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Der Prophet

Die Stimme des Herzens,
die ewige Wahrheit, das ewige Gesetz Gottes,
gegeben von der Prophetin Gottes für unsere Zeit

Juli 1996/1.Jahrg. erscheint unregelmäßig :[an error occurred while processing this directive] Nr. 4

Das Fundamentale in unserer Zeit zum
Nachdenken und zur Selbsterkenntnis

 

Der Aufbau des göttlichen Werkes und die Tat
- die Betriebswirtschaft nach der Bergpredigt -,
vom Geiste des Christus Gottes empfangen

 

Frage des Christusfreundes:

Gabriele, warum begann der Christus Gottes Sein Werk unter dem Namen Heimholungswerk Jesu Christi? Im weiteren Verlauf erwuchs aus dem Heimholungswerk Jesu Christi das Universelle Leben. Wie sind diese Evolutionsschritte zu sehen?


Antwort des Propheten:

Das Heimholungswerk Jesu Christi war das Lehr- und Aufklärungswerk. Vor etwa 20 Jahren gab es wohl schon die Esoterik und viel Wissen um die göttlichen Welten, auch Wissen um Gesetzmäßigkeiten Gottes. In der Bibel stehen die Zehn Gebote, die Gott den Menschen durch Mose gab. In der Bibel lesen wir auch die wesentlichen Lehren des Jesus von Nazareth, vor allem auch die Bergpredigt, die, wenn man sie verstehen lernt, für alle Bereiche des Lebens gegeben ist, für das Leben des einzelnen, der Familie, der Verwandtschaft, im Freundeskreis und nicht zuletzt für die gesunde Entwicklung von Betrieben. Obwohl es in der Welt viel geistiges Wissen gab, waren die Auslegungen, wie die Gebote Gottes und die Lehren der Bergpredigt im Alltag anzuwenden sind, spärlich.

Im Heimholungswerk Jesu Christi lehrte der Christus-Gottes-Geist viele Details aus dem ewigen Gesetz und legte dar, wie sie von den Menschen in unserer Zeit praktiziert werden können, einschließlich der Zehn Gebote und der Bergpredigt. In den ersten Jahren des Heimholungswerkes Jesu Christi offenbarte der Christus Gottes, wie der einzelne sein Leben gestalten kann, um geistig-ethische und moralische Werte zu entwickeln, und wie er in das Innere findet, zum Seelengrund, in dem der Christus Gottes wohnt. Denn in jeder Seele und in jedem Menschen ist der allgegenwärtige Geist, der Christus Gottes. Christus lehrte in Seinen Offenbarungen, daß jeder Mensch der Tempel des Heiligen Geistes ist und in jedem das göttliche Erbe ist, die allumfassende Kraft der Himmel, das Sein, auch das Ich Bin genannt; es ist die Essenz des allumfassenden Gesetzes Gottes, der Liebe.

Nachdem der sich offenbarende Christus Gottes viel geistiges Wissen in Wort und Schrift unter Seine Menschenkinder gebracht hatte, begann Er, die Inneren Geist=Christus-Kirchen aufzubauen, und bot den Inneren Weg an, den jeder willige Mensch zu gehen vermag, indem er Schritt für Schritt die Gebote Gottes und die Bergpredigt erfüllt, die der Christus Gottes in den Jahren zuvor aus verschiedensten Perspektiven gelehrt hatte, damit jeder willige Wanderer auf dem Weg nach Innen zum Christus Gottes die Anwendung Seiner Lehre verstehen kann.

Ein Jahrzehnt bestand das Heimholungswerk, das Lehr- und Aufklärungswerk mit seinen Inneren Geist=Christus-Kirchen und dem Inneren Weg.

Nachdem also der Christus Gottes jahrelang auf diese Weise geistig den Boden vorbereitet, also das Bewußtsein vieler aufbereitet hatte, so daß diese in das Verständnis der Zehn Gebote und der Bergpredigt und in deren Anwendung im täglichen Leben hineinfinden konnten, spannte Er den Bogen zu der Aussage, die uns im Neuen Testament in den letzten Worten Seiner Bergpredigt überliefert ist. Dort steht: »Wer diese Meine Lehre hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein, denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese Meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.«

Von den unzähligen Menschen, die über mehrere Jahre hinweg die Offenbarungen des Herrn hörten, also Seine göttlichen Lehren und Hilfen an- und aufnahmen, gingen viele den Inneren Weg, um sich allmählich durch die Hilfe des Christus Gottes von ihren Sünden zu befreien - durch Seine zentrale Weisung: Erkenne deine Sünden, bereue diese, bitte deinen Nächsten um Vergebung, und vergib auch dem, der sich an dir versündigt hat. Kannst du noch einiges gutmachen, was du in deinem Leben verursacht hast, dann tue dies. Bist du diesen Weg der Bereinigung gegangen, dann tue diese Sünde nicht mehr. Erfülle mehr und mehr die Gebote des Lebens. Jesus sprach in der Bergpredigt vom rechten Tun. Wer Seine Lehre hört und sie tut, der ist ein kluger Mann. Der Lehre und der Erkenntnis hat also die Tat, die Umsetzung der Lehre im täglichen Leben, die Verwirklichung, zu folgen.

Als der Geist der Wahrheit, der Christus Gottes, in Wort und Schrift viele Gesetzmäßigkeiten der Himmel in viele Gefäße, also in das Bewußtsein vieler Menschen, gegossen hatte, rief Er um das Jahr 1983 in mehreren Offenbarungen Handwerker, Kaufleute, Landwirte, Ärzte, Menschen nahezu aller Berufszweige auf, sich Gedanken zu machen, ob sie die göttlichen Gesetze in der Gemeinschaft anwenden möchten - es ging nun um das Tun der Bergpredigt. So ließ Er aus der Wurzel des Heimholungswerks Jesu Christi, des Lehr- und Aufklärungswerks, nun den Verwirklichungsbaum erwachsen - das göttliche Tun und Wirken in der Gemeinschaft: das Universelle Leben. Im Universellen Leben offenbarte der Christus Gottes weitere Stufen des Inneren Weges; Er offenbarte sich weiterhin in den Inneren Geist=Christus-Kirchen, lehrte und lehrt aber auch all jene, die sich in Christusbetrieben zusammengeschlossen haben, um gemeinsam nach den Gesetzen der Bergpredigt zu arbeiten, ein gänzlich neues, der Bergpredigt entsprechendes Wirtschaftssystem, das für uns Menschen der Erde aus den Himmeln heruntertransformiert wurde.

