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  Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

In der Sendereihe „Urchristentum – Für oder Wider?“, die im Rahmen der Kosmischen Lebensschule über Radio, Telefon und Internet - in mehr als 10 Sprachen simultan übersetzt - in viele Länder dieser Erde übertragen wird, sprachen einige Urchristen am 04.11.2007 mit Gabriele, der Prophetin und Botschafterin Gottes, über die Grundfragen des Lebens:
Nachfolgend lesen Sie eine sinngemäße Zusammenfassung dieser Sendung: Viele Menschen stellen sich diese Frage gar nicht mehr. Sie begnügen sich damit, dass sie von ihren Eltern gezeugt wurden und sich jetzt eben durchs Leben schlagen müssen, ohne sich viel Gedanken über den Sinn dieses Lebens zu machen. Man will erfolgreich sein und das Leben nach Möglichkeit genießen. Eines Tages wird man sterben. Was danach kommt, bleibt für die meisten im Dunkeln, soweit sie überhaupt an ein Leben nach dem Tod glauben.
Woher kommt eigentlich diese Gleichgültigkeit und Abstumpfung? – Die kirchlichen Antworten auf die Lebensfragen, die uns so bewegen, waren so unerträglich, dass man lieber gar nicht mehr wissen wollte, woher man kommt und wohin man geht. Nach kirchlicher Lehre entsteht die Seele des Menschen bei der Zeugung. Was aus dieser Seele dann wird, entscheidet sich im Laufe eines mehr oder weniger kurzen irdischen Lebens. Wurde das Kind in die Kirche hineingetauft, hängt alles davon ab, ob es als Erwachsener den kirchlichen Lehren folgt und die von den Priestern angebotenen Sakramente empfängt. Geschieht dies nicht, droht, so die Kirche, der Seele ewige Verdammnis.
Im frühen Christentum wusste man noch von der Präexistenz der Seele, wie sie beispielsweise der große frühchristliche Lehrer Origines verkündete. Doch diese Lehre wurde auf dem Konzil von Konstantinopel im 6. Jahrhundert verdammt - und damit auch die Wahrheit der Reinkarnation, die sich übrigens auch in frühchristlichen Schriften findet, die nicht in das offizielle Evangelium der Bibel aufgenommen wurden. Der Glaube an die Wiedergeburt ist so alt wie die Menschheit. Er ist in allen Kulturkreisen zu finden – keineswegs nur im Osten, wie viele meinen.
Wir sind Urchristen. Und Urchristen sind absolut freie Christen, denn Urchrist sein heißt Christus anzugehören, denn Er, Jesus von Nazareth, bat die Menschen, Ihm nachzufolgen. Und Ihm nachzufolgen heißt, Seine Lehre nicht nur anzunehmen, sondern auch im Alltag umzusetzen. Daraus ergibt sich eine Innere Religion, das Innere Christentum. Denn der Geist Gottes ist inwendig in uns. Der Geist Gottes ist im Urgrund unserer Seele. Deshalb wandern Urchristen nach innen. Sie beten nach innen zu dem Christus Gottes in der Seele jedes Menschen. Sie wissen, dass jeder Mensch der Tempel Gottes ist und der Geist Gottes in jedem Menschen wohnt. Wozu dann eine äußere Religion, ein äußeres Christentum, Kirchen aus Stein, wenn jeder selbst der Tempel Gottes ist und jeder Mensch zum Christus Gottes unmittelbar beten kann? Ein stilles Kämmerlein ist evtl. notwendig, um sich als Mensch etwas mehr zurückzuziehen, sich zu verinnerlichen, um innig zu beten, aber einer Prunkkirche aus Stein bedarf es nicht. So lehrte es auch Jesus. Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein, sondern Er wohnt in jedem Menschen. Wenn uns das bewusst ist, dann müssen wir uns fragen: Warum gibt es Kirchen aus Stein mit unzähligen Schätzen, Dome, goldverbrämte sogenannte Gotteshäuser?
Die äußere Religion, die Kirchenreligion, macht unfrei. Sie hat Satzungen. Sie hat Dogmen. Sie hat Riten. Sie ist eine Institution der Kulte, der Rituale und nicht zuletzt eine Institution, die predigt, dass der Mensch, der die Rituale und die Kirchensatzungen nicht erfüllt, „auf ewig verdammt“ sei. In Gottes Reich gibt es keine ewige Verdammnis! Es ist offensichtlich, dass diese „ewige Verdammnis“ nur deshalb als logische Folge hingestellt werden konnte, weil die Institutionen Kirche die Wiedergeburt, die Reinkarnation, außer Acht ließ.
