Christliche Nachrichtenagentur im Universellen Leben e.V.

 CNA-Meldung vom 08. Dezember 2001:

 

Kommentar:

Eine apokalyptische Seuche

 

Was Zu den Schrecken dieser Welt gehörten immer schon Seuchen. Pest und Cholera, Tuberkulose und Malaria – um nur einige Beispiele zu nennen. Doch alle bisherigen Schrecken werden von einer Seuche übertroffen, die weltweit um sich greift: Von Aids.

 

Nach dem jüngsten Bericht der Vereinten Nationen sind inzwischen 40 Millionen Menschen HIV-infiziert. Ein Drittel allein in Afrika, südlich der Sahara. Dass dieser Erdteil unter der Geißel der Seuche besonders leidet, sind wir fast schon gewohnt. Überrascht und betroffen stellen wir jedoch fest, dass sich Aids im vergangenen Jahr am schnellsten in der Ukraine und in anderen osteuropäischen Staaten ausbreitete. Etwa 250.000 Menschen hatten sich dort mit dem HIV-Virus infiziert. Als Gründe für die Zunahme werden in dem UN-Bericht die Massenarbeitslosigkeit und die unsichere wirtschaftliche Situation in Osteuropa genannt. Dadurch seien soziale und kulturelle Normen aufgeweicht worden, was immer dies heißen mag.

 

Besonders tragisch wirkt ein Hinweis des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, wonach 70 % der Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren in Somalia noch nie von der Immunschwächekrankheit gehört haben. In Guinea-Bissaou und Sierra Leone liege der Wert bei mehr als 40 %, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Situation könnte kaum bizarrer sein: In einer globalisierten Welt werden auch die Krankheiten globalisiert, zu Lasten der Globalisierungsverlierer, die nicht einmal wissen, was sie bedroht. Die Aids-Seuche ist eine der Komponenten, die unserer Zeit apokalyptische Züge verschafft – neben dem ökologischen Kollaps und den zunehmenden Verwüstungen durch Stürme und Erdbeben.

 

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