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  Vom Blutopferkult zum Erntedank

Liebe Besucherinnen und liebe Besucher, willkommen zur heutigen Andacht hier im Internationalen Begegnungsort von Menschen aller Kulturen weltweit. Ihnen und uns allen ein herzliches Gott zum Gruß!
Einige von uns saßen zusammen, um das Manuskript vorzubereiten für den heutigen Internationalen Begegnungsort „Erntedank“. Und wir haben uns gefragt: Wofür sollen wir eigentlich danken? Für das unendliche Leid, das wir der Mutter Erde zugefügt haben, wo doch jeder mehr oder weniger daran beteiligt ist? Wir sollten Gott danken für die Gesundheit, für unser ewiges Leben, das uns von Jesus, dem Christus, erneut geschenkt wurde durch Seine Erlösertat. Das sollten wir das ganze Jahr über tun. Doch wie sieht es mit dem Erntedank aus? Wir haben uns gesagt: Erntedank – so ohne weiteres „Erntedank“? Wo doch die Mutter Erde zu ihrem Schöpfer ruft um Erlösung!
Wir haben uns nun folgende Gedanken gemacht, die wir gerne gleich zum Erntedank vortragen wollen. Zuvor könnten wir uns nach innen wenden, um still zu werden. Und wer möchte, kann einige Augenblicke still mit uns beten.
Nach einigen Augenblicken der Stille:
Gott ist immer derselbe, gestern, heute und morgen. Er ist die Ewigkeit in alle Ewigkeit. Er ist Liebe und All-Leben. Die ganze Unendlichkeit ist Farbe, Form und Klang. Alles in allem nennt der Geist Gottes das die Symphonie des Lebens. Die Symphonien sind Harmonien, die die ganze Unendlichkeit durchströmen. Symphonien gleich Harmonien gehen von den sieben Grundkräften Gottes aus, welche das gesamte Universum speisen.
Jede Frucht hat eine andere Farbe, jede Frucht eine andere Form. Und so, wie die Farbe und die Form ist, so klingt die Frucht, weil das der Frucht ihr Bewusstseinsstand ist. Wenn wir das so hören und gleichzeitig die Gegebenheiten auf unserem Erdplaneten vor Augen haben, kann man ohne weiteres sagen: Die ganze Welt ist zum Missklang geworden. Es ist wohl Erntedankfest angesagt – doch wofür sollen wir danken? Für die Frucht, die der Mensch der Erde abringt, indem er dem Boden Mist und Gülle zuführt, auch Pestizide, Insektizide und vieles mehr? Alles das wird dem Boden aufgezwungen. Dadurch stirbt unzähliges Bodenleben; aber auch Tiere wie Hasen, Feldhamster, Lärchen, Igel, Insekten, Schmetterlinge, Käfer, Würmer, alle Kleinsttiere und die vielen Säugetiere, die in Hecken und Büschen und im Feld leben, gehen zugrunde. Das ist die Frucht des Menschen, das ist des Menschen Bewusstseinsstand. So kann man doch nicht sagen, dass wir Erntedank feiern! Wir zwingen die Erde, uns zu ernähren, tun ihr Gewalt an, damit sie uns das gibt, was wir ihr abfordern. Wir verlangen es.
Die Erde würde freiwillig gern geben, geben, geben, wenn wir ihr aus der Natur das zuführen würden, was die Erde braucht. Es ist das, was wir natürlich auch brauchen. Wir benötigen ebenfalls Nährstoffe wie Mineralien, Spurenelemente – wie die Erde. Erhält sie von uns, wessen sie bedarf? Nein – wir geben ihr Gift, und was werden wir ernten? Gift. Menschen, die wissen, wie sehr die Natur malträtiert, die Tiere gequält und hingemetzelt werden, können kein Erntedankfest feiern. Also wollen wir nicht Erntedank feiern, sondern aufzeigen, wer wir Menschen heute wirklich sind. – Keiner kann sich von dieser Bestandsaufnahme ausnehmen, denn wir alle haben dazu beigetragen, dass es so ist, wie es ist. – Was wird uns folglich die kommende Zeit bescheren?
