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Evangelischer
Pressedienst, 20.08.2004
Versicherung soll Kirche Schmerzensgeld erstatten
Das katholische Bistum Rotterdam hat die Versicherung Aegon
verklagt, weil diese sich weigert, Schmerzensgeld für ein Opfer sexuellen
Missbrauchs durch einen Priester zu erstatten. Auch Schaden durch sexuellen
Missbrauch sei durch die Haftpflichtversicherung gedeckt, sagte der Sprecher
des Bistums, Jan Willem Wits, am Freitag. Die Versicherung lehnt die
Erstattung jedoch ab. "Wir zahlen nicht bei Verbrechen", sagte ein Sprecher.
Der Prozess wird voraussichtlich in sechs Wochen beginnen.
Das Rotterdamer Bistum hatte 1998 rund 56.000 Euro Schmerzensgeld an die
Eltern eines 12-jährigen Mädchens bezahlt, das von einem Priester des Bistums
Jahre lang sexuell missbraucht worden war. Der Priester wurde strafrechtlich
verfolgt. Es ist das erste Mal, dass eine kirchliche Einrichtung in den
Niederlanden in einem Fall von Missbrauch auf gerichtlichem Wege die
Kostenerstattung erzwingen will. |
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Yahoo-Nachrichten,
20.08.2004
Bischofskonferenz hat Richtlinien über Weihe schwuler Priester
In Deutschland werden regelmäßig katholische Priester geweiht,
deren Homosexualität der Kirchenführung bekannt ist. Die Deutsche
Bischofskonferenz hat in einem 23-seitigen Papier dafür genaue Richtlinien
festgelegt, wie eine Sprecherin am Freitag der AP bestätigte. Nach einem
Bericht des Südwestrundfunks können demnach schwule Männer dann Priester
werden, wenn sie sich nicht öffentlich zu ihrer Sexualität bekennen. Dagegen
sei eine Weihe ausgeschlossen, wenn ein Priester nicht bereit sei,
einschlägige Treffpunkte für Homosexuelle wie Bars, Discos oder Saunen zu
meiden.
Grundsätzlich müsse der Priesterkandidat «sexuelle, personale und geistliche
Reife» haben und das Zölibat befolgen, zitierte der SWR aus dem Papier der
Bischofskonferenz. Eine Umfrage des Senders unter den 27 deutschen Diözesen
habe ergeben, dass sich die meisten an die internen Richtlinien hielten und
und homosexuellen Priestern die Weihe nicht verweigerten. Auch
Ordensgemeinschaften wie die Jesuiten beschäftigten sich zunehmend mit
Homosexualität.
In einem SWR-Interview äußerte sich auch erstmals ein Seminarist des
inzwischen geschlossenen Priesterschule im österreichischen St. Pölten. Das
Bistum wird seit Wochen von einem Sexskandal erschüttert. «Es hat eine
homosexuelle Atmosphäre im Seminar geherrscht. Es wurden homosexuelle
Beziehungen geführt zwischen beiden Regenten zu den Seminaristen. Es wurden
homosexuelle Beziehungen aktiv gelebt im Seminar», sagte der
Priesteramtsanwärter dem Sender.
SWR-Reporter Thomas Leif sagte der AP, der Seminarist sei bereits vor
Ausstrahlung des Beitrages am Sonntag massiven Drohungen von Betroffenen
ausgesetzt gewesen. «Ihm wurde indirekt mit Mord gedroht», sagte der
Journalist. Alle Beteiligten hätten große Angst, ihre Stellen zu verlieren.
Die Polizei hatte in der St. Pöltener Priesterschule rund 40.000
pornografische Bilder und zahlreiche Filme sichergestellt. Auf einigen Bildern
waren Kinder zu sehen. Als Konsequenz ließ der Vatikan in der vergangenen
Woche das Seminar schließen. Ein 27-jähriger Ex-Schüler wurde zu sechs Monaten
Haft auf Bewährung verurteilt. Ermittler hatten bei ihm 1.700 pornografische
Bilder gefunden, die meisten davon mit Kindern.
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Yahoo-Nachrichten,
20.08.2004
Kommunion
wegen Anti-Allergie-Oblate annulliert
Römisch-katholische Würdenträger im US-Bundesstaat New Jersey haben
die Erstkommunion eines an einer seltenen Verdauungskrankheit leidenden
neunjährigen Mädchens annulliert. Weil die von Haley Pelly-Waldman zu der
Zeremonie verspeiste Oblate keinen Weizen enthielt, erklärte die Diözese von
Trenton die Kommunion für ungültig. Die Entscheidung gehe auf eine Verfügung
des Vatikan zurück, teilte Bischof John Smith mit.
Das Mädchen leidet unter Zöliakie, einer seltenen Unverträglichkeit des
Kleber-Eiweißes Gluten, das in den Getreidesorten Weizen, Hafer, Gerste und
Roggen vorkommt. Laut der Diözese, die sich auf den Heiligen Stuhl beruft,
dürfen aber ausschließlich Weizenoblaten zur Kommunion verwendet werden.
Haleys Mutter Liz schrieb inzwischen an Kardinal Joseph Ratzinger, um doch
noch eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. "Die Göttlichkeit der Eucharistie
liegt nicht im Weizen", zeigte sich Pelly-Waldman überzeugt.
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Yahoo-Nachrichten,
10.09.2003
Erzdiözese
Boston zahlt Klägern im Sexskandal 85 Millionen Dollar
Kompromiss in Sicht: Die katholische Erzdiözese von Boston hat sich
im Skandal um Jahre langen Kindesmissbrauch durch Priester bereiterklärt,
Hunderte mutmaßliche Opfer zu entschädigen. Die Rede ist von insgesamt 85
Millionen Dollar. Eine entsprechende Vereinbarung wurde laut US-Medien
erzielt.
