen, werden wir Krieg haben. Wie können wir irgendwelche idealen Zustände auf Erden erwarten, wenn wir die lebenden Gräber getöteter Tiere sind? Wenn ich einst sterbe und mir all die Tiere, die ich nicht gegessen habe, das letzte Geleit geben, wird es ein großer und schöner Trauerzug.«
»Unseren Brüdern aus der Tierwelt:
Ein wandelnd Grab sind wir für jedes Tier.
Wir schlachten`s nur, der Sinnenlust zu frönen.
Daß Wesen Rechte haben, so wie wir –
denkst du daran, kannst du darob nur höhnen?
Wir flehn um Licht an jedem Tag des Herrn:
Zeig uns den Weg, daß unser Fuß nicht wanke!
Wir hassen Krieg und Kämpfen liegt uns fern,
die Seele quält ja jeder Haßgedanke –
Und morden gleich dem Raubtier mit der Pranke!
Wie Raben leben wir von Aas und Bein;
und keiner kann das Leid, die Schmerzen zählen
die Geldgier schafft. Und keiner hört das Schrei´n
wehrloser Tiere, die beim Sport wir quälen.
Wie wollen wir in dieser Welt erreichen
den Frieden, den wir suchen in der Not?
Wir flehn um ihn - auf Hekatomben Leichen –
zu Gott, mißachtend sittliches Gebot!
Doch aus der Grausamkeit quillt Krieg und Tod.«
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker; Nobelpreis 1950 (1856-1950)
»Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.«
»Bis auf weiters das Messer blitzt,
die Schweine schrein,
man muss sie halt benutzen.
Denn jeder denkt: "Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?"
Und jeder schmunzelt, jeder nagt
nach Art der Kannibalen,
bis man dereinst "Pfui Teufel!" sagt
zum Schinken aus Westfalen.«
Wilhelm Busch, dt. Dichter und Zeichner (1832-1908)
»Gewiss ist es, dass dieses scheußliche Blutbad, welches unaufhörlich in unseren Schlachthäusern und Küchen stattfindet, uns nicht mehr als ein Übel erscheint, im Gegenteil betrachten wir diese Scheußlichkeiten, welche oft pestilenzialisch wirken, als einen Segen des Herrn und danken ihm in unseren Gebeten für unsere Mördereien. Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch zu ernähren?«
François Voltaire, franz. Aufklärungsphilosoph und Schriftsteller (1694-1778)
»Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erste Mal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Es handelt sich gewiss nicht um Löwen und Wölfe, die wir zum Selbstschutz essen - im Gegenteil, diesen Tieren schenken wir gar keine Beachtung; vielmehr schlachten wir harmlose, zahme Geschöpfe ohne Stacheln und Zähne, die uns ohnehin nichts anhaben könnten. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen. Wenn ihr nun behaupten wollt, dass die Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte, dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt - jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln, nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils.«
»Für ein kleines Stückchen Fleisch nehmen wir den Tieren die Seele sowie Sonnenlicht und Lebenszeit, wozu sie doch entstanden und von Natur aus da sind«
Plutarch, griech. Philosoph und Schriftsteller (45-125)
»Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.«
»Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können.«
Albert Einstein, Physiker und Nobelpreisträger (1905), Vater der Relativitätstheorie (1879-1955)
»Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Anti-Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.«
Thomas Alva Edison, Erfinder der Glühbirne
»Gibt es nicht Nahrungsmittel, ohne dass man Blut gebraucht? Heißt es nicht die Menschen zur Grausamkeit ermutigen, wenn man ihnen gestattet, den Tieren das Messer in das Herz zu stoßen?«
Denis Diderot, franz. Enzyklopädist (1713-1784)
»Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!«
»Du hast den Menschen als König der Tiere bezeichnet - ich aber würde sagen: König der Raubtiere, unter denen du das größte bist; denn hast du sie nicht getötet, damit sie dir zur Gaumenbefriedigung dienen, wodurch du dich zum Grabe aller Tiere machst? Erzeugt denn die Natur nicht genug Vegetabilien, mit denen du dich sättigen kannst?«