Die Frucht des Baumes ist der Ausdruck dieses Baumes und entspricht der Art des Baumes. Und wie ist es bei uns? Gehen wir auf unser Leben zurück. Was ist unsere Frucht? Es ist das, was von uns ausgeht, das, was wir empfinden, fühlen, denken, reden und tun, was wir hervorbringen, schaffen, aber auch das, was wir energetisch – sichtbar oder unsichtbar – bewirken. Das zeigt, wer wir in Wahrheit sind; es offenbart unsere Art, die wiederum unser menschliches Wesen prägt, und das ist der Bewusstseinsstand der Menschen.
Die Frucht des Menschen ist also der Ausdruck seiner Reife. Was für Früchte können wir vorweisen? Viele von uns stehen im Herbst ihres Erdendaseins. Welche Früchte werden wir in das Jenseits mitbringen? Sind es die wahrlich reifen Früchte? Zeigen sie das Leben, das vom Schöpfergott durchdrungen ist? Oder sind es eher noch sehr magere Früchte, Früchte, die im Inneren faul sind, also unreif, unfertig?
Im Frühling bestimmen wir, wie es im Herbst sein wird. So ist auch die Jugend gefragt: Wie bestimmt die Jugend ihr Leben? Wie fühlt, denkt, spricht und handelt der junge Mensch? Wie klingt jetzt schon sein Körper? Der Körper ist die Frucht, die sich zeigt. Ist es ein wohltönender Klang? Ist der Klang voller Harmonie, oder sind jetzt schon Missklänge vorhanden? Die Zeit eilt, und die Stunden fliegen. Wie wird es für die Jugend im Herbst ausschauen? Was hat der Mensch, der im Herbst lebt, für die heutige Jugend getan, die auch in den Herbst hineinwächst? Was wird ihr zuteil werden? Das, was die Vorfahren der Jugend zugemutet haben: Missklänge, Missklänge, faule Frucht, eine zerrüttete und kaputte Erde ... Die Bilanz ist niederschmetternd. Erntedank ist damit gewiss nicht angesagt.
Und wie ist es bei den Mitmenschen, unseren Brüdern und Schwestern, im sogenannten reiferen Alter, z.B. im späten Sommer? Reifen gute Früchte heran? Kann der Einzelne von uns sagen: „Ja, Herr, ich stehe mehr und mehr in Deinem Leben. Mein Fühlen, Denken, Sprechen und Handeln habe ich zu Dir erhoben.“ Wer dies von sich sagen kann und entsprechend lebt, der wird reife Früchte bringen.
Im Sommer ist also Reifezeit. Der Herbst ist das Reifsein. Haben wir Menschen im Herbst die Reife des Lebens erlangt? Haben wir die Vollreife, um sagen zu können: Wir können nach dem Hinscheiden in das Reich Gottes zurück? Tragen wir also gute, wertvolle Früchte? Können wir mit Recht sagen: „Ich habe mein irdisches Leben nicht vergeudet, sondern Dir geweiht, o Herr!“? Diese Aussage, aus einem erfüllten, vollreifen Herzen gesprochen, ist entscheidend. Denn Gott lässt Seiner nicht spotten.
Jeder Mensch bestimmt selbst, welche Frucht er am Ende seiner Tage ins Jenseits mitnimmt. Sind es reife Früchte, die schon die Vollreife des Herzens tragen, oder ist es die unreife Frucht, die wieder zur Erde neigt, weil das Hüllenkleid Strahlung Materie heißt, denn so, wie der Baum fällt, so bleibt er liegen? Und, wie gesagt: Gott lässt Seiner nicht spotten. Wir Menschen können noch so oft Gott in den Mund nehmen und zu Gott beten – die Frage wird uns immer wieder gestellt, hier und drüben: Lebst du nach deinem Gebet? Lebst du nach dem Wort Gottes, das das Gesetz der Liebe, der Einheit und des Friedens ist?
