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Das zweite Gebot Gottes


»Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.«


Wodurch verunehren wir Menschen Gottes Namen? Z.B. Wenn wir in Seinem Namen fluchen, unehrenhaft schwören oder leichtfertig „lieber Gott, lieber Gott!“ rufen, ohne uns darüber Rechenschaft zu geben, dass wir so den Namen Gottes ausrufen, ohne Ihn zugleich im Sinn zu haben. Oder wenn wir Grußworte verwenden wie „Grüß Gott!“ oder „Gott zum Gruß“, ohne zu beachten, dass wir die absolute Intelligenz in den Mund nehmen. In so manchen Gesprächen wird das Wort „oh Gott, oh Gott!“ ausgesprochen. Was denken wir Menschen dabei? Meist sind es nur leere Worte, Floskeln. Wie wir heute jedoch wissen, ist alles Energie. Daraus ist zu schließen: Für jedes Wort, das aus unserem Mund kommt, sind wir selbst verantwortlich, nicht Gott. Jeder Mensch, der Gottes Namen verunehrt, missbraucht Seinen Namen und vergeudet damit Energie, wodurch er sich selbst bestraft. Gemäß dem Gesetz Aktion gleich Reaktion sind wir für unser Denken, Reden und Handeln selbst verantwortlich – nicht der Allmächtige.
Von Christus ist uns geboten, unsere Gedanken und Worte zu hinterfragen, in dem Bewusstsein: Was denken und reden wir? Stehen unsere Verhaltensweisen in Einklang mit dem, was wir aussprechen, z.B. „Grüß Gott“ oder „Gott zum Gruß“ oder „Ach Gott, ach Gott!“? Alles ist Energie. So stellt sich die Frage: Bestraft uns Gott, wenn wir gegen unsere eigene Energie verstoßen, denn diese umfasst auch unser Erdenleben? Nein, wir selbst bestrafen uns, wenn wir unsere Lebenskraft, unsere Energie, mindern.
Immer mal wieder hört man: „Gott sei Dank ist mir dieses oder jenes gelungen bzw. nicht passiert!“ Sind wir dann Gott wirklich dankbar, oder ist es nur, leichthin gesprochen, eine Redewendung, eine Floskel? Leider nehmen wir in den seltensten Fällen solche Situationen ernst und zum Anlass, über uns selbst nachzudenken, über unser Verhalten, über unser Leben und nicht zuletzt über die Saat, die wir mit unseren Gedanken und Worten, bewusst oder unbedacht und unbesonnen, in den Acker unserer Seele einbringen.

Wir Menschen sollten uns immer öfter bewusst werden, dass unsere Saat irgendwann aufgeht. Was dann? Wer an Aktion gleich Reaktion glaubt, an Saat und Ernte, an Ursache und Wirkung, dem wird klar, dass der Ewige, den wir im Abendland Gott nennen, nicht straft. Infolgedessen zwingt Er uns auch zu nichts, weil Seine Gebote ausnahmslos heißen „du sollst“ und nicht „du musst“. Gerade die Gebote sind Angebote, sind orientierungsweisend. Der Mensch ist frei, zu denken, zu reden, zu handeln, wie es ihm beliebt. Weil wir Menschen frei sind, sind wir auch verantwortlich für unsere Werke, für all das, was wir tagtäglich fühlen, empfinden, denken, sprechen und tun.
Wir Menschen sollten unterscheiden zwischen „du musst“ und „wir müssen“.
„Du musst“ ist persönlich, der Person zugedacht und zugesprochen und ist somit gegen die Freiheit aus Gott, in der es heißt: „du sollst“.
Hingegen sind die Worte „Wir müssen“ unpersönlich, weil es allgemein gesprochen ist und keinen Menschen persönlich betrifft, außer, es ist ein Befehl. Dann geht dieser in das Persönliche über und macht unfrei. Daraus ergibt sich dann der bindende Beschluss, der heißt: Trenne, binde und herrsche!
Gott, der Ewige, bietet aus Seinem Himmelsgesetz die Gebote durch Mose nur an. In Verbindung mit der Lehre des Jesus von Nazareth, vor allem der Bergpredigt, sind sie der Weg in das Reich Gottes.