»Es wird ein Tag kommen, an dem die Menschen über die Tötung eines Tieres genauso urteilen werden, wie sie heute die eines Menschen beurteilen. Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren ebenso verurteilen, wie wir heute das Essen von unseresgleichen, die Menschenfresserei, verurteilen.«
»Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.«
Leonardo da Vinci, ital. Maler und Universalgenie (1452-1519)
»Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung.«
»Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.«
»Der Mensch kann leben und gesund sein, ohne dass er zu seiner Ernährung Tiere tötet. Wenn er also Fleisch isst, so ist er mitschuldig am Morde von Tieren, nur um seinem Geschmack zu schmeicheln. So zu handeln, ist unmoralisch. Das ist so einfach und unzweifelhaft, dass es unmöglich ist, nicht beizustimmen. Aber weil die Mehrzahl noch am Fleischgenuss hängt, so halten ihn die Menschen für gerechtfertigt und sagen lachend: 'Ein Stück Beefsteak ist aber doch eine schöne Sache, und ich werde es heute mit Vergnügen zu Mittag essen’.«
»Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muss, die Fleischnahrung: Denn abgesehen von der Aufregung der Leidenschaften, die durch diese Nahrung verursacht wird, ist dieselbe ganz einfach unsittlich, weil sie eine dem sittlichen Gefühl widersprechende Tat, das Morden, erfordert.«
»Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit ernst gemeint ist.«
Leo Tolstoi, russ. Humanist und Dichter (1828-1910)
»Die Speisekarte - das blutigste Blatt, das wir schreiben.«
»Gegenüber dem Tier ist der Mensch Gewohnheitsverbrecher.«
»Moralische Bedenken gegen Kalbsbraten?
Von seiten der Erzieher nicht.
Von seiten der Jurisprudenz nicht.
Von seiten der Moraltheologie nicht.
Von tausend anderen moralischen Seiten nicht.
Von der des Kalbes vielleicht?«
»Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif.«
»Wer Tiere isst, steht unter dem Tier.«
»Fleisch macht das Essen nicht schlechter, aber den Esser.«
»Tierfreunde: Erst Lämmchen streicheln, dann Lammbraten; erst den Angler anpöbeln, dann Forelle blau. Jäger mögen sie nicht: - Wildbret!«
»Verdient eine Menschheit, die Trilliarden Tiere tötet, nicht eben das, was sie dem Tier antut?«
»Der Mensch: ein heruntergekommenes Tier.«
Karlheinz Deschner, Dr. phil., Historiker, Literaturwissenschaftler, Philosoph und mehrfach preisgekrönter Autor (* 1924)
»Es wird ein großer Fortschritt in der Entwicklung unserer Rasse [sie meint: des Menschengeschlechts] sein, wenn wir Früchteesser werden und die Fleischesser von der Erde verschwinden. Alles wird möglich auf unserem Planeten von dem Augenblick an, wo wir die blutigen Fleischmahle und den Krieg überwinden.«
George Sand, franz. Schriftstellerin (1804-1876)
»Sie haben soeben zu Mittag gegessen; und wie sorgfältig auch immer das Schlachthaus in einer taktvollen Entfernung von einigen oder vielen Kilometern verborgen sein mag: Sie sind mitschuldig.«
Ralph W. Emerson, US-Schriftsteller und Politiker (1803-1882)
»Ich fühle zutiefst, dass geistiges Wachstum in einem gewissen Stadium uns gebietet, damit aufzuhören, unsere Mitgeschöpfe zur Befriedigung unserer leiblichen Bedürfnisse zu schlachten.«
»Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.«
»Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.«
»Die Erde hat genug für die Bedürfnisse eines jeden Menschen, aber nicht für seine Gier.«
»Indem wir Fleisch genießen, sind wir alle Komplizen der an Tieren verübten Grausamkeiten beim Transport, auf den Märkten und in den Schlachthäusern, und wer weiß, ob dieses gemarterte Fleisch, das wir uns einverleiben, uns nicht seinerseits zu neuen Brutalitäten und Grausamkeiten fähig macht.«
Mahatma Gandhi, Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Nobelpreis 1913 (1869-1948)
»Offenbar tritt in dem Maße, wie die Kultur sich hebt, an die Stelle der Fleischkost die Pflanzenkost.«
August Bebel, dt. sozialdemokratischer Politiker (1840-1913)
»Ich bitte dich nicht, mich zu verschonen, wenn du in Not bist, sondern nur, wenn du frevelhafte Begierde hast. Töte mich, um zu essen, aber morde mich nicht, um besser zu essen!«
Cicero, röm. Staatsmann und Redner (106-43 v. Chr.)
»Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, dass diese sogenannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstieges entgegengehen? Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren.«
Alexander Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde (1769-1859)
»Man darf nicht essen, was ein Gesicht hat.«
»Ich glaube an den friedlichen Protest, und keine Tiere zu essen ist ein gewaltfreier Protest.«
»Wir sind Fast-Vegetarier geworden, als wir einmal auf einem schottischen Bauernhof unseren Sonntagsbraten aßen und dabei fröhlich spielenden Lämmern zusahen. Auf einmal wurde uns bewusst, dass wir gerade eines dieser Lämmer verspeisten. Danach aßen wir nur noch ab und zu Wurst. Später, in einem Urlaub auf Barbados, fuhren wir einem Laster mit prächtigen Hühnern hinterher. Plötzlich verschwand er in einer Hühnerverarbeitungsfabrik. Seitdem essen wir nichts mehr, was man vorher töten muss.«
Paul McCartney, Sänger, ehem. Beatles-Gitarrist (*1942)
»Der Vegetarismus ist mir seit Jahrzehnten ein inneres Anliegen, und ich halte ihn für die naturgemäße Lebensweise des Menschen [...] Es ist mir unbegreiflich, dass nicht jeder Tierfreund zugleich Vegetarier ist.«
Prof. Elly Ney, Pianistin (1882-1968)
»Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.«
Christian Morgenstern, dt. Schriftsteller (1871-1914)
»Alle antike Philosophie war auf Simplizität des Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnislosigkeit. In diesem Betracht haben die wenigen philosophischen Vegetarier mehr für die Menschen geleistet als alle neuen Philosophen, und solange die Philosophen nicht den Mut gewinnen, eine ganz veränderte Lebensweise zu suchen und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen.«
»Die Vernunft beginnt bereits in der Küche.«
Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph (1844-1900)
»Es denkt der Mensch, zufrieden froh:
Ich bin kein Schlächter, blutig roh;
doch da der Mensch kein Wurstverächter,
so trägt die Mitschuld er am Schlächter.«
Eugen Roth, dt. Schriftsteller (1895-1976)
»Das Zeitalter, welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt. Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat; keine Ungerechtigkeit herrschte - alles war von Frieden erfüllt.
In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefräßigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.«
Ovid, röm. Philosoph und Dichter (43 - 18 v. Chr.)
»Ein Grund für den Vegetarismus sollte mehr, als gewöhnlich geschieht, herangezogen werden. Ich meine den Appell an das sittliche Bewusstsein, dass wir nicht durch Stellvertreter tun lassen dürfen, was wir nicht selbst tun würden. Ich habe kein sittliches Bedenken dagegen, meine Stiefel zu reinigen, meinen Tisch abzustauben oder auch mein Büro auszufegen. Mein Gefühl würde nicht verletzt werden durch Verrichtung dieser und hundert anderer Handarbeiten. Aber ich könnte keinen Ochsen niederschlagen, kein Schaf, besonders kein Lamm schlachten, keinem Geflügel den Hals umdrehen. Wenn ich das nicht tun kann, ohne meine besten Gefühle zu verletzen, so lehne ich es ab, eine andere Person es für mich tun zu lassen mit Verletzung ihrer Gefühle. Wenn kein anderer Grund zugunsten unserer Vereinigung spräche, so würde dieser eine genügen, um mich zur Annahme der fleischlosen Diät zu bestimmen.«
Sir Isaac Pitman, Erfinder der engl. Stenographie (1813-1897)
»Sie sollen sich lieber an den gesunden Kohl und an Getreidebrei halten als an Fasane und Perlhühner.«
Plinius, römischer Dichter (79 - 23 v. Chr.)
»Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.«
Volker Elis Pilgrim, dt. Schriftsteller (*1949)
»Nicht eine milde Form der Schlachtung, sondern ihre Beseitigung soll man anstreben. Je mehr man das Schlachten 'human' zu gestalten sucht, desto mehr stärkt man die Sache der Metzgerei selbst. Ein wirklich konsequenter Standpunkt des Tierschutzes wird erst dann gewonnen sein, wenn die Menschheit sich entschlossen haben wird, das Töten und Essen der Tiere aufzugeben.«
Prinz Max von Sachsen, kath. Theologieprofessor (1870-1951)
»Ich hege keinen Zweifel darüber, dass es ein Schicksal des Menschengeschlechts ist, im Verlaufe seiner allmählichen Entwicklung das Essen von Tieren hinter sich zu lassen, genauso wie die wilden Naturvölker aufgehört haben, sich gegenseitig aufzuessen, nachdem sie in Kontakt mit zivilisierteren gekommen waren.
Henry David Thoreau, US-Schriftsteller(1817-1862)
»Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie.«
»Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und Sterben des Schlachtviehs. Das geht automatisch vor sich. Eben noch ein Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch: unsre Nahrung. Unsre Art von Kannibalismus.«
Luise Rinser, dt. Schriftstellerin (*1911)
»Die Ethik der Ernährung zielt ab auf die Reinheit der Hände von Bluttat, die Reinheit unter der Haut und die Reinheit des Herzens. Aber von Reinheit des Herzens kann keine Rede sein bei einem unreinen Allesesser, der sich keine Gedanken und keine Gewissensbisse macht über die grauenhaften Verbrechen an der Tierwelt, die täglich in der christlichen Welt geschehen, nur für die Zwecke der menschlichen Ernährung.«
Dr. phil. C. Anders Skriver, dt. Philosoph und Autor(1903-1983)
»Meine Ansicht ist, dass wir, die für die Schonung der Tiere eintreten, ganz dem Fleischgenuss entsagen, und auch gegen ihn reden. So mache ich es selber. Und damit kommen so manche dazu, auf das Problem, das so spät aufgestellt wurde, aufmerksam zu werden.«
»Ich gebe mir darüber Rechenschaft, dass die Gewohnheit, Fleisch zu essen, nicht mit erhabenen Gefühlen in Übereinstimmung steht.«
Albert Schweitzer, Arzt, Musiker und Theologe; Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965)
»Als wir eines Tages über Freiheit und Gerechtigkeit sprachen, saßen wir gerade bei Steaks. Ich esse Elend, dachte ich mir, als ich den ersten Bissen zu mir nahm. Und spuckte ihn aus.«
Alice Walker, amerikan. Schriftstellerin (*1944)
»War uns der Anblick des den Göttern geopferten Stieres ein Gräuel geworden, so wir nun in sauberen, von Wasser durchspülten Schlachthäusern ein tägliches Blutbad der Beachtung aller derer entzogen, die beim Mittagsmal sich die bis zur Unkenntlichkeit hergerichteten Leichenteile ermordeter Haustiere wohlschmecken lassen sollen. Es sollte uns fortan nur daran gelegen sein, der Religion des Mitleidens, den Bekennern des Nützlichkeitsdogmas zum Trotz, einen kräftigen Boden zu neuer Pflege bei uns gewinnen zu lassen. Was erwarten wir denn von einer Religion, wenn wir das Mitleid mit den Tieren ausschließen?«
Richard Wagner, dt. Komponist(1813-1883)
»Wer über das gewöhnliche Leben hinaus will, der scheut blutige Nahrung und wählt nicht den Tod zu seinem Speisemeister.«
Joseph von Görres, dt. Schriftsteller der Romantik (1776-1848)
»Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, solange es lebt.«