 

Frage des Christusfreundes:

Gabriele, darf ich dich unterbrechen? Zu dem Gesagten hätte ich einige Fragen. In den Bibeln lesen wir von den Zehn Geboten und der Bergpredigt. Im Abendland bezeichnen sich die Institutionen katholisch und evangelisch als kompetent für die Lehre Jesu. Warum offenbart sich dann erneut der Christus Gottes, um wieder u.a. die Zehn Gebote und die Bergpredigt zu lehren?

 

Antwort des Propheten:

Würde der Gottesgeist, dem ein entsprechendes prophetisches Instrument zur Verfügung steht, nicht die Wahrheit lehren und somit nicht das richtigstellen und ergänzen, was durch die sogenannten christlichen Kirchen von der Lehre Christi unrichtig, entstellt oder unvollständig weitergegeben wurde und wird, so würde Er das Bestehende gutheißen. Denn zu allen Zeiten klärte der Gottesgeist auf, berichtigte Irrtümer, mahnte und legte den Finger in die Wunde.

Beide Institutionen, katholisch und evangelisch, lehren wohl Aspekte aus der Lehre des Jesus von Nazareth; diese sind jedoch vermengt mit Kirchenlehren, mit Dogmen, Zeremonien und Riten, so daß die schlichte Lehre des Jesus von Nazareth kaum mehr zu finden ist. Treffend faßte Dostojewski in seinem "Großinquisitor" diesen Sachverhalt in die Worte des Großinquisitors an den wiedererschienenen Jesus: »Wir haben Deine Tat verbessert und sie auf dem Wunder, auf dem Geheimnis und auf der Autorität neu aufgebaut.« *

Außerdem lehren Teile der evangelischen Kirche, daß der Glaube allein genüge, und die katholische Kirche betont die Inanspruchnahme der Sakramente stärker als das Tun der Lehre Jesu. Damit drängen beide Institutionen die zentrale Aussage des Jesus von Nazareth vom Tun Seiner Lehre zurück.

Machen wir uns bewußt: Gott lehrte schon durch Mose das Tun der Zehn Gebote, denn Er sprach: »Du sollst ...«, das heißt : Du sollst die Zehn Gebote Gottes verwirklichen, also tun. Gott sprach durch Mose nicht »Glaube an die Gebote, das allein genügt.« Dadurch, daß beide Institutionen diese zentrale Aussage des mächtigen Schöpfergeistes durch Mose »du sollst« und die zentrale Aussage Seines Sohnes Jesus, des Christus, in der Bergpredigt »Wer diese Meine Lehre hört und sie tut ...« zurückgedrängt haben, weil für sie die Bergpredigt Jesu Utopie ist und sie Seiner Lehre ihre Maßgaben - der Glaube bzw. die Sakramente genügen - voranstellen, führten sie die Christenheit in die Lauheit und in die Abhängigkeit von ihren Institutionen. Jedem einzelnen, der diesen Irrlehren folgte, wurde unterschwellig weisgemacht, er müsse folglich nicht mehr die Verantwortung für sich und sein Leben tragen. Die bedingungslose Gefolgschaft gegenüber der Kirche machte die Gläubigen blind. Aus der Treue zu Gott wurde die Treue zur Kirche gemacht; Verstrickungen in Sünde und Abhängigkeit waren die Folge.
Gott ist mit Seinen Kindern im Seelen- und im Erdenkleid. Deshalb offenbarte und offenbart jetzt erneut der Christus Gottes, der Erlöser aller Seelen und Menschen, Seine schlichte Lehre, die Er als Jesus von Nazareth der Menschheit brachte und lehrt in unserer Zeit zugleich auch deren praktische Anwendung.

Für die Obrigkeiten beider Institutionen ist es nichts als eine Anmaßung des Christus Gottes, daß Er sich erlaubt, nach 2000 Jahren als der Christus Gottes, der Sohn des Allerhöchsten, durch Prophetenmund zu sprechen, um der Menschheit heute wieder das zu bringen, was die kirchlichen Obrigkeiten beider Institutionen nach Dostojewski »verbessert« haben. Was sagte der Großinquisitor: »Warum bist Du also gekommen, uns zu stören? Warum blickst Du mich so still und durchdringend mit Deinen sanften Augen an? Zürnest Du mir dafür, daß ich Deine Liebe nicht will, weil ich Dich selber nicht liebe? ... Soll ich Dir unser Geheimnis enthüllen? Vielleicht willst Du es aus meinem Munde hören, so vernimm denn: Wir sind nicht mit Dir, sondern mit ihm (dem Widersacher), das ist unser Geheimnis. Schon lange sind wir nicht mir Dir, sondern mit ihm, schon acht Jahrhunderte. Acht Jahrhunderte ist es her, daß wir das von ihm annahmen, was Du mit Zorn zurückgewiesen hast, jenes letzte Geschenk, das er Dir anbot, indem er vor Deinen Augen die Reiche der Erde ausbreitete. Wir haben aus seiner Hand Rom und das Schwert Cäsars empfangen und uns als die Herren der Erde erklärt, die einzigen, wenn auch unser Werk bis jetzt noch nicht zu Ende geführt ist. Wer ist aber daran schuld? Oh, unser Werk ist noch in seinen Anfängen, aber es hat begonnen; noch lange müssen wir auf dessen Vollendung warten, und noch viel Leiden wird auf der Erde sein, aber wir werden es vollenden und die Herren der Erde sein, und dann erst wird die Zeit gekommen sein, daß wir an das allgemeine, ewige Glück der Menschen denken. Und doch hättest Du damals schon das Schwert Cäsars an Dich reißen können! Warum hast Du auch dieses letzte Geschenk zurückgewiesen?« »Wer soll denn über die Menschen herrschen, wenn nicht der, der ihr Gewissen unterjocht und in dessen Hand das Brot ist? Wir nun haben uns mit dem Schwerte Cäsars gegürtet und Dich damit für alle Zeiten besiegt und sind ihm nachgefolgt.«

Jesus, der Christus, der sich nicht - auch nicht von den kirchlichen Obrigkeiten - in die Schranken weisen läßt, machte und macht jetzt wahr, was Er den Seinen versprach: »Noch vieles habe Ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.« Der Christus Gottes gibt uns Menschen nun alles, was wir in der heutigen Zeit mit unseren menschlichen Worten verstehen können.