Nehmen wir an, dass die unreife Frucht sich wieder zur Erde neigt, so ist die erneute Menschwerdung, die Reinkarnation, vorprogrammiert. Und gesetzt den Fall, dieser Mensch durchläuft noch einmal alle Chancen, die die Erdentage ihm bieten: Wird er dieses Mal zum Schluss geradewegs in die ewige Heimat schreiten?
Liebe Mitmenschen, prüfen wir uns selbst. Können wir sagen: „Einerlei, wohin mich das Leben gestellt hat, ich habe mein Bestes gegeben“? Wir können jeweils nur das geben, was wir zuvor als Gabe des Herzens in uns entfaltet und entwickelt haben. Geben wir immer das Beste – das, was Gott will? Denn die Gaben des Menschen erwachsen seinem Denken, seinem ganzen Verhalten. Das ist der Maßstab für den Menschen, an dem er selbst ablesen kann: Ist er Geber oder meist nur Nehmer?
Die Haltung der gesamten Menschheit sehen wir am Zustand der Erde. Können wir ein Erntedankfest feiern? Oder sollten wir uns, gerade in dieser Zeit, an die Brust klopfen und uns fragen: Was habe ich, was haben wir dazu beigetragen, dass die Mutter Erde so ist, wie sie ist? Lassen wir bei einigen Klängen der Musik diese Frage in uns nachschwingen. Denken wir aber nicht an uns, wie wir das so oft tun – denken wir über uns nach.
Nach einigen Takten Musik:
In der Natur ist alles einfach und zweckmäßig eingerichtet. Wohin der Baum gepflanzt wird – er tut stets sein Möglichstes, um das hervorzubringen, was in seiner Art liegt. Denken wir nun wieder an unser Leben. Machen wir uns bewusst: Tun wir, jeder Einzelne, unser Möglichstes, um das hervorzubringen, was in unserem Innersten liegt – die Reinheit, die Schönheit, das Edle und Feine? Entfalten wir und lassen das in uns werden, was dem Reich Gottes entspricht?
Die Natur leidet – warum? Weil wir der Natur nicht gedient haben. Sie ihrerseits dient uns unermüdlich. Hätte der Mensch auch der Natur gedient, dann hätten wir jetzt auf dieser Erde ein Paradies. Bedenken wir: Das ewig-unendliche himmlische Sein ist Einheit, die auf allumfassender Kommunikation beruht. Wo keine Kommunikation ist, da versumpft alles; da wird alles zerstört; da kann nichts richtig reifen, nichts gedeihen. Das Ergebnis ist diese Welt: eine Sumpflandschaft, in der Moder und Aas zunehmen. Wer wollte da noch Erntedank feiern? Wir müssen uns immer vergegenwärtigen: Die Erde möchte uns eine gesunde Frucht geben, doch wir gaben ihr Gift. Was kommt dabei heraus? Wieder Gift! Also könnten wir sagen: Unsere Nahrung ist vergiftet. Wollen wir dafür danken?
Wir haben jetzt Herbst. Was sagt die Natur? „Ich bin immer da, immer gegenwärtig.“ Sie ist stets bereit, zu helfen, zu dienen, zu geben und das Gute hervorzubringen, was in ihr liegt. Und was sagt der Mensch? „Irgendwann komme ich auch.“ Oder: „Ich bemühe mich.“ Würde das auch die Natur sagen, dann hätten wir nichts zu essen.
Viele Menschen haben nichts zu essen. Über 1 Milliarde Menschen auf dieser Erde darben und leiden Hunger. Und warum darben und leiden sie Hunger? Weil der Mensch das satanische Prinzip nährt „Ich bin mir selbst der Nächste!“, anstatt die Kommunikation zu pflegen. Die Reichen und Mächtigen dieser Welt sollten und könnten den hungernden Menschen nicht nur Brot geben, sondern auch Land, um ihnen zu helfen, das Land zu bebauen. Statt dessen beraubt man sie sogar der Rohstoffe.
