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Das vierte Gebot Gottes


»Du sollst Vater und Mutter ehren (achten)!«


Menschen der heutigen Zeit geben sich vielfach selbst die Ehre. Und Menschen ehren Menschen. Z.B. werden Menschen geehrt, die in die Gesellschaft beachtliche Forschungsergebnisse einbringen oder die von Positionierten in Regierung und Staat in höhere gesellschaftliche Ränge erhoben werden. In unserer Zeit werden z.B. Spitzensportler, Schauspieler und andere Künstler sowie Menschen, die ihren Luxus und Reichtum zur Schau stellen, bewundert und geehrt. Auch sollen die Kinder Vater und Mutter ehren. Wir sollen also Menschen die Ehre erweisen.

Wir Menschen sind vor Gottes Angesicht alle gleich, Brüder und Schwestern, Kinder eines Vaters, der im Himmel ist, so, wie es uns Jesus von Nazareth lehrte, der z.B. wie folgt zu den Menschen sprach, die das Volk im Namen des Ewigen lehrten:
„Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. ... Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

Einerlei, welche Titel der Mensch erwirbt und mit welchen Würden er sich schmückt – er ist vor Gottes Angesicht dem Nächsten gleich, ohne Titel und Würden; das gilt auch den Menschen, deren Kind, deren Erdensohn und -tochter wir sind. Das Gotteswort ist das ewige Gesetz, ist das wahre Leben. Es lautet unter anderem: „Einer trage des anderen Last“, was besagt: Einer helfe dem anderen.
Sich selbst als ehrenhaft geben oder sich von anderen ehren lassen, ist im all-ewigen, universalen Gesetz der Gleichheit, Freiheit und Einheit nicht vorgesehen. Die Gottes- und Nächstenliebe beinhaltet die Achtung vor dem Nächsten, dass wir Menschen uns also gegenseitig achten sollen und Gott, den allgegenwärtigen Geist, der das Leben in allen und in allem ist, Ehre erweisen, indem wir auch Seine Schöpfung achten, zu der Menschen, Tiere, Natur, die Mutter Erde gehören. Nur wer das Leben achtet, der ehrt Gott. Wer das Leben zerstört, der missachtet Gott.

 

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