Beide Institutionen haben der Christenheit durch ihr Lehrgeflecht, das den Glauben und die Sakramente mehr betont als das christliche Tun, übel mitgespielt. Damit banden sie die Gläubigen an das Wollen und Streben der Theologen, an deren Vorstellungswelt und an Kulte. Weil die Menschen in den beiden kirchlichen Institutionen kaum Vorbilder in der Verwirklichung der Lehre Jesu hatten und haben - da dort der bloße Glaube bzw. die Sakramente wichtiger als die Tat sind -, machte jeder, was er wollte, in der Hoffnung, seine Kirche werde ihn schon zur rechten Zeit von seinen Sünden lossprechen, damit er in den Himmel komme.

So hat Gott nicht geboten. Auch Jesus von Nazareth lehrte dies nicht. Da dies also Gottes Wille nicht ist - welch ein Himmel wird es wohl sein, in den der eingeht, der seiner Institution Kirche und deren Obrigkeiten nachfolgt? Ist es der Himmel Gottes, das reine Sein, unsere ewige Heimat - oder aber der »Himmel« der Institution Kirche? Und wie mag dieser wohl aussehen?

Die Anmaßung der Macht der Institutionen Kirche, über das Wohl oder Wehe des einzelnen Menschen sowie seiner unsterblichen Seele entscheiden zu können, hatte u.a. die Erfindung der »ewigen Verdammnis« zur Folge - Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung für den, der in die Fangeisen kirchlicher Lehrmeinung geraten ist. Wie sieht es für den Gläubigen aus, wenn dieser nicht zur rechten Zeit die »Lossprechung« von seinen schweren Sünden erhält und mit dem Lastenberg der Sünden in das Jenseits geht? Ist ihm dann die ewige Verdammnis sicher, welche beide Institutionen lehren?

In dieser Welt gibt es viele Religionen. Meiner Ansicht nach ist keine Religion so gnadenlos wie die Institutionen katholisch und evangelisch, die ihren Gläubigen mit der ewigen Verdammnis drohen. Man muß das Wort »ewig« analysieren, um dahinterzukommen, was das bedeutet: ewig im Kessel des Feuers zu schmoren, ohne die geringste Hoffnung, daß Gott dieser Seele irgendwann einmal gnädig wäre. Wäre da nicht jeder weltliche Vater, sogar einer, den man als streng bezeichnen würde, gnädiger als der himmlische Vater? Zu Recht läßt Dostojewski den Großinquisitor zu Jesus sagen: »Zürnst Du mir dafür, daß ich Deine Liebe nicht will, weil ich Dich selber nicht liebe?« Diese kirchliche Lehre der ewigen Verdammnis ist eine Ausgeburt der größten Lieblosigkeit.

Da aufgrund einer Lehre, die den Glauben an Dogmen und Sakramente wichtiger nahm als ein christliches Leben, viele der Gläubigen gewissenlos und abhängig zugleich wurden, da der Mensch sich für sein Denken und Handeln immer weniger verantwortlich fühlte, entstand weltweit ein Chaos, sowohl in der Gemüts- und Sinneswelt des einzelnen und in den Familien, als auch in der Gesellschaft und in der Betriebswelt. Keinem der an die katholische und evangelische Kirche Gebundenen wurde gelehrt, was es heißt, positive Kräfte zu sammeln und negative Kräfte, die aus der Sinneswelt des einzelnen, aus seinen Gedanken, Gefühlen und aus seinem allzumenschlichen Wollen entstehen, mit der Hilfe des Christus Gottes auf dem Weg der Selbsterkenntnis zu bereuen, zu bereinigen und nicht mehr zu tun. Der Großinquisitor Dostojewskis sprach: »Wir werden sie davon überzeugen, daß sie nur dann frei sein können, wenn sie sich von ihrer Freiheit zu unseren Gunsten lossprechen und sich uns ergeben.«

Das ist systematische Einbindung anderer in Abhängigkeit und Hörigkeit als Machtprinzip!

Wie die Gebote Gottes für den einzelnen zu verstehen und anzuwenden sind, wurde und wird das Kirchenvolk nur oberflächlich gelehrt, da es in erster Linie auf den Glauben bzw. die Sakramente ankommen soll. Beide Institutionen, katholisch und evangelisch lehren, die Bergpredigt Jesu sei in dieser Welt nicht lebbar. Sie wird generell in eine andere Zeit und Welt projiziert und damit in die Dimension der Utopie verwiesen. Wir wissen, daß Gottes Mühlen langsam mahlen, da Er jedem Willigen lange Zeit die Chance einräumt, umzukehren und seine Fehler zu bereinigen. Doch bei entsprechender Einstrahlung der Planeten gehen die Ursachen unweigerlich in die Wirkungen über. Daher setzt irgendwann der Zeitpunkt im Leben des einzelnen wie im Schicksal der Erde und der Menschheit ein, in dem das sich im Äußeren zeigt, woran seit Jahrtausenden gebaut wurde: das Chaos. Dieses chaotische Verhalten erkennen wir nun in der ganzen Welt, in den Köpfen der kirchlichen Obrigkeiten und ihrer Anhänger, in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Nicht nur die Menschheit ist zerrüttet, sondern alle von ihr geschaffenen allzumenschlichen Strukturen.