Marie-Luise Holzer-Sprenger, dt. Autorin (*1952)
»Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.«
»Fische, die noch vor wenigen Stunden durchs Wasser geschwommen waren, lagen mit glasigen Augen, verletzten Mäulern und blutbefleckten Schuppen auf den Bootsdecks. Die Fischer, reiche Sportangler, wogen die Fische und prahlten mit ihren Fängen. Jedesmal, wenn Hermann Zeuge gewesen war, wie Tiere umgebracht wurden, hatte er denselben Gedanken gehabt: In ihrem Verhalten der Kreatur gegenüber waren alle Menschen Nazis.«
»Es wird oft gesagt, dass die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten, als ob dies eine Rechtfertigung wäre, dies weiterhin zu tun. Gemäß dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern, andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit jeher getan wurde.«
»Er hatte jetzt seit einiger Zeit daran gedacht, Vegetarier zu werden. Bei jeder Gelegenheit wies er darauf hin, dass das, was die Nazis mit den Juden gemacht hatten, dasselbe sei, was die Menschen mit den Tieren machten.«
»Wir sind alle Gottes Geschöpfe - dass wir um Gnade und Gerechtigkeit beten, während wir weiterfahren, das Fleisch der Tiere zu essen, die um unseretwillen geschlachtet wurden, ist unvereinbar.«
»Ich würde fortfahren, vegetarisch zu leben, selbst wenn die ganze Welt begänne, Fleisch zu essen. Dies ist mein Protest gegen den Zustand der Welt. Atomkraft, Hungersnöte, Grausamkeit - wir müssen Schritte dagegen unternehmen. Vegetarismus ist mein Schritt. Und ich glaube, ein sehr wichtiger.«
Isaac Bashevis Singer, jüdisch-amerikan. Schriftsteller; Nobelpreis 1978 (1904-1991)
»Warum ich nicht Brüder esse - einfach aus Familiensinn, das ist alles. Irgendwo muss Scham beginnen.«
»Wir sind in einem impertinenten Zustand des Fressens und Gefressenwerdens. Und das Ganze stört uns gar nicht, wenn wir dann uns kultivieren und die nächsten Verwandten von uns, die doch die Säugetiere sind, auffressen. Ja mehr noch, wir locken sie in Gehege, in Gulags. Und schneiden ihnen zu hohen christlichen Feiertagen die Kehlen durch und singen dazu „O du selige“.«
O.W. Fischer, dt. Schauspieler (*1915)
»Ich bin seit zwölf Jahren Vegetarier. Und ich war noch nie ernsthaft krank. Vegetarische Ernährung stärkt das Immunsystem. Ich glaube, dass Fleisch krank macht.«
Bryan Adams, kanadischer Rockstar (*1959)
»Das christliche Gewissen kann sich mit der Nichtanwendung des 5. Gebotes auf die Schlachttiere nicht zufriedengeben. Wer einmal ein Schlachthaus besichtigt hat, pflegt von dem Gesehenen mehr oder weniger schockiert und angewidert zu sein. Fast jeder kommt zu der Ansicht, dass das brutale Erschlagen von Tieren, die man zuerst herangezogen und gemästet hat, um sie schließlich aufzufressen, der heutigen Menschheit und speziell des Christentums unwürdig ist.«
Günther Weitzel, dt. Chemiker (1915-1984)
»Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr.« [Beim Betrachten von Fischen in einem Aquarium]
Franz Kafka, österr. Schriftsteller (1883-1924)
»Viele Rassen, die fast ausschließlich von Gemüse leben, weisen eine hervorragende Körperverfassung und Stärke auf.«
Nikola Tesla, kroat. Physiker, Elektrotechniker (1856-1943)
»Es ist die größte Befleckung, Leben zu entreißen und edle Glieder hineinzuschlingen.«
Empedokles, griech. Arzt (490-430 v.Chr.)