Die Reinkarnation ist ein Naturgesetz. Denken wir doch an den Frühling: Die Bäume schlagen aus. Der Saft kommt aus der Mutter Erde. Sie setzen Früchte an. Der Sommer bringt sie zur Reife. Im Spätsommer, im Herbst gibt die Natur die Früchte. Und Herbst und Winter ist Ruhezeit. Es ist ein Kommen, Sich-Zurückziehen, um wiederzukommen und zu geben. Das ist auch den Menschen auferlegt. Wenn der physische Körper stirbt, kann die Seele wiederkommen, um das zu erfüllen, was im ewigen Gesetz ist: das Geben und das Empfangen - das Geben geistiger Frucht und das Empfangen ewigen Lebens. Wenn nun der Mensch diese Gesetze des Lebens nicht erfüllt, dann ist die Seele mehr oder weniger sogar bereit, wiederzukommen, in ein Erdenleben, um das Allzumenschliche, die Blockade des Gebens und Empfangens, in der Kürze weniger Jahre abzubauen, bis sie das Geben aus dem Leben und das Empfangen des Lebens gelernt hat, um dann zurückzukehren ins ewige Vaterhaus. Das ist die Gnade Gottes. Damit ist die ewige Verdammnis aufgehoben. Und somit wäre auch die Institution Kirche aufgehoben – und vor allem auch die Macht, die sie sich mit dieser Verdammnisdrohung verschafft hat.
Wenn man an die Reinkarnation nicht glaubt, müsste man ja automatisch an die ewige Verdammnis glauben, denn wenn eine Seele sehr schwer belastet ist, ist sie nach Kirchenlehre ewig verdammt. Aber nicht nach der Gnade Gottes! Sie kann als Mensch wiederkommen, um ihre Schuld Schritt für Schritt zu beheben, um frei zu werden für das Leben, das Gott ist, und um dann schließlich einzugehen in das Leben, das Gott ist, und somit ins Vaterhaus.
Die Seele kommt aus der ewigen Heimat und war ursprünglich ein unbelastetes Geistwesen. Dieses ging mit dem Fallgeschehen in immer größere Verdichtungen, bis hin in ein materielles Dasein, in eine materielle Einkleidung. In dieser materiellen Einkleidung unterliegt die Seele dem Gesetz von Ursache und Wirkung, das nicht nur in der Physik gilt. Und solange die Seele und das körperliche Gefährt diesen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, muss sie die Unordnung, die sie durch ihre Verfehlungen in die kosmische Ordnung gebracht hat, wiedergutmachen. Gott hat Seinen Kindern die Freiheit geschenkt. Diese Freiheit, in Verbindung mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung, bedingt es, dass ich das, was ich selbst angerichtet habe, auch selbst wiedergutzumachen habe. Das ist die Gnade und schließt die ewige Verdammnis aus.
Saat und Ernte heißt Fallgeschehen. Der Fall entstand durch die Auflehnung gegen Gott. Göttliche Wesen wollten sein wie Gott. Und da es einen Gott gibt, ein Absolutes Gesetz, kann man sich nicht gegen Gott auflehnen. Doch wer sich auflehnt, der fällt eben in seine Ursachen hinein, in seine Saat. Und die Ernte ist das, was wir in der heutigen Zeit auf dieser Erde erleben: Der Mensch ist brutal, kriegerisch geworden, statt friedfertig. Jeder denkt nur an seine Belange; wenige sind offen für den Nächsten.
In Wirklichkeit kommt unser inneres, göttliches Wesen aus dem ewigen Sein und aus der Geschwisterschaft der großen Einheit. Aber wir Menschen haben diese Geschwisterschaft, die Bruderschaft, von der auch Jesus lehrte, nicht angenommen. Jeder ist gegen jeden; jeder will den anderen übervorteilen. Und wenn wir sagen, „ich bin nicht gegen meinen Nächsten“, dann müssen wir uns fragen: Wie sehen unsere Gedanken aus? Sind sie nicht oftmals gegen den Nächsten gerichtet? Gedanken sind nicht frei! Gedanken sind Energien, die eine Gravur in der Seele herstellen. Und diese Gravur bestimmt Saat und Ernte. Was ich eingraviere, zu dem werde ich. Und das bringe ich als Seele wieder mit, bis ich die allzumenschliche, die sündhafte Gravur bereinigt habe. Dann kommt wieder das Geistwesen hindurch, und wir kehren zurück ins Vaterhaus.