Werfen wir einen Blick auf die Entwicklung, die zu dem allgemeinen Niedergang geführt hat, so finden wir also im Zentrum des Netzes schuldhafter Verstrickungen einen Hauptverursacher: die Institutionen Kirche und deren Obrigkeiten, gefolgt von all jenen, die trotz Kenntnis der Worte Jesu in der Bibel »Wer diese Meine Lehre hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann ...« den billigen Ausverkauf Seiner Lehre angenommen haben - ob aus Gutgläubigkeit oder Trägheit, sei dahingestellt. Statt daß die Menschheit das Hauptgebot Jesu erfüllte - Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst -, entsprossen dem Boden menschlicher Ichbezogenheit und Hartherzigkeit: Neid, Haß, Feindschaft, Mord, Kriege und Zerstörung der Natur und der Atmosphäre. Also: »Ego pur«. Soll Gott zu all dem schweigen? Der Ewige richtet Sich nicht nach den Wünschen des Großinquisitors. Er spricht, wann Er will, und wird immer wieder das sagen, was die Wahrheit ist, was Er uns als Jesus von Nazareth schon gelehrt hat, und darüber hinaus. Er läßt die kirchlichen Obrigkeiten, welche die Lehre des Schöpfergottes und Seines Sohnes, des Christus Gottes, nicht nur verbogen, sondern entstellt haben, auf Dauer nicht weiter wirken. Das unumstößliche Gesetz der Liebe, des Friedens und der Weisheit, Gott, läßt die Menschen nicht noch mehr in Abhängigkeit bringen und diese verführen gleich von Ihm wegführen, in Äußerlichkeiten, in Lehrmeinungen und kultische Handlungen, die dem Zeitgeist des Heidentums entsprechen. Lange währte Gottes Langmut und Geduld. Man denke an die Kreuzzüge, wo im Namen des Jesus, des Christus, Millionen Andersgläubige getötet wurden; man erinnere sich an das Mittelalter, wo im Namen des Kreuzes der Erlösung Menschen gefoltert, falsche Geständnisse erpreßt und Millionen Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder anderweitig grausam zu Tode gebracht wurden.

Wie gesagt, Gottes Mühlen mahlen langsam, doch einmal kommt der Zeitpunkt, in dem es genug ist. Mit den Fäden des Schicksals binden sich nun mehr und mehr die, die diese Fäden über Jahrhunderte und letztlich über Jahrtausende gesponnen und geflochten haben. Ein neuer kosmischer Zyklus hat eingesetzt. Christus, der auf Golgatha siegte und zum Erlöser aller Menschen und Seelen wurde, führt alles, was verloren schien, zurück in das ewige Sein. Der Christus Gottes sprach und spricht wieder. Er führt die Willigen in eine neue Zeit, in die Zeit der Gesetzmäßigkeiten der Bergpredigt, die auch ein komplettes neues geistig-ethisches und moralisches Wirtschaftssystem für diese Welt beinhaltet, das aus der Erfüllung des Hauptgebotes der Gottes- und Nächstenliebe erwächst.

 

Frage des Christusfreundes:

Beinhaltet das Universelle Leben dieses neue Wirtschaftssystem, das du eben erwähnt hast? Was heißt eigentlich Universelles Leben?

 

Antwort des Propheten:

Ja, dieses neue Wirtschaftssystem entspringt dem Universellen Leben. Es wurde für uns Menschen aus den Himmeln heruntertransformiert. Es entspricht den Inhalten der Bergpredigt. Universelles Leben heißt universeller Geist. Gott, der alles in allem ist, lehrt nicht nur Sein ewiges Gesetz der Liebe und Einheit, sondern Er zeigt Seinen Kindern auch, wie das ewige Gesetz in allen Bereichen des Lebens auf der Erde, einschließlich in der Wirtschaft, zu handhaben ist. Im Vaterunser betet die Christenheit nahezu 2000 Jahre: »Dein Reich komme und Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf der Erde.« Im Universellen Leben lehrt uns Christus durch das Prophetische Wort, was diese Aussage für uns Menschen bedeutet und wie sie auf Erden im Alltag in allen Lebensbereichen verwirklicht werden kann, damit Friede werde und die Menschheit Gottes Willen erfüllt.

Der Christus Gottes lehrte und lehrt die Christusfreunde, die sich aufgemacht haben, im Alltag - auch in den Christusbetrieben, die sie gegründet haben - die Prinzipien der Gleichheit, Freiheit, Einheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit anzuwenden. Christus gab und gibt den Schatz aus den Himmeln für diese Erde - wir Menschen jedoch tun uns trotz Glaubens und guten Willens schwer, diese Prinzipien umzusetzen. Wir alle sind noch in den alten Mustern des morbiden Systems der Wirtschaft befangen: der Ellbogenhaltung, des Aushöhlens der Betriebe, der Machtkämpfe, der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberhaltung. Das Aushöhlen eines Betriebes erfolgt nicht dadurch, daß zu wenig gearbeitet wird, sondern es kommt darauf an, wie gearbeitet wird und wo sich der einzelne während der Arbeit gedanklich befindet.

Vielfach hat der Arbeitnehmer für den Betrieb wenig übrig, da es nicht sein Betrieb ist, sondern der des Arbeitgebers. Er arbeitet in diesem Betrieb hauptsächlich nur, um seinen Unterhalt zu verdienen, fast alles andere interessiert ihn wenig. So sind die Kostensituation und die Marktposition des Unternehmens oftmals nicht sein Anliegen; er kümmert sich selten um die Unternehmensplanung und kaum um die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und die Erhöhung von Umsatz und Gewinn. Was dem Arbeitnehmer an Arbeit und Tätigkeiten übertragen ist, erfüllt er so recht und schlecht entsprechend seinen Fähigkeiten, seiner Denk- und Lebensgewohnheiten.

Viele Arbeitnehmer, aber ebenso viele Arbeitgeber haben eine typische Nehmerhaltung. Vielfach geht es den einzelnen nur darum, daß ihr Arbeitsplatz und ihre Position gesichert sind. Für den Aufbau der positiven Betriebsenergie leisten sie sehr wenig; das wird deutlich, wenn man in die Gedanken- und Wunschwelt des einzelnen zu blicken vermag. Wie sieht es mit den Gedanken und Wünschen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus? Sind deren Gedanken bei der Arbeit? Tragen sie für ihren Betrieb wirklich mit an der Gesamtverantwortung? Sind sie mit ihrem Gedanken- und Wunschvolumen für den Betrieb?