Mit dem Vergleich werden Klagen von mehr als 500 Menschen beigelegt. Nach
einer Studie der Behörden des Staates Massachusetts waren mehr als 1000 Kinder
missbraucht worden. 542 Gemeindemitglieder hatten Klage eingereicht.
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Yahoo-Nachrichten,
09.09.2003
Pfarrer
wegen sexuellen Missbrauchs erneut vor Gericht
Wegen Missbrauchs von Schutzbefohlenen muss sich seit Dienstag ein
Pfarrer vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Die Anklage wirft dem Mann
vor, mindestens zwei Jugendlichen mehrfach missbraucht zu haben. Kurz nach
Prozessbeginn wurde die Öffentlichkeit für den weiteren Verlauf des Verfahrens
ausgeschlossen...
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Yahoo-Nachrichten,
01.09.2003
Steuerberater müssen auf Kirchensteuer hinweisen
Steuerberater müssen ihre Mandanten darauf aufmerksam machen, dass
sie durch den Austritt aus der Kirche Geld sparen können. Das entschied das
Oberlandesgericht Düsseldorf, wie "Finanztest" (September-Ausgabe) berichtet.
Im konkreten Fall hatte es der Steuerberater versäumt, den
Alleingesellschafter einer GmbH auf die für eine Gewinnausschüttung fällige
Kirchensteuer hinzuweisen. Der Unternehmer sollte rund 9.000 Euro
Kirchensteuer zahlen. Er zog daraufhin vor Gericht. Hätte ihn sein
Steuerberater vorher gewarnt, wäre er rechtzeitig aus der Kirche ausgetreten,
argumentierte er.
Das Gericht gab ihm Recht. Jetzt muss den Angaben zufolge der Steuerberater
die Steuer übernehmen. Er habe die Pflicht, seinen Mandanten möglichst vor
Schaden zu bewahren.
Aktenzeichen: Oberlandesgericht Düsseldorf, 23 U 39/02
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Kath.net,
26.08.2003
Weihrauchdisput in Dublin
Ein Weihrauchdisput beschäftigt die irische Kirche in diesen Tagen.
Im Zuge einer Kampagne, die ab 2004 Rauchen am Arbeitsplatz verbieten soll,
meinte der irische Staatsminister im Verkehrsministerium und frühere Minister
für Tourismus, Jim McDaid, auch Weihrauch stelle ein Gesundheitsrisiko dar...
Es gebe jedoch ernsthafte medizinische Bedenken, denn jede Art von Rauch sei
krebserregend... in einer kleinen Kirche muss man besonders aufpassen, vor
allem, wenn Ministranten da sind, die an Asthma leiden.
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Spiegel-Online, 18.
08.2003
Vatikan
verordnete "ewiges Schweigen"
Seit zwei Jahren wird vor allem die US-Kirche durch Klagen wegen
sexuellen Missbrauchs erschüttert. Priester sollen sich an Kindern vergangen
haben, heißt es. Hätten sich die Beteiligten an ein Kirchen-Dokument von 1962
gehalten, wären die Fälle nie an die Öffentlichkeit gekommen.
Der Vatikan hat vor rund 40 Jahren offiziell angeordnet, Fälle sexuellen
Missbrauchs durch Priester nicht der Öffentlichkeit mitzuteilen. Bischöfe in
der ganzen Welt seien damals in einem streng vertraulichen Schreiben
angewiesen worden, solche Vergehen "mit größter Geheimhaltung" innerkirchlich
zu verfolgen. Das berichtet die Londoner Zeitung "The Observer".
Auch Opfer des Missbrauchs sollten unter der Drohung der Exkommunizierung
"ewiges Schweigen" schwören. Sie sollten den Missbrauch aber innerkirchlich
anzeigen...
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Radio-Vatikan,
18.08.2003
Heilung
durch paranormale Kräfte und javanische Mystik können nach Auffassung des
Bischofs von Purwokerto, Julianus Sunarka, in den Dienst der Kirche gestellt
werden.
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Die Welt,
05.08.2003
Kampf ums
Religionsmonopol
Wie Staat und Amtskirchen versuchen, die Konkurrenz vom Markt der Seelsorge zu
verdrängen - Debatte
von Gerhard Besier
Im Windschatten der auf die Ökonomie gerichteten öffentlichen Aufmerksamkeit
tobt in Deutschland ein Kampf gegen die fortschreitende Pluralisierung der
Weltanschauungen. Am 12. November 2002 beschloss die Bayerische
Staatsregierung - im Zusammenhang mit einem "Maßnahmenkatalog im Hinblick auf
die Scientology-Organisation" -, erneut ein Lebensbewältigungshilfegesetz in
den Bundesrat einzubringen. Dieser wiederum soll dann dem Bundestag den
Gesetzentwurf präsentieren. Mit Hilfe eines solchen Gesetzes beabsichtigt man,
den sogenannten Psychomarkt zu regulieren und eine Art gesetzlich
abgesicherten "Verbraucherschutz" zu schaffen. Einen ähnlichen Versuch hatte
fünf Jahre zuvor der Hamburger Senat schon einmal unternommen. Damals
scheiterte das Projekt nicht zuletzt am Einspruch der beiden großen
Religionsgesellschaften. Sie befürchteten zu Recht, "gemeinnützige
Organisationen und die "Amtskirchen"" würden entgegen der erklärten Absicht
des Gesetzes mit betroffen". Beide religiösen Großorganisationen sind
ausdrücklich für ein solches Gesetz zur Regelung der
"Lebensbewältigungshilfe", wollen aber gewährleistet sehen, dass dieses "nicht
die Lebensbewältigungshilfe" erfasst, "die von den Kirchen geleistet wird".
