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| Juni 96 | erscheint unregelmäßig [an error occurred while processing this directive] | Nr. 1 |
Das Fundamentale in unserer Zeit zum
Nachdenken und zur Selbsterkenntnis
Fragen an die Prophetin Gottes
Die Gottesprophetin im Universellen Leben hört die Stimme des Herzens. Dies ist die Stimme Gottes, die Stimme der Wahrheit, welche die Prophetin in ihrer Muttersprache uns Menschen übermittelt. Der Prophet gibt allen Menschen nach den Gesetzen Gottes Denkanstöße und Antworten zu den Verwicklungen und Mißständen in dieser Welt. Er spricht aber auch über seine Aufgabe und somit auch über sich selbst. In dieser Ausgabe stellt ein
Christusfreund der Prophetin Gottes im Universellen Leben einige Fragen: Frage des Christusfreundes: Gabriele, warum gabst du die Erklärung im »Christusstaat« über dein Zur-Seite-Treten ab?
Antwort des Propheten: Das Gesetz Gottes, das Gesetz der Liebe und Weisheit,
spricht in meinem Herzen. Hätten die Menschen gelernt, in die Worte hineinzublicken, dann
könnten sie so manches verstehen, das ihnen sonst unverständlich erscheint. In den vielen Jahren meiner Tätigkeit stand ich vor vielen Brüdern und Schwestern, um die Angriffe gegen das Universelle Leben und auch gegen meine Person abzufangen, weil die, die an meiner Seite standen, erst aufgebaut und gestärkt werden mußten. Da ich die Stimme des Herzens vernehme, weiß ich auch, wann es an der Zeit ist, daß die, welche an meiner Seite stehen, nun die verantwortlichen Aufgaben übernehmen und ich an ihre Seite trete. Es hat also weder ein Machtwechsel stattgefunden, noch wurde ich abgesetzt, noch bin ich krank. Ich gab nur der stabilen nachfolgenden Generation den Vortritt und stehe so an ihrer Seite, um meinen Geschwistern weiterhin Stütze und Hilfe zu sein - bis sie allmählich gemäß der Stimme des Herzens in ihrem Inneren denken und handeln und immer mehr die Gesetze Gottes erfüllen. Ein Prophet geht nicht in Pension. Ich bin also nicht pensioniert, sondern habe das getan, was in vielen Gruppen nicht geschieht: Ich habe Verantwortungsträger aufgebaut, die das große Werk Gottes weiterführen und die sicher sein dürfen, die Prophetische Stimme des Herzens weiterhin an ihrer Seite zu haben. Viele geistigen Gemeinschaften und Gruppen zerfielen mit dem Hinscheiden ihres Gründers. Das wird im Universellen Leben nicht so sein, denn die Stimme des Herzens, der ich folge, hat vorgesorgt.
Frage des Christusfreundes: Das heißt also, das Werk Gottes wurde von Christus in diese Welt gebracht, durch das Prophetische Wort, durch dich, Seine Prophetin, und wird auch durch das Prophetische Wort des Christus Gottes weiterhin so geführt wie bisher?
Antwort des Propheten: Das Werk Gottes, das Heimholungswerk Jesu Christi, aus dem
das Universelle Leben erwuchs, wurde von Christus durch das Prophetische Wort, von einer
kleinen Zelle ausgehend, aufgebaut, bis es die weltweite Stabilität erlangte. Das Wort
Gottes geht durch das Sprachrohr Gottes in die ganze Welt zu Millionen von Menschen. Ich
habe schon gesagt: Ein Prophet kann nicht pensioniert werden - er wird gemäß der Stimme
des Herzens den Willen Gottes weiter erfüllen, bis Gott ihn ruft oder bis sich der Bogen
seines irdischen Lebens neigt und die Stimme des Herzens spricht: Jetzt ist für dich
Winter. Ruhe aus, und finde Eingang in das Reich Gottes.
Frage des Christusfreundes: Das heißt also: Du wirst die göttlichen Gesetzmäßigkeiten auch für eine Betriebsführung im Geiste Gottes auf die Erde bringen?