Die Erde würde genügend gesunde Nahrung hervorbringen, genügend gesundes Getreide, genügend gesundes Gemüse, um alle Menschen auf dieser Erde zu ernähren. Doch was geschieht statt dessen? Vieles, was gewaltsam der Erde abgerungen wird, wird an künstlich gezüchtete, sogenannte Nutztiere verfüttert, die dann zu allem Überdruss nach einem leidvollen Leben die reichen Nationen schlachten und aufessen, um nicht zu sagen: auffressen. Sollen wir dafür danken?
Angesichts dieser Brutalität gegenüber der Mutter Erde mit ihren Tieren und der Natur, die dadurch ungleichgewichtig ist, fragt manch einer nach der Gerechtigkeit. Bei Menschen ist die Gerechtigkeit wohl nur sehr bedingt anzutreffen. Aber die Gerechtigkeit Gottes ist das Gleichmaß in allem, weil das Leben Einheit ist. Der Mensch hat das Ungleichgewicht auf dem Planeten geschaffen, woraus sich das Gesetz von Ursache und Wirkung ergab. Die Gerechtigkeit Gottes ist nicht das Gesetz von Ursache und Wirkung – wir, die Menschen, haben das Gesetz Aktion gleich Reaktion, Ursache und Wirkung, Saat und Ernte, geschaffen durch unsere boshafte und böse Saat. Die Auswirkung der boshaften, bösen Saat kommt oft erst am Ende des menschlichen Erdenlebens zum Tragen.
Aber ob einer arm ist oder reich, satt oder hungrig – jeder stirbt für sich allein. Wehe dem Schuldigen! Ihm wird seine Schuld spätestens in den Stätten der Reinigung offenbar. Eventuell hat er in einer weiteren Inkarnation nichts zu essen. Die schlecht genährte Seele muss lernen – wenn nicht drüben im Jenseits, dann hüben, wieder als Mensch. Denn: Was der Mensch sät, wird er ernten.
Nach dem Gesetz Gottes ist Geben und Empfangen Kommunikation – Allkommunikation ist das Leben. Im Herbst sprechen die Menschen sehr viel von den Früchten, die eingeholt werden sollen, eingeholt werden müssen.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Frucht und Furcht? Wahre Frucht, die des reifen Bewusstseins, ist die kosmische Frucht, die keine Furcht kennt, denn sie ist in Gott gereift. Wer ein sogenanntes geistiges Früchtchen geblieben ist, der fürchtet sich. Hat er Grund, sich zu fürchten? Wovor? Vor seiner eigenen Frucht. Jeder fürchtet sich nur vor sich selbst, vor seiner geistigen Kälte, die zerstörend auf ihn einwirkt und die er letzten Endes selbst ist. Sollten wir uns hingegen vor unseren Mitmenschen fürchten, so müssen wir uns die Frage stellen: Was liegt bei uns selbst zugrunde? Woher kommt die Furcht? Sind wir vielleicht das geistige Früchtchen, das viel geistiges Wissen hat – aber das Wissen wohl angenommen, aber die Verwirklichung in den Wind geschlagen hat?
Wovor fürchten wir uns also? Wovor? Der eine fürchtet sich mehr, der andere weniger. Aber immer heißt es: Wovor fürchten wir uns? Viele Menschen sind einsam und allein. Viele Menschen suchen nach Gemeinschaft und finden keine. Woran mag das wohl liegen? Die meisten Menschen denken: „Ich bin mir selbst der Nächste.“ Wozu dann aber die Frage nach Gemeinsamkeit mit anderen – wo doch jeder sich selbst der Nächste ist, im Denken, Reden und Tun?