Neben den nicht explizit Werte vermittelnden Medizinern und psychologischen
Psychotherapeuten wollen die religiösen Großorganisationen ihre
wertorientierte Lebensbewältigungshilfe gestärkt und mit einem staatlich
geschützten Monopol versehen wissen. Denn ihr Problem mit den sogenannten
Psychoorganisationen besteht vor allem darin, dass hier oftmals die Grenzen
zwischen psychologischer Hilfe und weltanschaulicher Orientierung
verschwimmen. Das offen auszusprechen erscheint freilich schwierig, denn in
allen modernen Verfassungen gehört das Individualrecht der Glaubens-,
Gewissens- und Weltanschauungsfreiheit zu den Eckpfeilern des
Grundrechtekatalogs. Darum muss der Kampf um das Wertemonopol über Umwege
geführt werden.
Im Blick auf den konkurrierenden
"Psychomarkt" versuchen deshalb einige staatliche und vor allem die
amtskirchlichen "Weltanschauungsbeauftragten" nachzuweisen, dass bestimmte
Anbieter gegen das Strafrecht verstoßen oder sogar psychische Krankheiten
hervorrufen. Um diese Position zu erhärten, hat die Bayerische Staatsregierung
für mehrere Hunderttausend Euro eine Studie in Auftrag gegeben, die inzwischen
vorliegt. Sie kommt mit Blick auf Scientology zwar zu den vom Auftraggeber
erwarteten Ergebnissen, erfüllt aber vom Untersuchungsdesign wie von der
Durchführung her in keiner Weise die wissenschaftlichen Standards und ist
darum heftiger Kritik ausgesetzt.
Eine andere Extremvariante, einigen
"Psycho"-Anbietern auf die wirklichen oder vermeintlichen Schliche zu kommen,
ist die Beobachtung durch Landesverfassungsschutzämter und den
Bundesverfassungsschutz - die Einschleusung von sogenannten V-Männern
inbegriffen. Doch inzwischen stellt ein Landesgeheimdienst nach dem anderen
seine Bemühungen ein, weil das tatsächliche Verhalten der Scientologen keine
konkreten Hinweise auf verfassungsfeindliche Bestrebungen hergibt.
Ungereimtheiten und autoritäre oder sogar inhumane Formulierungen in
religiösen Texten sind nicht deliktwürdig, solange sie nicht in konkrete
Handlungen umgesetzt werden. Andernfalls wäre es um viele Religionen, die
biblischen eingeschlossen, schlecht bestellt.
Und wäre Scientology so
"gefährlich", wie hier zu Lande oft behauptet wird, dann müsste man um den
Erhalt der demokratischen Grundordnung in den USA ernstlich besorgt sein. Denn
in Washington DC betreibt die Church of Scientology genau den gleichen dort
üblichen Lobbyismus wie alle anderen Religionsgemeinschaften. Das heißt, sie
unterhält ähnlich enge Kontakte zu Senatoren und Kongressabgeordneten wie
Lutheraner, Katholiken, Moslems, Buddhisten und andere. Wir dagegen kennen
einen solchen Lobbyismus bei der Bundesregierung und den Landesregierungen nur
auf Seiten der Großkirchen. In den USA ist man über die Behandlung religiöser
Minderheiten in Deutschland, denen hier zu Lande sogar ihre
Religionshaftigkeit abgesprochen wird und die nur als "Psychoorganisationen",
"Gruppen" oder "Sekten" angesprochen werden, zutiefst verstört. Jahr für Jahr
prangert der vom US-Außenministerium vorgelegte Bericht über den Stand der
internationalen Religionsfreiheit die Diskriminierung religiöser Minderheiten
auch in Deutschland an.
Doch das ficht die Kämpfer um das
Religions- und Wertemonopol nicht weiter an. Als jüngst zwei
"Weltanschauungsbeauftragte" der Großkirchen in Bayern gefragt wurden, bei
welchen Angeboten nach ihrer Erfahrung Vorsicht geboten sei, antworteten sie:
"Immer dann, wenn neue Werte vermittelt werden und eine so- genannte Schule
einen Kandidaten ganz für sich haben will... Immer, wenn es um eine
Neujustierung des Wertesystems geht, kann es gefährlich werden." Das haben
Glaubensüberzeugungen und religiöse Vereinigungen so an sich. Zumindest ohne
Restrisiken sind sie nicht zu konsumieren.
Der Autor hat den Lehrstuhl für
Totalitarismusforschung an der TU Dresden inne und ist Direktor des dortigen
Hannah-Arendt-Instituts
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Radio Vatikan,
04.08.2003
Konferenz
über Gen-Nahrung im Vatikan
Papst Johannes Paul II. will mehr über die gentechnische
Veränderung von Lebensmittel wissen. Zu diesem Zweck werden im Herbst
Gentechniker und andere Fachleute im Vatikan zusammentreffen, die
wissenschaftliche, ethische und humanitäre Aspekte dieses Zweiges der
Biotechnologie klären sollen. Das gab der Heilige Stuhl heute bekannt.
Federführend von vatikanischer Seite ist der päpstliche Rat für Gerechtigkeit
und Frieden unter Leitung von Erzbischof Renato Martino. In italienischen
Medien deutete Martino ein vorsichtiges "Ja" des Heiligen Stuhls zu dem
heiklen Thema gentechnisch veränderte Lebensmittel an. Sie könnten dazu
beitragen, die globale Geißel Hunger zu bekämpfen, sagte Erzbischof Renato
Martino der Turiner Zeitung "La Stampa"...
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Natur und Kosmos,
August 2003
Hammer des
Monats
Wasser mit Gottes Segen
Tierversuche mit Mineralwasser:
Die Adelholzener Alpenquellen haben ihr neues Produkt ActiveO2 an
15 lebenden Kaninchen testen lassen.