Gott gab uns doch den freien Willen. Wie kann Er, der uns den freien Willen gab, in unseren allzumenschlichen Willen, in unsere Hartnäckigkeit, in unsere Boshaftigkeit, in unsere Zuwiderhandlungen eingreifen?! – Wir wollen es doch so, also greift Er nicht ein. Aber Er gibt uns Gnade, dem ewigen Gesetz der Liebe, der Einheit und der Freiheit näherzukommen durch die Bereinigung unseres Allzumenschlichen. – Allgemein sei gesagt: Gott hat eingegriffen, aber nicht in das Gesetz von Ursache und Wirkung, sondern über Seinen Sohn, Christus, der uns die Erlösung brachte.
Die Erlösung ist nichts anderes als das Licht der Seele und somit der Schutz der Seele, dass sie nicht in die ewige Verdammnis fällt und sich nicht auflöst, wie es östliche Religionen lehren. Christus hat durch Seine Erlösertat eine weitere Auflösung aller Formen verhindert.
Die Erbsünde ist gleich die Fallsünde: die Auflösung aller göttlichen Formen. Die göttlichen Wesen, die sich gegen Gott gestellt haben, wollten die Auflösung aller von Gott geschaffenen Formen: der göttlichen Wesen, der himmlischen Natur, der Heimatplaneten, auf denen die Geistwesen leben. Somit wollten diese abtrünnigen göttlichen Wesen auch. die Auflösung der Dualität, der Verbindung zweier Wesen, die in Gott leben und aus deren Verbindung weitere göttliche Wesen hervorgehen, die das Reich Gottes weiter beleben, um weiter aufzubauen, weiter zu schöpfen und zu schaffen für das Reich Gottes, für die himmlische Heimat. Das Leben der Himmel also wollten einige göttliche Wesen auflösen. Sie strebten die Rückführung in den Urstrom an, aus dem der Ewige schuf und geistige, göttliche, reine Formen schuf, formgewordenes, ewiges, göttliches Gesetz der Liebe. Also ist die Erbsünde die Fallsünde: die Auflösung der Formen. Und Jesus, der Christus, hat gesagt: Gibt es nicht! Ich löse diese Erbsünde auf, indem Ich einen Teil Meines geistigen, göttlichen Erbes einsetze, den Seelen das Licht der ewigen Heimat bringe und sie einhülle, so dass sie nicht mehr aufgelöst werden können. Damit hat Er die Heimat, das ewige Vaterhaus, geschützt und jeder Seele wieder den Rückweg geschenkt nach Innen, zu ihrem ursprünglichen Sein als göttliches Wesen. Die göttlichen Wesen, die Schöpfungsgaben Gottes, aus Seiner Liebe gegeben, können also nicht aufgelöst werden – dank der Erlösertat des Jesus, des Christus. Er hat ja einen Großteil Seines göttlichen Erbes eingesetzt, um den Lichtfunken in unsere Seele zu senken. Dieses Innere Licht aktiv werden zu lassen, um auf diese Weise rein zu werden, wieder zum Ursprung, in die ewige Heimat, ins Vaterhaus zurückzukehren – das ist für die Urchristen die Innere Religion, die Anbetung des Christus Gottes in uns selbst.
Wer also für die ewige Verdammnis ist, der stellt sich letztlich gegen die Erlösertat des Christus. Hierin erkennt man die Zwiespältigkeit der Kirchenlehre. Wenn Jesus, der Christus, uns von allen Sünden, wie die Kirchen sagen, freigekauft hat durch die Erlösertat, warum gibt es dann in dieser Welt die Boshaftigkeit, die Zuwiderhandlungen, die Kriege, die Morde, den Totschlag, das Gegeneinander? Warum? – Das sind doch Sünden! Daraus ergibt sich: Jesus hat am Kreuz die Sünde nicht ein für allemal weggenommen, sondern Er hat uns den Schutz gebracht. Er hat sichergestellt, dass unsere Seelen sich nicht auflösen können, sondern dass die Seele, die im Inneren das Geistwesen trägt, sich reinigt und wieder zurückkehrt ins Vaterhaus. Folglich ist die ganze Kirchenlehre absurd. Die Kirche kann nur Macht auf jene Menschen ausüben, die nicht wagen zu denken.
Die Reinkarnation besagt, dass aufgrund der Gnade Gottes die Seele wiederkommen kann, erneut und wiederholt Mensch werden kann, um das zu bereinigen, was sie sich als Mensch in Vorinkarnationen an Belastungen auferlegt hat. Und jedem Menschen sind ja die Gebote Gottes und die Lehren des Jesus Christus gegeben, der Weg um frei zu werden, um das wieder zu empfangen, was die Geistwesen in sich tragen: das Geben und Empfangen, das Leben, die Bewegung des Lebens.