Wahre Gemeinschaft ist Kommunikation, die nach Frieden sucht, weil der Friede aus der reifen Seele hervorstrahlt und die Gemeinschaft sucht. Wahre Kommunikation sucht also wahre Freunde, Brüder und Schwestern. Wahre Freunde sind miteinander; sie helfen und dienen einander. Die wahre Hilfe für den Freund ist die Hilfe und das Dienen am Nächsten. Das ist Einheit, das ist Kommunikation, das ist Friede, das ist der Beginn der wahren Liebe. Wo ist also unser Nächster? Sind wir uns nur selbst treu geblieben, in dem Bewusstsein „ich bin mir selbst der Nächste“ und haben dabei unsere Mitmenschen vergessen?
Viele, viele Fragen zum Erntedank. Fragen wir uns: Was ist Dienen? – Wahres Leben ist Dienen. Wahres Leben ist Geben, ist Kommunikation im Austausch der Lebenskräfte, in denen immer mehr Göttliches mitschwingt. Dienen wir der Natur und unserem Nächsten nicht, dann haben wir auch keine echten Freunde. Dann fühlen wir uns einsam, weil wir kaum Kommunikation zum wahren Leben haben, das Gott ist, sondern nur zum Ego des anderen, das unserem Ego entspricht. Auf Dauer verträgt sich Ego-Freund mit Ego-Freund nicht.
Das und vieles mehr zeichnet die Welt von heute: Einer ist gegen den anderen – und sucht doch nach Freundschaft, nach Einheit, nach Gemeinsamkeit. Woher soll sie kommen? Das unreife Bewusstsein hat Gott, das Leben, vergessen. Wofür sollen wir danken? Und so mancher sagt: „Ich bete. Ich danke Gott.“ Fragen wir uns, fragen wir uns alle: Ist Gott meist zum Schlagwort geworden, mit dem wir uns mehr oder weniger beruhigen, um zu sagen: „Ich bin auf dem Weg zu Ihm.“ Ich bin – oder ich gehe den Weg zu Ihm?
Je mehr wir an unser persönliches Wohl, an unser niederes Ich denken, um so selbstsüchtiger werden wir, das heißt, wir denken dann nur an uns. Wie klingt dann wohl unser Körper? Dumpf. Wie strahlt unser Körper? Dunkel. Wen oder was ziehen wir damit an? Nur wieder Eigensüchtiges und Dunkles. Das ist unsere Welt.
Wem oder wofür sollen wir danken? Der geschändeten Natur, die ruft: „Hilfe! Hilfe! Helft mir, o Menschen, denn ich will euch geben, geben, geben!“? Doch die Natur vermag nicht mehr, Gesundes zu geben, um den Menschen zu dienen, denn wir zerstören die Mutter Erde, und wir vergiften die Felder. Wir malträtieren und töten die Tiere und verzehren sie am Ende auch noch. Das ist unsere Welt.
Liebe Besucherinnen, liebe Besucher, wofür sollen wir danken? Diese Frage spreche ich in mein Herz, diese Frage spreche ich in die Herzen von uns allen: Wofür sollen wir danken? Für Gesundheit, für einigermaßen Wohlergehen sollten wir jeden Tag danken. Dafür, dass wir noch Nahrung haben, Obdach, Kleidung sollten wir danken. Doch daraus ergibt sich schon die Frage: Wie lange haben wir noch zu essen? Wie lange haben wir noch Obdach, Kleidung? Daraus ergibt sich die Frage: Hat mein Bruder, hat meine Schwester genügend zu essen – oder darben oder hungern sie?
Gott liebt uns alle. Er hat uns geboten: Gebt von Herzen, und du wirst nie darben. Vielleicht nehmen wir diesen Gedanken mit in ein gemeinsames Gebet, in das gesungene „Vaterunser“. Werden wir still und bitten die Musik, dass sie uns beim „Vaterunser“ begleitet.