... Das Superwasser mit dem angeblichen Gesundheitskick wird übrigens nicht
von irgendeinem anonymen industriellen Abfüller zusammengepanscht, der auf dem
Gesundheitsticket Kasse machen will. Nein, der Hersteller Adelholzener
Alpenquellen befindet sich zu 100 Prozent in klösterlichem Besitz der
Barmherzigen Schwestern. Da steckt Gottes Segen gleich mit im Fläschchen. So
ganz toll barmherzig sind die guten Schwestern zuletzt allerdings vielleicht
doch nicht gewesen. Sonst hätten sie ihre neue Erfindung nicht an Kaninchen
getestet.
Tierversuche mit Mineralwasser - die Zeiten sind hart, aber modern. In 15
lebende Kaninchen wurde das Turbowasser nach Narkotisierung per Magensonde
eingeleitet... Den Kaninchen hat die Sauerstoffdusche dennoch eher wenig
genutzt, weil sie, wie alle Versuchstiere, am Ende getötet wurden...
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Süddeutsche
Zeitung, 23.07.2003
Keime in
Kirchen
Pfui Teufel, so ein Weihwasser!
In der Gnadenkapelle zu Altötting war der Befund am ekligsten. 100
Millionen Keime in nur einem Milliliter Weihwasser! So das Ergebnis einer
Untersuchung beim Institut für Hygiene der LMU München.
Außerdem schwammen im Altöttinger Weihwasser Fäden, Sporen, Kügelchen und
koagulase positive Staphylokokken (Verursacher von Abszessen, Furunkeln und
kurzen Durchfällen). Wie unappetitlich. "Was sich die Pilger dort ins Gesicht
schmieren, kann man mit Abwasser vergleichen", sagt Lebensmittelchemiker Udo
Pollmer...
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Focus, Nr. 30,
21.07.2003
Focus-
Interview mit Ex-Minister Apel:
FOCUS: In Ihrem neuen Buch “Volkskirche ohne Volk” gehen Sie mit der
evangelischen Kirche ins Gericht. Wie lautet Ihr Hauptvorwurf?
Apel: Die Kirche kommt ihrem Auftrag nicht mehr nach. Sie verbreitet nicht
mehr die Lehre von Jesus Christus, sondern weicht aus in Randbereiche, weil
sie annimmt, dass ihre Kundschaft dies wünscht.
...
FOCUS: Treibt eine solche Kirche die Menschen zu Sekten?
Apel: Es gibt viele fromme und engagierte Gläubige, die Beistand suchen.
Diesen finden sie nicht bei den Landeskirchen und landen schließlich bei den
sehr unterschiedlichen Freikirchen. Ich sage bewusst nicht Sekten, weil ich
den Begriff als herabwürdigend empfinde.
FOCUS: Ist die Enquetekommission “Sogenannte Sekten und Psychogruppen” des
Bundestags ein Angriff auf die Glaubensfreiheit oder nicht vielmehr ein
Versuch, zu informieren und aufzuklären?
Apel: Die Kommission hat zusammen mit den Großkirchen Gefahren an die Wand
gemalt, die angeblich von bestimmten religiösen Gruppen ausgehen.
Von den Vorwürfen ist kein Gramm übrig geblieben. Das Einsetzen der Kommission
war der Versuch, mit unlauteren Mitteln Marktanteile zurückzugewinnen.
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Die Welt,
21.07.2003
Die
evangelische Kirche erlebt eine Austrittswelle
Deutlicher Rückgang auch beim Gottesdienst
Die Welle der Austritte aus den evangelischen Landeskirchen in Deutschland
hält an, zugleich geht der Gottesdienstbesuch weiter zurück. Nach der jüngsten
Statistik des EKD-Kirchenamtes haben 2001 rund 172 000 Protestanten ihre
Kirche verlassen...
Im Jahr 2001 gingen an einem Sonntag durchschnittlich 3,9 Prozent ... zum
Gottesdienst.
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Bild am Sonntag,
20.07.2003
Schmuddelpriester erhängt sich
In Bergamo hat sich ein katholischer Priester (62), der wegen
Verwicklungen in Kinderprostitution inhaftiert war, in seiner Gefängniszelle
erhängt. Der Geistliche soll mit drei weiteren Männern Jungen per Internet für
sexuelle Dienste angeworben und weitervermittelt haben.
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Bild, 15.07.2003
Kritik an
der Kirche
Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich in einem Zerfallsprozess.
Bischof Gerhard Ludwig Müller: "Da läuft zu viel im gleichen Trott,
das Innere wird ausgehöhlt, nur die schöne Fassade bleibt."
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Yahoo! Nachrichten,
10.07.2003
Vermögen
des Vatikans beträgt 700 Millionen Euro
Der Vatikan verfügt nach eigenen Angaben über ein Vermögen von 700 Millionen
Euro. Die unermesslichen Kunstschätze der Kirche seien dabei aber nicht
eingerechnet, sagte der Buchhalter des Vatikanstaats, Ivan Ruggiero, in Rom
bei der Vorstellung der Haushaltsbilanz 2002... Auch der Petersdom sei nicht
Teil der Immobilienwerte, die zudem nicht nach ihrem Marktwert berechnet
worden seien.
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Neue Bildpost,
26.06.2003
Rücktritt
Papst Johannes Paul II. hat den Rücktritt von Bischof Thomas O´Brien aus
Phoenix im US-Staat Arizona angenommen. Der 67jährige steht im Verdacht, nach
einem tödlichen Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss Fahrerflucht begangen zu
haben. Vor zwei Wochen hatte der Oberhirte zudem eingeräumt, Priestern die
Arbeit mit Minderjährigen gestattet zu haben, obwohl er von Vorwürfen der
Kindesmisshandlung gegen diese Seelsorger wusste.