Christus ist der Mitregent des Reiches Gottes. Sein Name, Christus, wird auch in so mancher politischen Partei verunehrt, gleich missbraucht. Der Name des allmächtigen Gottes und der Seines Sohnes hat mit Politik nichts zu tun. Man fragt sich: Soll er eventuell nur als Aushängeschild benutzt werden, um Menschen zu blenden? Wer die Reden vieler Menschen, auch in den sogenannten christlichen Parteien, prüfen möchte und letzten Endes auch seine eigenen persönlichen Verhaltensweisen, der lese, was uns Jesus in der Bergpredigt als Unterscheidungsmerkmal empfohlen hat. Er lehrte uns unter anderem: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“
Wer die Zehn Gebote Gottes achtet und die Lehren des Jesus von Nazareth, der wird auch erkennen und erfassen, inwiefern der Name des Allerhöchsten und der Name des Jesus, des Christus, in sogenannten christlichen Parteien, Gemeinschaften, Kirchen und dergleichen missbraucht wird. Jeder muss sich für das, was er vorgibt oder dem er anhängt, vor dem Gesetz der Unendlichkeit, vor Gott und vor sich selbst verantworten; das gilt auch, wenn er von einem Unrecht weiß und schweigt und sich überdies noch dieser Vereinigung zugehörig fühlt.
In kirchlichen Institutionen ist vom strafenden Gott die Rede. Gemäß dem Gesetz des freien Willens bestrafen wir uns selbst, wenn wir um die Gebote Gottes wissen und sie ablehnen. Das Gesetz des Unendlichen ist die Gottes- und Nächstenliebe. Es beinhaltet die Freiheit. Wer kirchliche Satzungen befolgt, wo es heißt „du musst“, wer an die ewige Strafe, die Verdammnis heißt, glaubt, der hat noch nicht über den Missbrauch der Gebote Gottes und der Lehren des Jesus von Nazareth nachgedacht.

Wir Menschen werden immer wieder vom Ewigen, dem freien Geist, angehalten, den Sinn der Worte verstehen zu lernen, auch was die Gebote Gottes betrifft. Die menschlichen Worte sind nur Hüllen, ähnlich wie der Mensch selbst nur die Hülle des wahren Lebens, die Hülle seiner Seele, ist. Menschliche Worte sind also Hüllen, einer Schale gleich; die Inhalte sind ausschlaggebend.
Erst wenn wir Menschen bereit sind, die Wahrheit in den Geboten Gottes und in den Worten des Christus Gottes durch ihre Anwendung im täglichen Leben zu finden, dann erleben wir den freien Geist, der nicht zwingt und nicht bestraft.

Wie oft hören oder lesen wir von Saat und Ernte, von Ursache und Wirkung, von Aktion gleich Reaktion.
Eine alte Volksweisheit wird, wie so vieles, ohne tiefer zu blicken, gelassen ausgesprochen, z.B.: „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Wer also auf die Hinweise vom Ewigen nicht hören will, der geht seine eigenen Wege. Für die Stolpersteine, die er selbst auf seinen Weg legt, gewisse Inhalte seines Fühlens, Denkens und Sprechens, kann er nicht andere zur Verantwortung ziehen, und schon gar nicht den freien Geist, im Abendland Gott genannt. Wenn der Mensch irgendwann über seine selbst gelegten Hindernisse, gleich Stolpersteine, fällt, dann klagt er in den meisten Fällen Gott dafür an. Die alte Volksweisheit wird ebenso wenig beachtet wie das Gesetz „Was der Mensch sät, wird er ernten“. – Wer nicht hören will, muss also fühlen.
Wer seine eigenen Eingaben, seine eigenen Stolpersteine, zu fühlen bekommt, dem sollte bewusst sein, dass es die Abkehr von den Geboten und den Lehren des Jesus von Nazareth ist, von den unsäglich vielen Handreichungen und Hilfen des freien Geistes, Gott. Die Sorgen, die Nöte, das Leid und vieles mehr sind nicht der Wille des Ewigen, sondern der Ausfluss des irrationalen Denkens und Verhaltens des Menschen. Bekommt der Mensch seine eigenen Fußfesseln zu spüren, dann schreibt er es meist nicht sich selbst zu, sondern fragt: „Warum lässt Gott das zu?“ Statt dessen sollte er sich vielmehr fragen: „Mensch, warum lässt du es zu, dass dir das widerfährt?“