Wohl arbeitet der einzelne und trägt eventuell für seinen Arbeitsbereich fachliche Verantwortung - doch wo sind seine Gedanken? Vielfach sind sie bei seinen Problemen, beim Nachbarn, mit dem er in Streit liegt, beim Kollegen oder der Kollegin, die beim Arbeitgeber besser angesehen sind als er, die eventuell vor ihm auf der Leiter des Erfolges einige Sprossen erklimmen konnten ... Oder er ist gedanklich bei der Auseinandersetzung mit seinem Ehepartner oder den Kindern ... Oder seine Gedanken sind in der Zukunft, bauen Wunschbilder auf oder planen den Urlaub: die Vorbereitungen, die Abreise, welche Kleidung er mitnehmen wird und wie er seinen Urlaub gestaltet ... Oder er überlegt, zu welchem Zeitpunkt er ein neues Fahrzeug erwirbt, ob es ihm möglich sein wird, bar zu zahlen oder in Raten ... Oder mit welchen Methoden er am Stuhl des Prokuristen sägen könnte, um diesen zu Fall zu bringen, um dann dessen Platz einzunehmen ... Oder er überlegt, mit welchen Worten er beim Arbeitgeber seinen Arbeitskollegen anschwärzen könnte, damit dieser unter Umständen den Arbeitsplatz verliert, so daß er dann selbst diesen einnehmen kann, weil das Gehalt um einige hundert Mark höher liegt ... Oder er denkt an die Freundin oder an eine andere Frau; welchen Weg er nehmen muß, um sie zu treffen, damit deren Ehemann davon nichts erfährt ... Und, und, und, und.

Gearbeitet wird nebenbei, mit dem verbleibenden Rest des Bewußtseins. Auf diese Weise entstehen viele Fehlleistungen, die immer wieder ausgeglichen werden müssen, wodurch z.B. Arbeitszeit verlorengeht. Das alles und viel mehr geht auf Kosten des Betriebes: dem Unternehmen wird Betriebsenergie entzogen.

Blicken wir in die Massenmedien, dann lesen und hören wir von Korruption, hauptsächlich bei Arbeitgebern und Führungskräften, von Arbeitslosigkeit, von Streit, Zank, Haß, Neid, Mord, Kampf im Kleinen und im Großen, Unfrieden bis hin zum Krieg. Die ganze Welt ist ein einziger Feuerofen, in dem vor allem die Arbeitnehmer und kleine und mittlere Unternehmen schmoren. Sogenannte Verantwortliche gesellschaftlicher Gruppierungen legen weitere Kohlen nach, so daß sich der Weltenbrand der Korruption, der Arbeitslosigkeit, des Kampfes eines jeden gegen jeden, der Kriminalität, der Rauschgiftsucht vor allem auch bei Jugendlichen, die Morde und Kriege und vieles weitere immer mehr ausbreiten.

 

Frage des Christusfreundes:

Kannst du mir noch einmal erklären, warum Gedanken so ausschlaggebend sind?

 

Der Prophet:

Die Wissenschaft hat uns gelehrt, daß keine Energie verloren geht, doch was alles Energie sein kann, ist nur wenigen bekannt. Der Christus Gottes offenbarte uns: Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Handlung sind Energie, sogar unsere Gefühle und Empfindungen sind Energiepotentiale. Mit unserem »Handwerkszeug«, unserem Fühlen, Empfinden, Denken, Sprechen und Handeln, stehen wir beständig in Kommunikation mit gleichen oder ähnlichen Energien, die sich an den Orten und Gegenständen aufbauen, dort, wohin wir gedanklich senden.

Den Christusfreunden in den Christusbetrieben offenbarte der Christus Gottes weiter: Jeder Betrieb kann als Organismus gesehen werden. Jeder einzelne Mitarbeiter ist gleichsam ein Organ oder ein Teil, eine Zelle eines Organs. Der Organismus des Betriebes kann nur gesunden und gesund bleiben, gute Umsätze und Gewinne erzielen, wenn jedes Organ mit den anderen kommuniziert, also wenn die Betriebsangehörigen friedlich zusammenarbeiten. Weil alles Energie ist, so kann ein Betrieb auf Dauer nur bestehen, wenn die Betriebsangehörigen verantwortungsbewußte, aufbauende und betriebszielstrebige Gedanken bei der Arbeit haben. Der Betrieb ist als Organismus wiederum ein Glied, ein Organ in dem großen Organismus des Gemeinwohls, des lebendigen großen Ganzen, in dem Einer für alle wirkt und alle für Einen, Christus. Das Ziel eines Christusbetriebes ist, mit den positiven Kräften aller Beteiligten eine gute Leistung für den Nächsten und für das Wohl aller zu erbringen.

Der Arbeitnehmer, der seine Arbeit liebt und dem sein Betrieb am Herzen liegt, beschränkt sich nicht darauf, in diesem Betrieb zu arbeiten, sondern ist auch ein gesundes und aktives Organ des Unternehmens. Wer während der Arbeit von dieser und vom Unternehmen wegdenkt, hin zu dem, was seine Wunschwelt an Besitzen-, Sein- und Habenwollen füllt, zu lange anstehenden Problemen, zu Urlaub, Flirt und dergleichen, gibt seiner Arbeit wenig positive Energie mit - im Gegenteil; er nimmt aus dem Betrieb die positive Kraft, läßt diese in seine Gedanken- und Wunschbilder etc. einfließen, die er damit nährt. Daraus ergibt sich: Ein solcher Mensch schädigt das Energievolumen des Unternehmens, weil er dem Betrieb Energie entzieht; er trägt weder Verantwortung für den Betrieb noch für seine Arbeit und letztlich auch nicht für sich selbst, da seine Gedanken da- und dorthin schwirren, aber nicht bei der Arbeit sind.