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Idea, 25.06.2003
Versicherungsstatistik stimmt mit Bibel überein: Immer mehr Katastrophen
Nicht nur die Bibel sagt eine Zunahme von Naturkatastrophen in der "Endzeit"
voraus, auch die Versicherungen richten sich auf steigende Schadenssummen
aufgrund von Erdbeben, Stürmen, Überschwemmungen und ähnlichen Phänomenen
ein...
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Yahoo! Nachrichten,
24.06.2003
Zwölf
Jahre Haft wegen Kindesmissbrauch für Priester in Chile
Wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen ist ein katholischer Priester
in Chile zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden...
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Kath.net,
19.06.2003
Der
Priester lebt von der Eucharistie
Gedanken zur hl. Eucharistie und zur Enzyklika Ecclesia de Eucharistia von
Georg Eder, Alterzbischof von Salzburg
... Wie steht es um den Eucharistieglauben unseres katholischen Volkes? Was
glaubt der durchschnittliche Katholik? Wir Priester getrauen uns kaum noch
nachzufragen. Denn wir könnten uns vielleicht bei der Kommunionsspendung am
nächsten Sonntag schwer tun... Diese Fragen müssten uns Priestern und
besonders die Bischöfe zutiefst erschrecken und nicht mehr schlafen lassen.
Die Fluten des Unglaubens lecken bereits am Kern der
Brückenpfeiler...
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Kath.net,
17.06.2003
Sterzinsky:
Wandert Gott nach Asien oder Afrika ab?
Wandert Gott aus? Diese düstere Prognose stellte Kardinal Georg Sterzinsky,
Erzbischof von Berlin, in seiner Predigt bei der Antoniuswallfahrt, wie die
Thüringer Allgemeine berichtet. Gott könnte nach
Asien oder Afrika abwandern, wenn wir Europäer ihn nicht mehr haben wollen,
meinte er. ... Er rief dazu auf, den Glauben offen und nicht im
Privaten zu leben, beispielsweise durch die Teilnahme an Wallfahrten und
Gottesdiensten... Dies sei eine Voraussetzung, um die Abwanderung Gottes nach
Asien und Afrika abzuwenden; so weit dürfe es nie kommen. Christus soll bei
uns bleiben, mahnte Sterzinsky.
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Yahoo! Nachrichten,
11.06.2003
Ermittlungen gegen Pfarrer wegen angeblicher Sexualdelikte
Erneut ist ein katholischer Priester in den Verdacht sexuellen Fehlverhaltens
geraten. Das Bistum Mainz bestätigte am Mittwoch einen Bericht der "Gießener
Allgemeinen", wonach die Staatsanwaltschaft Gießen gegen den früheren Pfarrer
der St. Martins- Kirchgemeinde der mittelhessischen Stadt wegen des
"hinreichenden Verdachts sexueller Handlungen vor Kindern" ermittelt.
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Yahoo! Nachrichten, 01.06.2003
Ermittlungen gegen Pastorin wegen sexuellen Missbrauchs
Eine 39 Jahre alte Pastorin aus dem nordrhein-westfälischen Solingen soll
einen Konfirmanden sexuell missbraucht haben.
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Die Welt, 24.05.2003
Gott ist
ein Stück Brot
Unglaublich, was diese Leute da glauben, oder: Warum die Eucharistiefeier der
katholischen Kirche ein einziger Skandal ist.
... Für Katholiken ist die Eucharistie also nicht nur das geteilte Brot einer
christlichen Abendmahlsfeier - von dem sich so viel leichter glauben lässt,
dass Gott in diesen Teilen zugegen sei. Für sie ist es Gott in einem Stück
Brot, als zerbrechliche, vergängliche Materie.
Das ist natürlich unglaublich. Dennoch ist das bis heute der Glaubenskern der
katholischen Kirche geblieben...
Wer das Ganze für verrückt hält, tut es also nicht als Erster und befindet
sich auch nicht in schlechter Gesellschaft...
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Radio Vatikan,
21.05.2003
Wer in Deutschland aus der Kirche austritt, kann damit
Geld sparen.
Das weiß jeder Steuerzahler. Ein Steuerberater in Nordrhein-Westfalen hat nun
aber seinen Klienten nicht ausdrücklich auf die Ausmaße dieser
Sparmöglichkeiten hingewiesen und muss nun deswegen 9300 Euro Bußgeld zahlen.
So die Entscheidung des Düsseldorfer Oberlandesgerichts...
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Der Spiegel,
19.05.2003
Unbarmherzige Schwestern
Priester und Nonnen misshandelten in den fünfziger
und sechziger Jahren Tausende Jugendliche, die ihnen in Heimen anvertraut
waren. Die damals Betroffenen wollen den Skandal nun aufklären,
stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens.
...1960 trimmten katholische und evangelische Erzieher in rund 3000 Heimen mit
200 000 Plätzen die ihnen Anvertrauten.
Sobald sich die Tore der konfessionellen
Besserungsanstalten hinter ihnen schlossen, mussten viele von ihnen
schmerzhaft erfahren, was damals Buße bedeutete: Misshandlungen,
Ungerechtigkeiten, soziale Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen im Namen
Gottes und der Kirche, die bis heute unangeklagt und damit ungesühnt sind...
So wurden Kinder im "St.Joseph-Haus" in Seligenstadt noch 1992 blutig
geschlagen. Und im katholischen Stift zu Eisingen bei Würzburg wurden sie noch
im Jahr 1995 beispielsweise zur Strafe in Badewannen mit kaltem Wasser
gesteckt.
... Man habe bei den Kindern eine große Angst verbreitet, die "ihre Seele und
ihren kleinen Körper und ihr junges Leben" beherrschte. Als
Unterdrückungsinstrument habe der Glaube gedient. "Durch die Drohung mit
Gott", gestand die Schwester, "hatten wir die Kinder unter Kontrolle, auch
ihre Gedanken und Gefühle."
