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Urchristen sind »Freidenker«



Urchristen sind »Freidenker«

Der Begriff »Freidenker« ist in unserem Sprachgebrauch schillernd; die einen sehen »Freidenker« als positiv, die anderen als negativ an. »Freidenker« heißt ja, dass man sich nicht von Dogmen, Vorschriften und Zwängen einengen lässt, sondern seinen Verstand benutzt. Wir Menschen haben von Gott einen Verstand mitbekommen, der es uns ermöglicht, zu erkennen, was für uns und für unsere Seele gut ist - unabhängig von dem, was einem andere vorgeben, womit einen andere z.B. unter Druck setzen oder in Angst und Schrecken versetzen wollen. Also ist dieses Freidenken eigentlich ein ursprüngliches Anliegen des Urchristentums und des Inneren Weges.
Bin ich ein Freidenker, so bedeutet das auch, dass ich meinen Verstand gebrauche und mich frage: Was wird mir eigentlich als Glaubenswahrheit angeboten? Was soll ich also glauben? Ist es mit meinem gesunden Verstand vereinbar, an einen Gott glauben zu müssen, der angeblich einen großen Teil der Menschheit in die ewige Verdammnis schickt? Zum Freidenker gehört sicher auch der freie Wille: sich entscheiden zu können, sich auch von Traditionen lösen zu können, aufgrund seiner freien Entscheidung unabhängig zu werden, also für sein eigenes Handeln verantwortlich zu sein und sich nicht von anderen vorbeten zu lassen, was richtig ist.
Im Buch »Der Innere Weg« befassen wir uns derzeit mit der Sinneslehre. Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes, setzte in der Urchristlichen Ethik-Schule zur Lebensbemeisterung am 03.02.2002 den Begriff »Freidenker« zur Sinneslehre in Beziehung:

Sinneslehre heißt doch auch, über das, was mich selbst bewegt, nachzudenken. Was ich höre, was ich sehe und mich bewegt, sollten wir nicht einfach stehen lassen, sondern wir sollten darüber nachdenken - in dem Bewusstsein, dass in jedem von uns, tief in unserer Seele, der große Geist der Freiheit ist, Der uns beisteht, hinter unsere Bewegungen, hinter das, was wir gesehen oder gehört haben, zu schauen. Die Ehrlichkeit hilft uns dabei. Sie berührt unsere Gehirnzellen, sie bewegt unseren Verstand, sodass wir dann z.B. unser Gehörtes analysieren, in der Frage: Entspricht das, was wir gehört haben, den Geboten Gottes bzw. der Lehre des Jesus, des Christus? Dadurch wird auch unser Glaube an Gott aktiviert, in dem Bewusstsein: Ist das, was ich höre, was ich sehe, was ich rieche, schmecke, taste, Gottes Wille? Ist das, was mich also aufgrund der Sinneswahrnehmungen bewegt, Sein Wille?

Die Wachsamkeit unseres Gemüts bringt dann so manches zutage. Die Wachsamkeit unseres Gemüts stellt uns auch die Frage: Willst du so sein, wie das, was du gesehen oder gehört hast? Willst du Gleiches tun - oder willst du dich gemäß den Geboten Gottes und der Bergpredigt Jesu ändern, indem du die Schritte hin zu Gott tust durch die Erfüllung der Gesetzmäßigkeiten, die wir in den Geboten und in der Bergpredigt Jesu erfassen und erleben können?

Schaffen wir Ordnung in unseren Gefühlen, Empfindungen, Gedanken und Worten, dann schaffen wir ein gewisses Fundament in unserer Ausrichtung, auch in unserem Verstand, in unseren Gehirnzellen, die sich immer mehr lichten, sodass der Geist Gottes durch uns hindurchzustrahlen vermag und über unser Gewissen immer wieder in die Gehirnzellen einspricht, in dem Bewusstsein: Tust du jetzt Meinen Willen? Ist das, was du denkst, Mein Wille? Ist das, was du tust, Mein Wille?