»Meiner Überzeugung nach wird auch einst die Zeit kommen, wo niemand sich wird mit Leichen ernähren wollen, wo niemand mehr sich zum Schlächterhandwerk bereit finden wird. Wie viele unter uns gibt es schon jetzt, die niemals Fleisch äßen, wenn sie selber das Messer in die Kehle der betreffenden Tiere stoßen müssten!«
»Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen, wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müssten, das sie verzehren.«
»Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt - der hat wohl Nerven, aber - Herz hat er nicht.«
Bertha von Suttner, österr. Pazifistin; Friedensnobelpreis 1905 (1843-1914)
»Ein Beweis, dass der Geschmack für Fleischkost dem Menschen nicht natürlich ist, liegt auch darin, dass die Kinder eine Abneigung gegen solche Speisen haben und den pflanzlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben, wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und dergleichen. Es ist höchst wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen Geschmack nicht zu verderben, und die Kinder nicht zu Fleischessern zu machen. Denn wie man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch gewiss, dass die starken Fleischesser im allgemeinen grausamer und wilder sind als andere Menschen.«
Jean Jaques Rousseau, frz.-schweizer. Philosoph, Pädagoge, Schriftsteller und Musikwissenschaftler (1712-1778)
»Die Metzelei an den Tieren, dieses KZ, das durch die Jahrhunderte geht, ist wesentlich verursacht durch die "Mutter Kirche".«
Prof. Dr. Hubertus Mynarek, dt. Humanist und Kirchenkritiker, Buchautor(*1929)
»Wir sind die Herren über alle Kreatur, wir erschlagen mitleidlos tagtäglich Millionen von Tieren, um ihr Fleisch zu essen, nicht ahnend, dass die Rache der Erschlagenen ebenso mitleidlos über uns kommen wird.«
Maximilian Oskar Bircher-Benner, schweiz. Arzt (1867-1939)
»Gibt es nicht Nahrungsmittel, ohne dass man Blut gebraucht? Heißt es nicht, die Menschen zur Grausamkeit ermutigen, wenn man ihnen gestattet, den Tieren das Messer in das Herz zu stoßen?«
Denis Diderot, frz. Schriftsteller und Philosoph (1713-84)
»Auf die Frage: Welche kulinarischen Genüsse schätzen Sie besonders? – Alle, für die kein Tier sterben musste.«
Elke Heidenreich, Schriftstellerin, Moderatorin (1943-)
»Alle Kriege kommen dadurch in die Welt, dass die Menschen die Tiere morden und ihre Leichen verzehren.«
Hesiod, griech. Dichter (700 v.Chr.)
»Fleischlos hält mich fit – ich fühle mich seither viel wohler. Ich bin überzeugte Tierschützerin.«
Ruth-Maria Kubitschek, Schauspielerin (1931-)
»Der Massenmord der Tiere zum Fleischgenuss ist heute nichts als ein um einen Grad geänderter Kannibalismus. Die ganze Welt stöhnt unter Wirren, Krankheiten und Misswirtschaft, - aber kann der Mensch verlangen, dass es ihm gut geht, wenn er selbst die Natur entheiligt und tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen ausübt?«
Manfred Kyber, Schriftsteller (1880-1933)
»Ich bin seit einem Monat vollkommener Vegetarianer. Die moralische Wirkung dieser Lebensweise ist ... eine immense. Du kannst dir denken, wie ich davon durchdrungen bin, wenn ich eine Regeneration des Menschengeschlechts davon erwarte. Bekehre dich zur naturgemäßen Lebensweise, ... und du wirst die Früchte gar bald selbst erkennen.«
Gustav Mahler, österr. Komponist und Dirigent (1860 – 1911)
»Vegetarisch ist viel gesünder – Fleisch kommt mir nicht mehr auf den Tisch.«
Birgit Schrowange, TV-Moderatorin, Schauspielerin (1958-)
»Ich scheue mich auch nicht, dir zu gestehen, wie sehr ich den Pythagoras geliebt habe. Sotion legte mir dar, aus welchem Grunde Pythagoras sich des Fleisches enthalten hatte und aus welchem Grunde dies später Sextius tat. Die Gründe der beiden waren verschieden, in beiden Fällen aber waren sie Ausdruck hoher Gesinnung. Sextius glaubte, dem Menschen stände genügend unblutige Nahrung zur Verfügung, und die Grausamkeit könne zur Gewohnheit werden, wenn man Lebewesen zum Vergnügen zerfleischen lasse ... Von solchen Worten wurde ich gepackt und begann, mich der Fleischnahrung zu enthalten. Schon nach Jahresfrist fiel mir diese Gewohnheit nicht nur leicht, sondern war mir angenehm. Ich hatte das Gefühl größerer geistiger Beweglichkeit.«
Seneca, röm. Philosoph, Dichter (4 v. Chr.-65 n. Chr.)
