|
|
|
CNA-Meldung vom 28.September.2001:
Kommentar:Ursachen des Terrorismus
Die Welt bereitet sich auf kriegerische Ereignisse vor. Truppen werden gesammelt, Pläne ausgeheckt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Waffen sprechen werden im Kampf gegen den Terrorismus.
Gerade als Christen müssten wir hier fragen: Muss das sein? Gibt es wirklich keine andere Lösung? Ist das überhaupt eine Lösung?
Christus gab uns bereits vor 2000 Jahren eine Antwort: Gewalt mit Gewalt zu beantworten, führt zu keiner Lösung, sondern im Gegenteil zu weiterer Gewalt. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen, sagte der Nazarener. Das ist eindeutig.
Aber was kann man dann gegen den Terrorismus tun, der vor wenigen Tagen in New York über 6000 Menschen den Tod brachte?
In einer Radiosendung wiesen die Urchristen im Universellen Leben vor einigen Tagen darauf hin, dass man zunächst nach den Ursachen des Terrors fragen müsste. Weshalb ist in der islamischen Welt soviel Hass und Aggression gegen die westliche Welt vorhanden?
Wenn wir in die Geschichte blicken, finden wir die Antwort: In den Kreuzzügen beispielsweise haben Christen im Namen Gottes Krieg gegen Muslime geführt, sie haben Zehntausende von Menschen, auch Zivilisten, grausam ermordet.
Wir Urchristen glauben daran, dass sich die Seele des Menschen nicht nur einmal, sondern immer wieder in einen menschlichen Körper einverleiben kann. Auch die ersten Christen glaubten an de Wiederverkörperung der Seele. Wenn es eine solche gibt, dann ist auch der Hass vieler Muslime auf die sogenannte christliche Welt teilweise erklärbar: Möglicherweise lebt in vielen Seelen die Erinnerung an das damalige grausame Geschehen, das sie Christus zuordnen. Denn niemand hat ihnen erklärt, dass die Kirchen die Lehre des Christus in vielen Aspekten in ihr Gegenteil verkehrt haben und das das Töten von Menschen, gleich aus welchem Motiv, gegen den Willen Gottes verstößt.
Aber auch in der jüngeren Geschichte und in der Gegenwart finden wir Ursachen für den Hass: Westliche Staaten haben vielfach arabische Länder besetzt, ausgebeutet, ihnen ihren Lebensstil aufgezwungen. Und vor allem: Die Christen waren und sind keine Vorbilder. Weder die Kolonialherrschaft noch der Sozialismus haben die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in den unterentwickelten Ländern lösen können. Der aus dem Westen importierte Kapitalismus kann es auch nicht. Wo sind die Christen, die Brüderlichkeit und Gerechtigkeit vorleben?
Die Regierungen und Kirchenführer der westlichen Welt hätten also allen Grund, die Länder der Erde um Vergebung zu bitten für alles, was im Namen des Christentums an Leid in die Welt gebracht wurde. Wenn eine solche ehrliche Bitte um Vergebung ausgesprochen würde, der dann entsprechende Taten folgen, dann hätte der Frieden sicher noch eine Chance in der Welt. Dann würde auch weiteren Terroranschlägen der Nährboden entzogen werden.
Zurück zur CNA-Nachrichten-Übersicht
CNA - Christliche Nachrichten-Agentur im Universellen Leben e.V.
Universelles Leben, Postfach 5643, D-97006
Würzburg, Deutschland |