Marion L. lebte in kirchlichen Heimen, bis sie 19 wurde, im Paderborner
"Erzbischöflichen Kinderheim" der Vincentinerinnen und in einem
Diakonissen-Heim im westfälischen Scherfede. Dort, erinnert sie sich, zischten
allabendlich die Weidenruten auf die Kinder nieder, die vor dem Prügelzimmer
wegen ihrer tagsüber begangenen "Verfehlungen", zu denen schon das Bohren in
der Nase zählte, Schlange stehen mussten...
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Der Tagesspiegel,
15.05.2003
Das Wunder
der heiligen Knochen
Der römische Kaiser Julian meinte schon im vierten Jahrhundert, das
Christentum sei eine Leichenreligion, und "immer neue Leichen füge sie der
einen alten Leiche hinzu". Wie recht er hatte. 1200 Jahre später, anno 1520,
enthielt allein der Reliquienschatz von Halle zweiundvierzig ganze
Heiligenkörper. Damit gewährte er damals 39 Millionen Jahre Ablass...
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Kath.net,
10.05.2003
Bischof von Basel bei Vortrag:
Der Glaube wolle nicht in erster Linie kritisch
hinterfragt oder gar in Zweifel gezogen werden...
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Süddeutsche
Zeitung, 09.05.2003
"Mich hat
der Teufel geritten" - Priester steht wegen 45-fachen Missbrauchs von Buben in
Weiden vor Gericht / Außerdem 85 000 Euro veruntreut... "Mich hat
ein Teufel geritten, der ganz schlimm war", bekannte der Pfarrer, "und ich
weiß, ich habe als Priester gesündigt vor meinem Gott".
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Yahoo-Nachrichten,
09.05.2003
Vatikan
wandelt seinen Bahnhof in Luxus-Kaufhaus um
Glaubensfestigkeit schließt Geschäftssinn nicht aus: Nach diesem Motto hat der
Vatikan seinen so gut wie unbenutzten Mini-Bahnhof in ein Luxus-Kaufhaus
verwandelt... Dank Steuerfreiheit freut sich die Kundschaft über konkurrenzlos
günstige Preise. Zutritt zu dem preisgünstigen Konsumtempel haben allerdings
nur Kirchenfunktionäre sowie das Personal der etwa 130 Botschaften im
Kirchenstaat...
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Die Tagespost,
Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur 29.04.2003
Die
Kirchensteuer ist kein Dogma, aber wer nicht zahlt, fliegt raus
Zwei Weltprimate hält die Kirche in Deutschland: Sie ist die Kirche mit dem
meisten Geld, und sie ist die Kirche mit der größten Anzahl an Gläubigen, die
sie Tag für Tag durch eine Unterschrift bei der staatlichen Behörde verlassen.
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Yahoo-Nachrichten,
24.04.2003
Priester
als Millionen-Dieb - Fahndung in Ecuador
Im südamerikanischen Ecuador fahndet die Polizei nach einem katholischen
Priester, der beschuldigt wird, Zollgüter im Wert von umgerechnet rund zehn
Millionen Euro beiseite geschafft zu haben...
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Radio Vatikan,
23.04.2003
Das
Vertrauen der Deutschen in die Katholische Kirche sinkt weiter
... Vertrauen in die katholische Kirche bekundeten bei der Umfrage lediglich
11%, während die evangelische Kirche mit 17% etwas besser abschnitt...
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Kath.net,
22.04.2003
Malaysia:
Bibel schädlich für den öffentlichen Frieden?
Drei Dutzend in die Sprache der Ureinwohner übersetzte Bücher sollen verboten
werden, darunter ist auch die Bibel...
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Spiegel-Online,
15.04.2003
Geistlicher klaut 1,6 Millionen Dollar
Den christlichen Auftrag, für die Bedürftigen zu spenden, hat ein
US-Geistlicher einfach selbst in die Hand genommen - und sich selbst zum
Hauptbedürftigen erklärt. Seiner Kirche stahl er 1,6 Millionen Dollar.
"Ich kenne keinen vergleichbaren Fall von Diebstahl in einer religiösen
Organisation", sagte der Staatsanwalt. Der gierige Geistliche muss mit bis zu
41 Jahren Gefängnis und bis zu 2,1 Millionen Dollar Geldstrafe rechnen.
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Kath.net,
10.04.2003
Voodoo-Kult wird in Haiti offiziell
als Religion anerkannt
... Etwa drei Viertel der Bevölkerung in Haiti sollen Anhänger dieses
polytheistischen Kultes sein, in dessen Mittelpunkt die Verehrung von
Naturgottheiten steht. Viele Haitianer sehen keinen
Widerspruch darin, gleichzeitig Christ und Voodoo-Anhänger zu sein...
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Radio Vatikan,
05.04.2003
Vatikan - Hinter verschlossenen
Türen hat in den letzten Tagen im Vatikan eine Konferenz zum Thema Pädophilie
stattgefunden...
Für das Versagen und die Mängel der Kirche tragen
alle Katholiken die Verantwortung. Darauf weist der Päpstliche
Fastenprediger, Pater Raniero Cantalamessa, hin. Vor dem Papst und
Vatikan-Verantwortlichen meinte der Kapuziner, Christus habe die Kirche auch
mit ihren Unvollkommenheiten geliebt und gewollt.
Kommentar:
Wer möchte schon die Verantwortung an einer Institution mittragen, die der
bekannte Kirchenhistoriker Karlheinz Deschner wie folgt beschreibt: "Nach
intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in
Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20.
Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so
fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche
Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche."
