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  Das siebte Gebot Gottes
»Du sollst nicht stehlen.«

Das Wort „stehlen“ könnte man in zwei Kategorien einteilen. Die erste Kategorie könnte Diebstahl heißen, die zweite Kategorie Stehlen. Wie schnell sagt man: „Aber, aber, ich stehle doch nicht!“ Können wir Menschen das so ohne weiteres behaupten, wenn wir doch wissen, dass alles Energie ist und auch unsere Zeit ein Energiefaktor ist? Wer ist ein Dieb? Z.B. könnten wir den Menschen als Dieb bezeichnen, der Geld und Sachwerte entwendet. Ein anderer könnte als der Dieb bezeichnet werden, der seinen Mitmenschen die Zeit stiehlt, der z.B. lange, unnütze Gespräche mit viel Wenn und Aber führt und nicht auf den Punkt kommt; oder er ergeht sich im sogenannten „small talk“ und findet kein Ende; oder wenn einer vom anderen etwas verlangt, was er selbst hätte tun können; oder wenn der eine mit dem anderen streitet, weil jeder Recht haben will und keiner dem anderen sein Quentchen der sachlichen Richtigkeit zugestehen will. Die Zeit-, gleich Energievergeudung trifft in vielen Situationen zu, in vielfältigen Variationen, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Das und vieles mehr ist der Raubbau an Energie, wobei der eine dem anderen mehr oder weniger Energie stiehlt. Jeder von uns könnte sicher eine ganze Skala von Beispielen einbringen, wenn es darum geht, was dem Diebstahl oder dem Stehlen gleichkommt. Doch es geht nicht um weitere Erkenntnisse, welche Formen von Stehlen es gibt, sondern es geht um jeden von uns persönlich, in der Frage: Wann verstoße ich, wann verstoßen wir gegen das Gebot „Du sollst nicht stehlen“?
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