»Bei allem, was heilig ist in unseren Hoffnungen für das Menschengeschlecht, beschwöre ich diejenigen, welche die Wohlfahrt des Menschen wünschen und die Wahrheit lieben, die vegetarischen Lehren unbefangen zu prüfen. Vegetarismus ist die Lebensweise im Bewusstsein unserer menschlichen Würde.«
Percy Bysshe Shelley, engl. Dichter (1792-1822)
»Vivisektion ist nach meiner Auffassung das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen, deren sich der Mensch heute gegenüber Gott und seiner Schöpfung schuldig macht. Lieber auf das Leben verzichten, als es mit der Qual fühlender Geschöpfe erkaufen.«
Mahatma Gandhi, Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Nobelpreis 1913 (1869-1948)
»Die Vivisektion ist die größte und gemeinste Kulturschande der Gegenwart, sie ist moralisch und intellektuell dem Irrwahn der Hexenprozesse völlig gleichzustellen, und kein Volk, das sie duldet, hat ein Recht, sich ein Kulturvolk zu nennen.«
Kyber, Manfred, Schriftsteller (1880-1933)
»Niemals ist die Tierheit als Ganzes rechtloser gewesen als in unserer Zeit. Sie steht in Wahrheit vor der völligen Vernichtung, der Ausrottung. Und unsere Religion, die christliche, hat fast nichts getan, um das Tier als Geschöpf zu achten ... Eine Wissenschaft, die es sich gestattet, dass zur Feststellung längst bekannter oder nicht verwertbarer Tatsachen, immer wieder, täglich, jahrein, jahraus, Tiere zu Tausenden, zu Millionen lebend seziert werden, ungeachtet der Qualen solcher Opfer, eine Wissenschaft, die vor keinem Experiment am Lebendigen zurückschreckt, hat als Ganzes den Anspruch verwirkt, als rein, als schuldfrei zu gelten ... Sollte die Evolution alles verwerfen und den Menschen nicht? – Das glaube ein anderer. Mit der Vernichtung der Tierheit fällt das Urteil über den Menschen – unwiderruflich.«
Hans Henny Jahnn, Schriftsteller (1894-1959)
»Verantwortung, sagt Hans Jonas, heißt, dass uns etwas anvertraut ist. Natur gehört dazu. Was wir ihr antun, tun wir uns selbst an. In Tierversuchen liegt eine Verachtung der Schöpfung; hört auf damit.«
Siegfried Lenz, Schriftsteller, Friedenspreis des Dt. Buchhandels 1988 (1926-)
»Die sittliche Überzeugung unserer Zeit verabscheut die Vivisektion als eine Praxis, die mit dem öffentlichen Moralgefühl einer zivilisierten Nation in schreiendstem Widerspruche steht. Sie sieht in jenen raffiniert grausamen Experimenten an zahllosen, mit einem Seelenvermögen, Bewusstsein und Schmerzempfindung begabten Wesen ein offenbares Verbrechen gegen die über allem Nutzen stehenden Gebote christlicher und menschlicher Barmherzigkeit und einen Schimpf für die Wissenschaft selbst.«
Franz Liszt, Komponist (1811-1886)
»Heutzutage hält jeder Medikaster sich befugt, in seiner Marterkammer die grausamste Tierquälerei zu treiben, um Probleme zu entscheiden, deren Lösung längst in Büchern steht.«
»Tiere sind Brüder des Menschen.
Könnten doch alle Lebewesen frei sein von Schmerz!
Das Mitleid ist die Grundlage der Moral.«
Arthur Schopenhauer, Philosoph (1788-1860)
»Wer nicht davor zurückschreckt, Tierversuche zu machen, der wird auch nicht zögern, darüber Lügen zu verbreiten.«
George Bernhard Shaw, brit. Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur 1925 (1856-1950)