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  Das zehnte Gebot Gottes
»Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.«

Das zehnte Gebot Gottes durch Mose lässt uns tiefer blicken, dann, wenn wir unsere Erde betrachten, die Gott allen Menschen gegeben hat, auf dass sie Seine Menschenkinder ernähre. Was hat der Mensch aus dem Planeten Erde gemacht? Letzten Endes eine Parzelleninsel. Wer Geld und Güter ererbt oder erworben hat, der besitzt ein entsprechend großes Landstück, eine große Parzelle, die er sein Eigentum nennt. Ein anderer besitzt nur ein kleines Stückchen von diesem großen, aufgeteilten Parzellenkuchen Erde. Wieder ein anderer hat kein Parzelleneigentum; er ist Arbeiter, der sein Brot und das seiner Familie verdient. Von diesem Verdienst leben er, seine Frau und Kinder so recht und schlecht. Der Parzellengroßbesitzer, der Großkapitalist, lässt auf seinem Parzelleneigentum, seiner Parzelleninsel, die Arbeiten von sogenannten Arbeitern und Angestellten verrichten. Er selbst lebt vorzüglich und genießt – letzten Endes durch die Arbeit anderer – das „mein“ und „mir“, das sein Leben ist. Er braucht nicht wie der Arbeiter, der Angestellte, sein täglich Brot zu verdienen; die anderen tun es für ihn. Die Arbeiter, die Angestellten bekommen ihren Lohn und der Besitzer daraus sein Kapital, das er entsprechend anlegt, um dadurch sein „Eigentum“ zu vermehren. Dass diese immer größer werdende Ungleichheit zu Neid, Hass, Begehrlichkeiten und dergleichen führen kann, ist nicht von der Hand zu weisen, wenn man bedenkt, dass in unserer Zeit die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer. Um wieviel deutlicher klingt heute das zehnte Gebote Gottes an unser Ohr. Schon Jesus von Nazareth sagte: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ Diese Aussage kann auf die Parzellierung des Erdplaneten bezogen werden. Die Jesusworte kümmern die Reichen noch weniger als früher, da noch mehr Herz auf dem persönlichen Prüfstand gewogen und die Werke der Nächstenliebe gemessen wurden. Heute ist sich jeder selbst der Nächste. Doch was gestern zählte, zählt auch heute. Keiner kann sein Geld und seine Güter ins Jenseits mitnehmen. So, wie der Reiche früher, so ist es auch heute. Keiner kann durchs sogenannte Nadelöhr kommen, weil das Himmelreich für den Reichen noch weit entfernt ist. Wo wird dann seine arme Seele sein, wenn der Reichtum nicht mehr zählt? Das Gesetz von Saat und Ernte wird den Ausgleich schaffen. Deshalb ist es nicht lohnend, des Nächsten Hab und Gut zu begehren. Auf jeden Fall: Die Erde ist Gottes Planet und nicht das Werk menschlicher Ichsüchte! Wer die Zehn Gebote Gottes durch Mose sinnbewusst erfasst, der erkennt: Ohne das gelebte Wort Gottes irrt der Mensch tagtäglich umher; er weiß nicht, wer er ist und warum er im Zeitlichen als Mensch lebt.
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