Mehr als der Hälfte der Menschheit ist das Gesetz von Ursache und Wirkung und der Gedanke, dass man sich mehrmals einverleiben kann, bekannt. Auch in der jüdischen Kabbala lebte der Reinkarnationsgedanke und in vielen Schriften, die die Kirche nicht in die kanonischen offiziellen Evangelien aufgenommen hat, wird vom Reinkarnationsgedanken ausgegangen. Es liegt sozusagen in der Seele das Wissen, dass Gott gnädig ist, unsere Freiheit respektiert, uns aber mehrmals die Möglichkeit gibt, uns Ihm zuzuwenden. Und diese Freiheit, dieser Grundgedanke, wurde durch die Satzungen der Kirche ausradiert.
Von der Kirche wurde praktisch ein Angstgebäude geschaffen, um den Menschen darin gefangen zu halten. Durch die Angst vor der ewigen Verdammnis, die sie schuf, hat die Kirche die Möglichkeit, den Menschen zu knebeln.
Der Mensch wendet sich also aus Angst der Kirche zu und nicht Jesus, dem Christus, der gesagt hat, »Kommet alle zu Mir her, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!«. (Mt 11,28) Die Kirche erquickt sie nicht, aber Jesus, der Christus, erquickt sie. Und wenn wir tatsächlich von Gott her an die Satzungen der Kirche, an die Dogmen, Riten, an Traditionen und so weiter, gebunden wären, dann könnte Er doch die Zehn Gebote und die Lehren des Jesus, des Christus, gleich außer Kraft setzen. Denn die bräuchten wir dann ja nicht. Die Gebote und die Lehren des Jesus, des Christus, sprechen eindeutig gegen die Satzungen, gegen die Traditionen, gegen das ganze Lehrgebäude der Institutionen Kirche. Die Kirche sagt „du musst“ und spricht von der ewigen Verdammnis; die Gebote sprechen „du sollst“, und die Lehren des Jesus, des Christus, sind eine beständige Handreichung. – Warum denn? Weil die Erlösung da ist und nicht die Satzungen der Kirche Gültigkeit haben.
All dieses geistige Wissen ist durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes für unsere Zeit, auf die Erde gekommen. Und sie hat uns auch alles vorgelebt, was urchristliches Leben ausmacht. Sie ist die leuchtende Fackel urchristlichen Lebens. Sie ist es, die uns Menschen den Christus Gottes erneut nahegebracht hat.
Bei dieser Frage tappen die meisten Menschen völlig im Dunkeln. Wenn wir die Todesanzeigen in den Zeitungen lesen, dann erkennen wir täglich, wie sehr die Menschheit herumirrt bei der Frage: Was ist eigentlich nach dem Erdenleben? Die einen meinen, man ist sofort bei Gott. Die anderen meinen, nun sei ewige Ruhe eingekehrt, der Tote würde – vielleicht schmerzlos – fortexistieren. Vielleicht existiert er überhaupt nur mehr in den Taten fort, die er hier vollbracht hat, im Gedenken der Nachkommen? Man weiß es schlichtweg nicht. Und durch die Prophetie Gabrieles haben wir ganz klar erfahren, was nach dem Erdenleben geschieht: Wir wechseln nur den Aggregatzustand, und die Seele lebt so fort, wie sie hier als Mensch gelebt hat, mit all den positiven und negativen Eigenschaften. Die wird sie mitnehmen und wird nun vor der Frage stehen, was sie damit macht: Ob sie sich in den Reinigungsebenen weiterentwickelt, oder ob sie erneut inkarniert, um hier ein neues Erdendasein zur raschen Läuterung der Seele auf sich zu nehmen.