Ein Freidenker im Sinne des Gottesgeistes ist ein Mensch, der sich Gott nähert und sich nicht von Menschen, Situationen und Dingen abhängig macht. Also kann auch der Freidenker in die Sinneslehre mit einbezogen werden oder, umgekehrt, die Sinneslehre in das Wort »Freidenker«.

Freier Wille heißt nicht, dass wir einfach tun, was wir wollen. Freier Wille heißt: Gottes Willen zu erkennen und Schritt für Schritt zu erfüllen.

Wenn der Freidenker im Sinne des Geistes das, was er an und in sich selbst erlebt, umsetzt, dann strebt er den Weg der Ethik und Moral an. Daraus entwickeln sich die guten Handlungen, der wahre Gottesdienst.

 

Früher, als ich jung war, habe ich gedacht, ich gehe in die Kirche, und damit bin ich ein gläubiger Christ. Wenn ich zurückblicke - ich hatte immer Angst vor der ewigen Verdammnis, hatte Angst vor dem Gott, der mich in die Hölle schickt, hatte Angst vor dem Tod. Heute weiß ich: Gott ist Liebe. Gott liebt jeden von uns. Gott hilft uns, wenn wir uns Ihm zuwenden, wenn wir den ersten Schritt hin zu Ihm tun. Heute gehe ich auch in die Kirche - ich gehe in mich, in meinen Tempel, wo Gott wohnt, und bete tief in meine Seele hinein, in der Gottes Geist lebt.

Wir brauchen keine Kirchen aus Stein. W i r sind der Tempel Gottes, wir, der Mensch aus Fleisch und Blut. I n uns ist der lebendige Geist. I n uns ist das Heiligtum, das Allerheiligste.

Liebe Brüder, liebe Schwestern! Schaltet immer wieder einmal ab, das heißt, versucht, nicht zu denken, versucht, euch zu verinnerlichen, hineinzubeten eventuell in das vierte Zentrum, es ist das Christuszentrum. Begleitet eure Gebetsgedanken mit euren Gefühlen. Und nach dem Gebet fragt euch selbst, hinterfragt euch also: Seid ihr das selbst, was ihr gebetet habt? Wenn nicht, dann sollten wir das auch selbst verwirklichen. Wir sollten unsere Gebete den Geboten Gottes und der Lehre des Jesus, des Christus, gegenüberstellen, in der Frage: Was ich bete - tue ich das auch? Lebe ich danach? Wenn nicht, dann sollten wir uns bemühen, diese Schritte zu tun.

Daraus entwickelt sich die Freiheit und die Hingabe an Gott, unseren Vater. So gehen wir in das Heiligtum in uns. Wir beten im Heiligtum, in uns selbst, den ewigen Geist an. Und mit der Zeit erleben wir die Antwort vom Geist der Liebe. Wir werden freier. Wir fühlen uns hineingenommen in die große Kraft, in das Licht Gottes. Wir werden sensitiver für all das, was noch allzumenschlich an uns ist, und spüren die Hilfe, uns weiter zu hinterfragen, um das Allzumenschliche, das wir auch Sünde nennen, mit der Hilfe des Christus Gottes zu bereinigen und nicht mehr zu tun.

Dann werden unsere Gebete frei. Dann fühlen wir plötzlich in uns eine große Dankbarkeit, und wir danken Ihm, dem Geist der Liebe. Und im Dank entwickelt sich eine innere Freude und eine Sicherheit, eine Glaubens- und Vertrauenskraft Gott gegenüber, die uns auf dem Inneren Weg begleitet - es ist der Christus Gottes, Der uns an die Hand genommen hat.

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Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der  Kosmischen Lebensschule, dem  Treffen aller Gottsucher, das jeden Sonntag um 10.00 Uhr in vielen  Orten urchristlicher Begegnung stattfindet.

Haben Sie Interesse? Möchten Sie gerne eine Veranstaltung live miterleben? Nähere Informationen und Veranstaltungsorte: Treffen aller Gottsucher


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