Eines sollte uns Menschen vor allem bewusst werden: Die Verantwortung in Bezug auf die Inhalte unseres Fühlens, Denkens, Sprechens und Handelns liegt einzig bei uns selbst. Manch einer könnte sagen: „Das hat aber mit Freiheit nichts zu tun. Gott müsste uns doch helfen und beistehen, Gott müsste uns schützen!“ – Der Ewige steht uns sehr wohl bei. Er hilft und schützt uns. Doch wenn wir nicht wollen, wenn wir Seine Hand ausschlagen, indem wir den Geboten Gottes und den Lehren des Jesus von Nazareth den Rücken zuwenden, dann wird es ähnlich sein wie bei einer Familie, wo der Vater zu seiner Tochter, zu seinem Sohn sagt: „Pass auf! Tue das nicht; das hat Konsequenzen.“ Tochter oder Sohn denken unter Umständen: „Ach, was der Vater sagt – die heutige Zeit ist eine andere; ich halte es so, wie ich es will.“ Trotz der mahnenden Worte des Vaters „Tue das nicht – es hat Konsequenzen“, meint unter Umständen die Tochter, der Sohn: „Wozu denn, was heißt Konsequenzen?“ Eventuell sagen sie trotzig, gar zornig: „Die nehmen wir auf uns!“ Was sagt unter Umständen der Vater?: „An meine mahnenden Worte kann ich euch nicht binden. Ihr habt die Freiheit, es zu tun; aber jeder von euch hat nun mal das zu tragen, was sich daraus für ihn ergibt.“

Ähnlich ist es bei Gott, unserem himmlischen Vater. Wenn der Mensch nicht will, obwohl er um die Gebote Gottes durch Mose und um die Lehren des Jesus von Nazareth weiß und meint: „Was soll das? Das interessiert mich nicht; wir haben eine andere Zeit; ich mache, was ich will“, dann wird Gott ihn zu nichts zwingen und ihn auch nicht bestrafen, denn der Mensch hat die Freiheit, weil Gott, der Ewige, allen Wesen und Menschen die Freiheit als Erbgut gegeben hat. Der ewige Geist, Gott, und Sein Sohn, Jesus, der Christus, versöhnen, vergeben und stehen bei, dann, wenn wir es wollen, wenn wir auf den einen freien, allgegenwärtigen Geist zugehen und das beachten, was Er uns angeboten hat: die Auszüge aus dem ewigen Gesetz der Gottes- und Nächstenliebe, die Zehn Gebote, und Jesus von Nazareth die Himmelslehre, vor allem die Bergpredigt.
Fragen wir uns: Wovor soll Gott, der Ewige, uns schützen – eventuell vor dem, was wir trotzig, gleich selbstherrlich, verursacht haben? Fragen wir uns: Wenn Gott so handeln würde, wären wir dann von heute auf morgen andere, unserem eigenen Denken und Verhalten gegenüber wachsamere Menschen, die das Ungute ihres Verhaltens, das zu den Misshelligkeiten führte, künftig lassen – oder würden wir mit dem, was uns beliebt, fortfahren?

 

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Die Zehn Gebote GOTTES durch Mose
ausgelegt mit den Worten der heutigen Zeit

Die Gebote Gottes durch Mose sind eine Liebegabe und eine Lebenshilfe des Ewigen für Seine Menschenkinder, Auszüge aus dem allumfassenden ewigen Gesetz der Unendlichkeit.
Das Leben ist Gott, der freie Geist, der in allen Kulturen weltweit ein und derselbe ist. Der freie Geist in allen Kulturen weltweit ist die unendliche Vielfalt und Fülle des Seins. Jedes Gebot Gottes ist ein Tor zur Fülle des Lebens, weil Gott, der freie Geist, das Leben ist.

Dieser Text ist auch als Broschüre »Die Zehn Gebote GOTTES durch Mose« erhältlich beim Gabriele-Verlag Das Wort.

 

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