Antwort des Propheten: Ja, damit habe ich schon begonnen. Schon seit längerer
Zeit gebe ich der nächsten Generation die Lehren und Wegweisungen aus der Stimme des
Herzens. Meine Brüder und Schwestern erfahren, was es heißt, eine positive Kommunikation
aufzubauen, Einheit unter den Betriebsangehörigen herbeizuführen und zu einem rechten
Betriebsdenken zu finden, das darin begründet ist, daß die Gedanken der
Betriebsangehörigen entscheidend sind für Wachstum oder Niedergang eines Betriebes. Es ist noch viel zu geben und noch viel zu tun, bis die Bergpredigt in allen Details in allen Bereichen des Lebens erfüllt wird, in den Familien, im Zusammenleben mit Freunden, im rechten Gespräch mit Geschäftspartnern und Interessenten. Die Stimme des Herzens wird durch mich noch viele Details lehren, z.B. was es heißt, eine gesunde Nahrung und Lebensweise in die Welt zu bringen; wie die Gestirne die verschiedenartigen Pflanzen bestrahlen; wann gesät und gepflanzt und wie der Boden aufbereitet werden sollte; daß die Gestirne und die Elemente mit jedem Saatgut, mit jeder Pflanzengattung in Kommunikation stehen; was Landwirte beachten sollten; wie Bäcker arbeiten und wie alle Nahrungsmittel zubereitet werden sollten, auf daß der Mensch gesund wird oder gesund bleibt. An der Seite der aufgebauten Generation gibt es für den Propheten noch viel zu tun. So ist der Herbst für mich, das Werkzeug Gottes, eine schöpferische Zeit, die noch mehr Weisheit aus der Quelle der göttlichen Weisheit zu geben vermag.
Frage des Christusfreundes: Das bedeutet also, daß du den Menschen, uns allen, auch vor Augen führst, wie eine Gründerpersönlichkeit - sei es in einer geistigen Gemeinschaft oder in einem Unternehmen oder in der Politik - weiterhin führend und gebend der nachfolgenden Generation Hilfe und Weg-weisung gibt. In deinem Fall bedeutet das zusätzlich noch, daß der Christus-Gottes-Geist der Initiator und Führer des Universellen Lebens ist.
Antwort des Propheten: Du sprichst von einer "Gründerpersönlichkeit". Dieses Wort will ich nicht auf mich beziehen, denn das Werk Gottes ist nun mal das Werk der Himmel und fundiert nicht auf einer Person, einerlei, wie sie in dieser Welt genannt wird, Persönlichkeit oder Gründerpersönlichkeit. Niemals werde ich mich als Mensch als die Gründerin bezeichnen, denn wäre es so, dann wäre es ein Werk des Menschen, das irgendwann vergeht. Das Werk Gottes ist der
Felsen Christi. Wer auf dem Felsen baut, der ist der Miterbauer des Reiches Gottes auf der
Erde; doch der Fels ist das Fundament. Es ist Christus. In der Welt gibt es natürlich die
Gründerpersönlichkeiten eines Unternehmens, einer politischen Partei, eines Vereins oder
einer der Institutionen Kirche, die sich alle darauf berufen, daß sie letztlich der
Gründer und Träger dieser Einrichtung seien. Vielfach ist es dann so, daß sich der
Gründer eine Machtposition erarbeitet hat, die er ungern aus den Händen gibt, weil es
sein Werk ist. Die nächste Generation leitet er selten an, weil er in der Furcht lebt,
diese könnte ihm seine Position streitig machen. Die Starrheit solcher "Persönlichkeiten" kann unter Umständen ein Werk, eine Gemeinschaft oder eine Institution zu Fall bringen. Ich denke hier an Martin Luther, der mit seinen Thesen bestimmt etwas anderes gewollt hatte, als er dann in seinem Greisenalter, in seiner starren Zeit, in der unbeugsamen Haltung, die von Enttäuschung und Resignation geprägt war, forderte, praktizierte und weitergab. Ein Beispiel ist auch der sogenannte "Heilige Vater", der Papst der katholischen Kirche. Der greise Mann steht in seinem Winter. Würde er sich noch als das Sprachrohr seiner Institution darbringen können, wenn er nicht von Ärzten aufgebaut und stimuliert und von Kardinälen umringt und gestützt würde? Es ist vielfach ein trauriges Bild, daß greise Menschen, die in ihrem Winter leben, sich nicht selbst im Spiegel betrachten und von der Bühne des Geschehens abtreten. Wer hingegen im Sommer seines Lebens die kommende Generation aufgebaut hat, der kann im Herbst stützend und helfend beiseitetreten, den Nachfolgenden das Ruder in die Hand geben und an ihrer Seite noch mitrudern. Das ist jedoch nur möglich, wenn der Geist Gottes einen Menschen zu beseelen vermag, und in einer Gemeinschaft, deren Glieder nicht auf Men-schen, auf "Persönlichkeiten" ausgerichtet sind, sondern alle auf Einen - Christus. Der Christus Gottes also ist der Fels des
Werkes Universelles Leben, das die Gesetzmäßigkeiten der Liebe und Weisheit Gottes in
die Welt trägt, auch weiterhin durch das Sprachrohr, das ich sein darf, das Er Seine
Prophetin nennt.
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