Wer dafür also nicht die Verantwortung tragen möchte, dem bleibt eigentlich
nichts anderes übrig, als das zu befolgen, was schon Johannes von Patmos
gesagt hat: Gehet hinaus aus ihr, mein Volk, dass
ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen.
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Kath.net,
02.04.2003
Vatikan -
Man muss bereit sein, (auch) auf alles, was einem berechtigterweise zusteht,
im Hinblick auf das höhere Gut zu verzichten. Vor allem muss man
sich bewusst machen, dass man durch das Gebet alles von Gott erhalten kann,
betonte der Papst.
Kommentar:
Wie wäre es, wenn der Papst zuerst einmal auf all das Diebesgut verzichten
würde, das seine Kirche in den unzähligen Feldzügen erobert, also anderen
Ländern und Menschen geraubt hat? Im Anschluss daran kann
die Katholische Kirche auf ihr Vermögen an Grundbesitz
und Immobilen von rund 400 Milliarden Mark verzichten.
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Katholisches
Militärbischofsamt
Was
bedeutet es für einen Menschen zu töten?
Interview mit Militärdekan Simon im Rheinischen Merkur, Nr. 13,
27.03.2003
Gibt es in einer
Gefechtssituation überhaupt noch Moral?
Militärdekan Simon: ... Oft haben Soldaten dann nur die Wahl zwischen zwei
Übeln. Katholische Auffassung war immer: Wer nur die
Wahl hat zwischen zwei Übeln und sich für das kleinere entscheidet, hat nicht
gesündigt. Wenn ein Soldat sieht, dass von einer irakischen
Stellung Granaten gegen die eigene Stellungen abgefeuert werden sollen und er
zerstört die Stellung mit einem gezielten Bombenabwurf, handelt er nicht
unmoralisch.
Wie gehen die Soldaten damit um,
dass Töten und das christliche Gebot der Feindesliebe in Gegensatz zueinander
stehen?
Militärdekan Simon: Tun sie das? Wenn ich den Gegner als Mensch und Bruder
erkenne, müsste ich natürlich daraus ableiten, dass ich ihn nicht mehr töten
darf. Aber das hebt die grundsätzliche Schwierigkeit nicht auf. Denn dieser
Bruder ist möglicherweise im Begriff, selbst zu töten. Damit er das nicht tut,
muss ich ihm zuvorkommen. Das sind sehr schwere menschliche Belastungen.
Soldat- und Christsein ist letztlich nur dann vereinbar,
wenn sich der Soldat als Verteidiger betrachtet.
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KNA, 26.3.2003
Washington, -
Die im Irak eingesetzten Truppen können nach Auffassung
von US-Militärerzbischof Edwin O´Brien "mit gutem Gewissen" kämpfen. Daher
könnten sie alle ihre militärischen Pflichten fraglos erfüllen, unterstreicht
O´Brien.
In einem am Dienstag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Brief an alle
Militärgeistlichen erklärt der Erzbischof, die Soldaten könnten auf die
"Integrität und die Entscheidungsfähigkeit ihrer Führer" vertrauen.
Kommentar:
Die deutsche Übersetzung dieses Briefes finden Sie
hier...
Dieser Brief zeigt, mit wem die katholische Kirche im Bunde steht. Der Adlatus
des Papstes verrät des Papstes Scheinheiligkeit.
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Seine
Unfehlbarkeit, der Papst, gibt seinen Irrweg auf.
Die Prophetin zeigt ihm den Weg zu Gott.
Für die kirchlichen Verhältnisse kam die Antwort auf den
Gabriele-Brief Nr. 2
ungewöhnlich schnell. Gabriele hatte bekanntlich Karol Wojtyla gefragt, ob
seine jüngste Erklärung, dass Gott sich, angeekelt von den Aktionen der
Menschheit, in den Himmel zurückgezogen habe, nicht eine Bankrott-Erklärung
des obersten kirchlichen Führers sei, die ihn als Stellvertreter eines
angeblich angeekelten Gottes zum Rücktritt zwingen müsste. Doch vom Rücktritt
will der Papst nichts wissen, lieber korrigiert er sich noch rechtzeitig
selbst. Informieren Sie sich:
Bild, 13.12.2002
...
Gott, so der Papst in der Generalaudienz
vor Hunderten von Gläubigen, habe sich “in den Himmel zurückgezogen, angeekelt
von den Aktionen der Menschheit”. Gott schweigt. ...
Radio Vatikan,
02.04.2003
Papst:
Gott ist den Menschen auch in Zeiten der Perversion nahe
Das Schweigen Gottes, ein Paragraph im Buch des Propheten Jesajas, hatte vor
Wochen für großes Medienecho über die Kirchenpresse hinaus gesorgt. Heute
griff der Papst den Gedanken in seiner Katechese erneut auf. Angesichts der
Perversionen dieser Zeit versicherte Johannes Paul II., Gott habe sich nicht
abgewandt, er sei den Menschen nahe, Es gelte nur, die Zeichen für diese
göttliche Nähe im Alltag zu entdecken.
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BILD-Zeitung, 14.03.2003
Herr, vergib mir, wenn ich meine Feinde töten
muss
Wüste - Ein US-Soldat steht bis zur Hüfte in einem Weihwasserbecken mitten
in der Wüste von Kuwait. Die Hände vor dem Körper gefaltet, empfängt er
das Heilige Sakrament der Taufe.
Vor einem drohenden Irak-Krieg bekennen sich viele Soldaten zum
Christentum. "Sie wollen Frieden mit ihrem Schöpfer machen, bitten um
Schutz für ihre Familien", sagt Oberstleutnant Bryan P. McCoy. "Sie haben
auch schon um Vergebung gebetet für das, was sie der irakischen Armee
antun werden. Jetzt können sie guten Mutes für ihr Land kämpfen." ...