Gemeinsam wurde das Gebet der Einheit, das Vaterunser, gesungen:
Liebe Brüder, liebe Schwestern, wir gaben heute ein unschönes Bild zum Erntedank, fast ein freudloses Bild. Doch so ist es nun mal, wie es ist. Die Hoffnung, die einzige Hoffnung, liegt im Vaterunser, das uns Jesus von Nazareth gelehrt hat. Er, Gott, unser Vater, ruft und ruft und ruft und gibt nie auf, weil die erlösende Kraft Seines Sohnes, unseres Erlösers, in uns ist. Wir haben den Weg zu Gott, unserem Vater, in uns. Doch wann wir ihn gehen, wie wir ihn gehen, in Leid, in Krankheit, in Not, in Einsamkeit oder in Freude, Ihm näherzukommen durch die Erfüllung der Gebote Gottes und der Bergpredigt Jesu, bestimmen wir – wir selbst, jeder Einzelne von uns.
Denken wir daran: Die göttlichen Wesen, wir spreche oft von Schutzwesen oder Schutzengeln, sie begleiten uns, sie sind uns nahe, sie wollen uns helfen und dienen. Doch wenn wir uns nicht aufmachen, Schritt für Schritt die Gesetzmäßigkeiten des Lebens zu erfüllen, dann können sie sich uns nicht nähern, weil unsere Aura sprüht. Und je mehr sie sprüht, um so gefährlich ist es für uns, denn der Widersacher schläft nicht. Er kann sich einnisten in eine sprühende Aura, weil er selbst so ist. Doch in eine ruhig fließende Aura in Farben, Formen und Duft, so, wie die Symphonie der Himmel ist, kann er sich nicht einnisten – ganz im Gegenteil: Er nimmt Abstand. Doch unsere Schutzwesen, die Geistwesen, kommen uns näher, um uns zu helfen und zu dienen und aufzuzeigen, was jeden Tag, der unser Tag ist, der nächste Schritt ist, hin zu Gott, unserem Vater.
Das Vaterunser könnte uns unseren Weg hin zu den Schutzwesen, hin zu einer ruhigeren Aura aufzeigen, wenn wir das Vaterunser überdenken, im Bewusstsein: Ich bete das Vaterunser, ich singe das Vaterunser – doch wie handele ich? Wie denke ich? Wie rede ich? Was tue ich?
Das Vaterunser ist die Einheit, der große, mächtige Schöpfungsgedanke, die große, mächtige Schöpfungskraft, die uns Jesus von Nazareth gelehrt hat: „Vater unser, Der Du bist im Himmel, geheiligt ist Dein Name.“ Heiligen wir Tag für Tag Seinen Namen, dann wird unsere Aura ruhiger, und die göttliche Welt, unsere Schutzwesen, kommen uns näher. Das allein bringt Freude, dadurch weicht die Furcht, und die Frucht des Lebens reift.
Liebe Besucherinnen, liebe Besucher, es ist still im Zelt Gottes auf Erden, hier im Internationalen Begegnungsort aller Kulturen weltweit. Wir hörten heute ernste Worte zum Thema Erntedank, die uns alle betreffen. Und wenn man die Not der Mutter Erde sieht, eventuell auch die eigene Not, wenn man sich erforscht, dann wird es schon manchmal beklemmend ums Herz. Und ich denke, wir alle können wirklich froh und dankbar sein, dass ein Schatz der Himmel unter uns ist und uns so wieder Mut, Hoffnung und Vertrauen zuspricht, wie Gabriele das eben getan hat.
Nehmen wir die Worte von Gabriele ernst. Nehmen wir sie mit, wenn wir jetzt wieder, jeder für sich an seinen irdischen Bestimmungsort fährt oder geht. Und wünschen wir uns alle die Kraft Gottes und Seinen Segen für die kommende Zeit. Denn ich denke, es gibt so manches zu überdenken und vieles zu tun. Uns allen ein baldiges Wiedersehen und: Gott zum Gruß!
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