Keine Energie geht verloren. Also gehen auch unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Handlungsweisen, unser ganzes Verhalten, sowohl positiv als auch negativ, nicht verloren. Damit prägen wir unsere Seele, und letzten Endes prägen wir doch auch unser Verhalten. Und da keine Energie verlorengeht, nimmt die Seele diese Energie mit. Mit all diesen Prägungen ist sie umhüllt. Wir nennen diese Umhüllungen die „Kleider der Seele“. Das Kleid, das als erstes in den Stätten der Reinigung, wo die Seele hingeht, aktiv wird, ist das erste Kleid in der Ordnung. Die Unordnung strahlt und will behoben werden. Dieses Kleid wird der Seele immer wieder nahegebracht. Die Seele bewegt sich in diesem Kleid, bis ihr bewusst wird, dass sie dieses Kleid ablegen darf. Göttliche Wesen, Brüder und Schwestern, reine Geschwister, lehren die Seele und geben ihr Hilfestellung, diese verschiedenen Kleider, diese verschiedenen allzumenschlichen, sündhaften Gravuren, abzulegen. Je mehr die Seele mitmacht, um diese in den Stätten der Reinigung abzulegen, um so leichter, um so lichter wird die Seele. Und dann entscheidet sie: Geht sie noch einmal zur Inkarnation, um Restbestände in der Kürze der Zeit abzulegen? Oder aber sie entscheidet sich anders: „An das, was mir hier gesagt wird, glaube ich nicht; mich zieht es zur Erde.“ Und dann geht sie wieder zur Erde, sobald ein Menschenkörper gezeugt ist, der ihren Eingaben, ihrer aktiven Gravur, entspricht. Die Seele hat verschiedene Kleider, verschiedene Belastungen, aber das, was aktiv ist, das zieht sie zur Erde. Dafür ist schon eine sogenannte Matrix im materiellen Universum vorbereitet, die sich aus den unterschiedlichen Eingaben aus den Vorleben zusammengesetzt hat. Und diese energetische Matrize bestimmt das Aussehen und den Werdegang der Seele im irdischen Dasein als Mensch.
Daraus ergibt sich: In meinem derzeitigen Leben präge ich schon den Körper und den Lebensweg meiner eventuellen zukünftigen Inkarnationen auf dieser Erde. Immer dann, wenn der Mensch sich der Reinigung der Seele nicht hingibt, sondern im Zeitlichen ständig gegen das Gesetz der Liebe, der Freiheit, der Einheit, der Brüderlichkeit, gleich der Geschwisterlichkeit, lebt, dann entsteht diese Matrize. Es entsteht also im materiellen Kosmos quasi ein energetischer Körper für die nächste Inkarnation.
Was gab uns der ewige Vater durch Mose? – Die Zehn Gebote. Daran können wir unser Denken und unser ganzes Verhalten orientieren. Stimmt es mit den Geboten überein? – Dann kam Jesus, brachte uns die Erlösung und brachte uns gleichzeitig den liebenden Vater nahe, dass wir die Liebe lernen, die unser wahres Wesen ist. Er lehrte uns die Bergpredigt. Er gab uns Hinweise für das Leben im Erdendasein. Und so können wir unser allzumenschliches Verhalten auch an der Lehre des Jesus, des Christus, messen. Wir haben also klare Hinweise: die Gebote und die Lehren des Jesus, des Christus. Befolgen wir sie Schritt für Schritt, so reinigt sich unsere Seele. Unser Gefühl sagt uns dann: Bitte um Vergebung! Zuerst einmal die Reue, dass ich sage: „Ich verstoße ständig gegen das, was mich der ewige Vater gelehrt hat, die Gebote. Ich verstoße immer wieder gegen die Lehren des Jesus, des Christus. Ich belaste meine Seele, die ruft: Befreie mich!“ – Habe ich wirklich von Herzen den Wunsch, frei zu werden und an der Hand des Jesus, des Christus, ins Vaterhaus zurückzukehren, dann entwickelt sich in mir die Reue. Und dann bitte ich meinen Nächsten, dem ich geschadet habe, um Vergebung. Oder wenn ich in Gedanken recht hässlich war, so bitte ich in Gedanken um Vergebung. Und wenn ich etwas getan habe, das gegen das Leben des Nächsten gerichtet ist – aber ebenso gegen das Leben der Tiere und der Pflanzen, also gegen die Natur –, dann habe ich doch die Pflicht, den Schöpfer um Vergebung zu bitten, denn es sind Seine Geschöpfe. Und Er vergibt. Und wenn ich Gleiches und Ähnliches nicht mehr tue, reinigt sich meine Seele, und ich fühle, dass ich Schritt für Schritt mehr Gesetze des Lebens erfüllen darf, z.B. die Zehn Gebote. Leitgedanke könnte sein: Was wir nicht wollen, dass es uns geschieht, das sollen wir weder unserem Nächsten zufügen, noch den Tieren, noch den Naturreichen. – Und wenn wir so handeln, dann reinigt sich unsere Seele. Die Matrize für weitere Inkarnationen, die wir vielleicht schon geschaffen haben, löst sich allmählich auf, und wir kehren Schritt für Schritt zurück ins Vaterhaus.
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