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Yahoo! Schlagzeilen,
10.03.2003
Kardinal Lehmann:
Saddam versteht nur die Sprache der Drohung
Freising (dpa) - Als letztes Mittel kann ein Militärschlag gegen den
Irak nach Auffassung des Vorsitzenden der katholischen Deutschen
Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, durchaus gerechtfertigt
sein. ... |
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Radio Vatikan 07.03.2003
Großbritannien -
Britische Soldaten können ihren Einsatz in einem
möglichen Irak-Krieg nach Auffassung des katholischen Militärbischofs
als "moralisch ehrbar" ansehen.
Der Befehl zum Gang in die Schlacht würde zur "Erreichung eines
moralisch guten Zwecks" ergehen, heißt es in einem heute
veröffentlichten Hirtenbrief von Bischof Tom Burns an die katholischen
Mitglieder der britischen Streitkräfte. ... |
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Katholische
Nachrichten-Agentur 07.03.2003
US-Präsident George Bush betet täglich für die Erhaltung
des Friedens, die Sicherheit seiner Soldaten und das Leben
"unschuldiger Menschen" im Fall eines Irak-Kriegs. "Ich bete jeden
Tag, dass mein Glaube mich trägt, dass er mir Weisheit und Stärke
gibt".
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Nürnberger Nachrichten,
07.03.2003
Landesbischof Johannes Friedrich aus den USA zurück
... Mit äußerstem Unbehagen beobachtet der bayrische Landesbischof
auch die Pläne der US-Regierung für die Zeit nach dem Irak -Krieg.
Er selbst sei "kein Radikalpazifist",
sagt Friedrich, der Gewalt unter eng umrissenen Bedingungen nicht
ausschließt. ... |
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Yahoo-Schlagzeilen,
25.02 2003
Katholische Kirche gegen Radikalpazifismus im Irak-Konflikt. Lehmann:
Militärische Intervention “nicht von vornherein und für immer
auszuschließen”
Mainz (AP) - Die katholische Kirche hat sich gegen eine
radikalpazifistische Haltung im Irak-Konflikt gestellt. Eine
militärische Intervention sei als letzte Möglichkeit “nicht von
vorneherein und für immer auszuschließen”, schrieb der Vorsitzende der
Deutschen Bischofskonferenz, der Kardinal Karl Lehmann, in einem am
Dienstag veröffentlichten Beitrag für die Mainzer Kirchenzeitung
“Glaube und Leben”. |
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DIE BUNTE, März 2003
Michael Schumacher in einem Interview:
"Okay, alle Leute, die den Krieg im Irak verhindern wollen, haben
meinen Respekt. Aber ausgerechnet die Kirche? Die predigt immer
christliche Menschenhilfe, häuft aber Milliarden an. Die sollte sie
den Menschen zugute kommen lassen, die es nötig haben. Ich glaube
nicht mehr an die Kirche als Institution, obwohl sie auch gute Seiten
hat." Auf die Anmerkung, das höre sich nach Kirchenaustritt an,
sagt er: "Manchmal denke ich darüber nach. Denn
mit dem, was ich allein an Kirchensteuern zahle,
könnte man vielen Kindern in Not helfen." |
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Dazu schrieb die
Neue Bildpost, 13.03.2003
einen offenen Brief an Michael Schumacher...
Auf dem falschen Weg
... Vor allem in Deutschland ist die Kirche durch die Kirchensteuer in
einer Situation, viel Geld zur Verfügung zu haben. Doch bevor man
darüber schimpft, sollte man sich einmal damit beschäftigen, wofür das
Geld der Kirchensteuerzahler ausgegeben wird. In jedem Bistum, auch
dem, an das Sie Ihre Kirchensteuer entrichten, erhalten Sie
weitreichende Auskünfte über Einnahmen und Ausgaben. Und wenn Sie
diese lesen, werden Sie schnell erkennen, dass die Kirche viel Gutes
mit dem Geld tut: von Caritas, über Kindergärten und Schulen bis hin
zur Telefonseelsorge, um nur einiges zu nennen...
Also: informieren Sie sich noch einmal und gehen Sie in sich! Dann
kommen Sie vielleicht zu einem anderen Ergebnis.
Kommentar:
Informieren
Sie sich!
Die Bundesrepublik Deutschland bezahlt jedes Jahr Subventionen von
über 14 Milliarden Euro an die Kirchen! Dieses Geld bekommt die Kirche
zusätzlich zu den ca. 9 Milliarden Euro Kirchensteuern. In dieser
Summe sind die staatlichen Subventionen für kirchliche Kindergärten,
Schulen, Altenheime und Krankenhäuser noch gar nicht enthalten.
Der Staat finanziert diese Einrichtungen - mit
ca. 10 Milliarden Euro im Jahr - zu weit über 90%. Die
in diesem Zusammenhang oft gehörte Ansicht: "Aber die Kirche tut doch
so viel Gutes" ist also ein Irrtum! |
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Fastenhirtenbrief 2003
des Papstes:
Geben ist seliger als Nehmen
“... Nicht nur auf das Überflüssige, sondern auf etwas mehr zu
verzichten, um es an die Bedürftigen weiterzugeben, trägt zu jener
Selbstverleugnung bei, ohne die es keine echte christliche
Lebenspraxis gibt. ...”
Kommentar:
Die katholische Kirche verfügt
nach Schätzungen des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL (6.3.95)
über ein Vermögen an Grundbesitz und Immobilien
von rund 400 Milliarden Mark. Hinzu kommen rund 80 bis
100 Milliarden Kapital- und Anlagevermögen, also Aktien, Wertpapiere
usw. (Focus 30.12.96). Also: Entweder gibt es in der Kirche selbst
keine christliche Lebenspraxis, oder es dürfte auf dieser Welt keine
Bedürftigen mehr geben! |
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