In einem Organismus ist jedes Organ auf das andere eingestimmt. Jeder Baustein eines Organs ist von Bedeutung, damit der Organismus, das Betriebsgefüge ein gesunder, aktiver Organismus bleibt, der wächst und gedeiht. So besteht Gleichheit in der Wertschätzung aller Tätigkeiten und Arbeitsplätze. Daraus folgt: In einem gesunden christlichen Unternehmen sollte es kein übermäßiges Lohngefälle geben. Wenn jeder Betriebsangehörige - also Arbeitnehmer und Arbeitgeber - ein Teil des Organismus »Unternehmen« ist, so gilt auch die Frage, ob es wohl nützlich für den Gesamtorganismus ist, wenn ein oder mehrere Organe mehr Energie beanspruchen als sie zu einem gesunden und gedeihlichen Leben benötigen. Würden z.B. die Gehirnzellen sagen: »Wir sind die wichtigsten Zellen des ganzen Organismus und benötigen deshalb 80 % der gesamten Betriebsenergie« - was würde geschehen? Die Gehirnzellen würden immer üppiger und die übrigen Körperzellen immer schwächer. Das Gleichgewicht ginge verloren, der Organismus würde krank, und unter Umständen stürbe er. Beanspruchen also Unternehmer oder Mitarbeiter eine zu hohe Lohnquote, ohne Rücksicht auf das Gleichgewicht oder die betriebswirtschaftliche Situation des Unternehmens, so wird auch im Organismus »Unternehmen« gleiches geschehen.

Auch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerhaltung wirken trennend, denn in diesen liegt die Unterscheidung in Hochgestellte und Untergebene, also Befehlsgeber und Befehlsempfänger. In Unternehmen, wo es das Oben und Unten, das Hoch und Nieder, also die Ungleichwertigkeit gibt, wird das Verantwortungsbewußtsein der Mitarbeiter nicht gefördert.

Der Geist Gottes offenbarte uns, daß jeder Mensch in seiner Bewußtseinsanlage unterschiedlich ist. Der eine hat ein größeres Verantwortungsvolumen, der andere noch ein kleineres; der eine hat qualitative Fähigkeiten, der andere ist nur bedingt qualifiziert. Der eine hat Führungsqualitäten, der andere steht noch in der Position, sich führen zu lassen. Doch jeder, der zum Verantwortungsträger heranwachsen möchte, kann sein Bewußtsein erweitern, wenn er die Möglichkeiten zur Erweiterung seines Erfahrungshorizontes wahrnimmt, die ihm in einem gut geführten Betrieb offenstehen. So wird er in den Betrieb als Verantwortungsträger hineinwachsen, weil er mit der Zeit nicht nur seine seitherigen Qualitäten einbringt, sondern weitere Fähigkeiten erschließt, die sich allmählich weiter entwickeln.

Der Christus-Gottes-Geist hat den Christusfreunden in Christusbetrieben geraten, immer überschaubare Betriebe zu errichten, damit jeder Mitarbeiter das Betriebssystem durchschaut und als Verantwortungsträger den Betrieb durchlebt, so daß jeder Betriebsangehörige ganz in den Betrieb hineinwächst und diesen zu seiner Sache macht. Dann gibt es keine Arbeitnehmer- und Arbeitgeberhaltung, sondern alle sind Verantwortungsträger des Betriebes und somit Teilhaber des gesamten Unternehmens.

Im Rahmen dieses Prinzips wurden die Christusbetriebe von den Christusfreunden aufgebaut. Sie alle, die Verantwortungsträger der Betriebe, sind dem äußeren Recht und der inneren Gerechtigkeit entsprechend im Verein der Mitarbeiter in Christusbetrieben zusammengefaßt, der die Anteile an den Betrieben hält.

Es sei ganz klar gesagt, daß dieses den göttlichen Gesetzen entsprechende Wirtschaftssystem nur dann funktionieren kann, wenn jeder Betriebsangehörige Verantwortungsträger und Mitinhaber ist und den Betrieb zu seiner eigenen Sache gemacht hat. Voraussetzung für dieses Zusammenwirken und Zusammenarbeiten der einzelnen in den Christusbetrieben ist die schrittweise Erfüllung der Zehn Gebote und der Bergpredigt im Leben eines jeden einzelnen. Um dies zu ermöglichen, wurde bereits während des Bestehens des Heimholungswerkes Jesu Christi der Innere Weg vom Christus-Gottes-Geist offenbart, der nun im Universellen Leben, noch detaillierter dargeboten wird.

Die Christusfreunde in den Christusbetrieben haben mit diesem urchristlichen Wirtschaftssystem gute Erfahrungen gemacht. Nicht alle haben dieses göttliche Gleichheitsprinzip bereits durchdrungen. Deshalb kann man sagen, sie sind erst auf dem Weg, es ganz und gar zu erfassen und zu durchdringen. Das Wirtschaftssystem der Christusbetriebe befindet sich also immer noch im Anfangsstadium, obwohl in manchen Betrieben schon große Fortschritte und gute Ergebnisse erzielt wurden und werden.

Der Christusbetrieb, der ein Organismus ist, gehört allen, denn kein Organ soll dem anderen übergeordnet sein; alle Organe sind für die Funktion des Unternehmens von gleicher Bedeutung, denn jedes Organ wirkt gemeinsam mit den anderen, nach dem Gleichheitsprinzip Geben und Empfangen. Auch hier gibt uns die Natur ein gutes Vorbild: Würde ein menschlicher Organismus gut funktionieren und gedeihen, wenn nicht jede Zelle mit der anderen in Verbindung stünde?

Was geschähe, wenn die Leberzelle zur Nervenzelle sagte: »Von dir nehme ich keine Nachricht oder Anweisung an; ich produziere so viel Gallensaft, wie ich es für richtig halte ...« Wäre da nicht abzusehen, daß bald der gesamte Verdauungstrakt unter Mangel oder Überschuß an Gallensaft leidet und somit schwere Störungen auftreten? Oder was geschähe, wenn die Leber streikt und sagt: »Alle Nährstoffe, die mir aus dem Pfortadersystem zufließen, behalte ich für mich - ihr anderen Zellen schaut, wo ihr Nährstoffe herbekommt!«

Christus offenbarte, persönliche Probleme und Schwierigkeiten, die sich für jeden von uns im Laufe unserer Tage ergeben, nicht über längere Zeit stehenzulassen, sondern sie zu bereinigen, so daß der Mitarbeiter seine Gedanken bei der Arbeit hat. Nur so kann er für den Betrieb verantwortlich und für seinen Nächsten da sein. Ein friedliches und harmonisches Miteinander führt zur Einheit und zum gesunden Wachstum des Betriebes in Umsatz und Gewinn. Das Gleichheitsprinzip führt auch zur Freiheit der einzelnen Mitarbeiter. Ein gesundes, aufwärtsstrebendes Unternehmen bringt auch mehr Betriebsenergie, die sich u.a. für den einzelnen in angehobener Entlohnung und der Teilhabe an höherer Gewinnausschüttung auswirkt.

Zu Problemen und Schwierigkeiten ist zu sagen: Der Mensch, der die Zehn Gebote, die Bergpredigt und somit die Lehren des Jesus von Nazareth in seinem Leben befolgt, muß nicht von Problemen und Sorgen geplagt, gedrückt durch’s Leben gehen. Schwierigkeiten müssen nicht zu Problemen werden, wenn wir sie zum Anlaß nehmen, uns darin zu erkennen und zu bereinigen, was der Situation zugrunde lag. Durch die umwandelnde Kraft des Christus Gottes und durch die schrittweise Erfüllung der göttlichen Gesetzmäßigkeiten werden wir von den persönlichen Belastungen frei.

Jeder, der seine persönlichen Probleme und Schwierigkeiten nährt, also während der Arbeit seine persönlich-visionären Vorstellungen pflegt, stört das Gleichheits- gleich Einheitsgefüge des organischen Wachstums des Betriebes. Wer in sein inneres und äußeres Leben keine Ordnung bringt, wer seiner persönlich-ichbezogenen Wunschwelt nachhängt, wird mit dieser durch Nachlässigkeit und fehlerhafte Arbeit in die Ordnung des organisch gewachsenen Betriebsgefüges einwirken. Diese Wunschwelt ist mit einem Virus zu vergleichen, der zur Unordnung im Unternehmen und zu dessen wirtschaftlichem Niedergang beitragen kann. Solche Mitarbeiter werden von den Christusfreunden gebeten, den organisch gewachsenen Christusbetrieb zu verlassen, um dort, wo es ihnen gefällt, ihre persönlich-visionären, ichbezogenen Gedankenspiele zu manifestieren.

Jesus, der Christus, lehrte und lehrt uns die Brüderlichkeit, was besagt, daß wir Menschen aufgrund unserer kosmischen Herkunft untereinander Brüder und Schwestern sind. Nach den göttlichen Prinzipien des Wirtschaftens heißt das, daß jeder entsprechend seinen Fähigkeiten im Betriebsorganismus arbeitet und auch seinem Nächsten beisteht.

Gerechtigkeit besagt, daß im Betriebsgefüge jeder Streit in Kürze geschlichtet werden sollte, damit der Betriebsorganismus nicht leidet. Dieser kann unter Umständen sogar kollabieren, wenn sich lange Zeit Organe gegeneinander auflehnen, also Menschen uneins sind und bleiben. Leben zwei im Streit, dann hat nicht nur der eine recht, sondern auch der andere. Die Waage der Gerechtigkeit im christlichen Wirtschaften ist immer auf Ausgleich bedacht, dadurch, daß beide miteinander bereinigen, was zum Streit geführt hat.

Das positive Denken der einzelnen und das gute persönliche Miteinander sind Kräfte, die den Betrieb gedeihen lassen. Sie sind gleichsam die besten Zuarbeiter im Mitarbeiter des Betriebs. Das gleiche gilt auch in den Familien sowie im Zusammenleben mit Verwandten und Freunden.

Aus den Offenbarungen des Christus-Gottes-Geistes ergibt sich weiter: Schaffe Ordnung in deinem persönlichen Umfeld, dann funktioniert auch das Unternehmen.

Die Christusfreunde in den Christusbetrieben, wir alle, sind nicht vollkommen, doch wir erleben in diesem Betriebssystem Wunder über Wunder. Das göttliche Prinzip, der Motor der Christusbetriebe - die Anwendung der Lehren der Bergpredigt im persönlichen Leben, in allen Betriebsabläufen und gegenüber den Kunden - funktioniert von einer Stunde zur anderen. Viele Brüder und Schwestern machen diese Erfahrungen tagtäglich. Das Leben und Wirtschaften nach den Gesetzmäßigkeiten der Bergpredigt beinhaltet, wie schon angedeutet, ein ganz einfaches Prinzip:

Ordne nach dem göttlichen Maßstab deine Gedanken, schaffe Frieden mit deinen Nächsten, und lebe mit ihnen in der Einheit. Denke nicht "alles nur für mich", sondern denke im Gemeinwohl, im Wohl für deine Nächsten, die deine Brüder, deine Schwestern sind, und für das Unternehmen.

Lerne, mit den Gaben Gottes Kommunikation zu halten: mit deiner Arbeit, die du tust, mit der Natur, die dich umgibt, mit jeder Pflanze, die du bearbeitest, mit den Früchten, die du pflegst, mit den Produkten, die du verkaufst, mit den Waren, die du anbietest. Bleibe in der schöpferischen, göttlichen Kommunikation mit den Feldern, mit allem, was auf diesen wächst.

Bleibe in Kommunikation mit den vier Elementen Feuer - gleich Sonne - Wasser, Erde und Luft. Sei dir bewußt, es sind Gaben Gottes für diese Erde. Bleibe in Kommunikation mit den Tieren auf und in der Erde, auf und in den Gewässern, in der Luft, aber auch in den Ställen, und vergegenwärtige dir: Sie sind geistig gesehen ein Teil von deinem Inneren Leben.

Was immer du tust - sei dir bewußt, daß du das Beste geben möchtest, dann wirst du auch das Beste bekommen. Sieh den Kunden nicht nur als Kunden, sondern als deinen Bruder und deine Schwester und denke daran, geistig gesehen ist er ein Teil deines geistigen Lebens. Der Kunde ist nicht nur König, sondern ein Teil deines Herzens.

Christusfreunde in den Christusbetrieben sind täglich bemüht, dem Kaiser zu geben, was dem Kaiser gebührt. Fachkräfte führen eine exakte Buchhaltung und zahlen die Steuern und Abgaben, so wie es der Staat vorschreibt. Gemäß der Lehre Jesu geben wir auch Gott, was Ihm gebührt. Unser Dank an Ihn ist die schrittweise Erfüllung dessen, was Jesus allen Menschen geboten hat: »Wer diese Meine Lehre hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein, denn es war auf Fels gegründet.«

Inzwischen kennen wir das »Bewußtseinsbarometer«. Es reagiert, sobald wir unsere Gedanken gegen unsere Nächsten richten, und auch dann, wenn wir nicht in positiver Kommunikation mit unserer Arbeit sind. Erfüllen wir unsere Arbeit unkonzentriert, indem wir gedanklich - also bewußtseinsmäßig - ganz woanders sind, z.B. bei der Urlaubs- oder Wochenendvorbereitung und bei anderen Sinnesabläufen, die uns magnetisch anziehen, dann sinkt sofort das Betriebsbarometer; das Gefertigte, die Waren, die Produkte gehen in der Energie zurück. Ihre positive Ausstrahlung, die anzieht, nimmt dann ab. Es verändert sich z.B. der Geschmack der Früchte oder des Brotes - der Umsatz fällt und natürlich auch der Gewinn. Sind wir gegenüber dem Kunden, unserem Nächsten, gleichgültig, weil wir nicht mit positiven Gedanken bei ihm sind, er uns also gleichgültig ist oder wir ihn gar abwerten, dann verlieren wir mit der Zeit das Kunden- gleich Geschwisterpotential. Das Betriebsbarometer sinkt.

Kein Mensch ist vollkommen. Alle haben ihre Schwankungen, denn jeder Tag bringt für jeden von uns Lernaufgaben, zu Bereinigendes und Bewährungssituationen mit sich. Jeder hat also an sich zu arbeiten, um in die Gleichheit, Freiheit, Einheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit zu gelangen. Das betriebliche Bewußtseinsbarometer zeigt unsere Schwankungen an; sie bewirken das Auf und Ab des Betriebes.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß es nur im Miteinander aufwärts gehen kann und nicht im Gegeneinander.

In einem Christusbetrieb ist jeder Christusfreund gleichberechtigt. Das Einkommen entspricht mindestens den gesetzlichen Bestimmungen; insbesondere bei Christusfreunden mit Kindern liegt es um vieles darüber. Vierteljährlich erfolgen Gewinnausschüttungen. Den Betrag der Gewinnausschüttung bestimmen die Christusfreunde des jeweiligen Betriebes selbst.

Dieses christliche Betriebs- gleich Wirtschaftssystem, das den Inhalten der Bergpredigt entspricht, ermöglicht uns ein Leben in Gleichheit, Einheit, Freiheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit.

Die Welt mit ihrem derzeitigen Wirtschaftssystem steht am Abgrund. Es werden vielleicht noch ab und zu »Verschnaufpausen«, kurze Phasen der scheinbaren Beruhigung, spürbar werden, doch der Trend geht abwärts, weil dieses System kein Fundament hat. Wo Obrigkeits- und Untergebenendenken herrscht, entwickelt sich Gleichgültigkeit, weil andere vielfach für andere denken. Dort kann auch keine Gleichheit entstehen. Wo täglich der Kampf des einen gegen den anderen, wo in der Wirtschaft der Kampf der Giganten herrscht, kann keine Freiheit wachsen. Wo der eine ein überdimensionales Einkommen bezieht, andere hingegen am Hungertuch nagen, kann unter den Menschen keine Einheit entstehen. Wo Macht und Geld Machtlose unterdrücken, kann keine Brüderlichkeit auferstehen. Wo die Angesehenen ihr sogenanntes Recht durchsetzen und der Durchschnittsmensch vielfach unterliegt, kann keine Gerechtigkeit erwachsen.

Dieses Ungleichgewicht führt immer wieder zu Unfrieden, zu Haß, Neid, Mord, Kampf, Krieg, Vernichtung und anderem mehr. Die davon geblendeten Völker werden immer wieder zu den Waffen greifen, in dem Glauben, damit den Frieden herstellen zu können. Durch den Einsatz von Waffen kann man wohl ein Volk an den Rand des Ruins bringen, es auslöschen oder ihm weitgehend die Lebensgrundlage nehmen. Die kriegerischen und mörderischen Gedanken jedoch können durch Waffen nicht zerstört werden, sondern einzig dadurch, daß die Menschen das tun, was Jesus in Seiner Bergpredigt lehrte.

Wo die urchristlichen Prinzipien Gleichheit, Freiheit, Einheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit bloße Worte bleiben, die eventuell in einer sonntäglichen Predigt von der Kanzel herab gesprochen werden, jedoch im Alltag, in der Familie, am Arbeitsplatz, im Betrieb nicht angestrebt und gelebt werden, dort folgt man dem Jesus nicht nach, der vom Erfüllen Seiner Lehre, dem Tun sprach und der mit Seinem Leben dafür selbst das beste Vorbild war. Wer den Glauben predigt, doch die Notwendigkeit der Umsetzung der Glaubensinhalte z.B. am Arbeitsplatz negiert, der kann nicht verstehen, daß Glaube und Leben eine Einheit sein sollten, der versteht nicht den Jesus von Nazareth und Seine Lehre - ja, er kennt Ihn nicht. Er kennt im übrigen auch das Grundgesetz unseres Staates nicht, für das die Prinzipien Gleichheit, Freiheit und soziale Gerechtigkeit ebenfalls Werte von zentraler Bedeutung sind.

 
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